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    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
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    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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Todesursache Nummer eins in Europa

Sind es die Verkehrstoten? Drogenabhängige? Flugzeugabstürze? Selbstmorde? Herzinfarkte? Nein.

Jeden Tag werden in der Europäischen Union 3.309 Kinder im Mutterleib getötet, also 138 pro Stunde. Das ergab eine Studie des spanischen Institutes für Familienpolitik, die in Brüssel vorgestellt wurde.

Im Jahr 2008 waren dies 1.207.646 Menschen, die in den 27 EU-Ländern bei einer Abtreibung ihr Leben verloren. Diese Zahl entspricht dem Defizit der Geburtenrate in Europa und sie entspricht der Bevölkerung von Luxemburg und Malta zusammen.

In zwölf Tagen gibt es in den 27 EU-Ländern damit mehr Abtreibungen als Verkehrstote in einem ganzen Jahr: Die Zahl der Verkehrstoten betrug im Jahr 2008 39.000.

In den vergangenen 15 Jahren (1994 bis 2008) ist die Zahl der Abtreibungen in der Europäischen Union auf 20 Millionen angestiegen. Dies entspricht der Bevölkerung der beiden Länder Rumänien und Niederlande. In Gesamt-Europa wurden allein im Jahr 2008 2,86 Millionen Kinder im Mutterleib durch Abtreibung getötet.

In der Schweiz werden die Zahlen der abgetriebenen Kinder erst seit dem Jahr 2002 in offiziellen behördlichen Statistiken erfasst. Seither bewegen sich die Abtreibungszahlen gemäss Bundesamt für Statistik zwischen 10000 und 11000 pro Jahr.

Der italienische Präsident der Bewegung für das Leben, Carlo Casini, erklärt dazu:

«Viele denken, dass Kinder, bevor sie auf die Welt kommen, keine Kinder seien. Das hat mit einer Wertekrise zu tun, die den Alten Kontinent befallen hat. Solange wir keinen Mentalitätswechsel herbeiführen, kann diese europäische Tragödie nicht überwunden werden.»

via factum

Wie kann man solch einen Massenmord einfach ignorieren? Hier hat kollektiv das Gewissen und der Wertekatalog mehrerer Generationen komplett versagt. Wer das abstreitet, macht sich etwas vor.

Denn da kann man noch so viele Gründe und Ausnahmen finden – Vergewaltigung, Soziale Not, Lebensumstände – keiner kann behaupten, dass all diese Gründe den Tod eines Menschen, dessen Leben wir sonst, ist er einmal geboren,  bis aufs Messer verteidigen, rechtfertigen.

Im Einzelfall mögen diese Gründe richtig sein, aber garantiert nicht bei 2,86 Millionen.

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Das Ende der Unschuld

Die Seele der Wissenschaft ist nicht die Gewissheit, sondern der Zweifel. Eigentlich eine Binsenweisheit. Doch sie droht, in Vergessenheit zu geraten. Zu oft bleibt der Öffentlichkeit heutzutage verborgen, dass es sich bei vielen „Erkenntnissen“, mit denen Forscher von sich reden machen, noch keineswegs um gesichertes Wissen handelt, sondern nur um die vorläufigen Früchte ihrer Arbeit – um Vermutungen, Hypothesen, Denkmodelle, Szenarien.

Beispiel Schweinegrippe. Die Virologen täuschten sich, als sie im vorigen Frühjahr zu dem Schluss kamen, dass es sich bei A/H1N1 um einen völlig neuartigen Erreger handle. Inzwischen weiß man, dass unser Immunsystem Teile von ihm schon länger kennt. Das erklärt, warum die Pandemie nicht so dramatisch verläuft, wie anfangs befürchtet. Besser man räumt solche Irrtümer in aller Deutlichkeit ein. Sonst steht am Ende die eigene Glaubwürdigkeit auf dem Spiel.

In der Wissenschaft ist es normal, dass eine Arbeitshypothese die Probe aufs Exempel nicht besteht. Dann muss der Forscher sie revidieren. Zugegeben, früher, als man noch im stillen Kämmerlein vor sich hinforschte, war das leichter als heute. Schon das Buhlen um knappe Forschungsmittel kann dazu verleiten, vorläufige Arbeitsergebnisse als Gewissheiten zu verkaufen.

Dabei sind die Erwartungen, mit denen Wissenschaftler sich konfrontiert sehen, in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Menschen wünschen sich Orientierung. Die Geldgeber wollen nutzbares Wissen und die Politiker zuverlässige Aussagen, auf die sich Entscheidungen und Investitionen gründen lassen. Für Forscher eröffnen sich damit ungeahnte Möglichkeiten. Sie werden angehört, ernst genommen, können Politik mitgestalten.

Ein Sündenfall der Wissenschaft
Doch sie begeben sich damit auch auf ein heikles Terrain. Beispiel Klimaforschung. Sie hat ihre Unschuld im vorigen Jahr definitiv verloren. In den E-Mails aus dem weltweit führenden britischen Forschungszentrum der Universität von East Anglia, die kurz vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen durch einen Hackerangriff bekannt wurden, kann jeder nachlesen, wie renommierte Wissenschaftler gegen Zweifel vorgehen, sich damit auch Macht, Einfluss und nicht zuletzt Forschungsgelder sichern. Der Umgang mit Andersdenkenden zeugt von der Selbstherrlichkeit einer in sich geschlossenen Kaste: Kritiker sollten kaltgestellt, Rohdaten zurückgehalten und Fachzeitschriften boykottiert werden, wenn sie Auffassungen veröffentlichten, die dem eigenen Denkmodell widersprachen. Ihre Position haben die Wissenschaftler erfolgreich verteidigt.

Doch mit solchen unlauteren Methoden laufen sie Gefahr, das Vertrauen zu verspielen, das sie in der Öffentlichkeit immer noch genießen. Die Kontrolle ist ihnen entglitten, ihre Forschung selber politisch geworden – nachgerade ein wissenschaftsethischer „Sündenfall“. Obwohl die Computermodelle, mit denen man die Entwicklung des Weltklimas zu simulieren versucht, nach wie vor erhebliche Schwächen haben, läuft der Zweifel von „Klimaskeptikern“ längst ins Leere. Die Leiterin der Strategieabteilung im internationalen Klima- und Umwelt-Investorennetzwerk „Ceres“, zu dem unter anderem Pepsi Cola, American Airlines und der Medienkonzern und Finanzdienstleister Bloomberg gehören, reagierte auf den Hackerskandal bezeichnenderweise völlig ungerührt. „Der Klimakonsens hat die politischen Grenzen überschritten“, sagte Anne Kelly: „Er ist ein smartes Geschäft, und die Investoren sind damit einverstanden.“

Mit dem Wissenschafts-Ethos hat das nichts zu tun. Es setzt voraus, dass Forscher sich im Streit mit Kritikern bewähren, statt sie zu diskreditieren – auch wenn der Zweifel lästig ist. Er macht die Dinge kompliziert. Und bleibt das Lebenselixier der Forschung. Aber er hat es heute schwer.

Und hinzuzufügen ist noch: Auch die Evolutuionstheorie ist und bleibt eine Theorie mit vielen offenen Fragen. Wenn Laien oder sogar auch Wissenschaftler behaupten, dass die ET keine Theorie mehr sei, sondern eine bewiesene Tatsache, dann verleugnen sie den o.g. Charakter der Wissenschaft:

Die Seele der Wissenschaft ist nicht die Gewissheit, sondern der Zweifel.

Das ist dann kein wissenschaftliches Arbeiten mehr, sondern das Verbreiten und dem Festhalten an einer Ideologie.

Abtreibungsgegner mit Kondomen beworfen

Manchen Leuten geht es nicht mehr um das in unserem Rechtsstaat verbürgte Recht, seine Meinung frei äußern zu dürfen. Ihnen geht es nur noch darum, ihre Meinung durchzusetzen und den „Gegner“ zu diffamieren, zu bedrohen und einzuschüchtern. (Hatten wir so was nicht schon mal … Ups …)

Solche Leute nennen sich dann fortschrittlich, alternativ und „Tabubrecher“. Ich glaube, dann bin ich – in diesem Punkt – lieber rückständig, alternativ-alternativ und lebe mit Tabus.

Teilnehmer einer Demonstration, die von der Lebensschutz-Organisation „Euro pro Life“ organisiert wurde, sind am Samstag mit Flaschen und Kondomen beworfen worden. Die Polizei nahm drei Personen „aus dem linken Spektrum“ fest – einer der Festgenommenen hatte nach Polizeiangaben einem Abtreibungsgegner das Kreuz aus der Hand gerissen und es in die Isar geworfen. Elf weitere Personen mussten ihre Personalien angeben, weil sie die Versammlung der Abtreibungsgegner mit Trillerpfeifen gestört hatten. Die rund 300 Lebensschützer waren am Samstag an der Paulskirche auf Höhe der Theresienwiese gestartet und um den Altstadtring ins Lehel nach St. Anna gezogen. Bei einer Kundgebung auf der Luitpoldbrücke wurden sie von der Gegenseite attackiert. Zuvor hatten rund 200 Abtreibungsbefürworter am Stachus für das „Recht auf Abtreibung“ demonstriert.

Abtreibung – ein Geschäft?

Ich denke, so weit sind wir in Deutschland (noch) nicht, aber wenn man über Abtreibung spricht, dann spricht man ja nicht nur über Deutschland.

Habe ich bisher nur über die ethischen Aspekte der Abtreibung nachgedacht (es bleibt für mich ein Mord – die juristische Grenze der Geburt ist nur zur Gewissensberuhigung), kommt – für mich – ein neuer Aspekt hinzu: die Verwendung der Babyleichen für medizinische, pharmazeutische und Transplations-Zwecke.

Die Journalistin, Dozentin und Moderatorin und stellvertretende Vorsitzende der „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) Alexandra Maria Linder schreibt:

Weltweit ist Abtreibung die häufigste nicht- natürliche Todesursache, jedes Jahr sterben über 40 Millionen Kinder daran.

Wer ganz offensichtlich zunächst daran verdient, sind diejenigen, die die Abtreibung vornehmen. Bei einem ungefähren Preis von 430,- Euro pro Abtreibung kann man sich den Umsatz leicht selbst ausrechnen. Aber viel mehr profitieren ganz andere Branchen davon, die man auf den ersten Blick nicht erkennt. Dazu gehören vor allem Pharmakonzerne, aber auch Firmen aus der Kosmetikbranche, daneben Transplantations-, Forschungs- oder Anti-Aging-Einrichtungen. Der Markt ist unglaublich groß und sehr unübersichtlich.

Mit jeder Abtreibung ist „Material“ vorhanden, das gewinnbringend verwertet werden kann. Während man in Deutschland meistens noch davon ausgehen kann, dass die toten Kinder ordnungsgemäß mit dem Klinikmüll verbrannt werden, haben sich in anderen Staaten ziemlich professionelle Verwertungsketten gebildet. Von der Abtreibung in einem Raum zur Ausschlachtung gleich nebenan. Zellen und Organe werden danach gleich an die Abnehmer geliefert.

[…] Wenn man jeden Parkinson-Patienten in Deutschland behandeln wollte und man davon ausgehen muss, dass für jeden Patienten die Hirnzellen von mindestens 6 abgetriebenen Kindern benötigt werden, reichen die Abtreibungen in Deutschland rein zahlenmäßig nicht aus, um einen solchen „Markt“ zu bedienen. Mit derart aufwendigen und damit teuren Behandlungen tun sich für die Interessenten neue langfristige Perspektiven im Milliardenbereich auf.

Hier findet sich das gesamte Interview bei Freie Welt.

Nun noch die Frage, wie man das bewerten muss.

Ist die Abtreibung eine erlaubte Sache, für die sich niemand zur rechtfertigen hat, ist die Verwertung der Leichen folgerichtig. Denn schließlich gibt es ja auch Organspender, die nach ihrem Tod ihren Körper hergeben.

Einziges Problem dieser Leute mit dieser Sichtweise: Der „Markt“ wird zu wenig bedient. Der Bedarf steigt, es muss für Nachschub gesorgt werden. Woher nehmen? Noch mehr Abtreibungen? Soll man den Leuten ihre Kinderwünsche noch madiger machen, damit noch mehr abgetrieben wird?

So verwandeln wir die Schwangerschaften in eine Bereitstellungsmaßnahme, um ein menschliches Ersatzteillager zu schaffen. Denn der „Markt“-bedarf wird steigen.

Selbst wenn man Abtreibung sonst befürwortet, ist dies ein sehr kritisches Vorgehen.

Wenn man die Abtreibung als Mord an einem wehrlosen Kind begreift (Die Mutter: „Mein Bauch/mein Leben gehört mir“. Das Kind? Schweigen), ist die Verwertung der Leichen nur noch widerlich. Eine Industrie, die vor nichts mehr zurück zu schrecken scheint.

Abtreibung – voll normal

… Der Schutz des menschlichen Lebens ist zweifellos die zentrale und wichtigste Aufgabe des Staates, die Pflichten wie Rechte begründet. Daraus folgerte das Bundesverfassungsgericht 1993, dass der Staat nie und nimmer aktiv die Beendigung menschlichen Lebens, auch des vorgeburtlichen, betreiben oder auch nur für Recht erklären dürfe.

Während es um diesen Schutz des Lebens während des Lebens in demokratischen Staaten im Vergleich zur Geschichte vorangegangener Jahrhunderte sehr gut steht, versagen dieselben Staaten am Anfang des Lebens in der vorgeburtlichen Phase (und zunehmend auch am Ende des Lebens) fast völlig und verweigern damit den Schwächsten der Gesellschaft den Schutz vor anderen Menschen, die sie töten wollen. Unseres Erachtens rüttelt das an den Grundfesten des Staates und führt durch Gewöhnung dazu, dass der Lebensschutz generell mehr und mehr zu einem Anliegen unter vielen wird, dass man durchaus auch einmal anderen Überlegungen unterordnen kann.

Wenn wir wieder soweit sind, dass der Staat meint, dass er über das Lebens­recht gan­zer Bevölkerungsteile abstimmen kann, verliert der Staat seine wichtig­ste Existenzberechti­gung, nämlich das Leben der Bürger vor ande­ren Menschen zu schüt­zen. Zur gleichen Zeit, als man in Rio de Janeiro ein Artenschutzab­kommen für Tiere und Pflanzen unterschreibt, be­schließtender Deut­sche Bundes­tag, dass man die ‘Art’ Mensch im Mut­terleib töten darf.

Häufigste Todesursache weltweit
Abtreibung ist die häufigste Todesursache auf unserem Planeten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO standen 2007

  • 136 Mio. Geburten und 54 Mio. Todesfällen 42 Mio. gemeldete Abtreibungen gegenüber.

Von den 54 Mio. starben

  • 17,5 Mio. an Herz-Kreislauferkrankungen,
  • 11 Mio. Menschen an einem Krebsleiden.
  • Weniger als ein Fünftel der 54 Mio. waren Kinder.
  • Demnach werden jährlich viermal so viele Kinder im Mutterleib getötet, wie geborene Kinder sterben.

Aus einem in Washington veröf­fentlichten Bericht des For­schungsinstitutes ‚World-Watch’ geht hervor, dass jährlich fast ebenso viele Kin­der abgetrieben werden, wie im 2. Weltkrieg insge­samt an Menschen umkamen. Wäh­rend im Welt­krieg 55 bis 60 Millio­nen Men­schen starben, werden jähr­lich mindestens 50 Millio­nen Kinder im Mutterleib getötet, wobei zusätzlich 200.000 Frauen ihr Leben lassen.

In Japan und Frankreich wird die Hälfte aller Kinder im Mutter­leib getötet, in Deutschland und den Niederlanden ein Viertel.

Betrachtet man allerdings die deutschen Medien, könnte man den Eindruck gewinnen, als ginge es statistisch um ein Randproblem und um eine moralische Bagatelle.

Ein Zitat des Münchner Professors für Nordamerikanische Kulturgeschichte Michael
Hochgeschwender zum Thema gewaltbereiter, evangelikaler Fundamentalisten (Michael Hochgeschwender. Amerikanische Religion: Evangelikalismus,
Pfingstlertum und Fundamentalismus. Frankfurt: Verlag der
Weltreligionen, 2007. S. 199):

Allerdings wird man sich davor hüten müssen, den Anteil von Gewalttätern innerhalb der neofundamentalistischen Szene zu hoch anzusetzen. Auf dem absoluten Höhepunkte der Bombenattentate im Jahre 1994 starben vier Menschen, insgesamt kamen in den neunziger Jahren sieben Menschen bei Angriffen auf Abtreibungskliniken ums Leben.
Verglichen mit dem allgemeinen Gewaltniveau der amerikanischen Gesellschaft oder selbst verglichen mit dem Gewaltpotential der extremen Rechten in den USA fielen die Neofundamentalisten kaum aus dem Rahmen. Darüber hinaus waren die meisten Täter pathologische Persönlichkeiten. Darin wichen sie von ihrem Sympathisantenumfeld nicht ab.
Die absolute Mehrheit der Neofundamentalisten, mehr als 95 Prozent, verhielt sich demgegenüber bei aller verbaler Militanz systemkonform und griff, trotz der Tradition der extralegalen Volksgewalt in den USA, nicht auf terroristische Gewalt zurück. Religiöser Fanatismus allein führte gerade nicht notwendig in den Terrorismus.
Prägnanter formuliert: Es gab gewalttätige Fundamentalisten, aber keinen gewalttätigen Fundamentalismus.

Ja, ich kenne die Gründe der Abtreibungsbefürworter. Und sie sind nicht falsch. Trotzdem: Es gibt Grenzen, die man nicht überschreiten sollte, Grenzen, die Gott uns gesetzt hat. Und die Grenze des Lebens ist eine solche.

Wir regen uns zu Recht fürchterlich über die Experimente an lebenden Menschen und mit Kindern im 3. Reich auf. Das war schrecklich, eine totale Missachtung des Lebensrechtes wehrloser Menschen. Und genau das ist Abtreibung auch.

Wenn man anfängt – und das haben wir schon reichlich -, diese Grenzen aufzuweichen, zu verschieben und zur Disposition zu stellen, wer zieht dann eine neue Grenze? Niemand. Wenn erst einmal die eine Grenze gefallen ist, fallen auch wahrscheinlich weitere Grenzen. Oder wie sieht die Diskussion über die Kosten, die uns alte Menschen verursachen?

„Anti-Kreationismus“ hat quasi-religiöse Strukturen

Die Vertreter der Evolutionstheorie (ET) berufen sich gerne auf die Wissenschaft und behaupten, die ET wäre eigentlich gar keine Theorie, sondern ein Gesetz, das bewiesen wäre.
In Deutschland tut sich in dieser Richtung vor allem der Kasseler Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera und in Europa der ehemalige Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Bildung in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, der französischen Sozialist Guy Lengagne hervor. In einem Kommissionsbericht hat Lengagne den Kreationismus als Gefahr für Demokratie und Menschenrechte bezeichnet. Dieses Papier wurde so auch vom Europarat verabschiedet.

Dafür werden die beiden von dem Berliner Politologen und freiem Wissenschaftsjournalisten Benno Kirsch kritisiert, der für verschiedene Zeitungen (u.a. FAZ) schreibt:

Die Maßlosigkeit von Kutscheras Vorgehen und in Lengagnes Report deuteten darauf hin, dass nicht Kreationisten problematisch seien, sondern einige Befürworter der eigentlich gut abgesicherten Evolutionstheorie. Indem sie die Theorie zu einer umfassenden Lehre machten, gäben sie ihr einen unangemessen hohen Stellenwert als angebliche Garantin für Freiheit und Fortschritt. Dass die Evolutionstheorie dogmatisch als Tatsache hingestellt werde, verhindere ebenfalls eine kritische Diskussion.

Kirsch: „Mit dem schlampigen Umgang mit Begriffen und dem Leugnen offener Fragen haben sich die Evolutionsbiologen eine offene Flanke geschaffen.“ Damit hätten sie Platz gemacht für alle, die den Absolutheitsanspruch der Evolutionstheorie zurückweisen wollen, und insbesondere für kreationistisches Gedankengut.

Benno Kirsch schreibt außerdem unter http://www.philosophia-online.de:

Die „Realwissenschaften“ gingen insgesamt von der Annahme aus, dass die Welt erklärt werden können müsse, ohne die Hypothese „Gott“ einzuführen. Ausschließlich Prozesse, die gesetzmäßig abliefen und kausal beschreibbar seien, könnten zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung werden. Sobald übernatürliche Annahmen gemacht würden wie bei Kreationisten, wäre eine intersubjektive Auseinandersetzung nicht mehr möglich.
Womit sie (…) zweifelsfrei recht hat – aber zugleich einen Hinweis darauf gibt, woran es liegen könnte, dass die Anti-Kreationisten so aggressiv gegen ihren Feind und alle, die sie dafür halten, losgehen. (…)
„Welcher Sinn bliebe von der Wissenschaft noch übrig, wenn man annähme, dass Naturgesetze und –konstanten in der Erdgeschichte durch einen Schöpfer veränderbar seien (…), dass er (…) beliebig intervenieren könne?“ (S. 178) Richtig: keiner. Und das ist das Problem, das die wissenschaftsgläubigen Atheisten umtreibt: Ihrer Religion drohte dann der Boden entzogen zu werden.

via IDEA.de „Anti-Kreationismus“ hat quasi-religiöse Strukturen

Schweden: Abtreibung wegen unerwünschten Geschlechts

Frau wollte keine dritte Tochter – Abtreibungstourismus aus Norwegen.

Stockholm (idea) – In Schweden dürfen ungeborene Kinder abgetrieben werden, wenn die Mutter nicht mit dem Geschlecht einverstanden ist. Das hat die Nationale Sozial- und Gesundheitsbehörde in Stockholm entschieden.

Eine Mutter von zwei Töchtern aus Eskilstuna (Südschweden) hatte zwei Abtreibungen vornehmen lassen, weil sie nicht noch eine dritte Tochter wollte. Als sie bei einer erneuten Schwangerschaft die Ärzte wieder darum bat, ihr das Geschlecht des Kindes mitzuteilen, fragten diese die Behörde um Rat. Antwort: Abtreibungen aufgrund des Geschlechts dürfen nicht verweigert werden. Andernfalls verstoße man gegen die geltende Rechtslage, die eine Abtreibung bis zur 18. Woche erlaubt. Laut einem Bericht des Schwedischen Tageblatts hat inzwischen ein Abtreibungstourismus zwischen Norwegen und Schweden eingesetzt: Da in Norwegen Abtreibungen nur bis zur zwölften Woche erlaubt sind, man das Geschlecht aber erst danach erfahren darf, reisten immer mehr Schwangere in das Nachbarland. Darunter seien besonders Frauen aus anderen Kulturen.

„Wenn eine Frau schon drei oder vier Mädchen hat und aus der Türkei (sic!) stammt, ist der Druck groß, einen Jungen zu bekommen“, zitiert das Blatt einen Abtreibungsarzt.

Jau. Und demnächst wird auch genetisch festgestellt, ob der Junge eine 1 in Mathe bekommt oder Fußballer in der 1.Liga werden kann. Und wenn nicht … Pech gehabt.