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    Benjamin Disraeli

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    Friedrich Hebbel

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Von der tödlichen Gefahr, zum falschen Gott zu beten

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram treibt Nigeria an den Rand eines Bürgerkriegs, aber die Regierung unterschätzt die Krise. Von Eva-Marie Kogel und Christian Putsch

Nigeria Kano Blasts

Foto: dpa/DPA Die Gewalt im Norden Nigerias reißt nicht ab. Mitarbeiter vom Roten Kreuz stehen neben einer Leiche

 Den Tod ihres Sohnes erlebte Amina am Telefon. Die Mörder persönlich hatten abgenommen, und als sie ihm den Schädel einschlugen, hörte die Mutter am anderen Ende der Leitung seine letzten verzweifelten Schreie. In Nigeria sagen sie, ein Mensch, der durch Schläge sterbe, klinge wie eine Hyäne. Es waren schreckliche Geräusche, die durch das Telefon an ihr Ohr drangen.

Im Norden des Landes ist der Tod in diesen Tagen endgültig zum grausamen Alltag geworden. Die 150 Millionen Einwohner des bevölkerungsreichsten afrikanischen Landes erleben eine der größten Krisen seit dem Biafra-Krieg vor knapp 40 Jahren, der mehr als eine Million Menschen das Leben kostete.

Seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte das Elend am vergangenen Freitag mit einer Serie von koordinierten Bombenanschlägen, die nach Behördenangaben 157 Menschen das Leben kosteten.

Größeres Massaker wurde nur knapp verhindert

Nigeria zählt nach aktuellen Schätzungen rund 155 Millionen Einwohner. Über die Hälfte von ihnen bekennt sich zum Islam ; vor allem der Norden ist fast ausschließlich islamisch geprägt. In Nigeria lebt damit eine der größten muslimischen Gemeinschaften Westafrikas. Die meisten hängen der sunnitischen Lehre an; im nordwestlichen Bundesstaat Sokoto erreichen die Schiiten einen beträchtlichen Anteil.
Karte

Nigeria

Foto: Reuters/REUTERS Abubakar Shekau ist der Befehlshaber von Boko Haram

Es sind die blutigsten Anschläge der radikal-islamischen Sekte Boko Haram. Ziele waren vor allem Polizeistationen in der Millionenstadt Kano. Erst allmählich wird das Ausmaß der Katastrophe klar: Nach Angaben von Führern der betroffenen Gemeinden beträgt die Zahl der Opfer gar 211. Wohl nur knapp wurde ein Massaker noch größeren Ausmaßes verhindert: Gestern gab die Polizei bekannt, sie habe zehn Autos mit rund 300 in Getränkedosen getarnten Sprengstoffkörpern beschlagnahmen können.

Simultan durchgeführte Anschläge in immer kürzeren Abständen, komplexe Waffen und sorgsam ausgewählte Ziele – die Angriffe tragen immer deutlicher die Handschrift des internationalen Terrors. „Seit dem Jahr 2011 ist erwiesen, dass Boko Haram intensive Verbindungen zu al-Qaida und al-Schabab hat“, sagt der Sicherheitsexperte Martin Ewi von der südafrikanischen Denkfabrik ISS.

Anführer von Boko Haram verbreiteten selbst, dass Kämpfer zur Ausbildung nach Mauretanien und in den Jemen geschickt wurden. Berichte der nigerianischen und amerikanischen Geheimdienste bestätigen dies, wie auch die Reise von radikal-islamischen Kämpfern aus Afghanistan und Somalia nach Nigeria.

Ins Bild passen außerdem die intensivierten Pressekontakte. Boko Haram bezeichnete die Anschläge als „Vergeltungsmaßnahmen“ in Folge der jüngsten Verhaftungen von Mitgliedern der Terrororganisation. „Unser Kampf richtet sich gegen die Regierung, die Sicherheitskräfte und den Verband der Christen in Nigeria, weil sie uns abgeschlachtet haben“, heißt es in der Stellungnahme des Boko Haram-Führers Abubakar Schekau, der zuletzt wiederholt in Videobotschaften nach dem Vorbild Osama bin Ladens auftrat.

Feiern nach den Anschlägen vom 11. September

Boko Haram mag erst in den vergangenen Jahren an Kraft gewonnen haben – doch ihr Kampf ist nicht neu. Er wird nur mit anderen Mitteln und neuer Intensität ausgetragen. „Bei den Anschlägen des 11. Septembers 2001 sind viele Menschen im Norden Nigerias auf die Straßen gegangen und haben gefeiert“, sagte Ewi.

Seit Jahrzehnten habe es in Nigeria unterschiedliche Gruppierungen gegeben, die radikal für die flächendeckende Einführung der islamischen Gesetzgebung Scharia kämpften. Die Ursache der Gewalt – die versäumte Aussöhnung von Christen und Muslimen – habe aber nie erkenntlich auf der Agenda der verschiedenen Regierungen gestanden. „Die Regierung hat stets mit äußerster Brutalität zerschlagen“, so Ewi, „doch dann haben sich innerhalb kürzester Zeit neue Organisationen formiert.“

Eine vergleichbare Gewaltintensität erreichte aber keine von ihnen. Seit dem Jahr 2009 sei Boko Haram für 935 Tote verantwortlich, teilte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch mit, 250 davon alleine in den ersten Wochen des neuen Jahres.

Auch ein Hauptquartier der Vereinten Nationen in Abuja im vergangenen August geht auf das Konto der Extremisten. Die Botschaft des ersten internationalen Zieles: Unser Kampf beschränkt sich nicht alleine auf Nigeria.

Anschläge auf Hunderte Ölförderanlagen

Boko Haram ist Haussa und bedeutet übersetzt so viel wie „westliche Bildung verboten“. Ihre Anhänger, meist verarmte junge Männer ohne Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt, traten in den ersten Jahren nach der Gründung im Jahr 2002 noch überwiegend friedlich und mit einem politischen Programm auf. Zentrale Forderung neben der Stärkung der islamischen Gesetzgebung ist eine stärkere Beteiligung an den Ölmilliarden.

Unter diesem, teils als Deckmantel des Verbrechens missbrauchten Argument, verübten zeitgleich Rebellen im Süden Anschläge auf Hunderte Ölförderanlagen. Die Regierung kämpfte also einen Krieg an zwei Fronten: Auch Boko Haram setzte zunehmend auf Gewalt, die im Jahr 2009 eskalierte. Bei Kämpfen mit der Armee wurden innerhalb weniger Tage 800 Menschen getötet.

Der Boko-Haram-Anführer, Muhammad Yousef wurde gefangen genommen. Kurz nach seiner Festnahme entstanden zahlreiche Videos, die ihn zwar fast nackt und verängstigt, aber lebendig zeigen. Kurz nach seiner Übergabe an die Polizei war er tot.

Seither rivalisieren mehrere Stammesfürsten mit immer blutigeren Anschlägen um seine Nachfolge – und schüren damit die Spannungen zwischen dem überwiegend muslimischen Norden und dem christlichen Süden.

Plötzlich entfesselte Gewalt kann jeden treffen

Aminas Sohn war Muslim und die Männer, die auf ihn einprügelten, sind wohl Christen gewesen. Hamisu musste sterben, weil er zur falschen Zeit am falschen Ort war. Und weil seine Mörder fanden, dass er die falsche Sprache spricht, die falsche Kleidung trägt und in die falsche Himmelsrichtung betet.

Geschichten wie diese erzählt man sich viele in Jos, einer Stadt im bergigen Hochland von Nigeria. Sie stehen für eine Gesellschaft, in der plötzlich entfesselte Gewalt jeden treffen kann – egal ob Christ oder Muslim. Längst nicht jeder Anschlag geht dabei auf das Konto von Boko Haram.

Es ist unklar, ob die Sekte auch für den Anschlag auf die Kirche verantwortlich ist. Als unstrittig gilt aber, dass die Organisation ein Klima der Gewalt schürt, das weitere Eskalationen befördert. In Benin City etwa, einer Stadt im Süden, die von Anschlägen Boko Harams bislang verschont blieb, wurde vergangene Woche eine Moschee angegriffen. Fünf Muslime starben als Vergeltung für Anschläge, die Hunderte Kilometer weit entfernt passiert waren.

Ungeachtet der Gefahr reiste Präsident Goodluck Jonathan in den vergangenen Tagen in Städte des Nordens. Sein Amt wäre auch ohne den Antiterrorkampf schon schwierig genug: Gewaltiges Bevölkerungswachstum, zunehmend überfüllte Städte und Massenarbeitslosigkeit plagen Nigeria.

Der eher technokratisch wirkende christliche Premier hat sich das Vertrauen vieler Muslime erarbeitet, unter seiner Führung sind viele Finanzströme an Boko Haram versiegt. Die Organisation begründete einige Anschläge mit ausbleibenden Millionenzahlungen, die sie offenbar bislang von Gouverneuren einiger Provinzen bekommen hatte.

Doch Jonathan trifft auch taktisch unkluge Entscheidungen. Zum Jahresbeginn hatte seine Regierung die Ölsubventionen gestrichen, das Benzin war über Nacht doppelt so teuer geworden: Hunderttausende Nigerianer gingen auf die Straßen.

„Realistische Möglichkeit“ eines Bürgerkriegs

Das Vertrauen in die Staatsgewalt war auch vorher schon gering: Auch das ist ein Grund, warum Nigerianer sich oft für Selbstjustiz entscheiden. „Der Zeitpunkt der jüngsten Krise ist katastrophal, das Vertrauen ist auf den Nullpunkt gesunken“, sagt Analyst Ewi.

Jonathan unterschätze zudem die internationale Dimension des Problems: „Es findet viel zu wenig Kommunikation mit den Nachbarländern statt.“ Sollte sich die Krise weiter verschärfen und Boko Haram seine Anschläge auf den Süden ausweiten, sehe er „die realistische Möglichkeit“, dass es zu einem Bürgerkrieg in Nigeria kommen könne.

Mörder beschimpfen die Mutter ihres Opfers

Der ist für Amina längst Realität. Immer wieder gehen ihr die letzten Sekunden ihres Sohnes durch den Kopf. Wenige Stunden vor seinem Tod war in Gada Biu, einem Stadtteil von Jos, ganz in der Nähe einer Kirche eine Bombe explodiert. Wie durch ein Wunder starben nur zwei Menschen. Hamisu hatte sich unter die Schaulustigen gemischt, als sie ihn anrief.

Er nahm den Anruf an: „Assalamu Aleikum“, sagte er, Friede sei mit dir. Dieser muslimische Gruß war genug der Provokation, brachte den Mob um ihn in Rage. Ob er gekommen sei, um die christlichen Opfer der wohl muslimischen Bombe zu verhöhnen? Kurze Zeit später war er tot. Als Amina erneut anrief, waren die Mörder am Telefon. Sie brüllten und beschimpften die Mutter ihres Opfers. Dann legten sie auf.

Quelle (WELT 24.01.12): http://www.welt.de/politik/ausland/article13831792/Von-der-toedlichen-Gefahr-zum-falschen-Gott-zu-beten.html

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Hillary, die Terroristen und der Tod

Zum Ende ihres Besuchs in Pakistan ließ die US-Außenministerin Hillary Clinton keinen Zweifel daran, wie sie sich eine gemeinsame Bekämpfung des Al-Kaida-Netzwerkes vorstellt. Laut Clinton hält sich dessen Führungsspitze in Pakistan versteckt.

Clinton unterstrich das Interesse der USA, dass, um die „Sache zu erledigen“, in Pakistan gefangene Terroristen auch getötet werden müssten.

Wo sind die Proteste? Wo die Demos in deutschen Innenstädten? Wo die empörten Auftritte der Politiker? Wo ist ein Norman Paech, eine Ulrike Putz, ein Henning Mankell … Keiner da?

Nein. Denn die meisten finden das – trotz aller ethischen Bedenken – gut, wenn Terroristen, die morden, die Angst und Schrecken verbreiten und die Demokratisierung Afghanistans verhindern und Pakistan in einen islamischen Staat, in dem die Sharia gilt, verwandeln wollen, sagen wir mal „kampfunfähig“ gemacht werden.

Nur wenn Israel diese Methoden anwendet, werden sie verurteilt und „vor Gericht“ gezerrt. Doppelte Maßstäbe?

Alles wegen Israel

Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden hat den USA wegen ihres engen Bündnisses mit Israel gedroht.

Der Extremisten-Anführer wandte sich in einer am Montag auf einer islamistischen Internet-Seite veröffentlichen Botschaft direkt an die US-Bürger:

„Die Zeit ist gekommen, dass ihr euch selbst befreit von der Furcht und von dem ideologischen Terrorismus der Neo-Konservativen und der israelischen Lobby.“

Die Audio-Botschaft war elf Minuten lang und wurde kurz nach dem Jahrestag der Anschläge am 11. September 2001 veröffentlicht, für die Al-Kaida verantwortlich gemacht wird.

„Der Grund für unseren Streit mit euch ist eure Unterstützung für euren Verbündeten Israel, der unser Land in Palästina besetzt hält“,

sagte Bin Laden.
[…]

Wenn die USA also Israel fallen lassen – und damit wahrscheinlich die Existenz des Staates -, dann hören Bin Laden und Al-Kaida auf? Schwer vorstellbar. Vermutlich würden dann weitere Forderungen kommen.

Aber interessant, das Bin-Laden alles von einem kleinen Land abhängig macht. Es gibt ja nun genügend andere Konflikte (auch solche, an denen die USA beteiligt sind – z.B. Afghanistan), an denen man sich stören könnte. Aber nein, es ist Israel.
Nachtigall, ick hör‘ Dir trapsen.

Die Tragödie der jemenitischen Juden

von Lyn Julius

Die Regierung hält sich raus und lässt zu, dass die Dschihad-Banden die Juden aus dem Jemen vertreiben. Jetzt ist die Gemeinschaft der Juden am Rande der Ausrottung.

Die letzten Juden verlassen den Jemen.  Sie packen ihre Taschen und ziehen nach Israel oder in die USA.  Eine Gemeinschaft aus biblischen Zeiten ist am Rande der Ausrottung. Vor sechzig Jahren lebten eine Million Juden in den arabischen Ländern, aber die Gewalt und die staatlich sanktionierte Diskriminierung, die sie zu zionistischen Spionen machte, zwangen sie alle bis auf 4.000 zu fliehen -, die vor allem noch im Jemen, in Marokko und Tunesien leben.

Die meisten Juden kamen in den 50er Jahren auf dem Luftweg aus dem Jemen nach Israel. Die 400 Übriggebliebenen, die nicht nach Israel wollten, kamen unter den Einfluss der nicht-zionistischen Satmar-Sekte. Einige kamen zurück, nachdem sie einen Geschmack vom Lebens in den USA oder Israel bekommen hatten (die Regierung drückt in der Regel die Augen zu, wenn Juden in den jüdischen Staat reisen). Nun haben sich die Dinge so schlecht entwickelt, dass auch diese Eingefleischten gehen.

Der Mord im Dezember an Moshe al-Nahari, einem 30-jährigen Lehrer in Reda, nördlich der jemenitischen Hauptstadt gelegen, löste diese jüngste Krise aus. Zuerst machten die Behörden geltend, dass der Mörder „geistig gestört“ war. Aber es wurde klar, dass er religiös motiviert war, denn er schrie „Konvertiere oder stirb, Jude!“, als er fünf Kugeln in sein Opfer pumpte. Seit einiger Zeit bedrohen Dschihad-Banden die Juden im Jemen. Mädchen wurden entführt und gezwungen, lokale Stammesangehörige zu heiraten. Vor zwei Jahren wurden 45 Juden, die aus ihrem Dorf al-Salem in Nord-Jemen durch Drohungen von Schiiten (Huthis) vertrieben wurden, in die Hauptstadt Sanaa umgesiedelt.

Jemen ist kaum eine Oase der Ruhe: Es verfügt über mehr Waffen als Menschen. Die Juden sind nicht die einzigen, die in der langen Geschichte der Gesetzlosigkeit und Instabilität zu leiden haben. In letzter Zeit jedoch haben es die Juden besonders schwer.

Juden, Scheiche, Aktivisten und Anwälte sind sich alle einig, dass die Bedrohung ein All-Zeit-Hoch erreicht hat. Nach dem Mord an al-Nahari wurden die Juden in ihren eigenen Häusern belagert und es wurden Benzin-Bomben auf sie geworfen. Moshes Bruder, Rabbi Yahia Ya’ish, appellierte an die Regierung: „Schützt oder lasst uns ausreisen“. Diejenigen, die gerne ausreisen wollten, bekamen ihre Reisepässe nicht, da der Regierungs-Computer auf geheimnisvolle Weise zusammengebrochen war.

Jemens Präsident Ali Abdullah Saleh verpflichtete sich, die Juden in Sanaa unter seinen Schutz zu nehmen, wo er im Gegensatz zu den ländlichen Gegenden die Kontrolle hat. Manche sagen, die Regierung meint es gut, aber sie ist wirkungslos; andere sagen, dass die versprochene Umsiedlung nie ernst gemeint war. Die Juden sollten in zwei Häuser-Blocks untergebracht werden – zu klein für ihre großen Familien und anfällig für Angriffe. Aber sie konnten noch nicht einmal ihre Häuser in Reda verkaufen, nachdem lokale Imame mögliche Käufer eingeschüchtert hatten.

Das Urteil im Fall des Al-Nahari-Mordes im März war der letzte Strohhalm. Während des Prozesses bedrohte die Familie des Mörders die Verwandten des Opfers. Statt der vorgeschriebenen Todesstrafe ordnete der Richter an, dass die Mörder „Blut-Geld“ zu zahlen haben. Die Juden fühlten sich unsicherer als je zuvor: die Jewish Agency und die US-Regierung wurden tätig und planten eine Rettungs-und Neuansiedlungs-Aktion für die Juden.

Der Journalist Mahmud Taha, der die Geschichte verfolgte, ist nicht verwundert, dass die Juden gehen wollen.

„Es gibt keine andere Möglichkeit für die jemenitischen Juden als zu emigrieren. Die lokalen Behörden haben es versäumt, sie zu schützen … Die Juden haben es satt und sind in einer unerträglichen Situation“, sagte er.

Mansour Hayel, ein muslimischer Menschenrechtsaktivist und jemenitischer Juden-Experte, gibt die Schuld der Regierung:

„Im Jemen gibt es kaum eine Predigt in einer Moschee, die frei von Fanatismus ist. Selbst die politische Rhetorik der Regierung drängt die Juden an den Rand und die Zivilgesellschaft ist zu schwach, um sie zu schützen“, sagt er.

Vielleicht, weil sie verstehen, dass die Toleranz gegenüber Minderheiten der Schlüssel zur Stärkung der Zivilgesellschaft im Jemen ist, verteidigen Jemens Menschenrechtsaktivisten jüdische Rechte energisch. Sie wollen, dass die Medien anfangen, Demokratie und Toleranz zu fördern;  gleiche Bürgerrechte für Juden, die diskriminierende Steuern zahlen und – da sie Dhimmis sind – unter verschiedenen Benachteiligungen des Scharia-Rechts leiden. Aber die Juden, deren Leben in Gefahr sind, sind kaum lange genug zu halten, damit sie sehen, wie solche Reformen umgesetzt werden.

Die Lehre, die man aus dem endgültigen Exodus der Juden aus dem Jemen zieht, ist, dass die arabische Welt noch nicht einmal nicht-zionistische Juden toleriert. Es gibt keine Zukunft für den kläglichen Rest in den arabischen Ländern, wenn ihre Sicherheit nicht garantiert werden kann.

In Marokko, wo die jüdische Exil-Gemeinde am größten ist, haben die Juden die Sympathie des Königs traditionell mit überwältigender Loyalität zurückgezahlt. Aber der König von Marokko war nicht in der Lage oder nicht willens zu verhindern, dass 260.000 Juden angesichts steigendem Antisemitismus in den 60er Jahren, Medienhetze und erzwungenen Konversionen geflohen sind.

Selbst wohlwollende Herrscher waren machtlos, die Flut von antijüdischem Hass, der in der arabischen Welt aufbrandete, einzudämmen.  Nur wenige Araber werden jemals einen Juden in ihrem Leben persönlich treffen und die Leichtgläubigen glauben der Dämonisierung und den Verschwörungstheorien, die in ihren Medien verbreitet werden.

Kein Wunder, dass die Juden offizielle Einladungen zur Rückkehr, um wieder in ihren Geburtsländern zu leben, verschmäht haben. Juden besuchen sie als Touristen, aber nur wenige sehen ihre Zukunft in diesen Ländern. In Tunesien und Marokko hat al-Qaida in den Jahren 2002 und 2003 gezielt Juden ins Visier genommen. Im April versetzte die Ermordung eines Juden in Casablanca die Gemeinschaft in Panik. Im Mai wurden acht Terroristen verhaftet, die Angriffe auf jüdische Einrichtungen geplant hatten. Wenn Marokko und Tunesien nicht den Dschihad-Terrorismus und die Anstiftung dazu deckeln, werden auch bald ihre letzten Juden den bedrängten jemenitischen Juden folgen.

Christenverfolgung in Zahlen, Daten und Fakten

In kaum einer Zeit wurden die Christen so stark verfolgt wie in der Gegenwart. Nach Quellen der „Evangelischen Allianz“ wird alle drei Minuten ein Christ wegen seines Glaubens hingerichtet – überwiegend in islamischen Ländern. Die „Katholische Kirche Schweiz“ berichtet, dass pro Jahr 100.000 Christen wegen ihres Glaubens von Muslimen ermordet oder zu Tode gefoltert werden. Jeder zehnte Christ ist nach Angaben der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“ Opfer von Diskriminierung und Gewalt.

Laut dem Weltverfolgungsindex der Menschenrechtsorganisation „OpenDoors“ aus dem Jahre 2009 sind Christen die weltweit meistverfolgte Religion. „Millionen Christen leiden wegen ihres Glaubens unter Benachteiligungen oder Verfolgung – sei es in islamischen Ländern, totalitären Staaten oder in Gebieten, in denen Gewalt herrscht. Sie gelten häufig als Bürger zweiter Klasse, denen selbst humanitäre Grundrechte verwehrt werden“, lautet das vernichtende Urteil von OpenDoors zur Menschenrechtssituation der Christen.

Opendoors hat in seinem Weltverfolgungsindex eine Rangliste von 50 Staaten erfasst, in denen Christenverfolgungen vorkommen. Zur Ermittlung dieses Index benutzt OpenDoors einen eigens hierfür erstellten Fragebogen aus 50 Fragen. Die Antworten werden mit einer Punktzahl bewertet. Die Gesamtsumme der Punkte für ein Land bestimmt dessen Position im Weltverfolgungsindex.

Das Fazit dieser weltumspannenden Studie ist erschreckend und aufschlussreich zugleich:

In 6 der 10 Länder mit der schärfsten Christenverfolgung sowie in 37 der 50 erfassten Länder herrscht der Islam.

In weiteren 7 Ländern herrscht eine (überwiegend kommunistische) totalitäre Struktur (Nordkorea, Kuba, China, Vietnam, Laos, Weißrussland, Bhutan).

Kennzeichen der restlichen 6 Länder sind meist soziale Unruhen oder langjährige Rebellenaufstände (Nepal, Südmexiko, Sri Lanka, Kolumbien, Kenia).

Ein Fazit der Studie: Die vorherrschende Staatsform aller 50 Verfolgerstaaten ist ein ausgeprägter staatlicher oder theokratischer Totalitarismus.

Und tatsächlich zeigt der Islam in seiner ungefilterten und koranfixierten Ausprägung alle Anzeichen eines totalitären Systems. Laut dem Totalitarismus-Modell nach Friedrich/Brzezinski sind die typischen Merkmale eines totalitären Staates:

  • Utopische/religiöse/fanatische Ausrichtung einer „absoluten“ Ideologie
  • Einzige, hierarchisch organisierte Staatsgewalt
  • Fehlen einer Gewaltentrennung (Legislative/Exekutive/Judikative)
  • Vollständiges Monopol der Massenkommunikationsmittel
  • Physisches und /oder psychisches Terrorsystem (Kontrolle und Überwachung durch Geheimpolizei)
  • Vollständige Repression von Andersdenkenden

Bassam Tibi, einer der führenden deutschen Islamexperten und selbst Muslim, beschreibt den Islam daher auch als

„in seiner Grundstruktur totalitär, da er die menschliche Wirklichkeit in seiner Totalität bestimmt.

Die Fakten

Beispiel 1: Ägypten
Entführungen und Zwangsislamisierungen junger Christinnen

In Ägypten lebten die koptischen Christen schon Jahrhunderte, bevor der Islam Staatsreligion wurde. Lange Zeit gab es – unterbrochen von immer wieder aufflammenden interreligiösen Feindseligkeiten – ein relativ friedliches Nebeneinander, bis sich die Situation durch die Gründung der Muslimbruderschaft 1928 durch den ägyptischen Fundamentalisten Hasan al-Banna in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts drastisch zuungunsten der Christen des Landes änderte. Das Ziel der Muslimbruderschaft ist kein geringeres als eine islamische Weltrevolution mit dem Ausblick eines globalen islamischen Weltstaates. Alle islamistischen Terrororganisationen wie Hamas, Hisbollah, Al Kaida, Taliban oder die Kaukasus-Islamisten berufen sich auf die Schriften der ägyptischen Muslimbrüder und insbesondere auf die des Gründers al-Banna.

Rein formell herrscht in Ägypten zwar Religionsfreiheit. Doch die Praxis sieht anders aus. So werden immer wieder ägyptische Christinnen von Muslimen entführt und nach ihrer Zwangsislamisierung mit einem ägyptischen Muslim zwangsverheiratet. Ein Zurück in die christliche Religion ist für diese Frauen so gut wie ausgeschlossen. Und immer wieder werden christliche Kirchen von Muslimen angegriffen oder Häuser koptischer Christen zerstört. Im Februar 2007 nahm die Polizei im oberägyptischen Armant zwei koptisch-orthodoxe Familien fest, nachdem diese zur Polizeistation gekommen waren, um Brandanschläge auf ihre Häuser anzuzeigen. „Die Kopten wurden von der Polizei gezwungen ein Protokoll zu unterzeichnen, wonach sie ihre Häuser selbst angezündet hätten, um die Tat Muslimen anzulasten und Polizeischutz einzufordern“, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte IGFM.

Vier von zahlreichen anderen durch Muslime in Ägypten entführte und zwangsverheiratete Christinnen. Am Ende stehen Schleier, Zwangsheirat mit einem Fremden und das Scharia-Gesetz. Die Schreie der Entführten verhallen ebenso ungehört wie das Flehen ihrer Eltern.

Feindseligkeiten gegenüber Christen sind in Ägypten in den letzten 50 Jahren stark gewachsen. So gab es im Oktober 2005 in Alexandria einen Gewaltausbruch gegenüber Christen, nachdem die Muslimbrüder über 20.000 Kopien einer DVD unter Muslimen verteilt hatten mit Texten angeblicher anti-islamischer Predigten seitens der Kopten. Drei Menschen wurden bei diesem Aufruhr getötet, sieben Kirchen beschädigt und eine Nonne durch eine Messerattacke schwer verletzt.

Alle muslimischen Mordverdächtigen der Angriffe vom Januar 2000 in El Kosheh wurden mittlerweile freigelassen, nachdem das Interesse der Weltöffentlichkeit an diesem Massaker verblasst war.

Beispiel 2: Kamerun
Al Kaida will Christen aus dem Land vertreiben

Im westafrikanischen Kamerun versuchen islamische Fundamentalisten, religiöse Unruhen zu entfachen. Vor allem aus dem benachbarten Nigeria dringen immer wieder islamische Gotteskrieger ein und schüren mit Flugblättern den Hass gegen Christen. Bei ihren Aktivitäten werden sie dabei logistisch und finanziell von der Al Kaida unterstützt. Islamische Extremisten rufen junge Muslime dazu auf, Christen aus dem Land zu jagen. Nach Kirchenangaben wurden bereits zahlreiche christliche Familien mit Gewalt aus ihren Häusern vertrieben. Darüber hinaus werden junge Muslime aufgefordert, Christinnen zu heiraten und sie zum Übertritt in den Islam zu zwingen und auf diese Weise allmählich den muslimischen Bevölkerungsanteil zu erhöhen. Diese Methode geht bis auf die Zeiten Mohammeds zurück und hat sich in der Geschichte der weltweiten Ausbreitung des Islam als Königsweg im weltweiten Eroberungszug des Islam erwiesen und ist – nebenbei bemerkt – auch die Hauptursache der Konversionen zum Islam in den westlichen Ländern.

Beispiel 3: Eritrea
Über 200 Christen ihres Glaubens wegen in Haft

Wie die evangelische Nachrichtenagentur „idea“ am 5. September 2005 berichtete, werden im muslimischen Eritrea immer mehr Evangelikale verhaftet und unter Druck gesetzt, ihrem Glauben zugunsten des Islam abzuschwören. Dabei liegt die Härte der Verfolgungen ganz im Ermessen der Behörden. In den letzten Jahren sind Verhaftungen von 883 Christen aus zwölf für illegal erklärten Religionsgemeinschaften bekannt geworden. 16 prominente Pfarrer wurden ins Gefängnis geworfen, darunter vor mehr als einem Jahr Pfarrer Haile Naizgi, der Leiter der größten Pfingstgemeinde Eritreas, Dr. Kifle Gebremeskel, Vorsitzender der Eritreischen Evangelischen Allianz sowie Pfarrer Tesfatsion Hagos von der evangelischen Rema-Kirche in Asmara.

Beispiel 4: Somalia
Christen als Menschen zweiter Klasse

Die Christen Somalias werden als Menschen zweiter Klasse denunziert. Die mittlerweile in den USA lebende Exil-Somalierin Ayan Hirsi Ali So beschreibt ihre familiäre und schulische Erziehung in Bezug auf Christen in ihrem Buch „Ich klage an“ u.a. mit folgenden Worten:

„Die anderen, die Kuffar, die Ungläubigen, sind asozial, unrein, barbarisch, nicht beschnitten, unmoralisch, gewissenlos und vor allem obszön: Sie haben keine Achtung vor Frauen. Ihre Mädchen und Frauen sind Huren, ihre Männer homosexuell… Die Ungläubigen sind verflucht…und Gott wird sie im Jenseits überaus hart bestrafen.“

Am 17. September 2006 wurde eine italienische Nonne in der somalischen Hauptstadt Mogadischu von islamistischen Rebellen erschossen. Bei dem Angriff in einem Krankenhaus wurde auch ihr somalischer Mitarbeiter getötet. Laut inoffiziellen somalischen Informationen steht das Verbrechen im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Islam-Äußerungen von Papst Benedikt XVI. während seiner Regensburger Rede.

Beispiel 5: Türkei
Christen führen ein Dasein als Bürger zweiter Klasse

Selbst im laizistischen Vorzeigestaat Türkei hat sich das Blatt gewendet. Die Türkei, dereinst von ihrem Gründer Attatürk als moderner, westlich ausgerichteter Staat gedacht, wandelte sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend in Richtung eines islamischen Fundamentalstaates. Ihr derzeitiger Präsident Erdogan sowie der amtierende Außenminister Gül machen aus ihrer islamistischen Einstellung keinen Hehl. Unter manchen Europapolitikern ist unvergessen, was Erdogan als Mitverfasser eines Manifests seiner Partei 1997 empfahl:

Die Vernichtung aller Juden und den Kampf gegen den Westen, indem man die „Demokratie nicht als Ziel, sondern als Mittel“ begreift.

Und bis heute wird Erdogans folgende entlarvende Äußerung (gehalten bei einer Rede als Oberbürgermeister von Istanbul) sowohl seitens der Medien als auch der EU-Politiker entweder verharmlost oder schlichtweg ignoriert:

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“

Diese Worte sollten besonders uns Deutsche nachdenklich machen. War es doch kein Geringerer als Joseph Goebbels, der in seinem Artikel mit dem Titel „Was wollen wir im Reichstag?“ (in „Der Angriff“ vom 30. April 1928) die Strategie der Nationalsozialisten mit folgenden Worten beschrieb:

„Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre Sache…“

Wie Erdogan oder andere Muslimführer heute wurde zu seiner Zeit auch Goebbels von niemandem so recht ernst genommen.

Der Staatsgründer Attatürk selbst würde in der jetzigen Türkei als „Ungläubiger“ und Feind des türkischen Volkes gebrandmarkt. War doch für ihn der Islam nichts weiter als „die absurde Theologie eines unmoralischen Beduinen.“ Seltsam nur, dass diese Worte ihres Staatsgründers bis zum heutigen Tage weder von türkischen noch Muslimen anderer Saaten als Prophetenbeleidigung verstanden werden.

Von dereinst 250.000 Griechisch-Orthodoxen in Istanbul sind knapp 2.000 übriggeblieben, von mehr als 2 Millionen christlichen Armeniern (in osmanischer Zeit) leben noch ganze 80.000 im Land. Die Ermordung von mehr als 1,5 Millionen christlicher Armenier durch die Jung-Türken gilt unter Historikern als erster Genozid im 20. Jahrhundert. Claude Mutafian (Universität Paris) schilderte die Geschichte der türkischen Verleugnung des Völkermordes. Kemal Attatürk, Gründer der Türkei, verleugnete die Existenz der Armenier, um den Anspruch der Türkvölker aus Mittelasien auf die Türkei zu rechtfertigen. Erst 1965, mit dem Segen der Sowjetunion, „erwachten die Armenier“, um den NATO-Partner Türkei an den Pranger zu stellen. Die Türkei hingegen spricht bis zum heutigen Tag von einem „Aufstand der Armenier“ und „tragischen Kriegsereignissen“. Raymond Kevorkian, Universität Paris, beschrieb die Radikalisierung der Jungtürken nach den Balkankriegen und dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches. „Der Prozess eines sozialen Darwinismus setzte ein. Für die Türken galt gegenüber den Armeniern, der größten nicht-türkischen Volksgruppe neben Griechen, Juden und arabischen Syrern, das Prinzip: du oder ich.“ Kevorkian erzählt, wie die Armenier ausgeraubt, deportiert und schließlich ermordet wurden. Den Jungtürken ging es um eine „demografische Homogenisierung“. Im März 1915 wurden „Sondereinheiten“ zwecks „Liquidierung“ der Armenier eingesetzt. Sie wurden in 30 „Schlachthäusern“ konzentriert. Beim Euphrates wurden sie durch enge Schluchten gejagt. Frauen und Kinder wurden „ausgefiltert“, während die Männer ermordet wurden. Die Befehle kamen per Feldtelefon. Die Mörder behaupteten, „Dienst für die Heimat“ geleistet und „Fremdkörper entfernt“ zu haben. Obgleich dem Islam abgeneigt, hätten die Jungtürken die Religion für einen „ethnischen Nationalismus“ instrumentalisiert.

Vergessen ist der zeitgleich stattgefundene Völkermord an über 500.000 christlichen Aramäern. Die Leidensgeschichte der aramäischen Christen ist weitgehend unbekannt; der ottomanisch-türkische Massenmord an über 500.000 von ihnen im Ersten Weltkrieg ist bisher von keinem einzigen Staat offiziell verurteilt worden.

Der heute in der Schweiz lebende Aramäer Simon sieht für die aramäischen Christen in der Türkei keine Zukunft:

„Aufgrund von Anschlägen und Diskriminierung leben nur noch zwei- bis dreitausend aramäische Christen in der Türkei. Hunderttausende sind wie ich ins Ausland ausgewandert oder geflohen. In wenigen Jahrzehnten werden wohl nur noch Geschichtsbücher über das einstmals blühende Leben der aramäischen Christen in der Türkei Auskunft geben. Ohne Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit im Ausland können die aramäischen Christen in der Türkei nicht überleben.“

Heute ist der Islamunterricht an der Volksschule für die wenigen übriggebliebenen aramäischen Christen in der Türkei obligatorisch. Wer als Christ beim Staat arbeitet oder in der Armee dient, muss massive Benachteiligungen in Kauf nehmen.

In der Türkei, die diese beiden Völkermorde bis zum heutigen Tag vehement bestreitet, steht bereits die öffentliche Erwähnung des Genozids an den Armeniern bis heute unter schwerer Strafe.

Derzeit stellen in der Türkei alle Christen zusammen, einschließlich der Ausländer, einen Bevölkerungsanteil von weniger als einem Prozent – Tendenz sinkend. Entgegen den offiziellen türkischen Verlautbarungen führen Christen dort ein Dasein als Bürger zweiter Klasse. Kirchlichen Baumaßnahmen wird mit erheblichen Schikanen begegnet, kirchliche Einrichtungen werden immer wieder enteignet. Selbst kleinste bauliche Änderungen oder Renovierungsmaßnahmen an den Kirchen bedürfen der staatlichen Genehmigung. Oft warten die Gemeinden Jahre, bis eine solche eintrifft – wenn überhaupt. 1971 wurde die theologische Hochschule der griechisch-orthodoxen Kirche geschlossen, und im Jahre 1997 wurde den syrisch-orthodoxen Klöstern verboten, die aramäische Sprache zu lehren. Gleichzeitig sprießen die türkisch beeinflussten Moscheen in Europa wie Pilze aus dem Boden. In Deutschland etwa gab es im Jahre 1970 gerade mal 3 Moscheen. 1997 waren es bereits über 2700.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte und die evangelische Nachrichtenagentur idea haben den türkischen evangelischen Pastor Ahment Guvener zum „Verfolgten Christen des Monats 2003“ benannt . Im April 2003 wurde Pater Perre Brunissen bei einer islamistisch motivierten Messerattacke in der südtürkischen Stadt Samsun schwer verletzt. Zweien zum Christentum konvertierten Türken, Hakan Tastan (37) und Turan Topal (46), drohen neun Jahre Gefängnis. Der Vorwurf: Sie hätten den Islam beleidigt ( Artikel 216 der türkischen Verfassung) und „vertrauliche Informationen über Staatsbürger gesammelt“ (Artikel 135).

Im Februar 2006 wurde der katholische Priester Andrea Santoro bei einem Gebet in der Stadt Trabzon am Schwarzen Meer von einem türkischen Islamisten hinterrücks erschossen. Der Mörder schrie: „Allah ist groß!“, bevor er abdrückte. In frischer Erinnerung sind die Morde an drei Bibelverlegern im osttürkischen Malatya Anfang diesen Jahres. Auffallend zurückhaltend war die Reaktion deutscher Medien auf diese islamistisch motivierten Morde im EU-Bewerberstaat Türkei. Kaum ein deutscher Politiker, der es wagte, entgegen der „political correctness“ Stellung gegen diese Skandalmorde zu beziehen. Keine deutsche Zeitung wagte es, die Verhöhnung und Beleidigung der Opfer und deren Angehöriger in einigen türkischen Zeitungen als Meldung aufzugreifen.

Weder Ministerpräsident Erdogan, noch Außenminister Gül, noch der Gouverneur und kein einziger türkischer Bürgermeister waren bei der Beerdigung dabei.

Beispiel 6: Nigeria
Mit der Scharia gegen Christen

In Nigeria verfolgen die nördlichen, islamistisch orientierten Bundesstaaten weiterhin ihre Politik zur Einführung der Scharia. Seitdem hat es gegen Christen zahlreiche Prozesse und amtlich angeordnete Auspeitschungen gegeben. Kirchen wurden zerstört oder mussten verlegt werden, um sie aus den muslimischen Gebieten herauszubringen. Infolgedessen hält der Strom von Christen weiter an, die den Norden verlassen. Im islamischen Bundesstaat Zamfara startete der Gouverneur eine gegen Christen gerichtete Kampagne. Zahlreiche Kirchen wurden abgerissen. Dasselbe ist auch für den Bundesstaat Bauchi geplant. Viele Christen entschlossen sich daraufhin zur Abwanderung. Der Bundesstaat Katsina ordnete an, dass Kirchen aus muslimischen Gebieten entfernt werden müssen. Im Bundesstaat Gombe wurden Kirchen angezündet. Rückblickend sagt die nigerianische Kirche, dass 89 ihrer Mitglieder während der Unruhen des Jahres 2000 in Kaduna getötet wurden.

Beispiel 7: Saudi Arabien
Null Rechte für Christen

Saudi Arabien, die Heimat des Islam, zählt zu den für Christen am bedrohlichsten Staaten. Im ganzen Land gibt es nicht ein einziges Kirchengebäude, obwohl ein Drittel der Bevölkerung Gastarbeiter sind, unter denen es auch viele Christen gibt. Während ihres ganzen, manchmal jahrelangen Aufenthaltes, dürfen sie in der Öffentlichkeit keine christlichen Symbole zeigen, nicht die Bibel lesen und sich schon gar nicht zu Gottesdiensten oder Bibelkreisen versammeln. Früher wurden Christen, die bei ihrer Glaubensausübung erwischt wurden, einfach ausgewiesen. Mittlerweile häufen sich nächtliche Razzien, bei denen Christen in Gefängnisse gesteckt und ihre Computer, Bibeln, Kassetten und Familienfotos konfisziert werden.

Im Lehrbuch für die erste Klasse wird Schülern beigebracht, dass Juden, Christen und andere Nicht-Muslime für das „Höllenfeuer“ bestimmt sind. Zitat aus dem Buch:

„Jede Religion außer dem Islam ist falsch!“.

Ein Lehrbuch für die vierte Klasse verlangt als Erfordernis von „wahrem Glauben“ von den Schülern, „Polytheisten und Ungläubige zu hassen (tubghida).“ Das Lehrbuch für die achte Klasse warnt davor, die „Ungläubigen zu imitieren“ und weist die Schüler an, „verdammenswerte Charakterzüge“ bei Juden zu entdecken. Es lehrt sie auch, dass unter die „Ungläubigen“ diejenigen Muslime zu zählen seien, die nicht der saudisch-wahabbitischen Glaubenspraxis folgen.

Im einem Lehrbuch für die neunte Klasse lernen die saudischen Teenager in apokalyptisch formulierten Worten, dass Gewalt gegen Christen, Juden und andere Ungläubige von Gott gebilligt wird.

Schließlich weist ein Lehrbuch für die elfte Klassen (Jungen) im Fach „Management, Sozialkunde, Naturkunde und technische Studien“ Muslime an, keine Ungläubigen zu grüßen und keine Höflichkeiten mit ihnen auszutauschen. Der Gruß „Friede sei mit Dir!“ sei ausschließlich für die (wahabbitischen) Gläubigen vorgesehen. Er kann anderen nicht entboten werden.

Wir erinnern uns: Der Großteil der Terroristen vom 11. September waren Staatsangehörige Saudi-Arabiens.

Beispiel 8: Sudan
Für Flüchtlinge gibt es eine „Nahrungsmittel-für-Religionsübertritt-Politik“

Im islamistischen Sudan wird die christliche Minderheit seit 1986 verstärkt verfolgt. Christliche Schulen, Krankenhäuser und Kirchen werden gezielt bombardiert, christliche Leiter ermordet. Christen werden als Sklaven verkauft, Ländereien von Christen beschlagnahmt und Arabern übergeben. Im Norden gibt es für Flüchtlinge eine „Nahrungsmittel-für-Religionsübertritt-Politik“.

Die christliche Menschenrechtsorganisation „Jubilee Campaign“ berichtet von zunehmenden Beweisen der Kreuzigung männlicher Bewohner ganzer Dörfer. Als der Vatikan 1992 dagegen protestierte, blieb die Antwort aus der Hauptstadt Khartoum nicht lange aus:

„Die Katholische Kirche ist zum Feind der sudanesischen Regierung geworden. Wir wissen damit umzugehen.“

Im Sommer des Jahres 2001 wurden nach Angaben des Radio Vatikan vier Katholiken verhaftet, ausgepeitscht und dann lebend gekreuzigt.

Beispiel 9: Malediven
Terror gegen Christen

Man glaubt es kaum: Doch insbesondere im islamischen Ferienparadies Malediven hat die muslimische Gewalt gegen Christen dramatisch zugenommen. Im Christenverfolgungsindex von OpenDoors rangiert der kleine Inselstaat mittlerweile auf Rang acht. Auf dieser zu den beliebtesten Urlaubszielen zählende Inselgruppe ist Religionsfreiheit ein Fremdwort. Christen und Anhänger anderer Minderheitsreligionen werden schwer benachteiligt. Einheimischen Muslimen droht bei einem Religionswechsel der Verlust der Staatsbürgerschaft.

Der Bau von Kirchen und anderen nicht-muslimischen Gebetsstätten ist verboten, jeder öffentliche christliche Gottesdienst unter den 20.000 ausländischen Arbeitskräften sowie den jährlich hunderttausenden Touristen ist untersagt.

Beispiel 10: Pakistan
Verhaftungen und Todesurteile gegen Christen

Aus dem muslimischen Pakistan wird immer wieder von Entführungen christlicher Mädchen durch Muslime berichtet. Eine junge Christin ist eingekerkert worden, nachdem sie einer Schulfreundin von Christus erzählte. Den Eltern erzählte man, ihre Tochter habe den Wunsch geäußert, ihr christliches Zuhause verlassen zu wollen, weil sie sich zum Islam bekehrt habe. Die örtliche Polizei lehnte die Bearbeitung einer Anzeige der Eltern ab, weil man sowieso nicht wisse, wo sich die Tochter im Moment aufhalte.

Christen in Pakistan müssen jederzeit mit der Todesstrafe durch den Strang wegen „Gotteslästerung gegen den Namen des Heiligen Propheten Mohammed“ rechnen.

Beispiel 11: Indonesien
Auf dem Weg zum Gottesstaat

Jahrzehntelang wurde Indonesien, der mit über 200 Millionen Menschen bevölkerungsreichste islamische Staat, als beispielhaft für interreligiöse Toleranz angesehen. Doch damit ist es – nicht erst seit den Bali-Anschlägen mit seinen 226 Toten– definitiv vorbei. Unter massiver Einflussnahme seitens der iranischen Mullahkratie und saudischer Wahabbiten kam es zu einer erschreckenden Radikalisierung der Muslime in Indonesien. Dies wiederum führte zu religiöser Gewalt, wobei die Minderheit der im Lande lebenden Christen zu leichten Zielen wurden. Die Inselgruppe der Molukken wurde dabei zum Hauptschlachtfeld. Laskar Jihad, eine besonders radikale muslimische Bewegung, hat sich zum Ziel gesetzt, das Christentum in diesem Gebiet gänzlich auszulöschen. Am 25. April 2004 wurden in der Provinzhauptstadt Ambon der Direktor eines evangelikalen Bibelseminars und ein Student grausam ermordet. Vor ihrer Enthauptung wurden sie gefoltert, ihre Leichen wurden danach verbrannt.

Auf der Insel Sulawesi, einem der regionalen Rückzugsgebiete der Christen, wurden drei christliche Schülerinnen im Alter von 15, 16 und 19 Jahren von muslimischen Extremisten überfallen und enthauptet. Sie waren auf dem Weg zu ihrer christlichen Schule. Ein viertes Mädchen überlebte schwer verletzt. Ihr Gesicht ist durch eine Machete gespalten worden. Trotz zahlreicher plastischer Operationen wird dieses Mädchen sein Leben lang entstellt sein.

Am 10. Oktober 1996 hat in der Stadt Situbondo, im Osten Javas, eine Menge von ca. 3.000 Muslimen 30 Kirchen überfallen und in Brand gesetzt, wobei sechs Personen getötet wurden. Die Menge war aufgebracht wegen des zu milden Urteils, das über einen jungen Muslim namens Saleh verhängt worden war. Die Aufständischen, die sehr wahrscheinlich von wohlorganisierten Agitatoren aufgewiegelt worden waren, waren überzeugt, daß der junge Saleh in der Nähe einer der Kirchen der Stadt versteckt worden sei und verdächtigten indonesische Christen, Saleh vor ihrem Zorn zu schützen. Aufgrund dieser Gerüchte überfielen sie Kultstätten, Schulen, Waisenhäuser und Privatwohnungen, alle Gebäude, die im Zusammenhang mit den Christen standen. Ein Pastor der evangelischen Kirche, seine Frau und deren Kinder, waren zusammen mit einem Mädchen und einem Helfer in einem der Gebäude eingeschlossen und sind bei lebendigem Leibe verbrannt. Nach Angaben der Verantwortlichen der protestantischen Konfession (auch aufgrund von Augenzeugen und Polizeiberichten) soll der Aufruhr geplant und von Agitatoren, die integralistischen Gruppen angehören, gut organisiert worden sein. Das habe sich auch erwiesen, so bestätigt die Presseagentur U.C.A. News vom 14.-24. Oktober 1996, durch die Schnelligkeit, mit der die Überfälle auf die Kirche durchgeführt worden seien: Die Brandsätze waren unmittelbar verfügbar, und die verschiedenen Gruppen gingen koordiniert vor.

Am 26. Dezember 1996 wurden im Westen der Insel Java, in Tasik Malaya, 13 Kirchen und eine christliche Schule zerstört. Idea Spektrum berichtet, dass die Übergriffe im Zuge eines Aufstands islamischer Extremisten erfolgten, die Regierungsgebäude, Schulen, Fabriken und Banken getroffen haben. Auch zwei Ehepaare seien in ihren Fahrzeugen getötet worden. Ein anderer Vorfall ereignete sich in Manang (Zentral-Java), wo etwa 50 junge Muslime in den Verlauf eines Gottesdienstes in der Weihnachtsnacht eingedrungen sind, den Priester geschlagen haben, bis er bewußtlos wurde, Mobiliar stahlen und die Decke des Versammlungsraumes zerstörten. Außerdem erklärten die Jugendlichen, daß es in ihrem Dorf in Zukunft nicht erlaubt wäre, Christ zu sein und religiösen Feiern abzuhalten.

Am 30. Januar 1997 zerstörten die Integralisten zahlreiche Kirchen, einen chinesischen Tempel und das Geschäft eines chinesischen Christen. Sie brachen ein in Rengasdengklok, ca. 50 Kilometer von Jakarta, und griffen die Gebäude mit Steinen und Stöcken an. Nach Angaben der örtlichen Polizei gab es keine Verletzten. Ende Dezember wurden in der Stadt Tasik Malaya, im Westen Javas, vier Christen getötet und 15 verletzt. Mehr als 100 Gebäude und zwölf christliche Kirchen wurden stark beschädigt. In Situbondo starben fünf Menschen, der protestantische Pfarrer Isaac Christian, seine Frau und deren drei Kinder; 25 Kirchen und ein Tempel wurden zerstört.

Die indonesischen Chinesen und die christliche Minderheit sind immer im Visier muslimischer Anschläge, die nicht zuletzt wegen der miserablen wirtschaftlichen Lage organisiert werden. Darüber hinaus möchten militante Kreise den Islam zur einzigen für alle verbindlichen Religion des Landes machen.

In den beiden letzten Jahren sind 1300 Gebäude der katholischen Kirche schwer beschädigt worden.

Iran übernimmt Mughniyehs Rolle innerhalb der Hisbollah

Iran hat seit dem Tod des Terrorführers Imad Mughniyeh vor einem Jahr seinen Einfluss auf die Aktivitäten der Hisbollah ausgebaut.
Führende Vertreter der israelischen Sicherheitsbehörden teilten Haaretz mit, dass die Ermordung von Mughniyeh ein großes Loch innerhalb der Organisationsstruktur hinterlassen habe.
Die im Südlibanon stationierte Terrororganisation hat bisher keine vergleichbare Figur als Ersatz für ihn ausgemacht, weshalb der Iran verschiedene Verantwortungen der Hisbollah übernommen hat, die von den Iranischen Revolutionsgarden und den iranischen Geheimdienstagenten im Libanon ausgeführt werden. Dies beinhaltet die Zusammenarbeit Irans mit Syrien und der Hisbollah hinsichtlich der möglichen Aktionen gegen Israel. In Syrien stationierte iranische Agenten bereisen des Öfteren Libanon und die Grenze zu Israel. Auch hunderte von Hisbollahkämpfern reisen jeden Monat nach Iran, um Trainingseinheiten und zu absolvieren.

Die Katyusharaketen auf Nordisrael während der jüngsten Militäroperation im Gazastreifen scheinen jedoch von einer palästinensischen Organisation abgeschossen worden zu sein, der Volksfront zur Befreiung Palästinas unter dem Kommando von Ahmed Jibril. Diese soll zwar mit dem Einverständnis der Hisbollah agiert haben, doch selbst schoss die Hisbollah nur eine geringe „symbolische“ Anzahl von Raketen ab.

Die Rakete, die letzten Samstag in Galiläa eingeschlagen ist, wurde allerdings von der sunnitischen Terrororganisation Usbat al-Ansar abgefeuert, einer Splittergruppe des Islamischen Djihad, der von Al-Qaida unterstützt wird. Diese extremistische Gruppe betrachtet die schi’itische Hisbollah als ihren größten Konkurrenten, die die Raketen ohne das Einverständnis der Hisbollah abfeuerte.

Israel hat daraufhin eine ernste Warnung an die UNIFIL und internationale Diplomaten gerichtet, dass die libanesische Regierung die Verantwortung dafür übernehmen muss, die Terrorangriffe auf Israel von seinem Territorium zu verhindern. Israel teilte Libanon mit, dass es von der libanesischen Regierung und Armee erwartet, dass diese gegen Usbat al-Ansar, die im südlibanesischen Flüchtlingslager Ein el-Hilweh stationiert ist, genauso vehement vorgehen wie letztes Jahr im nordlibanesischen Flüchtlingslager Nahar el-Barad gegen eine vergleichbare terroristische Splittergruppe.

Die UNIFIL hat kürzlich 60 Katyusharaketen im Südlibanon entdeckt, obgleich sich die Vertreter der israelischen Sicherheitsbehörden uneins darüber sind, inwiefern die UNIFIL und die libanesische Armee tatsächlich ausreichend aktiv sind bzw. sein wollen. UNIFIL agiert zwar mit Entschlossenheit in offenen unbebauten Gegenden, doch vermeidet die besiedelten Shi’itenortschaften, die, so angeführt, nicht in ihrem Mandat der UN Sicherheitsratsresolution 1701 enthalten sind. (Haaretz, 26.02.09)

Al-Qaida warnt die Hamas vor Waffenstillstand

Wie aktuellen Aufnahmen im Internet zu entnehmen ist, ruft der Stellvertreter von Bin Laden, Ayman al-Zawahri, die Palästinenser im Hamas-kontrollierten Gazastreifen dazu auf, sich nicht dem arabischen Druck zu beugen, einen Waffenstillstand mit Israel zu schließen, sondern den Kampf gegen den jüdischen Staat zu fortzusetzen.

In den Aufnahmen rief er ebenso die Kämpfer in Jemen, Afghanistan und Somalia auf, den Kampf gegen die „Kreuzzügler“ – ein Begriff, der den Westen bezeichnet – und ihre Agenten voranzutreiben.

„Israels arabische Berater versuchen einen Waffenstillstand von der Bevölkerung Gazas zu erreichen, sodass sie ihren Dschihad einstellen. Ich sage unseren Brüdern und unserem Volk in Gaza, dass der Dschihad, der Palästina und das gesamte islamische Land befreien soll, nicht enden darf.“

Er ergänzt: „Ich versichere unseren Brüdern, den Kämpfern in Gaza und überall, dass die Mudschaheddin, die gegen die Kreuzzügler in verschiedenen Schlachtfeldern kämpfen, bereit sind, ihren Brüdern in Gaza und überall Training und Unterstützung in der Vorbereitung zu geben.“

Ohne die Hamas zu benennen, die Al-Qaida oft wegen ihrer Abkehr von Selbstmordattentaten als politisches Mittel kritisierte, riet Zawahri der islamistischen Gruppe, sich nicht mit nicht-islamistischen Fraktionen unter dem Schirm der PLO, die von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas geleitet wird, zu verbinden.

Die Fatah-Bewegung von Abbas ist die größte der 11 Gruppen, die die PLO konstituieren, die in den frühen 90er Jahren eine Erklärung abgaben, mit Israel Frieden zu schließen und einen palästinensischen Staat zu gründen.

„Das Gepräch mit der PLO ist nutzlos, sie ist eine säkulare Einheit, die nicht das islamische Recht [Scharia] einhält und es ist jene Einheit, die den Dschihad von ihrer Satzung gestrichen hat“, so Zawahri.

via ynetnews, 23.02.09