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„Wir Christen feiern Weihnachten in Angst“

Shemun (60) aus Mosul (Irak) trauert um seinen 23-jährigen Sohn, der von Islamisten entführt und ermordet wurde: „Wie jeder Vater würde ich alles dafür geben, dass sie mich an seiner Stelle genommen hätten“

Shemun (60) aus Mosul (Irak) trauert um seinen 23-jährigen Sohn, der von Islamisten entführt und ermordet wurde: „Wie jeder Vater würde ich alles dafür geben, dass sie mich an seiner Stelle genommen hätten“

Die Enthauptung seines Sohnes hat Shemun* auf DVD bekommen. Die Mörder hatten sie der Leiche beigelegt. Als Shemun sie vom Leichenschauhaus der Polizeistation in Mosul abholte, gab der Polizist ihm den Film mit. Darauf war zu sehen, dass Benjamin nicht mit einem Schlag enthauptet wurde, sondern mit vier: von vorne, von hinten, von den Seiten. Erst dann wurde der Kopf vom Rumpf getrennt. So, meinen die Islamisten, gefällt es Allah. Shemun schreit, als er seinen 23-jährigen Jungen so zugerichtet sieht. Er solle doch froh sein, sagt der Polizist, dass sein Sohn wenigstens nach islamischem Ritus gestorben sei. Das sei doch für einen Ungläubigen wie ihn ohnehin die einzige Rettung. Und dann sagt er einen Satz, den verfolgte Christen schon seit zweitausend Jahren zu hören bekommen: „Wenn es euren Gott gibt, warum rettet er euch dann nicht?“

Benjamin ist nur ein Opfer der zunehmenden Christenverfolgung. Christen sind heute die am meisten verfolgte Glaubensgemeinschaft der Welt. Weltweit sind 100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens von Verfolgung, Misshandlung oder Tod bedroht, meldet das christliche Hilfswerk Open Doors.

Besonders in den Ländern des sogenannten Arabischen Frühlings haben die Übergriffe zugenommen. Überall da, wo ein Machtvakuum entsteht, versammeln sich Islamisten aus aller Welt zum „Heiligen Krieg“ gegen die „Ungläubigen“.

In Syrien, Ägypten und dem Irak werden Kirchen zerstört und Christen bedroht, viele fliehen nach Europa. Im vergangenen Jahr beantragten über 2200 von ihnen allein aus dem Irak und Syrien in Deutschland Asyl. Aus dem Irak sind seit dem Sturz Saddam Husseins etwa 1,5 Millionen Christen geflohen. Und von den 300 000, die noch im Land sind, wollen die meisten weg.

Nora ist eine von ihnen, auch wenn sie weiß, dass ihr Mann das nicht gewollt hätte. Yahkup, der ein angesehener Professor an der Universität von Mosul war, hatte dem Terror nie klein beigeben wollen. Auch nicht als die Bedrohungen gegen die Christen zunahmen und er für seine Apotheke Schutzgeld zahlen musste. Wir Christen gehören in den Irak, hatte er Nora gesagt, hier ist unser Ursprung, hier sollen unsere Töchter aufwachsen.

Nora bereitete gerade das erste Geburtstagsfest für die jüngere Tochter Nahrin vor, als Yahkup an einem schwülen Tag im August entführt wurde. Die Entführer forderten 50 000 Dollar Lösegeld, das Nora sich in der Familie und von Freunden lieh. Einen Tag nach der Geldübergabe wurde Yahkups Leiche am Straßenrand gefunden. Er war noch am Tag der Entführung erschossen worden.

„Wenn sie dich gleich erschießen, das ist noch gnädig“, sagt Nora. Häufig werden Opfer der Islamisten gefoltert und vergewaltigt, dann grausam hingerichtet. Die neunjährige Tochter einer Bekannten wurde aus dem Schulbus entführt, über einen Monat gefangen gehalten, häufig vergewaltigt, dann vor der Freilassung beschnitten. Das Mädchen spricht seitdem nicht mehr.

Einer anderen, die für ihre zweijährige Tochter kein Lösegeld zahlen konnte, wurde der Kopf des Kindes in einem Paket zugestellt. „Die Islamisten sagen: ‚Treffe einen starken Mann da, wo er schwach ist.‘ Und die Schwäche sind die Kinder“, sagt Nora.

Weil die Islamisten ihre grausamen Taten häufig filmen, haben sich Angst und Grauen in den christlichen Gemeinden schnell verbreitet. Die Filme von Vergewaltigungen und Hinrichtungen werden entweder an die Familien geschickt oder ins Netz gestellt. Wer dort nach Hinrichtungen von „Ungläubigen“ sucht, wird schnell fündig. Erklärtes Ziel des „Heiligen Krieges“ ist die Vernichtung der Christen.

Shemun und Nora haben ihr Hab und Gut zurückgelassen und sind mit ihren Familien in den kurdischen Nordirak geflohen. Hier sind die Christen noch sicherer als im Süden. Keiner kann sagen, wie lange das noch so bleibt.

Nora hat ihren Mädchen nicht erzählt, was mit ihrem Vater geschehen ist und warum sie geflohen sind. Sie wollte keinen Hass und keine Angst in ihnen schüren. Erst als die Mädchen in der Schule hörten, dass der Islam die einzig wahre Religion sei und sie konvertieren sollten, sagte sie ihnen die Wahrheit. Seitdem, sagt sie, liegt sie jede Nacht wach. „Ich möchte einfach nur einen Ort finden, an dem wir in Sicherheit als Christen leben können“, sagt Nora.

* alle Namen geändert

Quelle: http://www.bild.de/politik/ausland/irak/wir-sind-christen-und-feiern-weihnachten-in-angst-27778974.bild.html

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