• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
    Max Frisch

    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
    Carlo Schmid (1949)

    Die Menschheit lässt sich keinen Irrtum nehmen, der ihr nützt.
    Friedrich Hebbel

  • Stop the bomb

  • Neueste Kommentare

    Beheben Antworten Au… zu Die Juden im Koran
    Monty zu Hass oder Liebe – alle R…
    C.Meyer zu Zitate von Golda Meir
    Wem gehört das Land… zu Israel Ende des 19. Jahrh…
    MOHAMMAD zu Die Juden im Koran
  • alle Artikel

  • Archive

  • Kategorien

  • Twitter Updates

  • Blog Statistik

    • 205,165 Besucher

Israels Image in der Welt

Israel Positiv-Negativ 2011

Israel Positiv-Negativ 2011

Ansehen Israel 2005-2011

Ansehen Israel 2005-2011

Globescan schreibt zu diesen grafischen Darstellungen:

Israels Einfluss in der Welt ist immer noch weitgehend ungünstig. Doch im Gegensatz zu Ländern, die ihre negativen Ansichten verschlechtert haben, gibt es bei Israel eine ganz leichte Verbesserung. Im Durchschnitt der 25 befragten Länder steigt die positive Meinung um zwei Prozent, während die negativen Ansichten die gleichen wie im Jahr 2010 bleiben. Neunundvierzig Prozent geben Israel eine ungünstige Bewertung und 21 Prozent eine günstige. Aus 27 Ländern im Jahr 2011 befragten Ländern geben 22 eine negative, magere zwei eine positiv Bewertung und drei sind unentschieden.

Trotz des statische Charakters des allgemeinen Trends haben sich die Ansichten der einzelnen Länder in beide Richtungen verschoben. Die vielleicht interessanteste Veränderung ist die Veränderung in der amerikanischen Meinung. Die US-Öffentlichkeit ist jetzt geteilt anstatt positiv in ihrer Bewertung. Während die positiven Bewertungen seit 2010 recht stabil geblieben sind (43%), steigen die negativen Bewertungen um zehn Punkte (41%).

Zwei Nationen änderten ihre negative oder der unentschiedene Einstellung in eine positive. In Ghana sind die günstigen Bewertungen auf 11 Punkte (32%) gestiegen und ungünstige Bewertungen um neun Punkte gesunken (27%). Bei den Russen stiegen die günstigen Bewertungen um sechs Punkte (35%), während die ungünstigen Bewertungen um 13 Punkte sanken (17% gegenüber 30%).

Zu den Anderen, die in ihren negativen Ansichten moderater geworden sind, zählen die Inder, die von einer negativen Position zu einem Unentschieden kamen, da ihre negative Bewertung um 11 Punkte (18%) sank. Die Chilenischen positiven Bewertungen stiegen deutlich um sechs Punkte auf 25 Prozent und die negative Bewertungen sanken ebenfalls um 6% auf 38%, doch eine Mehrzahl der Meinungen bleibt negativ. Auf den Philippinen sind die positiven Ansichten um 13 Punkte gestiegen (31%). Die negativen Ansichten sanken in Ägypten um 14 Punkte (78%). In China hat sich die positive Meinung um zehn Punkte (32%) erhöht, aber dies wurde durch eine Acht-Punkte Zunahme der negativen Bewertungen (48%) ausgeglichen.

Auf der anderen Seite werden einige andere Länder als die USA negativer in ihren Ansichten über Israels Einfluss. Kenia, im Jahr 2010 noch positiv, ist jetzt negativ, die positiven Bewertungen sanken um zehn Punkte (29%) und die negativen Bewertungen stiegen um sieben (41%). Negative Wahrnehmungen wuchsen stärker Großbritannien (66%, um 16 Punkte), Kanada (52%, um 14 Punkte), Indonesien (68%, um 12 Punkte), Australien (58%, um 11 Punkte), Portugal (52 %, um 6 Punkte) und Spanien (66%, um 6 Punkte). Günstige Bewertungen fielen in Brasilien um acht Punkte (13%).

Interessant ist dabei, dass Israel immer noch so schlecht wegkommt. Und dass in Europa und in den USA die Werte so gesunken sind. Woran dass wohl liegt?

Interessant ist auch folgende Studie („Intoleranz, Vorurteile, Diskriminierung: Ein Bericht aus Europa“) der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, nach der 47,7 % der Deutschen (die höchste Zahl in West-Europa) folgendes glaubt:

„Israel führt einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser“ (S. 66)

Dr. Beate Küpper, eine Wissenschaftlerin der Universität Bielefeld die zusammen mit ihren Kollegen Andreas Zick und Andreas Hoevermann von Friedrich Ebert-Stiftung die Studie erstellt hat, sagte am Monday (14.3.11) dass die Studie eine starke Präsenz von “Anti-Semitismus, verküpft mit Israel, verborgen hinter der Kritik an Israel und nicht neutral” zeige.

Sie nannte den Ausbruch von Judenhass  in Deutschland wegen dem weitverbreiteten Holocaust-Gedenken und der Erziehung in Deutschland „bemerkenswert“.

Weitere Details zur der Studie finden sich hier.

Das Ganze ist für mich ein Teufelskreislauf. War es noch jahrelang so, dass offener Antisemitismus mit Hinweis auf die Vergangenheit nicht gesellschaftsfähig war, droht heute durch verschiedene Ursachen diese Klippe wegzubrechen.

Da wäre zum einen das zögerliche, lavierende und taktierende Verhalten der europäischen und US-amerikanischen Politiker zu nennen. Anstatt das „recht“ zu nennen, was recht ist, wollen sie den Draht zur arabischen Welt nicht verlieren, man hat ja heutzutage einen globalen Anspruch und es soll der ganzen Welt gut gehen, nicht nur uns mit Selbstscham erfüllten Westlern. Dafür werden schon mal eigene Wertvorstellungen und Moralansprüche über Bord geworfen, die Wahrheit verdreht und Leuten die Hand gereicht, die man früher zur Fahndung ausgeschrieben hätte.

Israel ist da das perfekte Opfer. Klein, gehasst von den Arabern und wehrhaft kann man Israel schon einmal heftig kritisieren und hat 2 (erhoffte) Ergebnisse: Israel geht trotz allem nicht unter und die Araber freuen sich ein Loch in den Bauch, dass selbst die Verbündeten Israels ihm in den Rücken fallen.

Dieses, aus diplomatischer Sicht notwendige Rumeiern, hat aber zur Folge, dass die Bevölkerung den Eindruck bekommt, Israel sei ein Unrechtsstaat, dem man nicht trauen kann und der den Palästinensern das Land raubt und sie anschließend auch noch unterdrückt.

Zum Zweiten wären dort die Medien zu nennen. Ein Schwulenmord in Tel Aviv, Ausschreitungen von Charedim kommen bei Tagesschau und Co. auf die Titelseite – ein brutalstes Massaker an jüdischen Kindern und Eltern ist eine Fußnote und über ein großes, aufgegriffenes deutsches Schiff mit Waffen für die Hamas – kaum ein Wort geschweige denn ein Bild.

Viele Medien berichten sehr einseitig. Alles wird Israel zur Last gelegt – nach dem Motto: „Der Aggressor ist grundsätzlich Israel. Alles, was die Palästinenser falsch machen, ist lediglich eine Folge der israelischen Aggression und damit zu entschuldigen.“

Mord, Unterdrückung, Jubel über Terroranschläge  und -tote (wie z.B. nach dem 11.09.01) werden es gar nicht ins Programm genommen. Es gibt eine eindeutige Agenda: Nenne immer zuerst das, was Israel falsch gemacht hat – und sei es noch so bedeutungslos – und erst im nachfolgenden Bericht die Fehler der Gegenseite. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Dermaßen unter Beschuss genommen von „an sich vertrauenswürdigen“ Medien wie z.B. Tagesschau, Spiegel und TAZ bauen sich die Bürger ein völlig einseitiges Informationsgerüst. Hält man dagegen und erwähnt bspw. den arabischen Antisemitismus, erntet man nur ein erst ungläubiges und dann besserwisserisches Lächeln: „Daran sind die Juden doch selbst Schuld.“

Zu dem einseitigen Informationsgerüst kommen dann noch jede Menge, oft von Palästinensern gestreute, Lügen – wie z.B. der Raub des Landes, Massaker in Flüchtlingslagern und Rassismus/Apartheid in Israel. Eigentlich sollte man einer hochgebildeten Informationsgesellschaft wie der in Deutschland zutrauen, diese Lügner locker zu überführen, aber es geschieht eigenartigerweise nicht. Es liegt vielleicht am Gesellschaftsdruck, das glauben zu wollen, was alle schrei(b)en.

Last but not least seien die Linken genannt, die eine treibende Kraft in der sogenannten „Israelkritik“ sind, von der wir ja jetzt wissen, wie sie zu deuten ist (s.o.). Sie rufen z.B. zum Boykott israelischer Waren auf und haben noch die Stirn zu behaupten, dass wäre nicht das Gleiche wie das 1933er „Kauft nicht bei Juden!“.

Israelis waren einst die Lieblinge der Linken – bis zum Krieg 1967, als die Linken die Palästinenser (nachdem Arafat die Palästinenser 1964 erst „erfunden“ hatte) als Opfer entdeckten und danach fand einer starker Paradigmenwechsel statt. Und so brüllen schreien alle möglichen linksorientierten „Unrechtsstaat“, „Rassisten“, „Apartheid“, „Völkervernichter“ und selbst Nazi-Vergleiche (zB. Gaza sein ein Riesen-Freiluft-KZ) werden nicht gescheut. Die Wahrheit dieser Behauptungen interessiert nicht, dazu ist das Weltbild vieler Linker viel zu festgefügt.

So könnte man mit vielen Beispielen noch weiter machen. Doch hat hier in Deutschland kaum einer der „hohen Tiere“ – sei es nun in Politik, Wirtschaft oder Medienbereich – den Mumm, sich voll zu Israel zu stellen und damit ein Gegengewicht zu dem Geschrei der ewigen Rechthaber zu bilden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: