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„Schwerter über den Köpfen“

Informieren, beten, handeln: Ein neuer Sammelband über Christenverfolgung weltweit lädt dazu ein, sich mit dem komplexen Thema vertraut zu machen. „Sorrow and Blood“ („Leid und Blut“) beschreibt auf umfangreiche Weise die Situation von Christen in Bedrängnis.

Foto: William Carey Library

Der komplett in Englisch gehaltene Band sammelt Beiträge von 62 Autoren aus 23 Ländern. Er bietet zunächst einen allgemeinen Überblick zur Thematik und erläutert anschließend, was die Bibel zum Leid der Christen zu sagen hat. Im umfangsreichsten Abschnitt folgen Einzelstudien zu Personen und Ländern. Das Buch schließt mit einer Hilfestellung, wie Christen der Verfolgung begegnen können sowie mit Hinweisen zu ergänzenden Informationen.

Es ist ein ambitioniertes Projekt, das sich die Herausgeber, die drei zentralen Kommissionen der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), vorgenommen haben. Die Kommissionen für Mission, für Religionsfreiheit und die Theologische Kommission haben einen Band vorgelegt, der eine große Bandbreite abdeckt, mit der Beschreibung von Einzelschicksalen berührt, das Phänomen der Christenverfolgung theologisch bedenkt und auch die Selbstkritik nicht vergisst.

Christenverfolgung ohne Parallele

Derzeit sei die Verfolgung von Christen „ohne Gleichen“, betont der Band und nennt die Ermordung von Christen in Nigeria oder deren Vertreibung aus dem Irak als Beispiele. Global gesehen seien drei Viertel aller Menschen, die ihre Religion nicht frei ausüben können, Christen – etwa 200 Millionen in absoluten Zahlen. Zugleich gibt Thomas Schirrmacher, der Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit, zu bedenken, dass zahlenmäßige Erfassungen schwierig sind. Im Bürgerkrieg von Ruanda etwa seien ohne Zweifel auch Christen gestorben. Fraglich sei jedoch, ob sie wegen ihres Glaubens umgekommen sind.

In ähnlicher Weise werden in dem Band einige grundlegende Fragen zum Thema angesprochen, etwa was ein „Märtyrer“ oder was „Verfolgung“ eigentlich ist. Diese Diskussion richtet sich vor allem an Experten und ist mitunter trocken. Das Buch kommt dem interessierten Laien jedoch mit Fragen am Ende eines Kapitels entgegen, mit deren Hilfe er das Gelesene selbst oder in der Gruppe bedenken kann.

Spannungsreiche Beiträge

Bemerkenswert ist der Band vor allem deswegen, weil die Beiträge untereinander spannungsreich sind. So schlägt der Kanadier Glenn Penner vor, Leiden als „normativ“ für das christliche Dasein anzusehen. Er begründet dies mit der Auflehnung der Welt gegen Gott. Diese Analyse mag richtig sein, ist jedoch auch vage. Problematisch ist, dass er vorschlägt, nicht so sehr nach dem Warum der Christenverfolgung zu fragen.

Genau dies leistet jedoch der selbstkritische Beitrag von Beram Kumar aus Malaysia. Er macht klar, dass Christenverfolgung auch deshalb entstehen kann, weil Christen oft unsensibel vorgehen. So „locken“ sie etwa Kinder mit Süßigkeiten und Spielen zu christlichen Veranstaltungen, während die Eltern wegen ihrer Armut dem nichts entgegenhalten können. Es gehe nicht darum, Kindermission aufzugeben, aber die Vorgehensweise zu überprüfen, betont Kumar.

Auch ein überblicksmäßiger Beitrag nennt zehn Hauptgründe, warum Christen (heutzutage) überhaupt bedrängt werden. Die Christenverfolgung nimmt demnach schlicht auch deshalb zu, weil es weltweit immer mehr Christen gibt. Ein anderer Grund sei wiederum, dass das Christentum von vielen mit dem „verhassten Westen“ gleichgesetzt wird. Interessanterweise findet sich unter den genannten Gründen kein spezifisch theologischer Einwand gegen das Christentum – meist geht es um Zahlen, Politik oder verzerrte Wahrnehmungen vom Christentum.

Der Band bietet auch eindrückliche Beispiele von Einzelpersonen, die das Leid der Christen illustriert. So musste ein nicht namentlich genannter Ägypter mit seiner Familie das Land verlassen, nachdem er zum Christentum übergetreten war. In seiner Heimat hat er nach einem Gerichtsurteil gemäß der Scharia alle Bürgerrechte verloren. Seine Ehe wäre annulliert worden, seine Kinder ihm genommen. Das zeigt, dass Nachfolgern Jesu, vor allem in islamisch geprägten Ländern, „ein Schwert über den Köpfen hängt“.

Auf diese Weise schildert das Buch die mitunter dramatische Situation von Christen und äußert sich zugleich zu dahinterstehenden Fragen wie Menschenrechte. Zugleich machen die Beiträge Mut zum christlichen Bekenntnis trotz des Leids, dass in manchen Weltgegenden damit verbunden ist. Die Leserschaft lädt es ein, bei Möglichkeit zu handeln oder, was ebenso wichtig ist, für die Betroffenen zu beten. (pro)

Quelle: http://www.pro-medienmagazin.de/buecher.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=6100

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