• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
    Max Frisch

    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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Bewiesen: Die Bibel ist zionistischer Lug und Trug

Wenn Ideologie und der Wunsch nach Bestätigung der eigenen Weltsicht die Suche nach der Wahrheit auffressen …

Bewiesen: Die Bibel ist zionistischer Lug und Trug.

.. dann kommt dabei heraus, dass die Bibel jetzt wissenschaftlich widerlegt ist.

Auch der Glaube an die „Wissenschaft“ kann eine Religion sein. Denn das Wesen der Wissenschaft ist es, ihre eigenen Ergebnisse immer wieder in Frage zu stellen. Das hat der „Guardian“ anscheinend nicht verstanden.

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Michael Lüders, selbsternannter Nahost-Experte und von einigen Medien immer wieder gern zitiert (warum eigentlich?), kann so gut wie keinen Artikel schreiben, ohne Israel mit zu erwähnen. Und natürlich zitiert er Gideon Levy (Haaretz), als wäre das gottgegeben, was der schreibt.

Lüders Ausführungen sind voller Spekulationen und Schuldzuweisungen („Beiden Seiten geht es allein um Machtpolitik, ohne Rücksicht auf Verluste in der syrischen Zivilbevölkerung.“)
Die unter vielen Journalisten verbreitete und perfide Mischung von Fakten, Meinung und Spekulation findet auch hier hemmungslos statt – für den wenig informierten Leser ist schwer auseinanderzuhalten, was was ist.
Und wenn dann noch das eigene Weltbild ins Spiel kommt, fragt der Leser eh nicht weiter nach – sprich Lüders bedient hier seine Klientel mit Beruhigungspillen: Böse USA und Israel – Machtspiele ohne Rücksichte auf Verluste.

Dass Lüders auch Fakten bringt, kann man ihm nicht absprechen, aber das macht es hinterhältiger. Richtig erwähnt er, dass Israels Militär den USA gesteckt haben, dass Syrien das Giftgas Sarin eingesetzt hat. Nur erwähnt er nicht, dass es dafür auch andere Quellen gab.

Lüders lässt es dann zum Schluss so aussehen (mit dem schon erwähnten Levy-Zitat), dass alleine Israel die USA bloßstellen und dazu drängen wollen, „den Iran ins Visier zu nehmen“.
Dies ist keine explizite Medien-„Lüge“, aber ein einseitiges und ideologisch geprägtes Stück verpfuschter Journalisten-Arbeit.

Wo beginnt der Antisemitismus?

Um es einmal ganz klar vorweg zu sagen: Antisemitismus beginnt nicht erst bei 100.000 Toten, bei KZs oder Ghettos.

Antisemitismus beginnt dort, wo Juden dämonisiert, delegitimiert und mit zweierlei Maß (die 3 „D“s) gemessen werden.

Hier ist die EU-Dinition von Antisemitismus und hier ein Ausschnitt aus dieser Definition:

Darüber hinaus können sich solche Symptome auch gegen den Staat Israel richten, der als jüdische Kollektivität verstanden wird. Antisemitismus beschuldigt häufig Juden, sich zum Schaden der Menschheit zu verschwören und er wird häufig benutzt, um den Juden die Schuld dafür zu geben, “warum die Dinge schief gehen.” Er äußert sich in Sprache, Schrift, Bildern und Maßnahmen und beschäftigt sich mit finsteren Stereotypen und negativen Charakterzügen.

Und deshalb sind Augsteins folgende Aussagen auch antisemitisch:

Mohammed-Youtube-Video:

Kann man sich vorstellen, daß der kriminelle Kopte … in anderem als im eigenen Auftrag handelte?“ … „Zumindest traut man Leuten in der israelischen Regierung zu, die unerwartete Schützenhilfe politisch auszunutzen.“

Syrien, Botschaftsbrand und Ermordung des amerikanisches Botschafters in Bengasi:

Das Feuer brennt in Libyen, im Sudan …, aber die Brandstifter sitzen anderswo.“ Diese „zornigen jungen Männer (sind) ebenso Opfer wie die Toten von Bengasi.“

Wem nützen Mohammed-Persiflage und randalierende Moslems?

Die gegen die USA und Israel „wütenden Muslime“ kämen, meint Augstein, „“der israelischen Regierung mehr als gelegen“

Beziehungen Deutschland-Israel, USA-Israel und die ganze Welt

Wenn es um Israel geht, gilt keine Regel mehr: Politik, Recht, Ökonomie – wenn Jerusalem anruft, beugt sich Berlin dessen Willen.“

Wenn Jerusalem Deutschland steuert und jeder US-Präsident „sich die Unterstützung der jüdischen Lobbygruppen“ sichern muß

Wie stets nutze der Jude „das schlechte deutsche Gewissen“ für seine Geschäfte aus.

So habe Angela Merkel Israel „Hunderte von Millionen überwiesen und später U-Boote hinterhergeschickt und dafür die Regeln der … marktwirtschaftlichen Ordnung außer Kraft“ gesetzt.

Würde Israel für seine „machtpolitischen Interessen auf Zahnpastatuben setzen und nicht auf Atomraketen, die berufliche Zukunft von rund 13.000 Drogistinnen wäre sicher“.

Der israelische Ministerpräsident Netanjahu „führt die ganze Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesangs“,

Gedicht von Günter Grass

Die „knappen Zeilen von Grass werden einmal zu seinen wirkmächtigsten Worten zählen“, urteilt er. „Es ist dieser Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: ‚Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden.’“ Der Satz habe einen „Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt“. Grass habe „es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen“.

Aber Salafisten und andere Krieger können sich noch so abrackern, für „Freitag-online“ (Verleger: Jakob Augstein) ist die israelische Regierung

„die einzige, die gegenwärtig den Weltfrieden … gefährdet“, „den sogenannten arabischen Frühling für sich ausnutzt“, „den Krieg in Syrien fördert“, den Iran nötigt, „eine eigene Bombe zu haben“.

Zitate von Rainer Trampert

Die Opfer der israelischen Armee

Ende des Jahres veröffentlichten die Israel Defense Forces (IDF) die Opferzahlen für das Jahr 2011 aufgrund ihrer Angriffe gegen verschiedene terroristische Gruppen im Gazastreifen. Die Zahlen zeigen, dass im Laufe des Jahres 100 palästinensische Araber bei IDF-Angriffen getötet wurden. Darunter waren neun Zivilisten. Die IDF-Operationen zielen darauf ab, Raketenbeschuss und andere Formen der auf israelische Zivilisten gerichteten Angriffe zu verhindern. Allein im vergangenen Monat Dezember wurden 23 Raketen und 11 Mörsergranaten aus dem Gazastreifen auf israelische Ziele abgefeuert. Seitdem der Gaza-Krieg im Januar 2009 endete, haben Terroristen 1.571 Raketen auf Israel abgeschossen.Die gezielte Tötung von Terroristen oder tickenden Bomben, wie sie von den israelischen Streitkräften genannt werden, erhalten oft ein riesiges Medienecho. Sehr oft gibt es keinerlei Erwähnung der Tatsache, dass es sich um Terroristen handelt, die sich im Begriff der Planung oder Ausführung befinden, um Israel anzugreifen und es wird der Eindruck erweckt, dass es unschuldige Zivilisten sind, die von einem bösen und repressiven Regime ermordet werden.

Gaza hat 360 Quadratkilometer (ca. 40 Kilometer lang und zwischen 6 und12 km breit) und eine Bevölkerung von rund 1,5 Millionen Menschen. Die verschiedenen Terrororganisationen verstecken sich hinter den Zivilisten – nicht zufällig, sondern als bewusster Teil ihrer Strategie. Auf diese Weise „gewinnen“ sie an beiden Enden: Sie terrorisieren Israel und die israelische Vergeltung wird als ein Angriff auf Gazas Zivilisten gemeldet.

Die jüngsten Zahlen zeigen die wahre und eine ganz andere Geschichte. Nach Angaben der Vereinten Nationen werden in den verschiedenen Konflikten der ganzen Welt für jeden Kämpfer, der getötet wird, drei Zivilisten getötet. Wenn dieses Verhältnis in Gaza im letzten Jahr gegolten hätte, gäbe es nicht 9, sondern 300 tote Zivilisten. Die immensen Anstrengungen der IDF, den Verlust von unschuldigem Leben zu minimieren, haben Erfolg. Der Tod eines jeden unschuldigen Menschen ist eine Tragödie und es ist schwer, Statistiken zu schreiben, wenn es um Menschenleben geht. Aber diese Zahlen erzählen eine Geschichte – und diese ist weit entfernt von der immer wieder aufgetischten Geschichte der Medien.

Eine letzte Beobachtung, um eine bekannte Kritik vorwegzunehmen: Als moderne Menschen mit einer skeptischen Haltung (wir neigen dazu, sie gegen, aber selten zu Gunsten Israels zu verwenden), stellen wir die Zahlen sofort in Frage. Sie kommen immerhin von jemandem, der an dem Konflikt beteiligt ist – sind sie zuverlässig? Nun, wir müssen uns nicht auf die IDF allein verlassen. Die Hamas bestätigt sie ebenfalls – und dieses eine Mal können wir uns darauf verlassen, was die Hamas sagt.

Um es klar zu sagen: Die Hamas hat nicht ausdrücklich die genannten Zahlen bestätigt, aber sie haben zu einem großen Teil die israelischen Zahlen aus dem Gaza-Krieg im Jahr 2009 bestätigt. Nachdem sie zuerst Israel dafür dämonisierten, wahllos Zivilisten zu ermorden, gab Hamas am Ende zu, dass 700 der Getöteten ihre eigenen Kämpfer waren. Israels Zahl war 709.
In Jenin im Jahr 2002 behauptete die PA, dass 500 Personen getötet wurden – überwiegend Zivilisten. Es stellte sich heraus, dass es 52 waren, davon 38 bewaffnete Kämpfer.
Die IDF ist eingebunden in die Gesetze, Regeln und Moral einer demokratischen Nation und sie stehen unter der konstanten und kritischen Aufmerksamkeit der Medien dieser Welt – es ist sehr schwer für sie, Zahlen (wenn sie es denn wollten) zu fälschen. Und bisher wurde nicht bewiesen, dass ihre Zahlen unzuverlässig sind – anders als bei der Hamas oder der PA.

Rechtspopulisten und andere Radikale

Das Attentat von Oslo war ein schreckliches, grausames und nicht zu entschuldigendes Verbrechen. Punkt.

Die Gedanken, die Anders B. in seinen 1.500 Seiten niedergebracht hat, sind nicht komplett falsch. Manche Dinge hat er imhO durchaus richtig erkannt. Nur die Schlüsse, die er dann daraus gezogen hat, sind falsch. Mit Gewalt, Terror und bewaffnetem Kampf werden die Probleme nicht gelöst.

Und auch wenn er seinen Terror gegen Muslime statt Sozialdemokraten gerichtet hätte, wäre das genau so. Meine Ansicht: „Gegen den Islam, für die Menschen.“ Gott ist der Schöpfer aller Menschen, er liebt sie alle und damit die Moslems genauso wie Christen, Juden, Atheisten und andere.

Aber was einige Medien und Intellektuelle dieses Landes aus dem Vorfall gemacht haben, ist eine Fehlleistung 1. Grades. Und zwar nicht, weil ich hier irgendwelche Leute (wie z.B. Broder, Wilders, Sarrazin, … ) oder meinen Glauben verteidigen muss oder will, sondern weil die Herren und Damen eine derartige Undifferenziertheit und Diffamierungslust an den Tag legen, dass es einem kalt den Rücken runter läuft. Das kann man fast nur mit Absicht und Böswilligkeit erklären.

Daher ein paar Worte dazu:

So schreibt Christian Brommarius in der FR:

„Es wäre demagogisch, Broder und andere deutsche Islamophobe zu geistigen Brandstiftern zu erklären und für Breiviks Verbrechen in Mithaftung zu nehmen. Aber richtig ist eben auch, dass Schriften, wie sie Broder verbreitet, das Entrebillett für den aggressiven Antiislamismus bilden, der nicht nur die deutsche, sondern fast alle europäischen Gesellschaften befallen hat. „

Und Robert Misik in der TAZ urteilt:

„Broder & Co haben sich der Mittäterschaft schuldig gemacht… Man sollte sie nicht einfach so damit durchkommen lassen…“

Und der Spiegel schrieb am 23.07, einem Tag nach dem Massaker:

Keine islamistische Schläfer-Zelle hat die norwegische Hauptstadt angegriffen, sondern … mindestens ein rechtsextremer, christlicher Fundamentalist.

Und Gerd Lüdemann, Professor an der Uni Göttingen, darf in der Frankfurter Rundschau behaupten:

Gewaltpotenziale beherrschen demnach beide Teile der Bibel von vorne bis hinten, sodass deren radikale Abrüstung nötig wäre. Der Status der Bibel als heiliger Schrift hat jedoch bisher ernsthafte Gespräche darüber verhindert, ob etwa ein Großteil des „Wortes Gottes“ zu ächten sei. Wir dürfen uns daher nicht wundern, wenn wahnsinnige Christen das Waffenarsenal der Heiligen Schrift weiter einsetzen.

Und der Politikwissenschaftler Hajo Funke wird in der Welt zitiert:

Rechtspopulisten in Deutschland vertreten aus Sicht des Politikwissenschaftlers Hajo Funke unter dem Deckmantel volksnaher Bürgerbewegungen auch extremistische Ideologien.

„Rechtspopulistische Parteien sind Strömungen des Rechtsextremismus. Man nennt es auch Rechtsextremismus light“, sagte der Berliner Rechtsextremismus-Forscher.

Und es ließen sich noch mehr Beispiele finden.

Was ich an all diesen Beispielen auszusetzen habe, ist ihre (gewollte) Undifferenziertheit. Es wird mit Worten gespielt bzw. werden solche Worte bewusst einsetzt, die bei den Lesern schon eine Bedeutung haben, um damit zu diffamieren.

Das tut z.B. der Spiegel. Was ist ein „christlicher Fundamentalist“? Fangen wir mit „Christ“ an. Was ist ein Christ? Für viele Nicht-Europäer und Nicht-US-Amerikaner sind alle Europäer und US-Amerikaner Christen. Sind diese gemeint? Oder sind die sogenannten Kultur-Christen gemeint? Sie sind zwar mit christlichen Werten und Kultur aufgewachsen und haben sie mit der Muttermilch aufgesogen, haben aber mit dem Glauben selber nichts am Hut.

Oder sind die Christen gemeint, die an Jesus Christus als ihren Erlöser glauben und Ihm folgen? Der Spiegel erklärt es uns nicht.

Und was sind Fundamentalisten? Das ist im Zusammenhang mit dem islamistischen Terror ein stark vorgeprägtes Wort. Will uns der Spiegel damit sagen, dass alle Fundamentalisten durchgeknallte, verwirrte und gewaltbereite Irre sind, die man stoppen muss – ob Christen, Moslems oder sonst wer? Oder sind Fundamentalisten nicht auch solche, die auf einem festen Fundament stehen, ohne dabei zwangsläufig gewälttätig werden zu müssen?

Denn ja – Gott hat uns einen freien Willen gegeben und wir haben die Möglichkeit, uns für oder gegen etwas zu entscheiden. Diese Möglichkeit hatte auch Anders B. Nur weil einige Leute sich in ihrem Gedankengut teilweise mit dem von Anders B. überschneiden, heißt doch noch lange nicht, dass sie die gleichen Taten folgen lassen oder in der Gefahr stehen, das zu tun. Wenn dem so wäre, dann hätte das große Folgen für die Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit. Dann dürfte keiner mehr irgendwelchen Unsinn verbreiten, sonst könnte ja einer dadurch radikalisiert werden.

Und aus diesem Grund kann man auch Broder, Wilders, Sarrazin und andere nicht für diese Tat mitverantwortlich machen und wer das tut, redet hochgradigen Unsinn und begleicht alte Rechnungen. Dann könnte man Karl Marx auch die schrecklichen Folgen des Kommunismus oder Sigmar Gabriel für alle Gewalt- und Hassmails gegen Thilo Sarrazin verantwortlich machen. Mal abgesehen davon, dass die Broder, Wilders & Co. kein menschenfeindliches Klima erzeugen, sondern die dringend notwendige – und von Genossen unterdrückte – Debatte über den Islam am Leben erhalten. Gäbe es diese Menschen nicht, wäre die Debatte in Deutschland so gut wie nicht existent.

Gerd Lüdemann – obwohl Theologie-Professor in Göttingen ein erklärter Feind des biblischen Christentums – schmeißt alles ein einen Topf und sieht „Gewaltpotentiale in beide(n) Teile der Bibel von vorne bis hinten“, erwähnt „Allmachtsfanatasien“ (uuuh, alle Mann in Deckung, Christen wollen die Weltherrschaft und dann werden alle Ungläubigen Entsetzlichen erleiden müssen) und „Fieberträume“, spricht davon, dass „wahnsinnige Christen das Waffenarsenal der Heiligen Schrift weiter einsetzen“ und möchte die Bibel in großen Teilen ächten. Und das von einem, der es als studierter Theologe besser weiß. Die ganze Botschaft der Liebe, der Vergebung und Hingabe wird einfach mal „vergessen“ – das ist nicht nur unchristlich, sondern auch unwissenschaftlich.

Und es soll mir jetzt keiner mit irgendwelchen alttestamentlichen Bibelversen kommen. Um Gott verstehen, muss man schon ein bisschen mehr tun und sich nicht die Häppchen raussuchen, die ins Weltbild passen.

Und der Politikwissenschaftler Hajo Funke setzt Rechtspopulismus und Rechtsextremismus nahezu gleich  – das wissen wir doch schon alle seit Hitler, dass alles „Rechte“ schlecht ist. Warum soll man dann noch differenzieren zwischen Rechts-Populisten und -extremisten?

Hier wird alles undifferenziert in einen Topf geworfen. Was würden sich SPD-Anhänger dagegen verwehren, mit irgendwelchen Hardcore-Stalinisten gleichgesetzt zu werden. Aber „rechts“ – das geht. Dabei ist das so unsinnig wie irgendwas. Ich kenne Hajo Funke nicht näher und weiß nicht, wie er zu seinen Rückschlüssen gekommen ist.

Er führt das Problem an, dass in einigen rechtspopulistischen Parteien und Gruppierungen „Vertreter …  auch teils aus einem rechtsextremistischen Milieu“ stammen.

Das ist ein Problem, das existiert. Und nicht alle Parteien (und damit meine ich auch andere, auch linke Parteien) genügen da ihrer Sorgfaltspflicht, sich von solchen Genossen zu trennen. Aber alle in einen Topf? Wo sind die Belege dafür?

„Diese Gruppierungen, die teils mit bekannten Rechtspopulisten aus Europa wie dem Niederländer Geert Wilders auftreten, schürten Hass auf Muslime und distanzierten sich nicht von aggressiver Hetze gegen Migranten.“

Auch das mag teilweise stimmen. Aber für alle? Gibt es keine Partei im rechten Spektrum, die es schafft, die o.g. Trennung zwischen Islam und Moslems hinzubekommen? Doch, die gibt es. Aber diese Differenzierung ist nicht gewollt. Und ob ich mich von Kritik am Islam und auch an Moslems „zum Hass schüren“ lassen und daher „aggressiv gegen Moslems hetze“, ist immer noch meine eigene Entscheidung – s.o.

Fazit: Wir sollen überlegen, in welcher Art Gesellschaft wir leben wollen. Manche lehnen eine vom Christentum geprägte Gesellschaft ab. Ok, damit kann ich leben, solange ich als Christ meinen Glauben in Freiheit leben darf. Aber wie steht es mit einer Gesellschaft, die anderen vorschreiben will, wen sie wie und wann kritisieren darf oder auch nicht? Hier geht es doch um „Fundamente“ (da haben wir es wieder – ich bin doch ein Fundamentalist) unserer Gesellschaft: Rede-, Presse- und Meinungsfreiheit.

Die gleichen Leute, die es völlig ok finden, wenn christliche Werte, Kirche und Christen verhöhnt und verspottet werden, kriegen einen Kollaps, wenn Leute wie Broder und Wilders den Islam kritisieren und sprechen dann von „Hetze“,  „Menschenfeindlichkeit“ und „Rassismus“.

Ist das Programm oder was?

Hörerbrief an NDRInfo

Zum Kommentar vom 08.12. um ca. 17:09 von Clemens Verenkotte:

Man muss kein ausgesprochener Freund Israels sein, um den Kommentar des Herrn Verenkotte – auch aus journalistischer Sicht – fürchterlich zu finden.

– Diese Einseitigkeit – *kein* einziges Mal wird die Verantwortung der Palästinenser im Friedensprozess erwähnt,

– dieses alleinige Herumhacken auf Israel und den USA,

– diese absolute Selbstsicherheit im Deuten der Geschehnisse, wo ein Nachfragen angebrachter wäre,

sind einfach nur grausam. Ein Journalist sollte objektiv sein und ausgewogen berichten. In diesem Kommentar des Herrn Verenkotte? Fehlanzeige.

Er spekuliert darüber, warum die USA jetzt keinen Baustopp mehr von Israel erzwingen will. Mal abgesehen davon, dass es schon an sich ein seltsamer Vorgang ist, dass ein Staat von einem anderen souveränen Staat innenpolitische Zugeständnisse erzwingen will, kommt Herr Verenkotte gar nicht auf die Idee, dass das durchaus vernünftige Gründe haben könnte, sondern nimmt es zum Anlass, Obamas Nahostpolitik für völlig gescheitert zu erklären.

Wie bereits erwähnt, die Verantwortung, Fehler und Weigerung der Palästinenser werden mit keiner Silbe erwähnt – dies ist ein ohrenbetäubende Lücke, wenn man über den Nahen Osten ausgewogenen berichten will. Haben sich die Palästinenser durch den 10-monatigen Baustopp zu Verhandlungen bewegen lassen? Eben.

Dass solche Kommentare so stehengelassen werden, verleidet mir ihren Sender sehr. Das ist einfach unsaubere, ideologisch voreingefärbte Arbeit, die nicht informiert, sondern manipuliert.

Wie wäre es, wenn sie in ihrem Sender auch einmal andere zu Wort kommen lassen, die eine andere Darstellung und Einordnung der Fakten vornehmen? Dann könnten Sie immerhin sagen, dass sie beide Seiten zu Wort kommen lassen und der Hörer sich selber ein Bild machen kann.

Dass sie aber genau das unterlassen, spricht Bände über ihre journalistische Einstellung und ihre ideologische Mission: Der Hörer soll nicht frei informiert werden und sich als erwachsener, reifer Mensch ein eigenes Bild machen, sondern sie als Sender müssen den Menschen sagen, wo es langgeht.

Ich werde in Zukunft ihren Sender meiden, obwohl er sonst durchaus brauchbare Beiträge bringt.

Aber diese Schieflage – die ja gestern nicht zum 1. Mal deutlich wurde – möchte ich mir nicht länger zumuten.

P.S. Wer mal lesen möchte, wie gut man die Situation analysieren kann, ohne auf der anderen Seite vom Pferd zu fallen, der lese Ulrich Sahm – einer der besten Korrespondenten, wenn es um Israel geht.

Sebastian Engelbrecht und der Bundespräsident

Hörfunkstudio Tel Aviv – bei meinem geliebten NDRInfo. Gestern nachmittag um 17:20 Uhr – der spezielle Kommentar (Leider finde ich keinen Link im www).

Anlass für seinen Auswurf – Entschuldigung, aber es war echt daneben – war der 4-tägige Besuch des Bundespräsidenten Wulff in Israel. Und der hatte sich doch tatsächlich erdreistet, Israel nicht zu kritisieren – wie es sich für einen guten Freund gehört, oder? – sondern Israel seine Solidarität zugesichert:

Nach einem Gespräch mit Peres versicherte Wulff, die besondere Verantwortung Deutschlands für den Holocaust werde „von Generation zu Generation“ weitergegeben: „Das ist die unverbrüchliche Maxime der deutschen Politik.“

Deutschland werde immer „an der Seite Israels stehen“.

Die Vertiefung der deutsch-israelischen Beziehungen sei ihm ein „persönliches Anliegen“.

Das – so befand Herr Engelbrecht – gehe ja gar nicht. Man könne – auch als Bundespräsident – nicht nach Israel kommen und kein bisschen Kritik an dem Land üben. „Gerade als zweitbester Freund Israels nach den USA“ (was ich persönlich anzweifle, da gibt es andere Länder wie z.B. Kanada) müsse man Kritik üben, wie das für gute Freunde üblich ist.

Ich stell mir das mal gerade bildlich vor: Herr Engelbrecht sitzt nach getaner Arbeit in seiner Wohnung in Tel Aviv und hat seine Freunde zu einem schönen Glas Wein eingeladen. Und die sitzen da, trinken den leckeren Wein … und kritisieren Herrn Engelbrecht für seine Arbeit. Seine Berichterstattung sei ja so was von einseitig, seine Argumente unlogisch und seine Haltung Israel gegenüber nahezu feindlich. Na, das ist doch eine Logik! So läuft es doch unter Freunden, oder? Da würde sich Herr E. bestimmt wohl fühlen.

Später verrennt sich Herr E. auch noch: Zuerst fordert er vehement, Israel müsse doch für seine schlimmen Fehler kritisiert werden, dann sagt er ziemlich zum Schluss, dass das bei einem Antrittsbesuch vielleicht doch nicht so angebracht sei, gleich Kritik zu üben. Ja, was denn nun?

Ziemlich schlimm fand ich den Ansatz, das deutsche Katzbuckeln wegen des Holocausts müsse doch langsam mal vorbei sein (das hat er nicht wörtlich, aber sinngemäß gesagt).

Herr E. hat anscheinend nur eines im Sinn: Israel muss weiterhin verurteilt, verdammt und kritisiert werden. Und wenn die Politiker das nicht hinbekommen – er bezeichnete den Besuch Wulffs als nicht gut genug – dann müssen natürlich die tapferen Medien-Kreuzritter den Kampf zu Ende führen.

Mich kotzt dieses Argument, gerade als Freund Israel habe man nahezu die Pflicht, Israel zu kritisieren, dermaßen an.

  1. Unter Freunden übt man Solidarität und unterstützt sich. Freunde, die mir ständig erzählen, was für eine Scheiße ich angeblich baue und die Fehler meiner Kontrahenten großzügig unter den Tisch fallen lassen, können mir den Buckel runterrutschen.
  2. Wer kritisiert dann bitte sehr die Palästinenser und Araber? Da höre ich wesentlich weniger Kritik – auch von Herrn E. – als an Israel. Es ist eine einseitige Kritik, die davon profitiert, dass Israel eine Demokratie mit freier Presse ist, von der man nichts befürchten muss, wenn man Grütze erzählt – im Gegensatz zu der Presse im Westjordanland und Gazastreifen – wo man durchaus „Probleme“ bekommen kann.

    „Auch die Hamas sei verantwortlich für Verletzungen der Pressefreiheit. Journalisten fühlen sich, im Gegenteil zu dem, was die Führungskräfte behaupten, nicht frei, ihre Meinung zu äußern oder islamistische Bewegungen zu kritisieren. Diese Ansicht vertraten die Mehrheit der von Reporter ohne Grenzen befragten Journalisten. Sie alle wollten mit ihrer Aussage jedoch anonym bleiben – aus Angst vor Repressionen. Laut Reporter ohne Grenzen wurden 28 Journalisten von der Hamas wegen ihrer politischen Einstellung seit Juni 2007 verhaftet.“

    Ob Herr E. sich davon beeinflussen lässt? Man kann mit Sicherheit davon ausgehen.

  3. Letztendlich ist dieses Argument ein Deckmäntelchen, um seine „Kritik“ an Israel nicht zu sehr in Richtung Antisemitismus abrutschen zu lassen. Natürlich sei man ein Freund Israels, aber gerade deshalb muss man … völlig unausgewogen mit Halbwahrheiten über Israel berichten und die Araber als Opfer israelischer Aggressions- und Expansionspolitik darstellen. (Wer möchte da eigentlich Land von wem haben??)

Es ist wirklich erschreckend zu sehen, wie die Wahrheit, die Objektivität und Neutralität unter die Räder kommt. Hier einmal ein Auszug aus dem Pressekodex bzw. journalistischen Richtlinien:

  • Eine Quelle allein ergibt keine Nachricht. Für eine Nachricht braucht es mindestens zwei voneinander unabhängige Quellen.
  • Bei Konflikten sind die Positionen beider Seiten darzustellen.
  • Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (Dieses Credo ist das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises). Ein Mindestmaß kritischer Distanz zum Thema (und der eigenen Rolle) ist auch bei sogenannten Herzblut-Themen geboten.

Ausschnitt aus dem Pressekodex:

  • Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.
  • Nachrichten und Informationen sind auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden.
  • Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.
  • Veröffentlichte Nachrichten oder Behauptungen, die sich nachträglich als falsch erweisen, hat das Publikationsorgan, das sie gebracht hat, unverzüglich richtig zu stellen.
  • Bei der Recherche dürfen keine unlauteren Methoden angewandt werden. Die vereinbarte Vertraulichkeit und das Berufsgeheimnis sind zu wahren.
  • Redaktionelle Veröffentlichungen dürfen nicht durch private oder geschäftliche Interessen der Journalisten, Verleger oder Dritter beeinflusst werden.
  • Die Presse achtet das Privatleben, die Intimsphäre sowie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung des Menschen.
  • Unbegründete Behauptungen und Beschuldigungen, Ehrverletzung, Veröffentlichungen, die das sittliche oder religiöse Empfinden verletzen, und eine unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt und Brutalität sind nicht zulässig.
  • Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.

Ich bezweifle sehr, dass Herr Engelbrecht diese Prinzipien verinnerlicht hat. Hier schreibt einer mit einer Mission.