• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
    Max Frisch

    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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„Karikaturen“ gab es damals auch schon

Und zwar am 19. März 1839 in Maschhad im Iran:

Ein Pogrom bricht in der iranischen Stadt Maschhad aus, der Heimat von etwa 2.500 Juden. Die Stadt wird durch Gerüchte erregt, dass die Juden sich über den Islam lustig machen. Die Öffentlichkeit appelliert an ihre religiösen Führer, die sich an den politischen Führer der Stadt wenden, der der Menge die Erlaubnis erteilt, ihren Zorn an den Juden auszulassen.

Ein wütender Mob stürmt das jüdische Viertel und brennt die Synagoge nieder, zerstört jüdische Häuser und Geschäfte, entführt jüdische Mädchen, tötet etwa 40 Juden und verletzt viele mehr. Der Rest der Juden wird gezwungen, dem Judentum abzuschwören und den Islam anzunehmen oder zu sterben.

Die Gemeinde kapituliert vor dieser Forderung und ihre Mitglieder werden „Jadid al-Islam“ – neue Muslime. Sie nehmen arabischen Namen an, beginnen die Rituale des Islam zu befolgen – einschließlich der Hajj Pilgerfahrt nach Mekka -, leben aber zur gleichen Zeit heimlich als Juden weiter.

Erst nach dem Aufstieg Reza Pahlavi, dem Vater des letzten Schahs, an die Macht im Jahre 1925 und dem Beginn einer Periode der sozialen Liberalisierung, die Religionsfreiheit beinhaltet, kehren die Juden, die noch in Mashhad lebten, dazu zurück, ihren Glauben offen zu praktizieren.

Kommt einem doch irgendwie bekannt vor: Auch in Dänemark am 30. September 2005 erregten sich Moslems darüber, dass sich andere über den Islam lustig machen und wandten sich an ihre religiösen Führer in Ägypten, die dann wiederum eine Riesenwelle in Europa und der ganzen Welt lostraten.

Oder in Pakistan, wo durch ein Blasphemie-Gesetz, das den Islam vor Beleidigungen schützen soll, viele Menschen sehr schnell zu Opfern von Tod und Brandschatzung werden, weil Moslems sie ohne weitere Belege verklagen und die aufgepeitschte Menge dann der Gerechtigkeit „nachhilft“.

Die Empörung der Moslems über Ungläubige, die angeblich den Islam despektierlich angehen, ist kein Phänomen der Neuzeit. Schaut man heute nach z.B. nach Pakistan oder Nigeria, kommen dabei auch wieder viele Menschen ums Leben: Atheisten, Christen, Juden, Moslems und viele andere.

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Antisemitismus – wer sagt, was das ist?

Wie weit der Antisemitismus in der heutigen Gesellschaft angekommen ist, zeigt folgender Ausschnitt aus einem Bericht der „jungle world“ über die Piraten:

Da wird u.a. über Otla Pinnow berichtet: „… Islamwissenschaftlerin und Mutter einer erwachsenen Tochter, die wegen Thilo Sarrazin aus der SPD ausgetreten war, … seit April [2012] bei der Piratenpartei …“

„Sie verglich dabei Gaza nicht nur mit einem Konzentrationslager, sie erklärte auch, wer Jude sei, hätten nicht Juden zu bestimmen, sondern die Gesetze des deutschen Staates. In einem Aufsatz über den Nationalsozialismus hatte Pinnow zudem im vorletzten Absatz geschrieben, auch »das Judentum« lasse sich »ohne weiteres nationalsozialistisch interpretieren«. Immerhin sei »der Zionismus (…) schließlich in der gleichen braunen ›K&K‹-Ursuppe entstanden, wie auch der Nationalsozialismus« und somit sei ein »zionistischer Nationalsozialismus« genauso naheliegend wie, »dass Zionisten die Behauptungen der Nazis, sie strebten nach Weltherrschaft, schlicht und einfach adaptieren und das nun tatsächlich, mit Begründung einer angeblichen rassischen Überlegenheit, auch tun«.“

Also, noch mal zusammengefasst, was diese Dame laut dem Artikel alles von sich gibt:

  • Gaza ist ein Konzentrationslager.
  • Wer Jude ist, bestimmen nicht die Juden, sondern die Gesetze des deutschen Staates.
  • Das Judentum lässt sich nationalsozialistisch interpretieren.
  • Der Zionismus ist in der gleichen braunen Suppe entstanden wie der Nationalsozialismus.
  • Die Zionisten streben die Weltherrschaft an.
  • Sie begründen dies mit einer angeblichen rassischen Überlegenheit.

Dass diese Frau diese Bemerkungen von sich gibt – geschenkt. Solche Meinungen sind heutzutage – gerade auch aus der moslemischen Richtung  – keine Ausnahme. Dass sie es als Mitglied einer Partei tut, die sich eigentlich klar gegen den Antisemitismus ausgesprochen hat, macht das Ganze schon etwas besorgniserregender.

Wirklich problematisch sind aber die Reaktionen des Kölner Kreisverbands (Köln mal wieder):

„Seither sind die Kölner Mitglieder völlig zerstritten. Die einen sehen sich als Opfer linker Umtriebe »der Berliner Antifanten«, andere wollen mit »Otla-Verteidigern« nicht länger in einem Kreisverband sein.“

Daniel Schwerd,  Landtagsabgeordneter der Piraten mit jüdischen Wurzeln, trat als Kölner Vorsitzender zurück. »Ich habe versucht, diese Aufgabe so lange es ging zu erfüllen, aber es geht nicht mehr«.

Christiane Salms vom Kölner Kreisverband der Piratenpartei wirft Schwerd unterdessen via Twitter »Besessenheit« vor, weil dieser das Thema auf Landesebene eingebracht hatte. Viele andere äußern sich ähnlich und sprechen von »Narzissmus«.

Diese Reaktionen lassen sich eigentlich nur dadurch erklären, dass die Aussagen der Otla Pinnow nicht als antisemitisch begriffen werden. Wie sagte Dieter Dehm (Partei Die Linke) so schön:

“Der Antisemitismus wurde das, was er wirklich ist: Eine massenmordende Bestie. Und deswegen dürfen wir nicht zulassen, dass man den Begriff des Antisemitismus für Alles und Jeden inflationiert. Antisemitismus, das ist Massenmord! Und es gibt überhaupt keinen Anlass, wenn mein Kollege und Freund Rolf Becker hier spricht, wenn von irgendeiner Seite dazwischengepöbelt wird Antisemitismus. Antisemitismus ist Massenmord und muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!”

Unter dem Massenmord macht es Herr Dehm nicht. Folgerichtig ist alles unter dem Massenmord kein Antisemitismus. Das alles klingt sehr nach Pippi Langstrumpf:

2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach‘ mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ….

Wir definieren den Antisemitismus so, wie er uns gefällt: Nazi-Antisemitismus ist böse, Karikaturen wie in der Sunday Times und Aussagen des ägyptischen Präsidenten Mursi sind nur Israel-Kritik.

Deutsche (im Ausland auch als „Besserwisser“ bekannt) sind doch sonst so auf die Wissenschaft und genaue Definitionen erpicht. Da kann man sich doch einmal die EU-Definition des Antisemitismus anschauen und sachlich abgleichen, worum es sich handelt, bevor man die Luftblase im Gehirn rauslässt.

Vergleichen wir also die Aussagen der Frau Pinnow mit den Fakten und der EU-Definition:

  • „Gaza ist ein KZ“.

Schauen wir dazu auf die Kindersterblichkeit – ein guter Indikator für die Gesundheit und medizinische Versorgung eines Landes – im Gazastreifen: Dort liegt der Gazastreifen 2009 auf dem 114. Platz (der 1. Platz hat die höchste Kindersterblichkeit) – noch vor Ländern wie Brasilien, Rumänien, Iran, der Türkei und unter dem Welt-Durchschnittswert.

Das Bevölkerungswachstum im Gazastreifen liegt in den letzten Jahren zwischen 3 und 4%  – und zwar nach oben! In einem KZ sollte man erwarten, dass der Trend andersherum verläuft – und zwar wesentlich stärker.

Diese Aussage der Frau Pinnow ist in 1. Linie falsch und eine bewusste Lüge. Und damit auch antisemitisch, weil die Juden mit dieser Falschaussage den Nazis gleichgestellt werden.

  • „Wer Jude ist, bestimmen nicht die Juden, sondern die Gesetze des deutschen Staates“.

Auch das ist eine bewusste Falschaussage. Natürlich hat jedes Volk das Recht, selber zu bestimmen, wer Teil ihres Volkes ist und wer nicht. Sollen die Deutschen den Juden vorschreiben, wer zu ihrem Volk gehört und wer nicht? Umgekehrt würde sich das Frau Pinnow verbitten. Oder den Gedanken noch weiter getrieben: Sollen die Juden den Moslems vorschreiben, wer Moslem ist und wer nicht?

Die EU schreibt dazu:

Antisemitismus ist: Leugnen, dass das jüdische Volk ein Recht auf Selbstbestimmung hat, wie z.B. mit der Behauptung, die Existenz eines Staates Israel sei ein rassistisches Unterfangen.

  • „Das Judentum lässt sich nationalsozialistisch interpretieren.“
  • „Der Zionismus ist in der gleichen braunen Suppe entstanden wie der Nationalsozialismus.“

Diese Sätze lassen einen erstarren – sie tropfen vor Dummheit und Verblendung und sind übelste Verleumdung. Einzige Begründung dieser kruden Sätze:

„Tatsächlich gibt es auch israelische Nationalsozialisten, es gibt sogar – wenn auch einzelne und von der Mehrheit abgelehnte – deutsch-israelische Nationalsozialistenbrüderschaften.“

Solche Aussagen scheinen eher dem Bestreben der deutschen Seele – die Juden sind auch nicht besser als wir Deutsche – zu entspringen als irgendwelchen Tatsachen. Die Israelis vernichten kein Volk (s.o.), sie haben keine Schrift wie „Mein Kampf“ und halten ihre Extremisten im Zaum – so gut oder schlecht wie wir unsere NPD u.a.. Die o.g. Eu-Definition schreibt dazu:

Antisemitismus ist: Ziehen von Vergleichen von der aktuellen israelischen Politik zu der der Nationalsozialisten.

  • Die Zionisten streben die Weltherrschaft an.

… und kontrollieren die Medien … ja nee, is klar. Deshalb wird ja auch so oft so negativ über Israel berichtet. Diese Behauptung ist einfach nur aus der Luft gegriffen. Die EU-Definition sagt dazu;

Antisemitismus ist: Das Aufstellen verlogener, entmenschlichender, dämonisierender oder stereotyper Behauptungen über Juden als solche oder die Macht der Juden als Kollektiv – wie vor allem, aber nicht ausschließlich, die Mythen über eine jüdische Welt-Verschwörung der Juden oder dass sie die Medien, die Wirtschaft, die Regierung oder andere gesellschaftlichen Institutionen kontrollieren.

  • Sie begründen dies mit einer angeblichen rassischen Überlegenheit.

Auch hier sind die Anleihen beim deutschen Nationalsozialismus deutlich zu erkennen. Beweise? Bleibt sie schuldig.

Wenn man also eine allgemeine Definition bemüht – anstatt nach dem Bauchgefühl, der Religion oder der Ideologie zu entscheiden – kann man sehr schnell erkennen, dass diese Aussagen antisemitisch sind. Ohne Zweifel.

Dass die Piraten im Kölner Kreisverband sich so schwer tun, diesen als solchen zu erkennen, ist das eigentliche Drama. Und zeigt, wie weit der Antisemitismus vorgedrungen ist, ohne dass die Beteiligten sich dessen bewusst sind. Aber anstatt auf eine sachliche Diskussion zu bestehen und die Aussagen anhand fester Kriterien zu überprüfen, wird wild um sich geschlagen und der Antisemitismus abgestritten – weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Setzt bei manchen Leuten wirklich der Verstand aus, wenn es zu bestimmten Themen kommt? Man kann es fast vermuten.

Die Unwissenheit der Israelkritiker wird nur noch von ihrer Selbstgewissheit übertroffen.

Wo beginnt der Antisemitismus?

Um es einmal ganz klar vorweg zu sagen: Antisemitismus beginnt nicht erst bei 100.000 Toten, bei KZs oder Ghettos.

Antisemitismus beginnt dort, wo Juden dämonisiert, delegitimiert und mit zweierlei Maß (die 3 „D“s) gemessen werden.

Hier ist die EU-Dinition von Antisemitismus und hier ein Ausschnitt aus dieser Definition:

Darüber hinaus können sich solche Symptome auch gegen den Staat Israel richten, der als jüdische Kollektivität verstanden wird. Antisemitismus beschuldigt häufig Juden, sich zum Schaden der Menschheit zu verschwören und er wird häufig benutzt, um den Juden die Schuld dafür zu geben, “warum die Dinge schief gehen.” Er äußert sich in Sprache, Schrift, Bildern und Maßnahmen und beschäftigt sich mit finsteren Stereotypen und negativen Charakterzügen.

Und deshalb sind Augsteins folgende Aussagen auch antisemitisch:

Mohammed-Youtube-Video:

Kann man sich vorstellen, daß der kriminelle Kopte … in anderem als im eigenen Auftrag handelte?“ … „Zumindest traut man Leuten in der israelischen Regierung zu, die unerwartete Schützenhilfe politisch auszunutzen.“

Syrien, Botschaftsbrand und Ermordung des amerikanisches Botschafters in Bengasi:

Das Feuer brennt in Libyen, im Sudan …, aber die Brandstifter sitzen anderswo.“ Diese „zornigen jungen Männer (sind) ebenso Opfer wie die Toten von Bengasi.“

Wem nützen Mohammed-Persiflage und randalierende Moslems?

Die gegen die USA und Israel „wütenden Muslime“ kämen, meint Augstein, „“der israelischen Regierung mehr als gelegen“

Beziehungen Deutschland-Israel, USA-Israel und die ganze Welt

Wenn es um Israel geht, gilt keine Regel mehr: Politik, Recht, Ökonomie – wenn Jerusalem anruft, beugt sich Berlin dessen Willen.“

Wenn Jerusalem Deutschland steuert und jeder US-Präsident „sich die Unterstützung der jüdischen Lobbygruppen“ sichern muß

Wie stets nutze der Jude „das schlechte deutsche Gewissen“ für seine Geschäfte aus.

So habe Angela Merkel Israel „Hunderte von Millionen überwiesen und später U-Boote hinterhergeschickt und dafür die Regeln der … marktwirtschaftlichen Ordnung außer Kraft“ gesetzt.

Würde Israel für seine „machtpolitischen Interessen auf Zahnpastatuben setzen und nicht auf Atomraketen, die berufliche Zukunft von rund 13.000 Drogistinnen wäre sicher“.

Der israelische Ministerpräsident Netanjahu „führt die ganze Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesangs“,

Gedicht von Günter Grass

Die „knappen Zeilen von Grass werden einmal zu seinen wirkmächtigsten Worten zählen“, urteilt er. „Es ist dieser Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: ‚Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden.’“ Der Satz habe einen „Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt“. Grass habe „es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen“.

Aber Salafisten und andere Krieger können sich noch so abrackern, für „Freitag-online“ (Verleger: Jakob Augstein) ist die israelische Regierung

„die einzige, die gegenwärtig den Weltfrieden … gefährdet“, „den sogenannten arabischen Frühling für sich ausnutzt“, „den Krieg in Syrien fördert“, den Iran nötigt, „eine eigene Bombe zu haben“.

Zitate von Rainer Trampert

Antisemit – ja oder nein?

Lassen wir doch mal das überflüssige Argument – jeder, der Israel kritisiert, wird zum Antisemiten gestempelt – beiseite. Denn es stimmt einfach nicht. Man kann Israel, seine Regierung und Bewohner kritisieren und jeder, der israelische Medienwelt kennt, weiß auch, dass davon reichlich Gebrauch gemacht wird. Und auch in Deutschland wird Israel kritisiert (z.B. BK Merkel, AM Westerwelle), ohne dass gleich „Antisemitismus“ gebrüllt wird. Selbst Broder hat Israel schon mehrfach kritisiert

Es ist so wie bei jeder Kritik, die ausgeteilt wird: Ist sie fair und ausgewogen? Ist sie sachlich richtig und hält einer Überprüfung stand? Bedient oder verfestigt sie bestimmte Vorurteile? Ist sie ideologisch verzerrt? Das sind u.a. die Kriterien, die angelegt werden müssen.

Und da muss man bei Jakob Augstein festhalten: Seine Kritik ist nicht fair, nicht ausgewogen und ideologisch verzerrt. Und er kritisiert eben nicht Pakistan, Mauretanien oder Venezuela (warum eigentlich nicht?), sondern zu einem großen Teil Israel – den einzigen jüdischen und jüdisch-geprägten Staat dieser Welt.

Wer sich als Deutscher solcher Unschärfe bedient und so auf einen Staat fixiert ist, darf sich nicht wundern, wenn die Welle zurückkommt. Zumal Augstein auch keine Kritik seiner Artikel ernsthaft diskutiert.

Wenn man ihn deshalb als Antisemiten bezeichnet, ist das ein hartes Urteil. Aber es geht auch um viel. Wer von uns möchte denn, dass wieder eine Volksgruppe, ein Staat, eine Religionsgruppe als „Paria“ verachtet wird und damit das Potential von 1933 wieder aufblüht? Doch wohl (hoffentlich) die Wenigsten. Und deshalb muss diesem Treiben ein Riegel vorgeschoben werden.

Wer z.B. den Gazastreifen als ein „Lager“ – mit all den für uns Deutsche so vertrauten Assoziationen – bezeichnet, ohne einen einzigen Beweis dafür zu erbringen oder sich sachlich mit der Lage vor Ort auseinanderzusetzen, der überschreitet deutlich eine rote Linie. Und muss zurückgepfiffen werden.

Man darf staunen – über Doppelstandards

Erfolgreicher Schlag im Kampf gegen die Taliban: In der Region Kunduz haben afghanische Soldaten und internationale Truppen einen Anführer der Radikalen und seine Leibwächter getötet.

Waaas, das dürfen die? Und das wird als Erfolg gewertet??? Es wird, denn Zahal war an der Aktion nicht beteiligt. Sonst wäre es eine „Eskalation“. Zum Vergleich:

Eskalation in Nahost

Israels Armee liquidiert Hamas-Gründer Jassin

Als der gelähmte Scheich Jassin nach einem Moschee-Besuch vom Rollstuhl in sein Auto steigen wollte, feuerten israelische Militärhubschrauber drei Raketen ab. Der geistliche Führer der Hamas war sofort tot. In Gaza-Stadt ziehen Tausende wütende Palästinenser durch die Straßen.

Verstanden? Wenn „internationale Truppen“ es tun, ist es ein erfolgreicher Schlag. Wenn Zahal es tut, ist es eine Eskalation, aka „Spirale der Gewalt“.

Auch diese Meldung überrascht.

Jeder achte illegale Einwanderer kommt über Griechenland in die EU – damit soll nach dem Willen der Regierung in Athen bald Schluss sein. Ein mehr als 200 Kilometer langer Zaun entlang der Grenze zur Türkei soll den Strom stoppen.

Waaas, das dürfen die? Ich dachte, sowas heißt Apartheidsmauer? Oder gilt das nur, wenn sie zum Schutz gegen Terroristen errichtet wird? Also, der Vatikan ist garantiert dagegen, denn der findet auch die Idee einer Grenzmauer zwischen Israel und Ägypten ganz, ganz schlecht.

Israel plant derzeit, auch an seiner Grenze zu Ägypten im Sinai eine Mauer zu bauen. Der Wall soll das Land vor illegalen Einwanderern aus Afrika und vor möglichen „Terroristen“ schützen, gab der israelische Premierminister Benyamin Netanyahu an. Das Projekt fördere eine weitere Isolation des Landes, meinen dagegen die Bischöfe aus Nordamerika und Europa, die sich seit letztem Samstag im Heiligen Land aufhalten. Bis Donnerstag führen die Oberhirten Gespräche in Jerusalem, Betlehem und Ramallah. Als Negativbeispiel nannte der Heilig-Land-Kustos, Franziskanerpater Pierbattista Pizzaballa, im Interview mit Radio Vatikan den Wall um die palästinensischen Autonomiegebiete. Für die Palästinenser sei diese Mauer ein Drama.

Wohlgemerkt, die Anführungszeichen um die „Terroristen“ waren schon da, die hab ich nicht hinzugefügt. Merke: für den Vatikan gibt es keine Terroristen, sondern nur „Terroristen“. (Hier ganz ähnlich – scharfe Verurteilung der „Sperrmauer“, mit der Juden sich vor Terror schützen). Ich bin gespannt, wann der Papst die europäischen Staatsoberhäupter streng mahnt wegen dieser Mauer. Denn er ist gegen Gewalt.

Es war offenkundig ein Selbstmordattentat: Bei einem Anschlag im ägyptischen Alexandria starben in der Silvesternacht mindestens 17 Menschen, vorwiegend Christen. Papst Benedikt XVI. forderte in seiner Neujahrsansprache, Gewalt gegen seine Glaubensgenossen zu unterbinden.

Waaas, Selbstmordattentate gegen Christen sind nicht okay? Aber ich dachte, Selbstmordattentate wären die Verzweiflungstaten etwas zu temperamentvoller Südländer, die ungerecht behandelt wurden? Und vor denen man sich keineswegs per Schutzzaun schützen darf? Oder gilt das nur, wenn Juden statt Christen in die Luft gesprengt werden? Und wow, die dpa benutzt hier sogar das T-Wort, dabei weiß man doch, daß es gar keine Terroristen gibt. Die hat die Israel-Lobby doch nur erfunden, um weitere Gelder lockerzumachen.

Ich werde mich mal bei SPon schlaumachen und gucken, die haben doch eine Themenseite zum Terrorismus, sogar extra zum islamistischen Terror. Interessant dabei: islamistischen Terror gibt es laut SPon fast überall, Alexandria, Kopenhagen, London, Madrid, Irak, Stockholm, Australien, ja selbst Deutschland… aber nicht in Israel.

Israel taucht auf der Themenseite schlicht und einfach nicht auf. Raketen aus dem Gazastreifen oder Anschläge in israelischen Bussen sind nämlich kein islamistischer Terror, sondern politischer Widerstand. Und wenn der politische Widerstand gegen die Existenz Israels sich aus islamistischen Prinzipien speist? Das führt viel zu weit, der Widerstand wird schon irgendwie gerechtfertigt sein, Terror kann es jedenfalls nicht sein.

Kurz, ich finde die Nachrichten etwas verwirrend. Liquidierung von Terroristen, Schutz vor Terror oder Mauern gegen illegale Einwanderer – es kommt wohl sehr darauf an, WER sich was erlaubt. Denn Europa und die Christen, die sind echt bedroht – Israel und die Juden dagegen werden es wohl selbst schuld sein, wenn sie sich bedroht fühlen.

via Lila

Der zusammengefasste Wahnsinn. Mit Vernunft hat das alles nichts mehr zu tun. Das sind Doppelstandards pur. Die Welt auf der einen, die Israelis / Juden auf der anderen Seite.

Juden raus aus Holland?

In den Niederlanden wächst der Hass auf Juden und andere Minderheiten. Ein prominenter Politiker rät zur Auswanderung.

Früher wurde ich nie beschimpft“, sagt Binyomin Jacobs. ,,Aber heute fast immer.“

Vor Kurzem wurde die Synagoge in Amersfoort, wo der Oberrabbiner der Niederlande wohnt, mit roter Farbe beschmiert. Der Zaun seines Hauses wurde eingetreten. Und eines Abends hörte der 61-Jährige zu Hause plötzlich einen Knall. Es hatte ein Fenster getroffen.

Jacobs lief sofort ins Freie und wurde selbst mit Steinen beworfen. Zwei Jugendliche auf einem Mofa machten sich aus dem Staub. ,,Kurz danach wurden die Scheiben ganz eingeschmissen“, erzählt Jacobs, der einen schwarzen Hut und einen langen Bart trägt, die traditionelle Kluft orthodoxer Juden. Nun wird sein Haus von Polizeikameras beobachtet. Abends, so riet man ihm, solle er nicht mehr die Bahn nehmen.

Es gibt zahlreiche Anzeichen dafür, dass der Judenhass in Holland zunimmt. Nach Angaben des israelischen Informationszentrums Cidi in Den Haag hat sich die Zahl antisemitischer Delikte im vergangenen Jahr um 55 Prozent auf 167 erhöht. Eine hohe Dunkelziffer wird vermutet. Beim neuen Antisemitismus vermischen sich muslimische und alte europäische Elemente und erreichen gemeinsam den Mainstream.

Die Fans des Fußballklubs Feyenoord aus dem von besonders vielen Muslimen bewohnten Rotterdam etwa singen im Stadion: ,

,Hamas! Hamas! Alle Juden rein ins Gas!“

Gemeint sind die Anhänger von Ajax Amsterdam, die als Provokation die israelische Fahne mit zum Spiel nehmen. In der kosmopolitischen Hauptstadt war bis vor Kurzem ein Jude Bürgermeister.

Die Ajax-Fans werden auch mal mit einem perfiden Zischen begrüßt. Es soll das Geräusch der Gaskammer darstellen. Doch Jacobs versucht es gelassen zu nehmen:

,,Der Antisemitismus hat auch positive Folgen: Viele Bürger und Politiker bieten ihre Hilfe an. Sie bringen Blumen. Oder halten Wache.“

Lody van de Kamp hat genug vom Judenhass. Der jüdische Politiker der Christdemokraten, dessen Vater Auschwitz überlebte, ging mit einer versteckten Kamera in die Amsterdamer Immigrantenviertel. Dort begrüßten viele marokkanische Einwanderer ihn spontan mit dem Hitlergruß.

Um den grassierenden Antisemitismus in der Hauptstadt zu bekämpfen, schlugen Politiker vor, sogenannte Lockjuden in muslimisch geprägten Vierteln einzusetzen – Polizeibeamte, die in orthodoxer Tracht und Schläfenlocken verkleidet Antisemiten auf der Straße aus der Reserve holen.

All diese Entwicklungen haben Frits Bolkestein nun dazu gebracht, einen kontroversen Aufruf zu verfassen. Der ehemalige EU-Kommissar und Kopf der liberalen VVD ruft orthodoxe Juden auf, die Niederlande Richtung Israel oder Amerika zu verlassen. ,,Für sie gibt es keine Zukunft mehr“, so Bolkestein, der stets als Intellektueller galt. Nun hat er eine empörte Debatte entfacht.

Fast alle Parteien widersprachen ihm, sogar sein Ziehsohn Geert Wilders, islamkritischer Anführer der Freiheitspartei PVV. Nicht die Juden, sondern die antisemitischen Marokkaner müssten emigrieren, so Wilders. Doch Bolkestein legt nach.

,,Wir schauen weg so, wie wir das früher auch gemacht haben“, mahnte er vor einigen Tagen in einer Talkshow.

Von den 140.000 niederländischen Juden, die 1940 in Holland lebten, wurden nach der Besetzung durch Hitler-Deutschland etwa Hunderttausend in Konzentrationslager deportiert und ermordet. Nirgendwo im Westen Europas wurden prozentual so viele Juden Opfer der Nazis.

Aber kaum ein Niederländer beschäftigt sich ernsthaft mit der unangenehmen Frage, warum gerade im kleinen Königreich an der Nordsee so viele Juden ermordet wurden. Bis heute ist die Holocaustleugnung im Land Anne Franks keine Straftat. Der liberale Premier Mark Rutte, seit Kurzem im Amt, möchte das auch nicht. Wegen der Meinungsfreiheit.

Doch Lehrer berichten, es werde immer schwerer, den Holocaust im Unterricht zu thematisieren. In den Großstädten gaben bei einer Umfrage 20 Prozent der Lehrkräfte an, muslimische Schüler in ihren Klassen wollten das nicht zulassen. Einige wurden deshalb auch bedroht.

Es scheint, als ob die Toleranz im einst so liberalen Holland von allen Seiten bedroht ist. Als Ursprung nennen viele Beobachter die Polarisierung der Gesellschaft nach den politischen Morden an dem islamkritischen Politiker Pim Fortuyn und dem Filmemacher Theo van Gogh. Rechtspopulistische Parteien wie Wilders’ PVV erlebten im vergangenen Jahrzehnt einen rasanten Aufstieg.

Seitdem hat die lockere Multikulti-Gesellschaft, die in den 90ern noch im Wohlstand schwelgte, ihre Unschuld verloren. Parallelgesellschaften werden nicht mehr akzeptiert. Verschiedene Regierungen haben seither versucht, liberale Exzesse, wie den Drogenverkauf in Coffeeshops und die offene Prostitution in Rotlichtvierteln, zu begrenzen. Die kriminellen Begleiterscheinungen hatten überhandgenommen.

Die holländische Toleranz, so zeigt sich nun, war oftmals nur ein Wegschauen. Mittlerweile weht hinter den Deichen ein anderer Wind. Dazu gehört eine restriktive Einwanderungspolitik. Von den Immigranten wird erwartet, dass sie sich anpassen.

Das Klima hat sich allgemein verschärft. Das spüren verschiedene Minderheiten. Auch Schwule. Was Jeroen Bakker, 27, erlebte, wäre vor einigen Jahren in der selbsternannten Welt-Schwulenhauptstadt Amsterdam undenkbar gewesen. Als er abends am Amstel-Bahnhof ankam, wurde er von ausländisch aussehenden Männern zusammengeschlagen. Ohne Grund, nur weil er in ihren Augen schwul aussah. ,

,Ich kam mit schweren Koffern aus London, wo ich gerade drei Monate gewohnt hatte“, erzählt er. „Erst wurde ich von drei Jungs bespuckt und beschimpft. Ich habe sie gefragt, warum sie das machen. Da bekam ich einen Schlag ins Gesicht. Keiner der Umstehenden hat eingegriffen. Mit meinem Handy habe ich die Jungs dann fotografiert.“ Das Lokalfernsehen strahlte die Bilder aus. So fand man die Täter.

Dass es kein Einzelfall war, merkte der Krankenpfleger, als ihn drei Wochen später jemand aus einem Taxi heraus als „dreckigen Homo“ beschimpfte.

„Früher hieß es hier: leben und leben lassen“, sagt Bakker. „Jetzt rasten die Leute viel schneller aus.“

Viele Schwule achten jetzt darauf, sich nicht mehr öffentlich zu küssen oder Arm in Arm durch Einkaufsstraßen zu flanieren. Der prominente Fotograf Erwin Olaf drohte, Amsterdam zu verlassen und nach Berlin zu ziehen.

Laut dem Verband Coc fliehen viele Schwule aus Amsterdam. 2009 waren es 370 schwulenfeindliche Delikte, darunter etwa 100 Gewalttaten in der Stadt, eine Steigerung von 25 Prozent. ,,Die freizügigen 60er- bis 80er-Jahre, die Zeit von Sex, Drugs und Rock ’n’ Roll ist vorbei. Jetzt ist Konservatismus angesagt“, sagt Philip Tijsma, Sprecher vom Coc. Die Straßenkultur junger Muslime verschärfe die Probleme.

,,Der Homohass wird selten mit dem Islam begründet. Eher herrscht gerade bei Marokkanern eine Machokultur, eine bestimmte Form der Männlichkeit. Sie sind verantwortlich für ein Drittel der Gewalttaten, obwohl sie nur ein Sechstel der Bevölkerung ausmachen.“

Unruhestifter Bolkestein warnte jüngst bei einer Konferenz vor Apartheid. Es könnten Inseln in Holland entstehen, wo die Scharia gelte.

Nun aber hat seine Botschaft große Wellen geschlagen. Und auch wenn man seine Bemerkung als zynisch empfand, meinen doch viele Juden in den Niederlanden, dass er eine relevante Frage aufgeworfen hat – „Fliehen oder Kämpfen“, wie eine jüdische Wochenzeitung schreibt. Das ist die Frage, um die es geht, meint auch Rabbiner Jacobs:

,,Bolkestein hat recht mit seiner Warnung. Aber seine Schlussfolgerung teile ich nicht. Ich gehe nicht weg. Ich kapituliere nicht vor dem Antisemitismus.“

via welt.de

Mich wundert es, dass niemand – außer Wilders – ausspricht, dass man das Problem anpacken muss – anstatt den Opfern zu empfehlen, sich aus dem Staub zu machen.

Es ist schon entlarvend: Wenn jemand wie Wilders und andere fordern, dass die Zuwanderung von Moslems begrenzt wird, dann entsteht ein Riesen-Bohei und alle Linken regen sich fürchterlich auf. Wilders wird als Rattenfänger bezeichnet.

Aber wenn Juden empfohlen wird – und das sind keine Einwnanderer, sondern „reguläre“ Holländer -, dass sie lieber auswandern sollen, habe ich von deutschen, linken Politikern noch keinen Widerspruch gehört. Hoffen wir mal, dass die jetzt ausgelöste Debatte in Holland einen anderen Weg als hier in Deutschland nimmt.

Geschweige denn, dass man fordern würde, das Problem, das überwiegend von Migranten ausgeht, in den Griff zu bekommen und den Juden ein normales, weil geschütztes Leben zu ermöglichen.

Aber hier ziehen sich alle zurück.

  • Aus Angst vor den Moslems?
  • Kollektivstrafe für das renitente Israel?
  • (Bestenfalls) Ignoranz der Probleme von Juden?

 

Tilman Tarach

Tilman Tarach – promovierter Jurist – war heute Abend in Hannover und hielt einen Vortrag zum Thema „Feindbild Israel“.

Ich hatte sein Buch – das ich im Übrigen allen sehr empfehlen möchte!! Selten habe ich ein so fundiertes und mit historischen Fakten unterfüttertes Buch zum Thema gelesen – schon gelesen, aber 2 Sachen waren mich persönlich interessant:

1. Die Fläche der Grundstücke, die die ca. 800 – 900.000 aus den arabischen Ländern ab 1948 vertriebenen Juden zurückgelassen mussten, ist ca. 4mal so groß wie der heutige Staat Israel – also ca. 85.000 qm.

2. Und ein „Witz“:

Frage: Was ist mit schwulen Arabern?
Antwort: Sie sind entweder tot oder in Tel Aviv.

Ich bin als Christ nun kein besonderer Freund der Homosexualität, aber ich glaube, dass Gott alle Menschen liebt. Und deshalb begegne ich den Menschen, egal welcher Ausrichtung, auch mit Respekt und Liebe.

Und deshalb schätze ich Israel dafür, dass Homosexuelle dort frei leben können und verachte den Iran, Saudi-Arabien und andere Staaten, wo Homosexuelle nur aufgrund ihrer sexuellen Ausrichtung aufgehängt werden.