• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
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    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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„Wohin sich mancher den Islam wünscht“

„An der Grenze von Täuschung zur Volksverdummung“ von Christoph Spielberger

1. Qaradawi light, im Fernsehen
Am 14. und 15. September fragte sich das ZDF „Wohin treibt der Islam?“. Noch in gedanklicher Nähe des WTC- Attentates fragte ein 90- minütiger Zweiteiler aus der evangelischen Kirchenredaktion, zu später Stunde. Ja, wohin… Die Beantwortung dieser Frage überließ man dem Zuschauer, denn die hard facts zum Islam, wie weltweite Ausbreitung, Ausbreitung wodurch, Radikalisierung ja oder nein, Reform möglich oder nicht, wurden entweder verschleiert oder gar nicht angesprochen. Die wichtigsten Länder des inner- wie außer- islamischen Kampfes um die muslimische Vorherrschaft, Saudi- Arabien und Iran, kamen gleich gar nicht vor.

Mit am deutlichsten zeigten sich die blinden Flecken des Filmes bei der Behandlung von Yussuf Al- Qaradawi, dem derzeit einflussreichsten und populärsten islamischen Rechtsgelehrten. Das ZDF besuchte ihn in seiner Heimat Qatar. Hierher also treibe der Islam, seine wöchentliche Fragestunde bei Al Jazeera sähen schließlich bis zu 60 Millionen Menschen.

Was dem ZDF einfiel, ihn zu fragen, war

„Warum sind sie so beliebt?“ worauf er ebenso schlicht antwortete: „Das müssen Sie meine Zuschauer fragen“.

Genau.

Denn zum eigentlichen Thema des Filmes, Djihad und Frömmigkeit, hatte Qaradawi kürzlich nur ein 1000- seitiges Buch veröffentlicht. Aber egal, stattdessen wurde er als ein gutes Beispiel für die Öffnung des Islam zu den neuen Medien gezeigt, schließlich betreibt er auch eine Internetseite und veröffentlicht Internetfatwas zu allen, wirklich allen Fragen des Lebens.

Kein Thema fürs ZDF ist hingegen, dass Qaradawi den Djihad mit dem Schwert in Europa für überflüssig hält, weil Europa demnächst auch so muslimisch wird, durch friedliche Mittel, wie Gebet, Konversion und natürliches Wachstum der Gemeinde.

Und schon gar kein Thema fürs ZDF ist Qaradawi und das Thema Juden und Israel, denn hier zeigt er sein anderes Gesicht:

  • er sagt, er hoffe an seinem Lebensende, auch wenn er im Rollstuhl säße, in das Land des Djihad (Israel) zu gehen und dort möglichst viele Feinde Allahs, Juden, töten zu können, um dann als Martyrer in den Himmel zu gelangen.
  • Er befürwortet ausdrücklich Selbstmordattentate in Israel, auch ausgeübt von Frauen und Kindern, er nennt diese Martyreroperationen, die Zeichen von Allahs Gerechtigkeit sind. Er sagt,
  • dass es die religiöse Pflicht eines jeden Muslims ist, an der Vernichtung aller Juden teilzunehmen.
  • Dass Hitler den Juden ihren Platz in der Weltgeschichte zugewiesen hat, und es hoffentlich in der Hand der Gläubigen (Muslime) liegt, dessen Werk zu vollenden.

Wem diese Genozidgelüste zu profan sind, dem bietet Qaradawi auch Poetisches: wiederholt zitiert er in seiner Fernsehsendung aus den Überlieferungen Mohammeds, (Sahih Bukhari, 4.52.177)

“Die Stunde (des jüngsten Gerichtes) wird nicht kommen, bis ihr gegen die Juden solange kämpft, und bis der Stein, hinter dem sich der Jude versteckt hat, spricht: »Du Muslim, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.«”

Mit anderen Worten, das muslimische Paradies kann erst dann anbrechen, wenn selbst die Steine den islamischen Vernichtungsauftrag verinnerlicht haben. Dies ist islamischer Mainstream, und Qaradawi gilt dort als ein Moderater. Wer bei diesen Gewaltphantasien und den ihnen zugrunde gelegten Schriften nicht von einem Webfehler im System spricht, dem ist nicht zu helfen.

Wie auch dem ZDF, das stattdessen, vom kleinen kämpferischen und großen wohltätig- friedlichen Djihad sprach; eine Unterscheidung, die es in der islamischen Welt gar nicht gibt, außer bei den Schiiten, von denen aber in den 90 Minuten sonst nichts zu sehen war. Eine Unterscheidung, die von allen Hardlinern der Lehre genau umgekehrt angewendet wird, für die die neunte Sure, der Kampf mit dem Schwert, das Siegel des Koran darstellt. Egal, der Film zeigte dann ganz viele Beispiele von Muslimen, die ihren schiitisch- großen ZDF- Wohltätigkeits- Djihad kämpfen. Lehrer, Sozialarbeiter, Tierärzte. Überall nur bestens (im Westen) ausgebildete, engagierte und integrierte Muslime, sogar einen Nobelpreisträger. Einer von den zwei Wissenschafts-Nobelpreisträgern seit 1901 aus muslimischen Ländern. Die haarsträubende Moderne- und Wissenschaftsfeindlichkeit des Islam, insbesondere in den arabischen Ländern, wurde lieber überhaupt nicht thematisiert (sie zeigt sich z.B., lt. Arab Human Developement Report 2003, an der Zahl der ins Arabische übersetzten Bücher: 10.000, in den letzten 1000 Jahren zusammen; die eigene Buchproduktion: Araber stellen 5% der Weltbevölkerung, aber nur 0.8% der produzierten Bücher oder, lt. Strategic Foresight Group, meldet Südkorea jedes Jahr 44 mal so viele Patente an, wie alle arabischen Länder zusammen).

Denn der ägyptische Nobelpreisträger stand, lt. ZDF, „für den kollektiven Aufbruch in der islamischen Welt“. Er möchte Bildung und Wissenschaftsfreiheit in der ägyptischen Verfassung installieren. Das ist schön, aber dann hätte das ZDF den Film besser„Wohin sich mancher den Islam wünscht“ nennen sollen (ein putziger Zufall: googlet man einen der Autoren des Filmes, Friedrich Klütsch, ist das erste Ergebnis Erich von Däniken’s World of Mysteries).

Dass Ägypten, wie viele Analysten fürchten, nach dem Tod von Mubarak von den Muslimbrüdern übernommen werden könnte, ein ganzes Land mit 83 Millionen Menschen unmittelbar davorsteht, sich zu radikalisieren, das ist, wo der Islam hintreibt.

Doch politische Korrektheit verbot es dem ZDF seine Betrachtung aus wissenschaftlichen, statistischen Untersuchungen zu machen, aus Forschungen staatlicher und unabhängiger Institutionen, deren Zahlen und Trends Unerträgliches aussprechen. Die Täuschung bestand darin, dass man dem Zuschauer so lange eine Elite von Muslimen zeigte, bis er glaubte, sie seien statistisch repräsentativ.

An einigen Stellen war die Grenze von der Täuschung zur Volksverdummung überschritten: Höhepunkt der Unverfrorenheit war das Thema Zwangsheirat, das am Beispiel einer jungen, in Deutschland lebenden Pakistani gezeigt wurde. Sie sollte ihren Cousin aus Pakistan heiraten und weigerte sich. Ihr Schicksal, von der Familie geächtet, vom Tod bedroht und deswegen im Verborgenen lebend, durfte dann von einer verkopftuchten Funktionärin einer großen Berliner Moschee kommentiert werden: Zwangsheiraten, „das hat mit dem Islam nichts zu tun“, das seien Vorurteile, und Tariq Ramadan, der Medienliebling unter den pseudo- moderaten Islamisten, durfte dieses nochmals beglaubigen, dass alle Probleme nichts mit Religion zu tun haben, sondern mit falscher Politik und dem alten europäischen Rassismus. Beides blieb wiederum vom Film unkommentiert, wo immer noch ca. 60% der türkischen Ehen in Deutschland arrangiert sind, und die Tendenz gerade wieder steigend ist. Und diese Tendenz kommt nicht aus einem Aufleben des türkischen Modebewusstseins des Patriarchates, sondern in erster Linie aus einem Aufleben islamischer Werte, aus Erdogans Ruf zur Ordnung aus der Türkei.

Zum Thema Hochzeiten in der pakistanischen Community hätte der Film nach England gehen müssen, wo sich eben dieses besonders pikante Detail der Muslimischen Kultur als ein nationales Problem abspielt: die britische Regierung sucht seit Jahren nach einem Gesetz, das den pakistanischen Einwandern die Inzucht verbietet: Denn 55% aller 1,2 Millionen Pakistanis in Großbritannien heiraten ihren Cousin/Cousine ersten Grades. Diese Eigenheit – 75% sind es im pakistanischen Mutterland – wollen sie einfach nicht ablegen, sie leben teilweise schon in der vierten Generation in Großbritannien. In der indischen Community gibt es dieses Phänomen nicht, und weil Pakistanis und Inder ursprünglich demselben Volk angehören, handelt es sich also um Kultur, islamische Kultur. In England führt die Inzucht zu einer Häufung von schweren Erbkrankheiten, sowie Fehl-und Totgeburten um den Faktor 13. Wie soll der Westen die Einwanderer zu einer Aufgabe dieser Kultur zwingen? Was sagt dies über den Zustand der pakistanischen Community in England aus, über ihre Selbstverständnis und ihre Integration?

Von solchen Diskursen war der Film Lichtjahre entfernt, es ging ja um einen Wunschislam, denn

„Muslime streben zur Demokratie“,

„Islam und Demokratie können harmonieren“,

„Muslim sein und modern sein, das ist kein Widerspruch“.

So sagt es die virtuelle Islam-Instanz ZDF, ganz anders als die – leider nicht befragte – echte Islam-Instanz Qaradawi: Demokratie und Islam sind unvereinbar. Das islamische Gesetz, die Schari’a ist das verbindliche Gesetz aller Muslime.

Wer als Muslim nicht nach der Schari’a lebt, lebt außerhalb des Islam.

Wer vom Islam abfällt, muss getötet werden.

2. Qaradawi, ganz – wissenschaftlich

Am Donnerstag, den 16.09. dann, fand im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals Berlin, gefördert von der Bundesregierung via Haus der Kulturen der Welt, eine Buchpräsentation über Yussuf al-Qaradawi statt. Er gilt einer Gruppe von Islamwissenschaftlern, darunter der Lehrstuhlinhaberin an der Freien Universität Berlin, Gudrun Krämer, sowie Bettina Gräf vom Zentrum Moderner Orient Berlin als der „Global Mufti“ und als der Gelehrte der neuen Medien (Gräf in einem weiteren Buch: „Medien-Fatwas@Yussuf al-Qaradawi“). War wenigstens die Wissenschaft bereit, den ganzen Qaradawi zu zeigen? Nach dieser Veranstaltung muss man leider sagen: Nein. Denn, so hieß es, man sei an das Phänomen Qaradawi ganz wissenschaftlich herangegangen, man wolle ihn verstehen, ohne ihn zu kritisieren, man habe deswegen kein politjournalistisches Buch über ihn geschrieben, denn davon gäbe es, so Krämer, schon genug.

Wäre es zu keinen kritischen Nachfragen aus dem Publikum gekommen, wäre beinahe der Eindruck entstanden, der in der islamischen Welt moderate Qaradawi wäre ein Moderater, wie ihn die europäische Politik so verzweifelt sucht. Er wurde im Wesentlichen als ein faszinierendes Medienphänomen vorgestellt, und die Damen auf dem Podium konnten ihre Bewunderung für Qaradawi nicht verbergen: sein Erfolg, seine Belesenheit, seine „unendliche Produktion“, über 100 Bücher, seine Unabhängigkeit, seine große Anhängerschar. Ganz unschuldige und selbstverständlich ganz wissenschaftliche Bewunderung. Es gab einige unkonkrete Formulierungen, dass er auch radikale Positionen innehalte, er sei halt eine widersprüchliche Persönlichkeit. Erst auf Nachfrage zu seiner Position zu Frauen und Homosexuellen hieß es, ja, da sei er schon radikal, auch er ist für die Bestrafung von ehebrüchigen Frauen und Homosexuellen, ohne dass die von ihm vertretenen Todesstrafen explizit genannt wurden. Aber das sei, so Krämer, eben eine Mainstream- Position im Islam und

außerdem „sei es in der BRD ja auch nicht so lange her gewesen, Homosexuelle zu bestrafen“.

Und plötzlich war die Buchpräsentation in den Niederungen der plumpesten Islamdebatten angekommen, à la: ja aber die Kreuzzüge, ja aber die spanische Inquisition, und ähnlichem abgeschmackten Plunder der Verniedlicher islamischer Gewalt. Und dies auf ganz wissenschaftlich- unpolitischem Wege. Jetzt muss Frau Krämer nur noch die Geschichte mit der Todesstrafe für Schwule und Lesben in der BRD erforschen, dann stimmt ihr Weltbild wieder.

Die Position von Hamed Abdal-Samads neuem Buch „Der Untergang der islamischen Welt“, als Einwurf aus dem Publikum, wurde als nicht diskussionsfähig erachtet. Warum? Es spricht Prof. Krämer: „Untergang der islamischen Welt…also, wenn ich so was höre…ich weigere mich, über so etwas zu diskutieren“. Nach der Veranstaltung sagte sie im Gespräch,

  • sie fände es unstattlich, übertrieben, wenn islamkritische Leute, wie Abdal-Samad, Seyran Ates und Vertreter vom Zentralrat der Ex-Muslime mit ihren Schicksalen auf diese Art und Weise in die Öffentlichkeit gingen.
  • Sie hätte auch sagen können, sie wären für die Diskussion über den Islam nicht hilfreich.
  • Oder, die Darstellung ihrer eigenen Biografien sollte kultursensibel erfolgen.

Der Tiefpunkt der Veranstaltung war erreicht, als auf Nachfrage zu Qaradawi als Antisemit, Hitlerfreund und Genozidverherrlicher (s.o.) Professor Krämer die billigste Masche aller (rein wissenschaftlichen) Hinterfragungen hervorzog:

„also da wolle sie erst mal die Quellen sehen, ob das so stimme“.

Ihr sei bekannt, dass Qaradawi eine ablehnende Haltung zu Israel und den Zionisten habe, aber zu den Juden generell: nein. Trotz einer erdrückenden Quellenlage weiß die Lehrstuhlinhaberin der Freien Universität nicht, dass Qaradawi ein Antisemit ist, bzw. er ist „nur“ ein Antizionist und Israelhasser. Das qualifiziert sie dazu, ein Vorwort und einen Artikel „Zum Stand der wissenschaftlichen Forschung über Qaradawi“ zu schreiben. Halleluja!. Leugnen, relativieren und verschweigen – das islamische Prinzip der Taqqiyya, der Falschdarstellung zur Erreichung eines höheren Zieles, scheint schon weit in Frau Krämer diffundiert zu sein. Wie man ein Buch über Qaradawi schreiben und es auf einem Literaturfestival in Deutschland, finanziert von der Bundesregierung, präsentieren kann, ohne aktiv, von sich aus und zunächst auf die politische Dimension des Mannes, seine radikalen und rassistischen Abgründe hinzuweisen, das bleibt das süße Geheimnis von Frau Prof. Krämer.

Einzig ein wackerer Däne, Mitherausgeber des „Global Mufti“, konnte den Eindruck zerstreuen, hier auf dem Podium befände sich die Islamwissenschaft in mufti-medialer Verzückung. Jakob Skovgaard-Petersen berichtete von den Unruhen in Beirut nach den Mohammed-Karikaturen, der Verwüstung der dänischen Botschaft. Der Aufruf für diese Unruhen kam von, na man ahnt es schon, von dem knuffigen Global Mufti, dem islamisch-moderaten Qaradawi.

Ist also die Beliebtheit von Qaradawi, so war eine weitere Nachfrage, nicht auch auf seiner politischen Tätigkeit begründet, seinen Statements zu Karikaturen, Papst Benedikt- Rede und Redeker- Debatte, seiner öffentlichen Unterstützung für Hamas und Hisbollah (hier hat Qaradawi keine Berührungsängste mit den Schiiten, die er ansonsten aus der arabischen Halbinsel und Nordafrika heraushalten möchte), auf seine fast schon legendäre Fatwa zu Selbstmordattentaten gegen Juden in Israel? Frau Krämer wog mit dem Kopf hin und her, Frau Gräf zögerte, nur Herr Skovgaard-Petersen räumte ein, dass der Hass auf Israel und die Juden in arabischen Ländern ein gut funktionierendes Ticket zur Beförderung der Karriere sei.

Was leider nicht zur Sprache kam, ist ein bizarres Detail des „Global Mufti“- Buches, die Bewertung von Qaradawis Selbstmordattentate- Fatwa unter Gender- Gesichtspunkten: denn Qaradawi erlaubt Frauen Selbstmordattentate, ohne vorher ihren Mann gefragt zu haben. Es heißt, ganz wissenschaftlich, er sorge hier nicht nur für Gender- Gerechtigkeit, sondern echte Gender- Gleichheit. Mit anderen Worten: Frauen sind nirgendwo im Islam gleichberechtigt, außer beim Töten von Juden in Israel. Allahu akbar! Kawumm! Die moderne islamische Frau verbrennt nicht nur ihren Büstenhalter.

Bei der letzten Publikumsfrage, was es über den Islam aussage, dass Qaradawi dort als moderat angesehen werde, wurde Frau Krämer unruhig; die Augen rollten, „also was es über den Islam aussage, zunächst, es gibt natürlich nicht einen Islam…“, und so weiter auf diesem Niveau. Sie war jedenfalls nicht bereit, dem Islam ein strukturelles Gewaltproblem zuzuschreiben. Dass der derzeit einflussreichste und populärste islamische Rechtsgelehrte alle Juden vernichten möchte, das reicht ihr einfach nicht aus…. Es wird Zeit, dass politische Korrektheit von den Krankenkassen als Volkskrankheit anerkannt wird.

Was hier auf rein wissenschaftlichem Niveau vollzogen wurde, machte ähnlich der Film des ZDF: die strukturelle Rückständigkeit, Verneinung der Moderne und Neigung zur Gewalt in der muslimischen Welt herunterzuspielen. Dies belebt genau die von der Mehrheit bevölkerte Parallelwelt, die dem Sarrazin-Buch zum Erfolg verhilft: weil die von Politik und Medien ausgegebene Meinung der alltäglichen Wahrnehmung und inneren Empfindung vieler Menschen widerspricht. Ganz unten heißt es auf den Schulhöfen „scheiß Deutscher“, ganz oben verweigert der Koordinierungsrat der Muslime den Wertekonsens. Wie soll man es verstehen, dass die Islam- Funktionäre am Ende der ersten Islam- Konferenz 2009 sich nicht auf die alleinige Gültigkeit des Grundgesetz verpflichten konnten? Wie anders, als dass diese Funktionäre Sonderrechte, sprich: eine parallel- Geltung der Schari’a wie in Großbritannien wünschen? Die deutsche Gesellschaft wird sich nicht um die Diskussion drücken können, dass dem Islam ein Totalitätsanspruch innewohnt, der für säkulare Demokratien unvereinbar ist.

Millionen Muslime, die friedlich und aufgeklärt in modernen, demokratischen Gesellschaften leben, tun dies de facto in Distanz oder außerhalb ihrer eigenen heiligen Schriften und Gesetze. Die allermeisten von ihnen tun es, ohne es öffentlich zu bekennen, weil sie in Ruhe ihr Leben leben wollen. Sie sind in Scharen zu uns gekommen, um nicht mehr von Glaubenswächtern verfolgt zu werden, weil ihre Lebensentwürfe nicht in die Denkmuster eines reaktionären Patriarchates passen. Sie erhoffen von der deutschen Gesellschaft nichts mehr als die Geltung des Grundgesetzes. Ihnen sollte unsere Aufmerksamkeit gelten. Diese tapferen Ritter eines säkularen muslimischen Lebens haben unsere ganze Sympathie und Unterstützung verdient.

via Achse des Guten

Hier zeigt er sich wieder,  der unverbesserliche, alles besser wissende und immer gut abwägende Gutmensch. Wenn sogar so ein sich klar bekennder Radiklar wie al-Qaradawi als moderat gekennzeichnet wird und seine Untaten nicht beim Namen genannt werden, dann ist das feige, blind und mit doppelten Maßstäben gemessen.

Und sicher auch Angst vor dem (radikalen) Islam. Denn klar, Pastor Jones aus Florida ist ein Radikaler. Wenn man den so nennt, – und das geschah massenhaft – muss man keine Angst um sein Leben haben.

Doppelmoral

Kanada, GB, ...

Wadenbeißer. Israel-Basher. Einäugige. Ideologen.

Man kritisiert Israel nicht, weil sich das aufdrängt, sondern diesen Leute drängt es sich auf, Israel zu kritisieren.

Und daher suchen sie und finden was. Und wenn sie nichts finden, dann erfinden sie was.

Und wenn sie nichts erfinden können, dann lügen sie.

Fatwa gegen Terrorismus

Na, das ist doch mal eine Ansage! Darauf habe ich – und viele sicherlich auch –  lange gewartet und jetzt bin ich gespannt, ob die Fatwa akzeptiert werden wird oder ob es heftigen Widerstand gibt.

Ein verehrter, muslimischer Mainstream-Gelehrter wird am Dienstag in London eine Fatwa (Muslim-Urteil) gegen den Terrorismus und Selbstmordattentate im Namen des Islam bekannt geben.

Scheich Dr. Tahir ul-Qadri, eine anerkannte und respektierte Autorität für islamisches Recht, wird eine umfassende Fatwa über das Verbot von Terrorismus und Selbstmordattentaten auf einer Pressekonferenz in Westminster in der Londoner Innenstadt vorstellen.

Der in Pakistan geborene Dr. Qadri hat eine beispiellose, 600-seitige Fatwa verfasst, warum Selbstmordattentate und Terrorismus un-islamisch und der Schrift nach verboten sind. Das Urteil ist bis heute die umfassendste Widerlegung des islamistischen Terrorismus.
Die Fatwa wird auch im Internet und in englischer Sprache veröffentlicht werden, so dass sie leicht zugänglich ist. Sie wird einen wichtigen Präzedenzfall darstellen und es damit anderen Wissenschaftlern ermöglichen, in ähnlicher Weise die Ideen, die hinter dem Terrorismus stehen, zu verurteilen.

Dr. Qadri hat Texte aus dem Koran und aus anderen islamischen Schriften verwendet, um zu argumentieren, dass Selbstmord und andere terroristische Angriffe „absolut gegen die Lehren des Islam“ sind und dass „der Islam solche Dinge mit keiner Ausrede, mit keinem Grund oder Vorwand erlaubt.“

Die Fatwa verurteilt Selbstmordattentäter als für die Hölle bestimmt und widerlegt die Behauptung der Islamisten, dass solche Terroristen nach dem Tod das Paradies verdienen.

„Die Tragödie von heute ist, dass Terroristen, Mörder, Störenfriede und Randalierer versuchen, ihre kriminellen, rebellischen, tyrannischen, brutalen und blasphemischen Tätigkeiten als ein Recht und eine berechtigte Reaktion auf ausländische Aggression unter dem Mantel der Verteidigung des Islam und der nationalen Interessen zu rechtfertigen“, sagt er über Selbstmordattentate.

„Es ist in keiner Weise zulässig, ausländische Delegierte unter rechtswidrigen Gewahrsam zu nehmen und sie und andere friedliche, nicht-muslimische Bürger in Vergeltung für Unruhen, ungerechte Taten und aggressive Fortschritte in ihren Ländern zu ermorden“, sagte Qadri und behauptete, dass „wer das tut, hat keine Beziehung zum Islam.“

Dr. Qadri ist der Gründer der internationalen Minhaj-ul-Quran Bewegung. Befürworter sagen, dass seine Fatwa bedeutsam sei, weil er sie selber veröffentlicht hat und seine Bewegung eine wichtige und weltweite Basis-Organisation ist, die Hunderttausende von Anhängern in Südasien und dem Vereinigten Königreich hat.

Die Fatwa wurde von der Quilliam-Stiftung, einem von ehemaligen Islamisten geführten, in London ansässigen Anti-Extremismus-Think-Tank, begrüßt.

„Diese Fatwa hat das Potenzial, ein bedeutender Schritt zur Ausmerzung des islamistischen Terrorismus zu sein“, sagte ein Quilliam-Sprecher. „Fatwas von Wahhabiten-beeinflussten Geistlichen und islamistischen Ideologen haben zum modernen Terrorismus gegen Zivilisten geführt. Terrorgruppen wie al-Qaida rechtfertigen weiterhin ihre Massenmorde mit eigenen Interpretationen der religiösen Schriften.“

„Fatwas, die diese theologischen Innovationen zerstören und aufdecken, übergeben den islamistischen Terrorismus auf den Müllhaufen der Geschichte.“

Der Londoner Think-Tank „Zentrum für soziale Kohäsion“ hat die Initiative ebenfalls begrüßt.

CSC Regisseur Douglas Murray glaubt, dass in den letzten Jahren und seit dem Terroranschlag in London im Juli 2005 muslimische Führer gescheitert sind, im Namen des Islam verübte Gewalt eindeutig zu verurteilen.

„Ein Satz, der für viele Menschen klar zu sein scheint, wie“ Es kann keine Rechtfertigung für das Töten unschuldiger Menschen geben“ ist voller Einschränkungen – was ist eine“ unschuldige „Person? Wer entscheidet, wer „unschuldig“ ist oder nicht?“

„Zu viele muslimische religiöse Figuren hören sich so an, als ob sie die Gewalt verurteilen, während sie in Wirklichkeit nur Gewalt in bestimmten Situationen gegen bestimmte Personen verurteilen“, sagte er.

Murray sagte, die Fatwa hebt die Einschränkungen auf und hat weitreichende Konsequenzen. Aber er sagte auch, dass der islamische Terrorismus nicht augenblicklich aufhören wird.

„Dr. ul-Qadri ist bekannt für seine Fähigkeit, einige der bemerkenswerten religiösen Grenzen, die in dem islamischen Glauben wie in allen anderen auftreten, zu überschreiten. Auch Muslime, die ihn vielleicht nicht mögen, können ihn nicht ignorieren.

„Doch selbst wenn der Inhalt dieser Fatwa das ist, was die Menschen schon lange erhofft haben, wird sie den islamischen Terrorismus natürlich nicht sofort stoppen. Eine einzige Fatwa wird nicht die ganze Leugnung und den Mangel an Selbstkritik ändern, die im modernen Islam stark vorhanden sind . Es wird auch nicht all die fiebrigen, jungen Radikalen stoppen, die begierig sind, zu töten und zu verstümmeln. Aber der Effekt von oben nach unten ist wichtig. Die radikalsten Interpretationen des Islam sind in der Tat über die Gelehrten auf die Terroristen übergegangen“, sagte er.

Und übrigens: Dieser Artikel erschien in einer israelischen Zeitung!

Und siehe auch hier: http://derstandard.at/1267131986827/derStandardat-Interview-Kein-Moslem-nennt-mich-rassistisch

Für die Muslimbruderschaft gibt es keine israelischen Zivilisten

Ich verurteile Angriffe auf jegliche Zivilisten, aber zufälligerweise glaube ich, dass jeder israelische Zivilist ein zukünftiger Soldat ist.

Dr. Kamal al-Hilbawi, Vertreter der Muslimbruderschaft in England, im Gespräch mit einem liberalen Muslim, 17.10.2008, festgehalten von MEMRI TV.
So erklärt sich dann auch, dass die Hamas behauptet, sie habe nicht auf israelische Zivilisten geschossen.
Mit derselben Argumentation könnte Israel den Strip [Gazastreifen] platt machen, weil jeder palästinensische Zivilist ein zukünftiger Selbstmordbomber ist.

via heplev

Da man sich bei memri erst registrieren muss, hier der Ausschnitt im Englischen:
Following are excerpts from a TV debate featuring Dr. Kamal al-Hilbawi, director of the London Center for the Study of Terrorism, and political analyst Dr. Nabil Yassin, which aired on BBC Arabic TV on October 17, 2008:

Dr. Kamal Al-Hilbawi
: I condemn the targeting of any civilian, but incidentally, I believe that every Israeli civilian is a future soldier.
Interviewer
: He is what?
Dr. Kamal Al-Hilbawi: A future soldier.
Interviewer: Even if he is two years old?
Dr. Kamal Al-Hilbawi: Even if he is a child. A child born in Israel is raised on the belief that [the Arabs] are like contemptible sheep, and that this is a land without a people, and they are a people without a land. They have very strange concepts. In elementary school, they pose the following math problem: „In your village, there are 100 Arabs. If you killed 40, how many Arabs would be left for you to kill?“ This is taught in the Israeli curriculum. What would you say about that? Should a child studying this be considered a civilian? He is a future soldier.

Der letzte Abschnitt ist einfach nur widerlich, da hier der Mord an Kindern mal eben nebenbei gerechtfertigt wird und außerdem das alte Spiel „Wir machen zwar die Scheiße, verschweigen das aber und sagen einfach, dass es die anderen auch/genauso machen“ gespielt.

Denn die Lehrpläne in den Schulen, die Predigten in den Moscheen und das Kinderfernsehen im Westjordanland und im Gazastreifen, die haben es in sich.

Churchill

The truth is incontrovertible. Panic may resent it, ignorance may deride it, malice may distort it, but there it is.
Die Wahrheit ist unwiderlegbar. Die Panik mag sie verachten, die Dummheit mag sie verspotten, die Bösartigkeit mag sie beugen, aber sie ist immer noch da.
Aus einer Rede vor dem Unterhaus (1916)

Many forms of Government have been tried and will be tried in this world of sin and woe. No one pretends that democracy is perfect or all-wise. Indeed, it has been said that democracy is the worst form of government except all those other forms that have been tried from time to time.
Viele Regierungsformen wurden und werden in dieser Welt, die voller Sünden und Jammer ist, ausprobiert. Niemand behauptet, dass die Demokratie perfekt oder allwissend wäre. Tatsächlich wurde bereits gesagt, dass die Demokratie die schlimmste Regierungsform ist abgesehen von all den anderen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert wurden.
Rede vor dem Unterhaus (1947)

Socialism is the philosophy of failure, the creed of ignorance and the gospel of envy.
Der Sozialismus ist die Philosophie des Versagens, das Glaubensbekenntnis der Unwissenheit und die Religion des Neides.
Rede vor der Scottish Unionist Conference (1948)

A fanatic is one who can’t change his mind and won’t change the subject
Ein Fanatiker ist jemand, der weder seine Meinung noch das Thema ändert.

Gefällt mir. Da hatten die Engländer noch einen Arsch in der Hose.

Moslems in Europa wollen nur das eine …

… na ja, es sind doch 2 oder 3 Sachen:

via dailymail

Anlass dieser „Demo“ war der (sehr kurze) Besuch Geert Wilders im UK.

Großbritannien: Islamistische Gruppe “Islam4UK” verboten

LONDON – Die islamistische Gruppe “Islam4UK” sei ab sofort verboten, dass erklärte der britische Innenminister Alan Johnson am heutigen Dienstag. Das Vermögen der Organisation soll dann beschlagnahmt werden und Personen, die sich im Namen der Gruppe treffen, sollen festgenommen werden können.

Die “Islam4UK”-Islamisten um Hassprediger Anjem Choudary wollten in Wootton Bassett, rund 120 Kilometer westlich von London, gegen den britischen Afghanistaneinsatz protestieren und auf die getöteten afghanischen Zivilpersonen hinweisen. Der Ort ist im ganzen Land bekannt, weil dort der in dem Krieg getöteten Soldaten gedacht wird, wenn sie zurück in die Heimat gebracht werden.

Islam4UK reagierte empört auf das Verbot. Der im Libanon lebende geistliche Führer Omar Bakri Mohammed nannte es einen grossen Fehler und erklärte, die Entscheidung könne einige Mitglieder zu Gewalt verleiten, nachdem seine Gruppe bislang nie etwas mit Gewalt zu tun gehabt habe.

Bakris Gruppe ist der Ansicht, dass Muslime nicht an britische Gesetze gebunden sind. Sie bekundete auch ihre Sympathie für Osama bin Laden und al-Qaida. Bakri wurde 2005 aus Grossbritannien ausgewiesen.

Tony Bradshaw, EIP-Red.uk und Agenturen

Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man doch lachen, oder? Der Islam, die Gruppe Islam4UK hatte bisher nichts mit Gewalt zu tun, aber die Entscheidung des britischen Innenministers lässt den armen Leuten fast keine andere Wahl als die Gewalt.

Das ist einfach nur Kinderkacke. Denn Schuld sind natürlich immer nur die anderen.

Der Unterschied zwischen Reden und Tun

Die Spender der UNWRA

Die Spender der UNWRA

Und wenn das nächste Mal irgendwelche arabischen oder islamischen Staaten schreien, wie schlecht Israel die Palästinenser behandelt und wieviel Elend unter den Palästinensern herrscht, dass sie ausgehungert werden usw. … dann sollte man sich einmal in Ruhe den obigen „Kuchen“ anschauen. Dann weiß man, wie wichtig diesen Staaten die Palästinenser wirklich sind.

Die Palästinenser sind diesen Staaten nur aus einem Grund wichtig: Als Faustpfand gegen Israel.

Um 1948 wurden ca. 700.000 Palästinensern zu Flüchtlingen – aus unterschiedlichen Gründen. Im Zeitraum 1948 – 1960 wurden ca. 800.000 Juden zu Flüchtlingen – größtenteils aus arabischen und islamischen Staaten. Hört irgendjemand noch von diesen Flüchtlingen? Nein. Denn sie sind längst in die israelischen Gesellschaft integriert.

„Sieben Millionen Juden sorgen sich um das Schicksal von Gilad Shalit, während es 300 Millionen Araber völlig egal ist, was mit 100 Tausenden Palästinensern geschieht“,

sagte Walid Taha, der im Lager Shalita in Beirut lebt.

Obama und der Iran

Ein Trauerspiel in mehreren Akten

Obamas Dialogpolitik mit dem iranischen Regime · Von Matthias Küntzel

Bei den jüngsten Irangesprächen in Genf und Wien waren es nicht die Winkelzüge der Iraner, die Erstaunen auslösten, sondern die Politik der USA. Während früher Washington den Druck auf Iran zu erhöhen suchten und Europa auf die Bremse trat, ist es heute Obama, der auf die Bremse tritt, während Frankreich und Großbritannien auf Sanktionen pochen. Während George W. Bush den Islamismus in Iran anprangerte, schmeichelt sich sein Nachfolger mit Komplimenten und Verharmlosungen ein. Während es früher die Europäer waren, die ihre Misserfolge im „Dialog“ als Erfolge präsentierten, übernimmt heute Washington diesen Part.

Das Schlüsseldatum der alten amerikanischen Iranpolitik ist der 23. Dezember 2006. An diesem Tag hatten die USA nicht nur erreicht, dass der Sicherheitsrat die Mullahs einstimmig aufforderte, unverzüglich alle Arbeiten an der Urananreicherung und den Plutoniumprojekten einzustellen. Gleichzeitig wurden zur Durchsetzung dieser Forderungen Sanktionen gegen Iran verhängt. Diese Sanktionen verbieten bis heute jeden Nuklearhandel mit Iran. Ihre materielle Reichweite war und ist begrenzt – doch wiegt ihr juristisches Gewicht bis heute schwer. Einstimmig stufte damals der Sicherheitsrat die Atompolitik Irans in Resolution 1737 als eine Bedrohung des internationalen Friedens ein. Erstmals wurde für den Fall, dass Teheran den UN-Aufforderungen nicht nachkommt, mit einer Druckerhöhung nach Artikel 41, Absatz VII der UN-Charta gedroht. Artikel 41 listet auf, wie ein Staat nicht-militärische genötigt werden kann, UN-Beschlüsse zu befolgen: Durch die teilweise oder vollständige Einstellung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen, durch Blockierung aller Verkehrsverbindungen, durch Unterbrechung des Post- und Funkverkehrs.

Das Schlüsseldatum der neuen amerikanischen Iranpolitik ist der 11. September 2009. An diesem Tag willigten die USA in Irangespräche ein, bei denen die iranische Urananreicherung in Natanz und die neu entdeckte Geheimanlage in Qum ausdrücklich nicht auf der Tagesordnung standen. Gespräche zu Bedingungen, die allein von Teheran diktiert wurden – dies allein kam einer Missachtung der Beschlüsse des Sicherheitsrats gleich.

Obamas zweites Zugeständnis betraf den Skandal der neu entdeckten und tief unter einem Berg versteckten Urananreicherungsanlage von Qum – eine im Bau befindliche Anlage, die für militärische Zwecke ausgelegt ist und dem iranischen Verteidigungsministerium untersteht. Um so bemerkenswerter, dass die „Fünf plus Eins“-Mächte bislang darauf verzichteten, den hierfür zuständigen Sicherheitsrat einzuschalten. Mehr noch: Von keiner Seite wurde bislang die Forderung nach Abbruch aller Arbeiten an dieser Anlage laut. Stattdessen forderte man „kämpferisch“ vom Regime, was dieses nach der Enthüllung des Geheimprojekts von sich aus angeboten hatte: Kontrollen durch die IAEA. Auch auf diese Weise wurde die Sicherheitsratsresolution 1737 konterkariert.

Drittens aber ist sich Obama nicht zu schade, Iran eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet eben jener Urananreicherung vorzuschlagen, die nach dem Willen der Weltgemeinschaft suspendiert werden soll.
Hintergrund ist ein kleiner Forschungsreaktor an der Teheraner Universität, der mit zu 19,75 Prozent angereichertem Uran betrieben wird. Ab 20 Prozent wird Uran als waffenfähig eingestuft.
Im Juni 2009 richtete Irans Regierung eine Anfrage an die UN-Atombehörde IAEA: Man wolle mit deren Hilfe das angereicherte Uran für die angeblich notwendig gewordene Neubeladung des Forschungsreaktors importieren. Natürlich konnte die Wiener Agentur dieser Forderung nicht nachkommen, hat doch der Sicherheitsrat die Verschickung jeglichen Nuklearmaterials nach Iran untersagt. Die Lage war und ist juristisch somit klar: Erst dann, wenn Iran keine Bedrohung für den Weltfrieden mehr darstellt, erst dann, wenn es seine Urananreicherung suspendiert hat, erst dann kann es auch wieder in den Genuss nuklearer Hilfsleistungen kommen.

Für Obama scheint dieser juristische Sachverhalt nicht zu existieren. Er strebt nach einer erfolgreichen Einigung mit dem Regime und sieht in dessen Uran-Begehren eine Chance. Der Deal, den Washington entworfen und anschließend seinen „Fünf & Eins“-Partnern vorgelegt hat, sieht folgendes vor: Die USA und die Weltgemeinschaft erklären die iranische Urananreicherung implizit für rechtmäßig. Sie garantieren, dass Iran das hochangereicherte Uran für seinen Forschungsreaktor erhält. Im Gegenzug muss sich Iran von 75 Prozent seiner heutigen schwach angereicherten Uranbestände, ca. 1,2 Tonnen, trennen, da das höher angereicherte Uran in Russland aus eben diesen Beständen gefertigt werden und anschließend Iran zurückgegeben werden soll.

Auf dieses Abkommen könnte Teheran eingehen, ohne viel zu verlieren, sind doch die Mullahs in der Lage, jene 1,2 Tonnen angereicherten Urans in weniger als einem Jahr neu zu produzieren. Im Weißen Haus wird dies nicht bestritten. Dort verteidigt man den Deal mit dem Hinweis, dass der Export des angereicherten Urans das Regime für einige Monate davon abhielte, die Bombe zu bauen. Man würde Zeit für weitere Verhandlungen gewinnen und könnte insbesondere Israel ein weiteres Jahr von Militärschlägen abhalten.
Der taktische Vorteil eines Zeitaufschubs ist zwar gegeben. Doch fällt der strategische Verlust der Möglichkeit, Iran hinsichtlich der Suspendierung seiner Anlagen unter Druck zu setzen, weitaus schwerer ins Gewicht.

Während George W. Bush die Vereinten Nationen davon überzeugte, dass Iran ob seiner Atompolitik zu isolieren sei, hat sein Nachfolger die Iranbeschlüsse des Sicherheitsrats in Genf und Wien unter den Tisch fallen lassen und die Forderung nach Suspendierung der Urananreichung durch die Forderung nach schärferen Kontrollen ersetzt.

Warum lindert die amerikanische Supermacht den Druck, der so berechtigt auf dem despotischen und krisengeschüttelten Regime lastet? Oder, um eine Schlagzeile der Jerusalem Post vom 1. November 2009 zu zitieren:
Warum besteht Amerika darauf, das Spiel der Iraner zu spielen?

Ein Teilantwort vermittelt uns der Rückblick auf die europäischen und deutschen Blockaden, die eine konsequente Sanktionspolitik gegenüber Iran seit vielen Jahren vereitelt haben.

So hatte Deutschland in den Neunzigerjahren die amerikanischen Versuche, Iran durch ökonomischen Druck von der Weiterverfolgung seiner Atompläne abzubringen, erfolgreich konterkariert. In seinen Erinnerungen schreibt Hossein Mousavian, der damalige iranische Botschafter in Deutschland: Teheran war sich

„in den Neunzigerjahren über Deutschlands bedeutende Rolle bei der Sprengung der ökonomischen Ketten, mit denen die USA den Iran umgeben, bewusst.“ Iran betrachtete „seine Beziehungen mit Deutschland als ein wichtiges Mittel, um die antiiranische Politik der USA zu umgehen.“

2003 wurde aktenkundig, dass Teheran 18 Jahre lang ein heimliches Atomprogramm betrieben und den Atomwaffensperrvertrag somit verletzt hatte. Nach dem Statut der IAEA hätte dieser Vertragsverstoß spätestens im November 2003 im UN-Sicherheitsrat beraten werden müssen. Hierauf drängten insbesondere die USA. Jetzt aber stellten sich Deutschland, Frankreich und Großbritannien quer und erreichten, dass die Überweisung des Irandossiers nach New York erst im März 2006 möglich wurde – nach einer Verzögerung von 28 Monaten, die das Regime für den zügigen Ausbau seiner Atomanlagen zu nutzen wusste. Joschka Fischer brachte den Charakter dieser Hilfestellung auf den Punkt.

„Wir Europäer“, erklärte der deutsche Außenminister im September 2004, „haben unseren iranischen Partnern immer geraten, uns als Schutzschild im wohlverstandenen eigenen Interesse zu betrachten.“

Dessen ungeachtet erzielten amerikanische Diplomaten im Dezember 2006 mit der einstimmigen Verabschiedung der Sicherheitsratsresolution 1737 einen Erfolg. Jetzt aber lief im Atomstreit mit Iran zum dritten Mal „der europäische Verbündete Deutschland von der Fahne“, so der amerikanische Korrespondent der FAZ. Im Februar 2007 lief die Frist, die der Sicherheitsrat den Mullahs für die Umsetzung seiner Forderungen gegeben hatte, aus: Iran blieb stur. Jetzt kam alles darauf an, wie die fünf Vetomächte und Deutschland auf die Renitenz des Regimes reagieren. Würde man zurückweichen und damit die Glaubwürdigkeit der UN beschädigen? Oder würde man tun, was die Charta der Vereinigten Nationen für diesen Fall verlangt: Das Sanktionsregime solange verschärfen, bis sich Teheran zu einer Verhaltensänderung gezwungen sieht?
Es war in diesem Jahr 2007, dass sich die Bundesregierung von Frankreich, Großbritannien und Amerika absetzte, um schärfere Sanktionen an der Seite von Moskau und Peking zu verhindern.

Immer wieder setzte sich die historische Freundschaft, die Deutschland und Iran seit 100 Jahren verbindet, gegen Washington durch. Von den Wurzeln dieser Freundschaft und ihren gegenwärtigen Erscheinungsformen handelt mein Buch.

Dieser hartnäckige Widerstand gegen effektive Sanktionen dürfte dazu beigetragen haben, dass Washington seine früher an den Tag gelegte Entschlossenheit ad acta gelegt und einen neuen Kurs der Beschwichtigung eingeschlagen hat.
Dies reicht als Erklärung der gegenwärtigen Obama-Politik jedoch nicht aus. Andere Faktoren kommen hinzu. Wir können Sie derzeit noch nicht exakt bestimmen, einige Hypothesen seien jedoch erlaubt.

Angst. Ich glaube, dass Angst zu den wichtigsten unterschwelligen Motiven der gegenwärtigen Konfliktvermeidungsstrategie gehört. Die Angst ist nicht unberechtigt. Das Regime schürt sie systematisch. So lässt Teheran das Ausland über seine Bataillone einsatzbereiter Selbstmordattentäter keineswegs im Unklaren. Regelmäßig erinnert Teheran an seine vermeintliche Kapazität, die Ökonomien des Westens durch gezieltes und massenhaftes Suicid Bombing lahmzulegen. Je unberechenbarer und brutaler sich ein Gegner aber gibt, um so stärker die Neigung zur Beschwichtigung, während die Bereitschaft, Konflikte durchzustehen, weitaus seltener existiert. Daraus folgt der nächste Aspekt.

Wirklichkeitsverleugnung. Obamas Statement über den Genfer Iran-Dialog verdeutlicht, worum es hierbei geht. Er lobt darin die Ergebnisse der Gespräche wie folgt:

„Hier wird Iran nicht als etwas Besonders behandelt. Hier werden keine doppelten Standards geschaffen.“ („This is not about singling out Iran. This is not about creating double standards.“)

Will Amerikas Präsident tatsächlich sich selbst und der Welt einreden, dass es sich bei einer Regierung, die den Holocaust leugnet, den Antisemitismus verinnerlicht und Israel aus diesem Grund auszulöschen sucht, um eine Regierung wie jede andere handelt? Gehört der iranische religiöse Fanatismus, dem Tausende Muslime und Hunderte nicht-muslimische Amerikaner zum Opfer fielen, zum Standardrepertoire moderner Regierungkunst?

Während Obama sich und die Welt über den besonderen Charakter der „Islamischen Republik“ zu täuschen sucht, demonstriert das Regime tagtäglich das Gegenteil.
Die Mullahs erleben, dass schon die Anfänge ihrer nukleare Aufrüstung den Westen abschreckt und nicht der Westen sie. Sie bedrängen die aufgeklärte Welt, Israel fallen zu lassen und bieten nur für diesen Fall eine Reduzierung ihrer Feindseligkeiten an. Sie nutzen alle Register der Einschüchterung, des Spotts und der Beleidigung, um aus Israel das zu machen, was 1938 der sudentendeutsche Teil der Tschechoslowakei für Frankreich und Großbritannien gewesen war: Der Opferpreis für „den Frieden in unserer Zeit“.

Doch an Obama scheint all dies vorbei zu gehen. Im Juni 2009 zitierte ihn die französische Agence France Presse in Bezug auf Iran wie folgt:

„In an apparent reference to Israel … Obama said he understood protests, ,that some countries have weapons that others do not.’“

Er äußerte hier Verständnis für jene, die Israel und Iran auf eine Stufe stellen: hier die seit ihrer Gründung existenziell bedrohte Demokratie, dort die seit 30 Jahren den Terrorismus exportierende Despotie. Derartige Äußerungen zeugen von dem Bemühen, die Wirklichkeit zu leugnen, statt sich ihr zu stellen – ein Fehlverhalten nicht nur intellektueller sondern auch moralischer Natur.

Drittens: Narzissmus. Offenkundig will der neue amerikanische Präsident mehr noch als seine Vorgänger von der Weltgemeinschaft geliebt werden. Obama sieht sich als der Anti-Bush. Er ist der personifizierte Versuch, den Antiamerikanismus in der Welt durch Zugeständnisse an die Gegner Amerikas zu beschwichtigen; ein Antiamerikanismus, der nach dem 11. September neue Qualität gewann und die Stimmung auch in vielen amerikanischen Universitäten und Zeitungsredaktionen prägt.
Obama möchte vor allen Dingen eins: die hochfliegenden Friedenshoffnungen, die er in seinen Reden zu verbreiten pflegt und die ihm einen schalen norwegischen Preis einbrachten, nicht enttäuschen.

Es waren aber ähnliche Motive, die Ende der Dreißigerjahre den britischen Premier Arthur Neville Chamberlain dazu veranlassten, den Nazis mit dem „Münchener Abkommen“ einen Teil der Tschechoslowakei zu überlassen, um so „den Frieden in unserer Zeit“ zu retten. Natürlich war Chamberlain vom guten Ende, das seinem guten Willen folgen würde, überzeugt. Er war kein Befürworter, sondern schärfster Gegner des deutschen Überfalls auf Polen. Und doch bewirkte seine Politik das genaue Gegenteil von dem, was sie bezweckte.

Damals war es der Druck der Erinnerung an den Terror des Ersten Weltkriegs, der Chamberlain zu seiner Haltung veranlasste sowie eine pazifistische Massenstimmung in Europa, die sich nach Unterzeichnung des „Münchener Abkommens“ in einem rauschhaften Jubel für Chamberlain niederschlug.

Heute ist es die Erinnerung an den Irak-Krieg von 2003 sowie die Hegemonie einer antiamerikanischen Stimmung in der Welt, die Washington zur Wiederholung des historischen Fehlers treibt. Natürlich will Obama keinen Krieg. Und doch führt sein gegenwärtiger Kurs eben dahin.

Während aber Chamberlains Politik vor sechzig Jahren den konventionellen Krieg zur Folge hatte, beschwört die heutige Politik Obamas einen Atomkrieg herauf. Niemand kann garantieren, dass sich ein nuklear bewaffneter Iran entwaffnen und seiner Macht berauben lässt, ohne dass es zu iranischen Atomwaffeneinsätzen kommt. Die Welt stünde vor der Entscheidung, sich dem Islamismus zu unterwerfen, oder über diesen zu siegen – jedoch zu einem unvorstellbar hohen Preis.

Der Atomwaffensperrvertrag bietet gegen dieses Szenario keinen Schutz. Erstens erlaubt dieser Vertrag, dass sich seine Unterzeichner die Komponenten der Atomwaffe auf kontrollierter Weise beschaffen. Zweitens basiert die Wirksamkeit der Kontrollen dieses Vertrages auf dem guten Willen der jeweiligen Regierung – ein Faktor, der im Falle Irans nicht gegeben ist. Drittens aber ist im Sperrvertrag eine Klausel festgeschrieben, die auch den Rücktritt von ihm legalisiert.

Weder die Stärkung der Kontrollen der IAEA, die das Regime jederzeit einseitig zurücknehmen kann, noch die Uran-Kooperation mit Iran auf Basis des Obama-Plans schaffen Sicherheit. Nur eins wird auch in Zukunft den Bau iranischer Bomben verhindern können: Die Suspendierung oder Zerstörung der Anlagen, die den Rohstoff für die Bombe produzieren. Dies aber setzt die Umkehr der gegenwärtigen amerikanischen Iranpolitik voraus.

Immerhin nimmt die Unzufriedenheit mit Obama nicht nur in den USA, sondern auch in Frankreich und ganz besonders bei der iranischen Demokratiebewegung zu. Während das Regime die Ergebnisse der Genfer Gespräche begeistert feierte, demonstrierten dessen Widersacher am 4. November in Teheran unter der Parole:

„Obama – Obama – Ya Ba Oona – Ya Ba Ma“ – „Obama, Obama, entweder bist du auf unserer Seite oder auf ihrer Seite!“

Ein drittes – darin hat die Demokratiebewegung recht – gibt es nicht.

Dieser Text ist die Kurzfassung eines Vortrags, den der Autor am 4. November 2009 auf Einladung von „Stop the Bomb Austria“ im Republikanischen Club in Wien unter dem Titel Friedlich in die Katastrophe? Über die Dialogpolitik des Westens mit dem iranischen Regime hielt.

Was Islamisten denken …

… und sogar aussprechen.

Danke an heplev

Noch Fragen? Irgendein Zyniker, der diese Plakate anders interpretiert?

Ich weiß, längst nicht alle Moslems denken so. Aber mehr als mancher zugibt.

P.S. Die Bilder zeigen Moslems, die Geert Wilders aufs Herzlichste in Großbritannien willkommen heißen.

Goldstone ruft die Geister …

… und wird sie nicht wieder los:

Goldstone, dessen Bericht Israel und die Hamas der Begehung von Kriegsverbrechen beschuldigt, beklagte den Wortlaut der am Freitag vom UN-Menschenrechtsrat verabschiedeten Resolution, denn im Gegensatz zu dem Bericht, so sagte er, enthielte der Entwurf keine Verurteilung der Hamas.

Wie anders dagegen liest sich dieses kurze Statement von Richard Kemp, dem ehemaligen Befehlshaber der britischen Truppen in Afghanistan:

Basierend auf meinem Wissen und meiner Erfahrung kann ich folgendes sagen:
Während der Operation Cast Lead tat die Israelische Armee mehr, um die Rechte der Zivilbevölkerung während der Kampfhandlungen zu schützen als jede andere Armee in der Geschichte des Krieges. (…)

Trotzdem wurden natürlich unschuldige Zivilisten getötet.  Der Krieg ist Chaos und voller Fehler. Es gab Fehler seitens der britischen, amerikanischen und anderer Truppen in Afghanistan und im Irak, von denen viele auf menschliches Versagen zurückzuführen können. Aber Fehler sind keine Kriegsverbrechen.

Mehr als alles andere waren die Opfer in der Zivilbevölkerung eine Folge der Art und Weise, wie die Hamas gekämpft hat. Hamas hat bewusst versucht, ihre eigenen Zivilisten zu opfern.

Hier das Video seiner Aussage:

Burkini in Frankreich

Anzeige einer muslimischen Französin wegen des Verbots, im Ganzkörperschleier in Hallenbädern zu schwimmen

Die muslimische Französin Carole wünscht sich, mit ihren Kindern in den Hallenbädern in Paris schwimmen zu gehen. Dabei möchte sie ihre nach islamischen Vorschriften speziell geschneiderte Schwimmkleidung (den Burkini) tragen. Er bedeckt den ganzen Körper [außer Gesicht und Händen]. Carole versuchte in mehreren Schwimmbädern, die Erlaubnis zu erhalten, mit dieser Kleidung schwimmen zu dürfen. Jedoch stießen ihre Bemühungen auf Ablehnung des zuständigen Personals in allen betroffenen Schwimmbädern.

Die Verwaltung eines dieser Schwimmbäder in Paris begründete ihre Ablehnung damit, dass männliche und weibliche Badende die hygienischen Vorschriften der Schwimmbäder einhalten und die passende Schwimmkleidung tragen müssten. Eine Schwimmbekleidung, die den ganzen Körper bedecke, mache es unmöglich festzustellen, ob der oder die Badende ansteckende Krankheiten habe.

Frau Carol stellte mittlerweile Anzeigen bei der französischen Polizei und Staatsanwaltschaft. Sie begründete ihren Schritt damit, dass die Ablehnung ihrer islamischen Schwimmbekleidung Rassismus und Diskriminierung sei. Ihre Anzeigen sind allerdings bei den betroffenen Behörden nicht akzeptiert worden.

Quelle: http://www.alarabiya.net/articles/2009/08/14/81740.html

Die Franzosen zeigen, dass es auch anders geht. In England gibt es besondere Zeiten, in denen in manchen Bädern nur noch im Burkini gebadet werden darf – egal, ob Moslem oder nicht.

Quo vadis, Schweden?

Fjordman erklärt den abscheulichen und schamlosen Judenhass der Schweden: „Mittelalterliche blutige Ehrverletzung, die mit Sicherheit Hasskriminalität gegen Juden unterstützt.“

Israels Botschafter in Schweden wurde vom schwedischen Auswärtigen Amt vorgeladen [1], um diplomatische Unstimmigkeiten zu besprechen, die nach einem Artikel in einer Zeitung entstanden sind, in der behauptet wurde, dass israelische Soldaten toten Palästinensern die inneren Organe systematisch entfernen würden. Dieser diplomatische Knatsch gründet sich auf die Entscheidung der Zeitung Aftonbladet zur Veröffentlichung eines Artikels, der detaillierte Beschuldigungen über die systematische Nutzung der Organe palästinensischer Männer erhebt. Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman verglich diese Behauptungen mit alten antisemitischen Lügen.

„Es ist bedauerlich, dass das schwedische Außenministerium nicht eingreift, wenn eine blutige Verleumdung gegen die Juden geäußert wird, was einen an das schwedische Verhalten während Des Zweiten Weltkriegs erinnert, als man auch nicht eingriff“,

zitierte eine israelische Regierungserklärung die Worte Liebermans.

Der schwedische Außenminister Carl Bildt[2] hat sich geweigert, auf Forderungen der israelischen Regierung einzugehen, sich von dem Zeitungsartikel zu distanzieren. Auf seinem Blog[3] macht Bildt geltend, dass Schwedens freie Presse und die Tradition der freien Rede die beste Verteidigung gegen „Rechtsverletzungen, schlechten Geschmack und Überschreitungen von sozialen Grundwerten ist.“

„Es gibt Forderungen von einigen Kreisen in Israel, dass wir in der einen oder anderen Weise sollte eine offizielle Stellungnahme abgeben sollten, um uns von diesem Artikel zu distanzieren, oder sogar zu intervenieren um zu verhindern, dass solche Artikel veröffentlicht werden,“ erklärt Bildt. „Aber unser Land funktioniert so nicht – und sollte es auch nicht.“

Die Außenminister zieht daraus den Schluss, dass er die Bedeutung des Schutzes der freien Meinungsäußerung verteidige.

Die Tatsache, dass die anti-israelische und anti-amerikanische Schriftstellerin Helle Klein, die seit vielen Jahren politische Redakteurin der Aftonbladet ist und auf ihrem Blog[4] auch herzlich über die „freie Meinungsäußerung“ spricht, ist so ein extremer Fall von Heuchelei, dass er einfach nicht unbeantwortet bleiben kann. Es gibt keine freie Meinungsäußerung in Schweden. Obwohl einige Länder wie Großbritannien und Belgien versuchen, hart daran zu arbeiten, diesen Titel für sich zu beanspruchen, würde ich persönlich Schweden als das wahrscheinlich totalitärste und politisch repressivste Land in der gesamten westlichen Welt von 2009 an einstufen und Aftonbladet hat wesentliche Beiträge zu diesem repressiven Klima beigesteuert. Schweden hat große Probleme, die durch Masseneinwanderung und insbesondere muslimische Einwanderung hervorgerufen werden, aber ehrlich über dieses Thema zu sprechen, ist absolut tabu bei den Mainstream-Medien. Genau wie die Journalistin Karen Jespersen[5] hat auch Helle Klein erklärt,

„Wenn es eine Debatte [über] die Probleme gibt, die durch Flüchtlinge und Einwanderer hervorgerufen werden, dann wollen wir dies nicht.“

Meinungsumfragen haben ergeben, dass zwei von drei Schweden bezweifeln, dass der Islam mit der schwedischen Gesellschaft vereinbart werden kann, aber nicht eine Partei, die im Parlament vertreten ist, hat sich jemals wirklich kritisch mit der Einwanderungspolitik auseinandergesetzt, und es gibt praktisch keine echte Debatte über Multikulturalismus und Islam.

Wie ich in meinem Essay „Why Europeans Should Support Israel“[6] bereits feststellte, sollte die Dämonisierung Israels zurückgewiesen werden, und zwar nicht nur wegen Israel, sondern auch wegen Europa. Die selben Leute, die die Israelis dämonisieren, tun dies auch mit den einheimischen Europäern, die gegen die Islamisierung Widerstand leisten und gegen die staatlich geförderte Kolonisierung ihrer Länder durch fremde Völker. Die Wahrheit ist, dass die Israelis sich selbst verteidigen, so dass ihre Töchter nicht unter den Vergewaltigungen durch die muslimischen Dschihadisten zu leiden haben, so wie es die Behörden in den westlichen europäischen Ländern und insbesondere in Schweden jeden Tag zulassen. Hier sind ein paar Zitate aus dem einschlägigen Kapitel „The Case of Sweden“[7], aus meinem Buch “Defeating Eurabia“[8]. …

Die schwedische Organisation Expo hat die Bereitschaft gezeigt „Informationen zu teilen“ mit radikalen Gruppen wie den „Anti-Faschisten“ der Antifascistisk Aktion (AFA). Die Schläger der AFA haben im Frühjahr 2008 das Auto einer älteren Frau zerstört[9] und schrieben: „nasse“ (Nazi) oben drauf. Es stellte sich aber heraus, dass sie das falsche Auto genommen hatten. Auch nach Jahren solcher Angriffe auf private Bürger haben die Behörden immer noch nicht gefordert, dass sie ihre Aktionen einstellen sollen.

Die führende Tageszeitung Aftonbladet hat enge ideologische Verbindungen zu den Sozialdemokraten, die die beherrschende Partei des Landes über die längste Zeit des vergangenen Jahrhunderts war. Helle Klein war die politische Chefredakteurin von 2001 bis 2007 und stand während einer Demonstration, die von islamischen und anti-rassistischen Organisationen im Dezember 2006 organisiert worden war, vor einem Banner auf dem stand „Ein Schweden für alle – Stopp der Nazi-Gewalt“ und sie hielt eine Rede in der sie vor Islamophobie in den Medien warnte. Klein äußerte in ihren Leitartikeln Sympathie für die terroristische Organisation Hamas[10] und warnte vor der Bedrohung des Weltfriedens durch die israelische Aggression und der christlichen Rechten in den USA[11]. Hamas ist eine faschistische Organisation, die offen den Massenmord an den Juden fordert. Gewaltsame Angriffe auf Juden in Europa im Jahr 2008 sind zu einem überwältigenden Maße durch die muslimische Einwanderung verursacht, die durch die EU und die nationalen politischen Eliten vorangetrieben wird. Die Ironie einer Warnung vor „Nazi-Gewalt“ und gleichzeitig eine Sympathie für eine Organisation, die zu Ende führen will, was die Nazis begannen, stört Frau Klein offenbar nicht.

Einer der Kollegen von Frau Klein, ebenfalls Kolumnist bei Aftonbladet, war der Langzeit-Kommunist Robert Aschberg, der jetzt Herausgeber des Expo-Magazins ist. Das führende Expo Mitglied Charles Westin hatte im Oktober 2007 das Buch Brunt! ( „Braun“, wie in „Faschist“) veröffentlicht, in dem er einzelnen Mitgliedern der AFA erlaubte, einen Teil ihres Geheimdienstwissens über „Rechtsextremisten“ beizutragen, unter ihnen Menschen, die in der legalen Partei der Schweden Demokraten sind. Neben Herrn Westin hat das Buch als Co-Autor einen gewissen Mats Deland, der ein Journalist von Aftonbladet ist. Warum wird es als rechtens angesehen, wenn ein Vertreter einer der größten skandinavischen Zeitungen, mit Verbindungen zur größten politischen Partei des Landes, sich so offen zu einer Organisation bekennt, die bekannt ist für körperliche Angriffe auf Mitglieder einer legalen Oppositionspartei, sogar in ihren privaten Wohnungen?

Vor den Wahlen im Jahr 2006 kooperierten die etablierten Parteien in Schweden und boykottierten die Schweden-Demokraten (SD) und andere „fremdenfeindliche“ Parteien. In einem von vielen ähnlichen Vorfällen prahlten die extremen Linken über das Internet, dass rund 30 Mitglieder der SD im Verlauf einer ruhigen, privaten Partie außerhalb der Stadt Växjö angegriffen wurden. Die tapferen „Antifaschisten“ warfen Tränengas in das Gebäude, so dass die Menschen herauskommen mussten, wo sie mit Eisenstangen und Äxten geschlagen wurden. Offene, aggressive und manchmal gewalttätige Verfolgung von Kritikern der Einwanderungspolitik des Landes gibt es schon jahrlang, während die Behörden im Hinblick auf das Problem weitgehend ein Auge zudrücken. Scheinbar bestärkt durch das Schweigen der Behörden gegenüber politischer Gewalt haben die extremen Linken ihre Angriffe auf Mainstream-Parteien ausgeweitet. Schweden ist Zeuge der größten Gewaltexplosion von Straßengewalt in seiner Geschichte, und alle zwei Stunden wird eine Frau vergewaltigt. Expo, das von den Medien und den großen Parteien gedeckt wird, führt seit Jahren Aktionen gegen die Schweden-Demokraten durch. Daniel Poohl aus der nicht gewählten Organisation Expo stellt fest[12], dass es „nicht undemokratisch“ sei, der SD den Zugang zu politischem Einfluss zu verweigern.

Nach der Meinung von Jonathan Friedman, einem amerikanischen Juden, der jahrelang in Schweden arbeitete,

ist „keine Diskussion über die Einwanderungspolitik möglich, das Thema wird einfach vermieden. Schweden hat eine solch enge Verbindung zwischen den verschiedenen mächtigen Gruppen, wie Politikern, Journalisten, etc. Die politische Klasse ist abgeschlossen, isoliert.“

Die Eliten sind besorgt, dass ihre Macht wegrutscht und wollen daher Kritiker zum Schweigen bringen, wie zum Beispiel die Schweden-Demokraten, eine kleine Partei, die sich gegen die Einwanderung wendet:

„Es ist eine vollkommen legale Partei, aber wird ist ihnen nicht erlaubt zu sprechen. … In Wirklichkeit wurde die Grundlage der Demokratie komplett auf den Kopf gestellt. Es wird gesagt: ‚Die Demokratie ist eine bestimmte Art des Denkens, eine bestimmte Anzahl von Meinungen, und wenn Sie sie nicht teilen, dann sind Sie nicht demokratisch, und dann werden wir Sie verurteilen und Sie sollten ausgesondert werden. Die Menschen? Das ist nicht demokratisch. Wir, die Elite, wir sind die Demokratie’. Es ist grotesk und es hat sicherlich nichts mit Demokratie zu tun, es ist eher eine Art moralischer Diktatur.“

Bruce Bawer schreibt in dem Artikel While Sweden Slept[13]:

„Schwedens Demokraten wurden zu Zielscheiben, die an die Ereignisse der chinesischen Kulturrevolution erinnern. Inszenierte „Menschenproteste“ von den Mitgliedern der „Jugend-Abteilungen“ der anderen Parteien haben dazu geführt, dass Mitglieder der Schweden-Demokraten von ihren Arbeitsplätzen gefeuert werden. Vor ein paar Wochen wurde ein Nachwuchsdiplomat entlassen, als bekannt wurde, dass er ein Mitglied der Partei sei und die Einwanderungspolitik seines Landes kritisiert hatte. Bei mehreren Gelegenheiten haben Schläger, die loyal zu den herrschenden Parteien sind, SD-Sitzungen überfallen und Parteiführer geschlagen.“

[1] http://www.thelocal.se/21606/
[2] http://www.thelocal.se/21600/
[3] http://carlbildt.wordpress.com/2009/…r-och-praktik/
[4] http://blogg.aftonbladet.se/hellekle…raelisk-debatt
[5] http://snaphanen.dk/2005/02/19/karen…ytringsfrihed/
[6] http://www.brusselsjournal.com/node/1965
[7] http://gatesofvienna.blogspot.com/20…ia-part-4.html
[8] http://www.amazon.com/Defeating-Eura…/dp/1409247155
[9] http://www.globalpolitician.com/24545-sweden
[10] http://gatesofvienna.blogspot.com/20…in-sweden.html
[11] http://www.aftonbladet.se/ledare/led…ticle207441.ab
[12] http://expo.se/2008/48_2165.html
[13] http://www.nysun.com/opinion/while-sweden-slept/44831/

Übersetzung: Liz / die-gruene-pest.com

Der Originaltitel: Fjordman At Atlas: Swedish Hypocrisy Regarding Israel and Muslims
Von Fjordman

http://atlasshrugs2000.typepad.com/a…at-atlas-.html

Nun, die oben beschriebenen Entwicklungen sind besorgniserregend. Schweden war schon immer eine andere Art von Demokratie als andere Länder in Europa – sie sind wesentlich sozialistischer geprägt.

Ich teile nicht alle Einschätzungen und bin inzwischen auch zu dem Schluss gelangt, dass es von der israelischen Regierung nicht besonders clever war, die Sache an die große Glocke zu hängen. Diese Art von Auseinandersetzung hatten wir schon öfter – z.B. beim Karikaturenstreit 2005 in Dänemark – und ich mochte es damals auch nicht, wie die Moslems die Geschichte für sich ausgeschlachtet haben. Außerdem war klar, dass Europa – und auch die sonstige Welt – nicht noch einmal und v.a. nicht bei Israel so einknicken würde wie damals bei den Moslems.

Aber die Entwicklungen, die die Demokratie und die Werte Europas unterhöhlen, sind ein schlimmer Anfang, der noch weiter gehen wird und auch vor anderen europäischen Ländern nicht halt machen wird. Und mit den Werten meine ich nicht nur – aber auch – die christlichen Werte, sondern auch die säkularen wie die der Ehrlichkeit, Wahrheit und Demokratie. Sie werden heutzutage auf dem Altar des Mainstreams geopfert. Was En Vogue ist, das wird gemacht, da ist man nicht kleinlich und hält sich nicht mit Korinthenkackerei auf. Und es ist heutzutage En Vogue, auf Israel einzuprügeln und Israel zu isolieren – egal, ob es richtig oder falsch ist.

Quo vadis, Schweden?

Orwells Neusprech

Orwells Newspeak hat sich hinüber in unsere Wirklichkeit gerettet. Wenigstens in England. Dort hatte die kürzlich zurückgetretene Home Secretary Jacqui Smith per Dekret angeordnet, islamischen Terrorismus künftig als “anti-islamische Aktivitäten” zu bezeichnen:

via Die Achse des Guten

Ohne Worte. Freispruch auf der ganzen Breite. Hat diese Frau den Koran und die Hadithe mal gelesen?
Das ist unheimlich. Hier wird eine Gesellschaftsordnung verordnet, die allem spottet, was mit Freiheit, Recht und Wahrheit zu tun hat.

Polygamie in Europa

Westliche Gerichte tolerieren bei muslimischen Bürgern zunehmend polygame Lebensformen. Scharia-Rechtsnormen gewinnen an Einfluss.
Mit dem Anwachsen des muslimischen Teils der Bevölkerung in westlichen Ländern wächst die juristische Akzeptanz der Polygamie. Nach Schätzungen gibt es in Frankreich 30.000 muslimische Männer, die mehr als eine Ehefrau haben. Eigentlich ist Polygamie in allen westlichen Ländern strafbar. Sie wird aber juristisch zunehmend akzeptiert, wenn sie im Herkunftsland des betroffenen Mannes und seiner Frauen legal ist.

In Großbritannien wird Polygamie zum Beispiel mit sieben Jahre Haft geahndet. Inzwischen erkennt die britische Rechtsprechung aber Harems an, wenn die Ehen eines Mannes mit mehreren Frauen in deren Herkunftsland gesetzlich zulässig ist. Die Sozialgesetzgebung in Großbritannien und in Australien gesteht auch den «zusätzlichen Ehefrauen» und deren Kindern Sozialhilfe zu.

Der niederländische Justizminister Ernst Hirsch Ballin von der christlich-demokratischen Partei kündigte an, dass mit polygamen muslimischen Ehen nicht nach dem niederländischen Rechtssystem verfahren werde, sondern «im Dialog».

Damit gewinnen Rechtsnormen, die sich am islamischen Scharia-Recht orientieren, in europäischen Ländern zunehmend an Einfluss.

via factum
Und so geht es schleichend voran – Schritt für Schritt:
Die islamische Scharia schreitet voran, die christlich geprägte Gesetzgebung geht zurück. Und alles unter dem Vorzeichen, dass man islamisch geprägten Menschen gewisse Dinge nicht zumuten kann und sie daher lieber die Dinge selber regeln sollen.
Diese Gutmenschen in Europa sehen nicht, was sie damit anrichten, was sie damit aufgeben, wie sehr sie sich selbst verraten: Da wird z.B. ein Kind mit der Begründung abgetrieben, dass es kein Junge (also nach Geschlecht!) sei und man dies einer türkischen Mutter nicht zumuten könne, da die bisher nur Töchter habe.
Da kann ich mich nur noch schütteln! Was ist der nächste Schritt???

BMI – England macht den Kotau

BMI (British Midland) hat schon wieder zugeschlagen: Neulich erst haben sie eine Flugbegleiterin entlassen, die nicht mit nach Saudi-Arabien fliegen wollte, um dort vollverhüllt ein Stück hinter den männlichen Kollegen herzumarschieren (Anweisung der Airline!). Vor gut zwei Jahren verboten sie einer anderen Flugbegleiterin ihre Bibel mitzunehmen.

Diesmal haben sie nicht ihr Personal gestrichen, sondern Israel: Das Land taucht auf den elektronischen Landkarten nicht mehr auf, die auf den Bildschirmen in den Fliegern gezeigt werden – und das sogar auf Flügen nach Tel Aviv! Dazu wird Haifa als Khefa angegeben, seinem arabischen Namen vor der israelischen Staatsgründung. Zusätzlich gab es eine Angabe der Entfernung des Fliegers nach Mekka.

Inzwischen wurden diese Landkarten in zwei Flugzeugen nicht mehr gezeigt (es wurden gar keine mehr gezeigt), die nach Tel Aviv fliegen.

BMI erwiderte auf eine Anfrage, dass die beiden Flugzeuge nach Tel Aviv ursprünglich arabische Länder anfliegen sollten, so dass die Karten auf moslemische Passagiere zugeschnitten war und moslemische Heilige Stätten zeigte.

Die Gesellschaft sagte in einer Stellungnahme, dass ein „logistisches Problem“ für die Anzeige der falschen Karte auf dem Flug nach Tel Aviv verantwortlich gewesen sei. Die Karten würden von Flügen nach Tel Aviv entfernt.

Die größte Dreistigkeit dabei ist dann aber eigentlich BMIs jedesmal angeführte Behauptung, die Entscheidung sei nicht politisch.

Denn so ein Verhalten ist nun mal politisch. Wenn man Haifa mit seinem alten Namen, den es vor 1948 hatte, anführt, ist das eine politische Aussage oder zumindest keine von BMI gewünschte politische Neutralität. Das ist ein Kotau.

UPDATE: Ein Bericht der BBC stellt die Situation doch etwas anders da, der Begriff „Kotau“ ist für diesen Vorfall für BMI nicht passend, für BMED, ein Franchiser der British Airways, allerdings schon.

BMI hatte die Flugzeuge von BMED übernommen, das überwiegend moslemische Länder angeflog. Durch eine technische Panne ist dann die Umstellung der Karten missglückt.

Seltsam ist allerdings, dass BMED schon im Februar 2007 – also vor über 2 Jahren – von BMI übernommen worden war. Eigentlich genügend Zeit, um die Karten umzustellen.

Schöpfung: England und Schweiz

England
Die biblische Schöpfungslehre wird fester Bestandteil des Lehrplans – zumindest im britischen Hampshire. Dort soll im Religionsunterricht künftig über das Für und Wider von Evolution, „Intelligent Design“ und Kreationismus diskutiert werden.

In Hamshire werden Schüler und Lehrer bald nicht mehr nur über die Evolutionstheorie, sondern auch über den Kreationismus und die Theorie des „Intelligent Design“ sprechen. Wie die britische Tageszeitung „Telegraph“ meldet, soll diese Änderung des Lehrplans 11- bis 14-jährige Schüler betreffen. Die alternativen Theorien sollen allerdings nur im Religionsunterricht Beachtung finden. Als wissenschaftliche Theorie finde der Kreationismus weiterhin keine Beachtung.

Akademiker wie Kirchenvertreter lobten die Neuerung, da sie die Schüler dazu motiviere, die unterschiedlichen Standpunkte über die Entstehung des Lebens abzuwägen.

„Die Spannungen zwischen Religion und Wissenschaft sollten nicht geleugnet werden“, heißt es laut einer neuen Richtlinie zur Unterrichtsgestaltung. Außerdem solle das Zeichnen von „Schwarz-Weiß-Bildern“ vermieden werden, da die verschiedenen Standpunkte wesentlich komplexer seien.

Eine Studie zeigte kürzlich, dass vier von fünf Briten nicht an die biblische Schöpfungsgeschichte glauben. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist der Meinung, die Evolutionstheorie widerlege Gott.

An Schöpfer und Evolution zugleich glauben?
Die Lehrer sollen künftig die Gründe dafür thematisieren, warum viele Menschen die Evolutionstheorie auch zu Zeiten Charles Darwins nicht akzeptierten. Weiterhin sollen sie ihre Schüler fragen, ob es ihrer Meinung nach möglich sei, an einen Schöpfer und die Evolution zu glauben. Diskutiert werden soll auch über die katholische Sicht der Schöpfung, nach der der Mensch durch natürliche Selektion entstanden ist, die Seele aber von Gott geschaffen wurde.

Anna McNair Scott, Vorsitzende des britischen „Standing Advisory Council for Religious Education“ (Koordinierungsstelle für religiöse Erziehung), sagte laut „Telegraph“:

„Es gibt in den Richtlinien keinen Anhaltspunkt dafür, das Kreationismus eine Wissenschaft ist und noch weniger dafür, dass er als solche unterrichtet werden sollte.“ Der neue Lehrplan solle lediglich die Diskussion fördern.

Andy McIntosh, Kodirektor der Darwin-kritischen Gruppierung „Truth in Science“ (Wahrheit in der Wissenschaft) erklärte:

„Es sollte eine offene und faire Diskussion über diese Punkte geben und wir sollten Schülern nicht nur eine Blickweise vermitteln. Es ist möglich, sich die Indizien anzusehen und zu einer anderen Auffassung als der evolutionären Position zu kommen. Tatsächlich würden viele wohl erkennen, dass die Indizien perfekt zu einer ‚Design‘-Position passen.“

Schweiz
Weniger erfolgreich sind bisher Schweizer Kreationisten. „Intelligent Design“ und Kreationismus sind im Nachbarland nicht fest im Lehrplan verankert. Um das zu ändern bereitet der Verein „ProGenesis“ derzeit eine Volksinitiative vor, die einen „wertneutralen Unterricht“ an den öffentlichen Schulen verlangt. Dazu soll neben der Evolution auch die göttliche Schöpfung gelehrt werden.

Gian Luca Carigiet, Präsident von „ProGenesis“, erklärte auch,

er wolle sich und seinen Verein nicht als Gegner der Evolution verstanden sehen. Ein Grund für die Initiative sei der „zunehmende soziale Druck“ auf Schüler, die an die Schöpfungslehre glaubten.

Laut einer Umfrage, die „ProGenesis“ auf seiner Homepage veröffentlicht, wünschen sich 75 Prozent der Schweizer eine gleichberechtigte Berücksichtigung von Evolutionstheorie und Schöpfungsgeschichte im Biologieunterricht.

Für Anton Strittmatter, Leiter der Pädagogischen Arbeitsstelle beim Lehrerverband LCH, kommt es laut „Beobachter“ nicht in Frage, dass Kreationismus auf eine Stufe mit der Evolutionslehre gestellt wird:

„Schöpfungslehren sind religiöse Weltmythen, die als solche im Unterricht durchaus thematisiert werden sollen.“ Im Biologieunterricht etwa, hätten solche Theorien nichts verloren. Eine Einbindung schöpferischer Theorien in den Religionsunterricht, wie es nun in Hampshire möglich ist, schloss er nicht aus.

Die entscheidenen 2 Fragen bei der Entstehung des Lebens sind:

  1. Wie ist das Leben aus dem Nichts/aus nicht-lebendigem Matarial entstanden?
  2. Wie hat sich das Leben und die verschiedenen Arten dann weiterentwickelt zu dem, was wir heute haben?

In der zweiten gibt es wesentlich mehr Ansätze, da habe ich auch kein großes Problem. Da hat die Wissenschaft gute Möglichkeiten, Beweise und Indizien zu sammeln und wissenschaftlich zu arbeiten – sprich Theorie – Diskussion – Ergebnisse – wieder in Frage stellen – neue Theorie – usw.

Die 2. Frage ist auch für mich als Christ sekundär, denn der biblische Schöpfungsbericht ist sicherlich kein wissenschaftliches Dokument. Es kann so abgelaufen sein, aber es muss nicht. Die viel entscheidendere Frage ist nicht das „Wie war der Ablauf?“, sondern das „Wer steht hinter all dem?“.

Aber in der ersten Frage besteht immer noch eine große Leere seitens der Evolutionsvertreter, die Wissenschaft ist hier in den letzten Jahrzehnten kaum vorangekommen. Es kommt hier zu der wissenschaftlichen Diskussion auch eine religiöse und philosophische Ebene: Ist das Leben durch Zufall entstanden oder gibt es ein intelligentes Wesen, das das Leben geschaffen hat?

Und hier vermischen manche Wissenschaftler und Atheisten die Diskussion unzulässig. Sie wollen die Evolutionstheorie zum Beweis dafür benutzen, dass es keinen Gott gibt. Sie schließen einen Gott in der Suche nach der Wahrheit von vornherein aus.

Aber darf man das machen, wenn man so eine elementare Frage bewegt oder ist das ein Nachfolgen einer Ideologie, einer neuen Religion, in der ein Gott keinen Platz hat? Ich meine: Das darf man nicht! Wenn man (in der Wissenschaft) die Wahrheit sucht, kann man nicht eine Option aufgrund einer Ideologie ausschließen.

Und insofern ist es doch auch nur folgerichtig, dass an den Schulen in England zumindest im Religionsunterricht beide Seiten dargestellt werden, damit die Schüler sehen, dass die ET eine Theorie ist und es auch andere Möglichkeiten gibt.

Ich würde mir das für Deutschland auch wünschen.

Atheisten planen Werbekampagne in Deutschland

Was in England schon länger läuft, soll jetzt auch nach Deutschland kommen: Die Atheisten wollen ihre neue Religion präsentieren.

B e r l i n (idea) – Atheisten wollen in Deutschland auf öffentlichen Verkehrsmitteln für ein Leben ohne Gott werben. Sie greifen damit entsprechende Kampagnen in Großbritannien, Spanien, Italien und den USA auf.

Zu den Initiatoren in Deutschland gehören der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten und die Giordano Bruno Stiftung, die den evolutionären Humanismus fördern will. Wie es auf der Internetseite http://www.buskampagne.de (Berlin) heißt, sollen zunächst in Berlin, Köln und München Busse drei Monate lang mit atheistischen Sprüchen beschriftet werden.

Besucher der Seite werden aufgerufen, den Slogan per Abstimmung zu ermitteln. Drei Vorschläge stehen zur Wahl: „Gottlos glücklich“, „Gott ist eine Behauptung. Menschenrechte sind real“ und „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott“. Abstimmen kann nur, wer mindestens einen Euro für die Kampagne spendet. Am ersten Tag seien über 1.000 Euro eingegangen, so die Initiatoren. Der Slogan mit dem größten Zuspruch soll eingesetzt werden.

Zur Begründung der Kampagne heißt es:

„Auch hierzulande haben säkulare Menschen mittlerweile genug davon, ständig ‚übersehen’ oder missachtet zu werden.“ Man wolle bekunden, „dass eine nicht-religiöse, aufgeklärte Weltsicht eine positive Möglichkeit darstellt“.

Atheisten und Agnostiker sollten „mutiger werden, sich gegen religiösen Hochmut zur Wehr zu setzen und sich in öffentlichen Debatten einzumischen“.

Schön finde ich immer wieder die Opferrollen, die solche Menschen + Bewegungen einnehmen: „Man habe genug davon, ständig übersehen oder missachtet zu werden“.

Es ist so schön einfach, Mitleid zu erregen und sich selber zu Opfern zu stilisieren. Das übertüncht auch gut die Tatsache, dass sie ohne Not gegen Menschen vorgehen, die an einen Gott glauben.

  • Sie werfen dabei Christen vor, unwissenschaftlich und hinter’m Mond zu sein.
  • Sie wollen mit der Erhebung der Evolutionstheorie in den Stand der Tatsachen eine Deutungshoheit für einen Vorgang erhalten, dessen Theorien aus wissenschaftlicher Sicht weder zu beweisen noch zu widerlegen sind.
  • Sie wollen Christen verbieten, Homosexuellen zu helfen, weil sie das für rassistisch und sexistisch halten.

Sie sind Täter – nicht Opfer.

Antisemitismus in Europa 2009

Einstellungen gegenüber Juden in sieben europäischen Ländern(.pdf), eine Meinungsumfrage unter 3.500 Erwachsenen – jeweils 500 in jedem der sieben europäischen Länder Österreich, Frankreich, Ungarn, Polen, Deutschland, Spanien und Großbritannien – durchgeführt zwischen dem 1. Dezember 2008 und dem 13. Januar 2009, ergab, dass 31% der Befragten in Europa die Juden in der Finanzwelt für die augenblickliche Finanzkrise verantwortlich machen.

Zusammenfassung der Ergebnisse

Haltung gegenüber Juden

  • Insgesamt ist fast die Hälfte der Befragten in den sieben Ländern der Meinung, dass Juden loyaler zu Israel stehen als zu ihrem eigenen Land. Eine Mehrheit der Befragten in Deutschland, Polen und Spanien ist der Ansicht, dass diese Aussage „wahrscheinlich wahr“ ist, in Spanien sind es 64%.
  • Ein hoher Anteil der Befragten in Europa glauben immer noch an die traditionell anti-jüdische Lüge, dass „Juden zu viel Macht in der Geschäftswelt haben.“ Insgesamt glauben fast 40% aller Befragten, dass diese Stereotypen wahr sind, in Ungarn sind es 67%.
  • Auch halten die europäischen Befragten nach wie vor an der Vorstellung fest, dass „Juden zu viel Macht an den internationalen Finanzmärkten haben.“ Insgesamt 41% der Befragten klammern sich an die traditionellen Klischees, in Spanien sind es 74%.
  • Große Teile der europäischen Öffentlichkeit sind weiterhin der Meinung, dass Juden noch zu viel über das sprechen, was ihnen im Holocaust geschehen ist. Insgesamt 44% der Befragten halten es für „wahrscheinlich wahr“, dass Juden noch zu viel über den Holocaust sprechen. Eine Mehrheit der Befragten in Österreich, Ungarn und Polen glauben, dass das wahr ist.
  • Insgesamt 23% der Befragten geben weiterhin den Juden die Schuld für den Tod von Jesus.
  • Insgesamt 23% der Befragten sagen, dass ihre Meinung über Juden durch die Maßnahmen des Staates Israel beeinflusst ist. Von denen, deren Meinungen so beeinflusst sind, sagen 58%, dass ihre Meinung über Juden als Ergebnis der Maßnahmen Israels noch schlimmer geworden ist.
  • In den sieben europäischen Ländern glauben 38% der Befragten, dass Gewalt gegen Juden ein Ergebnis der anti-jüdischen Gefühle ist, während 24% glauben, dass es ein Ergebnis der Anti-Israel Stimmung ist. Ungarische und polnische Befragte neigen am ehesten zu der Annahme, dass die anti-jüdische Stimmung der Grund für Gewalt gegen Juden in ihren Ländern ist. Spanien ist das einzige Land, in dem mehr Befragte (38%) die Anti-Israel Stimmung im Gegensatz zu anti-jüdischen Gefühlen (26%) als die wichtigste Ursache für die Gewalt gegen Juden genannt haben.
  • Insgesamt 57% der Befragten glauben, dass ihre Regierung genug tut, die Sicherheit und den Schutz der jüdischen Bürger zu gewährleisten. Österreichische und deutsche Befragten sind am häufigsten der Meinung, dass ihre Regierung ausreichenden Schutz für die jüdischen Bürger bietet – mehr als ein Viertel der Befragten in Ungarn und Polen glauben nicht, dass ihre Regierung ausreichenden Schutz für die jüdischen Bürger bieten.

Globale Finanzkrise

  • Die Umfrage zeigte, dass – trotz der Komplexität des gegenwärtigen globalen wirtschaftlichen Umfeldes – Juden in beunruhigender Höhe die Schuld für die Finanzkrise gegeben wird. Insgesamt 31% der Befragten in ganz Europa machen die Juden in der Finanzbranche entweder „sehr“, „eine gutes Stück“ oder „ein wenig“ für den globalen finanziellen Zusammenbruch verantwortlich.

Antisemitische Einstellungen nach Ländern aufgeteilt

Bei der Antwort „wahrscheinlich wahr“ zu der Aussage, „die Juden stehen loyaler zu Israel als zu ihrem eigenen Land„, ergab die Umfrage 2009:

Österreich 47%, was einem Rückgang von 54% im Jahr 2007 entspricht
Frankreich 38%, gegenüber 39% im Jahr 2007
Deutschland 53%, gegenüber 51% im Jahr 2007
Ungarn 40%, was einem Rückgang von 50% im Jahr 2007 entspricht
Polen 63%, gegenüber 59% im Jahr 2007
Spanien 64%, gegenüber 60% im Jahr 2007
Großbritannien 37%, was einem Rückgang von 50% im Jahr 2007 entspricht

Bei der Antwort „wahrscheinlich wahr“ zu der Aussage, „Juden haben zu viel Macht in der Wirtschaft„, ergab die Umfrage 2009:

Österreich 36%, was einem Rückgang von 37% im Jahr 2007 entspricht
Frankreich 33%, gegenüber 28% im Jahr 2007
Deutschland 21%, unverändert gegenüber 2007
Ungarn 67%, gegenüber 60% im Jahr 2007
Polen 55%, gegenüber 49% im Jahr 2007
Spanien 56%, gegenüber 53% im Jahr 2007
Großbritannien 15%, gegenüber 22% im Jahr 2007

Bei der Antwort „wahrscheinlich wahr“ zu der Aussage „Juden haben zu viel Macht an den internationalen Finanzmärkten„, ergab die Umfrage 2009:

Österreich 37%, von 43% im Jahr 2007
Frankreich 27%, gegenüber 28% im Jahr 2007
Deutschland 22%, gegenüber 25% im Jahr 2007
Ungarn 59%, was einem Rückgang von 61% im Jahr 2007 entspricht
Polen 54%, unverändert gegenüber 2007
Spanien 74%, gegenüber 68% im Jahr 2007
Großbritannien 15%, was einem Rückgang von 21% im Jahr 2007 entspricht.

Bei der Antwort „wahrscheinlich wahr“ zu der Aussage „Juden sprechen immer noch zu viel über das, was im Holocaust geschehen ist„, ergab die Umfrage 2009:

Österreich 55%, gegenüber 54% im Jahr 2007
Frankreich 33%, was einem Rückgang von 40% im Jahr 2007 entspricht
Deutschland 45%, unverändert gegenüber 2007
Ungarn 56%, was einem Rückgang von 58% ab 2007 entspricht
Polen 55%, was einem Rückgang von 58% im Jahr 2007 entspricht
Spanien 42%, was einem Rückgang von 46% im Jahr 2007 entspricht
Großbritannien 20%, was einem Rückgang von 28% im Jahr 2007 entspricht

Interparlamentarische Koalition zur Bekämpfung des Antisemitismus

Ein Bericht über die Gründung der „Interparlamentarischen Koalition zur Bekämpfung des Antisemitismus“ in London.
Wirklich gut zu wissen, das es weltweit noch Politiker gibt, die bereit sind,

  • sich mit der Realität zu beschäftigen – und nicht nur mit den nächsten Wahlprognosen,
  • die zwischen Richtig und Falsch, zwischen Gut und Böse unterscheiden – und nicht nur auf die evtl. entstehenden wirtschaftlichen Nachteile achten,
  • die Verantwortung übernehmen und nicht nur Reden halten, die sie nichts kosten,
  • die nicht nur auf ihr Image bedacht sind, sondern eine Vorstellung davon haben, wie es in der Welt aussehen und weitergehen soll.

Wir lenken die Aufmerksamkeit der demokratischen Welt auf das Wiederaufleben von Antisemitismus als einer mächtigen Kraft in der Politik, in den internationalen Beziehungen und in der Gesellschaft“ – mit diesen Worten beginnt die „Londoner Erklärung zur Bekämpfung des Antisemitismus“ die kürzlich in London von Parlamentariern aus 40 Staaten verabschiedet wurde.

Am 16. und 17. Februar 2009 waren im britischen Unterhaus erstmals 125 Parlamentarier aus aller Welt mit 80 Antisemitismusforschern, Rechtsexperten und Spezialisten zusammengekommen, um die Interparlamentarische Koalition zur Bekämpfung des Antisemitismus aus der Taufe zu heben.

Zu den Teilnehmern und Rednern dieser Konferenz gehörten der italienische Außenminister Franco Frattini, der kanadische Einwanderungsminister Jason Kenney, der tschechische Minister Pavel Svoboda, der Berater des marokkanischen Königs, André Azoulay, die ehemaligen Minister Natan Sharansky aus Israel, Sergio Abreu aus Uruguay, Irwin Cotler aus Kanada, Solomon Passy aus Bulgarien sowie die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau.

Die „London Declaration on Combating Antisemitism“ ist ein Dokument, das große Verbreitung verdient. Die Präambel dieser Erklärung begründet die Notwendigkeit der neuen Interparlamentarischen Koalition wie folgt:

„Wir beobachten einen dramatischen Anstieg der registrierten antisemitischen Hassverbrechen und Angriffe auf jüdische Personen und ihr Eigentum sowie auf religiöse, schulische und kommunale jüdische Institutionen.
Wir sind alarmiert über das Wiederaufleben der alten Vorurteilssprache und ihrer modernen Manifestationen – in Rede und politischer Aktion – gegen Juden, die jüdische Religion und den Staat Israel.
Wir sind über den von Regierungsstellen unterstützten Antisemitismus und besonders über den staatlichen genozidalen Antisemitismus alarmiert.
Wir bekräftigen als Parlamentarier unsere Entschlossenheit, dieser Herausforderung mit einem umfassenden Aktionsprogramm entgegenzutreten.“

Das 35 Punkte umfassende Aktionsprogramm fordert unter anderem den Ministerrat der EU dazu auf, eine Sondersitzung zur Bekämpfung des Antisemitismus auf Basis der Londoner Erklärung durchzuführen und durch außenpolitischen Druck auf Länder wie Saudi-Arabien und Ägypten dafür zu sorgen, dass die Ausstrahlung explizit antisemitischer Programme durch das Satellitenfernsehen unterbunden wird.

Darüber hinaus erklärten die Abgeordneten in Anspielung auf die bevorstehende Durban II –Konferenz der Vereinten Nationen:
„Regierungen und die Vereinten Nationen sollten dafür sorgen, dass die Institutionen der internationalen Gemeinschaft und der Dialog unter den Staaten niemals wieder dazu missbraucht werden, dem Antisemitismus irgendeine Form von Legitimation zu verschaffen, zum Beispiel, indem man Israel herausgepickt und international diskriminiert. Wir wollen keine weitere Versammlung wie die von Durban 2001 erleben oder daran teilnehmen.“

Die Konferenz wurde von John Mann geleitet, einem Abgeordneter der Labourpartei, der Anfang 2006 die britische „All-Party Parliamentary Group Against Antisemitism“ gegründet hatte. „Die Juden in der Welt sollen wissen, dass sie nicht allein stehen“, erklärte er in seiner Begrüßungsansprache. „Wir sind stolz auf die Zusammenarbeit mit führenden Politikern aus dem gesamten politischen Spektrum, die dem ältesten Hass in seiner neuesten Form gemeinsam entgegentreten wollen.“

Als zweiter Redner betonte der britische Staatssekretär Sadiq Khan, dass der Antisemitismus im Gegensatz zum Rassismus salonfähig geworden sei. Die gegenwärtige Rhetorik über Israel und den Zionismus enthalte antisemitische Motive, die den altbekannten Hasstiraden gegen Juden entsprächen.

Der ehemalige Justizminister Kanadas, Irvin Cotler, sprach von einem „neuen, raffinierten, globalisierten, sowohl virulenten wie auch tödlichen Antisemitismus, der an die Atmosphäre der Dreißigerjahre erinnert und der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ohne Beispiel ist.“ So, wie der alten Antisemitismus die Welt von den Juden „befreien“ wollte, so wolle der neue Antisemitismus die Welt vom Staate Israel „befreien“, erklärte Cotler.

David Harris, der Vorsitzende des American Jewish Committee, mokierte sich mit Blick auf Europa über Nationen, die bereits Stimmenthaltung als Mutbeweis betrachteten. Er kritisierte, dass die internationale Gemeinschaft sich weigere, erklärte Judenfeinden zu ächten und zu isolieren. Es sei ein Skandal, dass Antisemiten als Staatsmänner hofiert würden.

In einer eindrucksvollen Rede zog der kanadische Einwanderungsminister Jason Kenney einen Verbindungslinie zwischen dem ukrainischen Ort Babi Yar, wo 1941 an zwei Tagen 33.000 Juden im Holocaust erschossen wurden und dem Chadbad’s Nariman House in Mumbai, wo 38 Jahre später aus der Menge der 20 Millionen Mumbai-Einwohner eine Gruppe von Juden herausgepickt wurde, um sie stellvertretend für alle Juden zu foltern und zu töten.

Er begründete unter starkem Beifall, warum Kanada die bevorstehende Durban II – Konferenz boykottieren wird und kritisierte die Teilnahme der EU-Staaten an dieser maßgeblich von Libyen und dem Iran vorbereiteten Konferenz.

Jason Kenney, dessen Land mit zehn Parlamentariern die größte Delegation nach London geschickt hatte, bot an, in 2010 die nächste Interparliamentary Coalition for Combating Antisemitism (ICCA) in Kanada auszurichten.

Aus Deutschland nahmen an der Konferenz neben (der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages) Petra Pau (die Linke) und ihrem Büroleiter der SPD-Bundestagsabgeordnete Prof. Weisskirchen (der als Konferenzvorbereiter mitwirkte), die Abgeordneten der Grünen, Wolfgang Wieland und Jerzy Montag, der Beauftragte für die Beziehungen zu jüdischen Organisationen und Antisemitismusfragen im Auswärtigen Amt, Benedikt Haller, sowie der Autor, Matthias Küntzel, dieser Zeilen teil.