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Christen und Israel

Viel habe ich über die politischen Verhältnisse gelesen und geschrieben, die in Israel und in der Welt herrschen. Wie die Welt Israel be verurteilt, Lügen verbreitet und die Wahrheit auf dem Altar der politischen Korrektheit opfert.

Wie aber sehe ich Israel als Christ? Gibt es überhaupt einen einheitlichen christlichen Standpunkt unter Christen? Welche Kriterien lege ich an, um Israel und sein Tun aus der Sicht eines Christen zu verstehen bzw. zu beurteilen?

Es ist schon erstaunlich, dass der Staat Israel in der Welt ein solches Echo hervorruft. Früher waren es die Juden, die verfolgt wurden, heute ist es der Staat Israel, der „Jude unter den Staaten„. Denn die Aufmerksamkeit, die Israel international – medial und politisch – erregt, steht in keinem Verhältnis zu seiner internationalen Bedeutung und Größe. Auch der Konflikt mit den Arabern ist – weltweit gesehen – nicht so dramatisch, dass sich fast jeden Tag unsere Medien damit beschäftigen müssten. Woanders wird wesentlich mehr gestorben, gefoltert, ausgerottet und unterdrückt. Es muss also etwas anderes sein, was die Menschen so sehr an den Juden bzw. Israel „fasziniert“ bzw. pathologisch interessiert.

Sicherlich ist der historisch gewachsene Antisemitismus ein Grund. Im Koran bzw. Islam ist er fest verankert. In Europa hat er sich über Jahrhunderte entwickelt und ausgetobt. Mit den vielen europäischen Auswanderern ist diese Spielart des Antisemitismus auch in andere Teile der Welt gelangt (Amerika, Asien, …).

Für mich als Christen gibt es noch eine weitere Erklärung (die hören manche nicht gerne, aber egal):
Israel ist das erwählte Volk Gottes.

In 5. Mose 7, 6-9 steht:

6 Denn ihr seid ein heiliges Volk – ihr gehört ganz dem Herrn, eurem Gott. Unter allen Völkern der Welt hat er euch als sein Volk ausgewählt.

7 Das hat er nicht etwa getan, weil ihr zahlreicher wärt als die anderen Völker. Denn ihr seid ja das kleinste von allen Völkern.
8 Nein, aus Liebe hat er sich euch zugewandt und weil er das Versprechen halten wollte, das er euren Vorfahren gegeben hat. Darum hat er euch mit großer Macht aus der Sklaverei in Ägypten herausgeholt, er hat euch aus der Gewalt des Pharaos, des Königs von Ägypten, befreit.
9 So erkennt doch: Der Herr, euer Gott, ist der wahre und treue Gott!

Gott hat Israel also nicht auserwählt, weil sie toll, groß oder sonst was waren oder sind. Sondern aus Liebe.
Und in Sacharja 2,12 steht

Um seine Macht und Herrlichkeit zu zeigen, hat mich der Herr, der allmächtige Gott, zu den Völkern gesandt, die euch ausgeplündert haben. Er sagt: „Wer euch Juden unterdrückt, der verletzt, was mir am kostbarsten ist.

Warum Gott gerade Israel auserwählt hat und nicht ein anderes Volk – weiß ich nicht. Gott ist ja nicht politisch korrekt, dass Er alle gleich behandeln muss. Und es ist ja auch nicht so, dass wir anderen zu kurz kommen. Im Gegenteil: Für uns alle hat Er seinen Sohn geschickt und sterben lassen.

Und es gibt noch ein Zweites, was ich meinen nichtchristlichen Lesern zumuten muss: Ich glaube nicht nur an Gott, sondern auch daran, dass es Satan gibt – den Feind Gottes. Und damit ist es relativ leicht vorstellbar, was der bzgl. Israel im Schilde führt. Jedenfalls nichts Gutes. Wenn Israel also Gottes Herzensangelegenheit ist, dann versucht sein Feind, dem Volk / Staat Israel und den Juden größtmöglichen Schaden zuzufügen.

In Licht dieser Überlegungen erscheint mir die Feindschaft der Welt gegen Israel gar nicht mehr so unerklärlich. Eine Welt, die überwiegend von Gott nichts mehr wissen will, geht eben andere Wege.

Jetzt ist also (für mich) grob geklärt, warum einige Menschen „Probleme“ (lies Antisemitismus) mit Juden und Israel haben. Bleibt nur noch die Frage, warum einige Christen die auch haben! Man sollte denken, dass alle Christen das lieben, was Gott auch liebt.

Grundsätzlich muss man bei dem Wort „Christen“ unterscheiden, was der Zuhörer darunter versteht.

  • Für viele Juden und Moslems sind „Christen“ alle Europäer und Amerikaner.
  • Für Europäer sind „Christen“ Menschen, die Gutes tun, anständig leben und in die Kirche gehen.
  • Für mich und andere sind „Christen“ diejenigen, die Gott lieben, ihm folgen, sein Wort lesen und ernst nehmen. Die eine persönliche Beziehung zu ihm haben.

Die letzten beiden Definitionen sind für mich der Unterschied zwischen Religion – im Sinne von: Ein Machwerk, an dem ich mein Leben ausrichte – und Glaube an einen lebendigen Gott.

Viele Christen, die Probleme mit Juden oder Israel haben, entsprechen eher der „europäischen“ Christen-Definition. Sie haben verinnerlicht, dass immer die Schwachen die Opfer sind und man sich immer um die Schwachen kümmern soll. Ist ja auch nicht falsch, aber lange nicht alles. Das führt in der heutigen Welt dazu, dass man für eine Seite Partei ergreift, weil diese die „Schwachen“ sind und Gott einer ist, der sich der Schwachen erbarmt.

Das stimmt auch, Gott hat ein liebendes Herz für z.B. die Palästinenser, aber das heißt natürlich noch lange nicht, dass die Palästinenser alles richtig machen oder wir uns bedingungslos auf ihre Seite schlagen sollen! (Im Übrigen heißt das auch nicht, dass wir alles, was Israel tut oder lässt, gutheißen sollen)

Viele Christen werden zu Religionschristen, die wissen, wie man zu leben und was man zu tun hat. Sie leben im Grunde eine Philosophie, ein menschliches Konstrukt. Aber die Beziehung zu dem lebendigen Gott, ihrem Vater, die kennen sie nicht.

Die Christen, die Gott kennen, haben aber auch nicht automatisch einen unproblematischen Zugang zu Israel. Das kann an  Desinteresse, Fehlinformationen oder auch familiären Belastungen liegen.

In der heutigen Predigt unserer Gemeinde waren dazu 3 interessante Gedanken:

  • Israel ist für uns Christen ein „großer Bruder“. Die Verheißungen der Bibel waren überwiegend für Juden. Dass wir sie als Christen auch für uns „benutzen“ dürfen, ist so, als würde man als kleiner Bruder die Klamotten des großen Bruders auftragen. In der Bibel klingt das so (Röm. 11, 17-21):

17 Einige Zweige dieses Baumes sind herausgebrochen worden. An ihrer Stelle wurdet ihr als Zweige eines wilden Ölbaums aufgepfropft. So lebt ihr von den Wurzeln und Säften des edlen Ölbaums.

18 Bildet euch aber deshalb nicht ein, besser als die herausgebrochenen Zweige zu sein! Denn nicht ihr tragt die Wurzel, sondern die Wurzel trägt euch.
19 Freilich könnte jemand einwenden: „Man hat die Zweige doch herausgebrochen, damit ich dort Platz habe.“
20 Das ist richtig, sie wurden herausgebrochen, weil sie nicht glaubten. Und ihr seid an ihrer Stelle, weil ihr glaubt. Seid deshalb nicht hochmütig, sondern passt auf, dass es euch nicht genauso ergeht6.
21 Denn hat Gott die Zweige des edlen Ölbaums nicht verschont, wird er euch erst recht nicht schonen.

Der Ölbaum (Wurzel) ist Israel, die Zweige sind die Juden und die aufgepfropften Zweige die Christen.

  • Israel ist eine Herzenssache des Vaters. Es ist sein Volk. Wie können wir sagen, dass wir Gott lieben und ihm folgen wollen, wenn wir das ignorieren oder verachten, was auf Seinem Herzen ist? Gott möchte, dass wir Israel lieben. Das schließt übrigens überhaupt nicht aus, dass wir auch die Araber/Palästinenser/Moslems lieben.
  • Wir als Christen kommen aus dem Thema Israel nicht raus – auch wenn wir uns dafür nicht interessieren. Spätestens am Ende der Zeiten wird das Thema Israel automatisch auf die Tagesordnung kommen. Und dann ist es gut, die eigene Beziehung zu Israel vorher geklärt zu haben.
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8 Antworten

  1. „Mitnichten hat Gott vielen Völkern die Thora angeboten.“

    Herr Reinhard, erzählen Sie mir nichts über das Judentum. Davon haben Sie scheinbar keine Ahnung, sonst wüssten Sie, dass es so gewesen ist, wie ich es schrieb.
    Jesus interessiert uns Juden Gott sei Dank nicht.

  2. Steht übrigens hier auch was zu:
    http://www.nicht-mit-uns.com/nahost-infos/texte/csegen.html

  3. Interessant.
    Spielt für die eigentlich auch 1. Mose 12,3 eine Rolle?

  4. „Warum Gott gerade Israel auserwählt hat und nicht ein anderes Volk – weiß ich nicht.“

    Das ist ganz einfach. Gott hatte vielen Völkern die Thora angeboten, alle, außer das jüdische Volk, lehnten aber ab.

    Im Judentum hat der Satan aber eine ganz andere Bedeutung, er kann nichts tun ohne das Gott es will. Er ist der Verführer und wir müssen ihm widerstehen.

    • Mitnichten hat Gott vielen Völkern die Thora angeboten. Faktum ist, daß Israel (12 Stämme) von Gott die Thora durch Mose vermittelt wurde. Tatsächlich kommt das Heil durch die Juden. Dies manifestiert sich in Jesus Christus in einzigaritger weise. Israel ist der Augapfel Gottes wer den anrührt, wird seine ewige Existenz zu Recht verlieren.

    • Hier gehörts hin:

      „Mitnichten hat Gott vielen Völkern die Thora angeboten.“

      Herr Reinhard, erzählen Sie mir nichts über das Judentum. Davon haben Sie scheinbar keine Ahnung, sonst wüssten Sie, dass es so gewesen ist, wie ich es schrieb.
      Jesus interessiert uns Juden Gott sei Dank nicht.

    • Der Kommentar ist zwar schon etwas älter, doch wo genau können wir denn lesen, dass Gott die Thora vielen Völkern angeboten hat? Wenn es sich nur um eine mündliche Überlieferung handelt, so halte ich sie für nichts anders als eben eine mündliche Überlieferung und daher irrelevant.

  5. Hallo Markus,

    Du hast sehr gut beschrieben, um was es hier wirklich geht!

    Ich wünsche, es gäbe mehr Christen der dritten Version Deiner Beschreibung auch hier in Europa und in unserem Land. Laß uns daran arbeiten und Gott seinen Segen dazu geben!

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