• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
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    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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Türkische Diplomatie

Der türkische Premierminister Recep Tayyep Erdogan hat die Regierung unter Benjamin Netanjahu als die „schlechteste“ in der israelischen Geschichte bezeichnet. Außenminister Avigdor Lieberman sei Israels „größtes Problem“, sagte er am Donnerstag in einem Interview des arabischen Senders „Al-Dschasira“.

Erdogan kündigte an, dass die Türkei die Kühle in den Beziehungen beibehalten werde, bis sich Israel für die Razzia auf der „Mavi Marmara“ entschuldige. Zudem müsse es die Familien der neun pro-palästinensischen Aktivisten entschädigen, die bei der Erstürmung des Schiffes Ende Mai ums Leben gekommen waren.

„Solange Netanjahus Regierung ihre Politik nicht ändert, kann sie nicht erwarten, dass wir die unsrige ändern.“

Mit seiner Kritik an Lieberman reagierte Erdogan auf Äußerungen des israelischen Außenministers. Dieser hatte zuvor die Forderungen nach einer Entschuldigung als „frech“ (Chutzpah) bezeichnet.

Der türkische Regierungschef sagte, die israelische Öffentlichkeit müsse Lieberman

„loswerden“.

Er sei ein

„verachtenswerter“ Mann.

„Es liegt bei ihnen, nicht bei uns“, den Minister seines Amtes zu entheben. „Wenn sie es nicht tun, werden sich Israels Probleme nur noch verschlimmern.“

Unterstützung bekundete Erdogan laut der Tageszeitung „Ha´aretz“ für die Hamas-Regierung in Gaza:

„Die Hamas ist keine terroristische Bewegung. Es sind Menschen, die ihr Land verteidigen. Es ist eine Bewegung, die sich zur Wahl gestellt und gewonnen hat.“

Die palästinensische Gruppe habe nie die Chance erhalten, als demokratische Regierung zu herrschen. Der türkische Premier forderte, die Hamas müsse in die Endstatusverhandlungen einbezogen werden. Denn ohne ihren Beitrag sei ein palästinensisch-israelischer Friede unmöglich.

via israelnetz

Die Regierung des demokratischen Rechtsstaates Israels – von freedom house gerade für die freiheitlichen Merkmale ausgezeichnet – sei schlecht, die Hamas keine Terrorbewegung. Dass sie Menschen umbringen (nicht nur Juden!), unterjochen und foltern – all das qualifiziert sie nicht für „Turkey’s next Terror model“. Was muss man tun, um in die Endausscheidung zu kommen?

Eine Einschätzung des israelischen Botschafter in der Türkei, Gaby Levy:

Als der israelische Botschafter in Ankara im vergangenen Jahr in der US-Vertretung in der türkischen Hauptstadt seine Sicht der Gründe für die Krise in den Beziehungen zwischen der Türkei und Israel darlegte, verwies er auf die persönlichen Gefühle von Premier Recep Tayyip Erdogan:

„Er ist ein Fundamentalist. Er hasst uns aus religiösen Gründen.“

Nach Kontakten mit anderen Gesprächspartner kam auch die US-Botschaft zu dem Schluss,

„dass Erdogan einfach Israel hasst“.

In den von Wikileaks veröffentlichten Memos der amerikanischen Botschaft in Ankara erscheint Erdogan mehrmals als machthungriger und möglicherweiser korrupter Islamist und Israel-Feind.

Doch amerikanische Diplomaten bezeichnen ihn auch als Reformer, Demokrat und als den besten Partner, den Washington sich in Ankara nur wünschen kann. Nach fast acht Jahren als türkischer Regierungschef ist Recep Tayyip Erdogan für die westliche Führungmacht USA immer noch ein Rätsel.

… Erdogan, so heißt es an einer Stelle, sei der einzige Politiker, der die Vision der USA von einer erfolgreichen, demokratischen und europäisch integrierten Türkei voranbringen könne.Doch so manch andere Depesche aus Ankara entwirft ein wesentlich finsteres Bild des türkischen Premiers. Erdogan glaube, er sei „von Gott auserkoren“, um die Türkei zu führen. Noch vor zwei Jahren konnten die US-Diplomaten nicht abschließend beurteilen, ob Erdogan einem islamistischen Geheimplan folgt, wie seine Gegner sagen, oder ob die Vorwürfe jeder Grundlage entbehren, wie seine Anhänger es sehen.

Für Erdogan drehe sich alles um ein Ziel: Macht. Der türkische Premier „hungert nach absoluter Macht“ und den matieriellen Vorteilen, die diese mit sich bringe, schrieben die Amerikaner. Er habe acht verschiedene Konten in der Schweiz und umgebe sich mit Ja-Sagern, die so ebenso wenig von der Welt außerhalb der Türkei verstünden wie er selbst.

Ganz besonders schlecht kommt Erdogans Außenminister Ahmet Davutoglu weg. Selbst Verteidigungsminister Vecdi Gönül, ein gemäßigter Muslim im Kabinett, habe Davutoglu als „extrem gefährlich“ in islamistischer Hinsicht beschrieben. Die türkische Iran-Politik lasse die USA daran zweifeln, ob bei der Eindämmung iranischer Destabilisierungsversuche in der Region auf die Türkei noch Verlass sei.

via tagesspiegel

Nicht nur die USA und die Israelis, auch die Palästinenserbehörde in Ramallah sorgt sich schon seit geraumer Zeit um die „stille Unterstützung der Hamas“ durch die Türkei, die der PLO-Beamte Maruf laut einer geheimen Depesche vom 3. Juni 2009 für „sehr gefährlich“ hält. Die Führung der türkischen Regierungspartei AKP habe ein „romantisches Verhältnis“ zur Hamas entwickelt. Diese türkische Annäherung an die radikale Hamas schwäche die Palästinenserregierung im Westjordanland.

[Der palästinensische Botschafter in Ankara, Nabil] Maruf hält zwei Dinge laut Botschaftsbericht für „besonders alarmierend“: Die wachsende Zahl der fragwürdigen NGO-Konferenzen zur Unterstützung Palästinas, die in Istanbul abgehalten würden, und Besuche von Hamas-Vertretern bei der Regierung in Ankara. Allein im Mai und Juni 2009 seien sieben Konferenzen in Istanbul abgehalten worden, die sich mit Palästina beschäftigten. Der PLO-Gesandte berichtet, so heißt es in der Depesche, dass zu den Teilnehmern „wohlbekannte Radikale aus der arabischen Welt“ gehörten.

… Während des Gazakriegs im Januar 2009 gehört Premier Recep Tayyip Erdogan zu den schärfsten Kritikern Israels. Sogar Syriens Präsident Baschir al-Assad soll ihn damals gebeten haben, sich im Ton zu mäßigen.

Vertreter des Mossad sind der Ansicht, dass das Militär und die säkularen Parteien an Einfluss verloren hätten und die stärkste Gefahr für die AKP von noch radikaleren islamistischen Parteien ausgehe. Zudem habe der Mossad Hinweise darauf, dass die Türken dem Iran bei der Umgehung der Finanzsanktionen helfen und den iranischen Waffenschmuggel über Syrien an die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah ignorieren würden. Über die weitere Zukunft ihrer Beziehungen zur Türkei machen sich die Israelis im November 2009 schon keine Illusionen mehr. Die Türken würden „Israel auf lange Sicht nicht brauchen“.

via welt.de

Die Türkei gleicht diplomatisch gesehen einem Elefanten im Porzellanladen – sie zerschlägt alles, was ihr quer kommt. Diplomatie zeichnet sich gerade dadurch aus, dass man persönliche Gefühle und Einschätzungen zurückhält und eine ausgewogene Sprache benutzt.

Dass Erdogan und seine Kumpels darauf verzichten, bedeutet imhO nur eines: Man hat eine Mission, man betrachtet die Dinge im Lichte eines Auftrages. Wenn die amerikanischen Diplomaten Erdogan immer noch als Hoffnungsträger sehen, dann ist das wohl in erster Linie das Pfeifen im Walde, denn der Verlust des (Nato-) Bündnispartners Türkei wiegt schwer.

Die offensichtliche Annäherung Ankaras an die extrem-islamischen Staaten und Diktaturen Iran, Syrien und Libanon – schön als Diplomatie nach dem Motto „in der Öffentlichkeit allzu harsche Kritik an Teheran vermeiden, aber dafür hinter verschlossenen Türen mit den Iranern Tacheles reden“ verpackt – ist kein Zufall, sondern Absicht.

Der Auftrag der  Türkei ist die (Wieder-) Herstellung der Führungsposition in der islamischen Welt und eine klare Positionierung zum Islam. Die Zeit des türkischen Laizismus ist vorbei – es heißt nun: Heiß oder kalt – nicht mehr lauwarm – oder die alte Frage des Gretchens: „Sag mir, Moslem, wie hältst Du es mit der Religion?“

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Man darf staunen – über Doppelstandards

Erfolgreicher Schlag im Kampf gegen die Taliban: In der Region Kunduz haben afghanische Soldaten und internationale Truppen einen Anführer der Radikalen und seine Leibwächter getötet.

Waaas, das dürfen die? Und das wird als Erfolg gewertet??? Es wird, denn Zahal war an der Aktion nicht beteiligt. Sonst wäre es eine „Eskalation“. Zum Vergleich:

Eskalation in Nahost

Israels Armee liquidiert Hamas-Gründer Jassin

Als der gelähmte Scheich Jassin nach einem Moschee-Besuch vom Rollstuhl in sein Auto steigen wollte, feuerten israelische Militärhubschrauber drei Raketen ab. Der geistliche Führer der Hamas war sofort tot. In Gaza-Stadt ziehen Tausende wütende Palästinenser durch die Straßen.

Verstanden? Wenn „internationale Truppen“ es tun, ist es ein erfolgreicher Schlag. Wenn Zahal es tut, ist es eine Eskalation, aka „Spirale der Gewalt“.

Auch diese Meldung überrascht.

Jeder achte illegale Einwanderer kommt über Griechenland in die EU – damit soll nach dem Willen der Regierung in Athen bald Schluss sein. Ein mehr als 200 Kilometer langer Zaun entlang der Grenze zur Türkei soll den Strom stoppen.

Waaas, das dürfen die? Ich dachte, sowas heißt Apartheidsmauer? Oder gilt das nur, wenn sie zum Schutz gegen Terroristen errichtet wird? Also, der Vatikan ist garantiert dagegen, denn der findet auch die Idee einer Grenzmauer zwischen Israel und Ägypten ganz, ganz schlecht.

Israel plant derzeit, auch an seiner Grenze zu Ägypten im Sinai eine Mauer zu bauen. Der Wall soll das Land vor illegalen Einwanderern aus Afrika und vor möglichen „Terroristen“ schützen, gab der israelische Premierminister Benyamin Netanyahu an. Das Projekt fördere eine weitere Isolation des Landes, meinen dagegen die Bischöfe aus Nordamerika und Europa, die sich seit letztem Samstag im Heiligen Land aufhalten. Bis Donnerstag führen die Oberhirten Gespräche in Jerusalem, Betlehem und Ramallah. Als Negativbeispiel nannte der Heilig-Land-Kustos, Franziskanerpater Pierbattista Pizzaballa, im Interview mit Radio Vatikan den Wall um die palästinensischen Autonomiegebiete. Für die Palästinenser sei diese Mauer ein Drama.

Wohlgemerkt, die Anführungszeichen um die „Terroristen“ waren schon da, die hab ich nicht hinzugefügt. Merke: für den Vatikan gibt es keine Terroristen, sondern nur „Terroristen“. (Hier ganz ähnlich – scharfe Verurteilung der „Sperrmauer“, mit der Juden sich vor Terror schützen). Ich bin gespannt, wann der Papst die europäischen Staatsoberhäupter streng mahnt wegen dieser Mauer. Denn er ist gegen Gewalt.

Es war offenkundig ein Selbstmordattentat: Bei einem Anschlag im ägyptischen Alexandria starben in der Silvesternacht mindestens 17 Menschen, vorwiegend Christen. Papst Benedikt XVI. forderte in seiner Neujahrsansprache, Gewalt gegen seine Glaubensgenossen zu unterbinden.

Waaas, Selbstmordattentate gegen Christen sind nicht okay? Aber ich dachte, Selbstmordattentate wären die Verzweiflungstaten etwas zu temperamentvoller Südländer, die ungerecht behandelt wurden? Und vor denen man sich keineswegs per Schutzzaun schützen darf? Oder gilt das nur, wenn Juden statt Christen in die Luft gesprengt werden? Und wow, die dpa benutzt hier sogar das T-Wort, dabei weiß man doch, daß es gar keine Terroristen gibt. Die hat die Israel-Lobby doch nur erfunden, um weitere Gelder lockerzumachen.

Ich werde mich mal bei SPon schlaumachen und gucken, die haben doch eine Themenseite zum Terrorismus, sogar extra zum islamistischen Terror. Interessant dabei: islamistischen Terror gibt es laut SPon fast überall, Alexandria, Kopenhagen, London, Madrid, Irak, Stockholm, Australien, ja selbst Deutschland… aber nicht in Israel.

Israel taucht auf der Themenseite schlicht und einfach nicht auf. Raketen aus dem Gazastreifen oder Anschläge in israelischen Bussen sind nämlich kein islamistischer Terror, sondern politischer Widerstand. Und wenn der politische Widerstand gegen die Existenz Israels sich aus islamistischen Prinzipien speist? Das führt viel zu weit, der Widerstand wird schon irgendwie gerechtfertigt sein, Terror kann es jedenfalls nicht sein.

Kurz, ich finde die Nachrichten etwas verwirrend. Liquidierung von Terroristen, Schutz vor Terror oder Mauern gegen illegale Einwanderer – es kommt wohl sehr darauf an, WER sich was erlaubt. Denn Europa und die Christen, die sind echt bedroht – Israel und die Juden dagegen werden es wohl selbst schuld sein, wenn sie sich bedroht fühlen.

via Lila

Der zusammengefasste Wahnsinn. Mit Vernunft hat das alles nichts mehr zu tun. Das sind Doppelstandards pur. Die Welt auf der einen, die Israelis / Juden auf der anderen Seite.

Und fröhlich fließen unsere Steuergelder …

… in den Gazastreifen zur Hamas:

Die Hamas wird den Staat Israel nicht anerkennen, solange er „palästinensisches Land besetzt“. Dies bekräftigte der Premierminister im Gazastreifen, Ismail Hanije, am Dienstag bei einer Kundgebung zum 23-jährigen Bestehen der sunnitischen Organisation.

„Israel ist ein Feind, und die Besatzung hat keine Zukunft“,

sagte Hanije. Dabei nannte er Gebiete in palästinensischen und syrischen Städten im Gazastreifen und auf den Golanhöhen – „vom See zum Fluss bis zum Meer“. Damit bezog er sich auf israelische Medienberichte, denen zufolge Premier Benjamin Netanjahu nur zu einem Siedlungsbaustopp bereit sei, wenn die Palästinenser den jüdischen Staat Israel anerkennen. Während der Ansprache waren Tausende Hamas-Anhänger zugegen. Dies meldet die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma´an“.

Hanije bezeichnete eine Fortsetzung von Israels Gesprächen mit der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) als nutzlos. Er forderte die Fatah auf, ihre Bemühungen abzubrechen, die der palästinensischen Einheit im Wege stünden.

Unter fairen Bedingungen würde seine Organisation erneut die Wahlen im gesamten Palästinensergebiet deutlich gewinnen, sagte Hanije. „Die Hamas wird das Westjordanland und Gaza mit mehr Stimmen erobern als vorher.“ Bei den Parlamentswahlen im Januar 2006 hatte die Hamas die absolute Mehrheit erzielt.

Als Gründungstag der Hamas gilt der 14. Dezember 1987. Ihr geistlicher Führer, Scheich Ahmed Jassin, war geprägt von der ägyptischen Muslim-Bruderschaft. Er wurde am 22. März 2004 bei einem israelischen Raketenangriff in Gaza getötet. In ihrer Charta ruft die Hamas ausdrücklich zur Tötung von Juden auf. Das frühere britische Mandatsgebiet Palästina bezeichnet sie als „islamisches Heimatland“, das niemals Nicht-Muslimen überlassen werden dürfe.

via israelnetz.com

Die Wahrheit kommt spät, aber sie kommt

Claudio Casula schreibt auf „Spirit of Entebbe“:

Im Nahen Osten kommt die Wahrheit immer ein wenig später ans Licht als anderswo. Das liegt daran, dass sich die Weltmedien spätestens zu Beginn der 80er-Jahre törichterweise abgewöhnt haben, grundsätzlich bzw. im Zweifel eher israelischen Quellen zu vertrauen als den Angaben von Terrororganisationen, die die Lüge gezielt als Propagandawaffe einsetzten. Mit so durchschlagendem Erfolg, dass dieses Instrument im Dreißigjährigen Medienkrieg bald gewohnheitsmäßig verwendet wurde.

In der Regel nutzen die Terroristen einen Zwischenfall, der sich zur propagandistischen Ausschlachtung anzubieten scheint, unverzüglich zur Verbreitung eines Gerüchts, das meist ein „Massaker“ zum Inhalt hat. Ist der Geist einmal aus der Flasche, bleibt den Israelis nur, eine „Untersuchung“ anzukündigen, für deren Ergebnisse sich Tage, Wochen oder Monate später keine Sau interessiert.

Im kollektiven Gedächtnis haften bleibt das Gerücht (Beispiel: „Massaker von Jenin“ im April 2002). Obwohl sich regelmäßig herausstellt, dass die palästinensischen Darstellungen entweder jeder Grundlage entbehren, die eigene Verantwortung unterschlagen oder schlicht maßlos übertrieben sind, reichen die Medien den notorisch unglaubwürdigen Propagandisten immer wieder gern die hilfreiche Hand, ob es sich um den angeblichen Angriff auf eine UN-Schule handelt oder um ein vermeintliches Massaker an arglosen Friedensaktivisten eines „Hilfskonvois“.

Einen vorläufigen Höhepunkt erreichte diese unheilige Allianz während der Militäroperation „Gegossenes Blei“ (Ende Dezember 2008 bis Mitte Februar 2009), die allgemein als heimtückischer Überfall auf einen wehrlosen Landstreifen dargestellt wurde, dem hauptsächlich Zivilisten zum Opfer gefallen seien. Dazu ist fast alles gesagt oder geschrieben worden, daher beschränken wir uns an dieser Stelle auf die kursierenden Opferzahlen, wohl wissend, dass uns dies von altbekannter Seite wieder den Vorwurf des Zynismus und der Menschenverachtung einbringen dürfte; da es sich dabei aber genau um diejenigen handelt, die selbst die angeblichen Opferzahlen wie Monstranzen vor sich her zu tragen pflegen, halten wir das aus.

Wie viele Palästinenser kamen nun während der Kämpfe ums Leben? Wikipedia fasst die Darstellungen beider Seiten folgendermaßen zusammen:

Nach Angaben der palästinensischen Menschenrechtsorganisation PCHR beträgt die Anzahl der getöteten Personen 1.417, davon 926 Zivilisten (unter ihnen 313 Kinder und Jugendliche im Alter unter 18 Jahren und 116 Frauen). Nach israelischen Angaben kamen 1166 Palästinenser ums Leben, davon 295 Zivilisten (unter ihnen 89 Opfer unter 16 Jahren).

Wir halten fest: Die Palästinenser behaupten, 313 von 1417 Getöteten seien „Kinder und Jugendliche im Alter unter 18 Jahren“ gewesen. Nun ist es im Gazastreifen so, dass die Hälfte (!) der Einwohner unter 14 Jahre alt ist. Die von der PCHR verbreiteten Zahlen sprechen gegen die palästinensischen Behauptungen, Israel habe unterschiedslose Bombardements veranstaltet, denn sonst wäre die Zahl der getöteten Kinder und Jugendlichen um ein Mehrfaches höher gewesen. Dazu passt auch die Tatsache, dass nicht etwa 50 Prozent aller Toten Frauen waren sondern weniger als zehn Prozent – um nur zwei Fakten zu nennen, die ein behauptetes „wahlloses Morden“ und ein „Massaker“ ins Reich der Propagandamythen verweisen.

Gleichwohl glauben die Anhänger der Israelkritikersekte nicht das, was evident ist, sondern das, was sie glauben wollen. Diesen Glaubensbrüdern dürfte das Geständnis des Hamas-Innenministers Fathi Hammad in Al-Hayat kaum ins Konzept passen. Nicht, dass es bei jenen irgendein Umdenken auslösen könnte, das darf man von Strenggläubigen nicht erwarten. Ebenso wenig sollte man sich zu der Annahme verleiten lassen, dass Nahost-Korrespondenten und Agenturmitarbeiter künftig größere Vorsicht walten lassen, wenn es um die spontane Einschätzung der Lage aufgrund von Hisbollah-, Fatah- oder Hamas-„Informationen“ geht. Dennoch ist das Geständnis, dass im Gazakrieg eben nicht „hauptsächlich Zivilisten“ getroffen wurden, ein später Sieg für die Wahrheit. Wir sollten uns bei Gelegenheit daran erinnern. Das nächste „Massaker“ kommt bestimmt.

via Spirit of Entebbe

Fathi Hammad sagt in einem Interview mit der Londoner Zeitung al-Hayat:

On the first day of the war, Israel targeted police stations and 250 martyrs who were part of Hamas and the various factions fell.

… about 200 to 300 were killed from the Qassam Brigades, as well as 150 security personnel.

Wenn man die Zahlen Hammads zusammenzählt, dann kommt man auf die 700 Kämpfer, die Israel angegeben hat, getötet zu haben.

Das Mediengehabe ist wirklich ein Trauerspiel. Verantwortung sieht anders aus.

Hamas bestätigt: Kein Unterschied zwischen zivilen Polizisten und Kassam-Brigaden

Erinnern Sie sich an das Gezänk über die Zahl der Getöteten im Gaza-Krieg, als die Hamas und Israel darüber stritten, wie Zivilisten definiert werden?

Nun bestätigte die Hamas, dass es in Wirklichkeit keinen Unterschied zwischen zivilen Polizisten und „Widerstands“-Gruppen gibt, die Israel angreifen. Dazu Time:

Mit Verweis auf uniformierte Polizei als auch auf zivil gekleidete Sicherheitskräfte sagte ein Zivilist:

„Sie gehören alle den Kassam-Brigaden an“. Die Regierung unternimmt wenig, um dies zu leugnen. „Viele der Kassam-Leute operieren sowohl innerhalb der Kassam-Brigaden als auch innerhalb der Sicherheitskräfte“, so Ehab Al-Ghossain, Sprecher des Innenministeriums, gegenüber TIME. „Nach unseren Gesetzen hindern wir keinen Widerstandskämpfer daran, sich der Polizei oder dem Sicherheitsdienst anzuschließen, vorausgesetzt, er hält sich an die Regeln und Vorschriften der Abteilung, der er angehört…[…]. Wir garantieren, dass Aktivitäten abseits ihrer offiziellen Tätigkeiten davon getrennt bleiben.“

Die Grenzen werden sogar noch mehr verwischt, da nun die Hamas die Grundlagen für das legt, was viele Gazaner als zwingende Einberufung sehen.

via Medien BackSpin

Typisch. Aber die Hamas könnte auch Atombomben auf Berlin werfen, es würde immer noch Gutmenschen geben, die von einer „demokratisch gewählten Regierung“ sprechen würden …

Hamas-Terroristen töten vier Israelis

Anschlag auf den Frieden – Hamas-Terroristen töten vier Israelis
Kurz vor der Wiederaufnahme direkter Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern in Washington sind am Dienstagabend im Westjordanland vier israelische Zivilsten in ihrem Fahrzeug erschossen worden. Die palästinensische Terrororganisation Hamas übernahm die Verantwortung für den Anschlag.

Die vier Opfer aus der Siedlung Beit Hagai – der 47-jährige Yitzhak Imes, seine zwei Jahre jüngere hochschwangere Frau Talya, die 37-jährige Kochava Even Chaim und der 24-jährige Avishai Shindler – waren auf der Route 60 nahe dem östlich von Hebron gelegenen Kiryat Arba unterwegs, als ihr Wagen unter Beschuss geriet.

Das Ehepaar Imes hinterlässt sechs Kinder, Kochava Even Chaim ihren Mann und eine achtjährige Tochter. Avishai Shindler war erst kürzlich mit seiner Ehefrau nach Beit Hagai gezogen.

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak erklärte nach dem Anschlag:

„Dies war ein schwerer Vorfall. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und die Sicherheitskräfte werden alles tun, um die Mörder zu fassen. Israel wird nicht zulassen, dass Terroristen ihr Haupt erheben, und sowohl von den Mördern als auch denen, die sie geschickt haben, einen Preis fordern. Offensichtlich war dies ein Versuch verabscheuungswürdiger Terroristen, dem Versuch, den diplomatischen Prozess in Gang zu bringen, einen Schlag zu versetzen, und den Chancen zu schaden, dass die Gespräche in Washington beginnen.“

(Außenministerium des Staates Israel, 31.08.10)

Die Hamas, die sich noch am Abend dazu bekannte, dass ihr militärischer Arm, die al-Qassam-Brigaden, den Anschlag verübt hatte, bezeichnete diesen als „heroische Operation“.

„Die Hamas begrüßt den Anschlag und betrachtet ihn als natürliche Antwort auf die Verbrechen der Besatzung“, sagte Sami Abu-Zuhri, ein Sprecher der Terrororganisation in Gaza. Er sei ein Beweis für das „Versagen der Sicherheitskoordination“ zwischen Israel und den Palästinensern.

Dieser letzte Satz – der Beweis für das „Versagen der Sicherheitskoordination“ zwischen Israel und den Palästinensern – ist sehr interessant. Beweist er doch m.E., dass es der Hamas nicht nur um die Besatzung geht, sondern auch darum, die Beziehungen zwischen „den“ Palästinensern – hier ist wohl die Fatah gemeint – zu zerstören.

Und damit lässt sich erkennen, dass die Hamas keinen Frieden will – was hinlänglich bekannt ist, wenn man die Ohren spitzt und die Augen aufmacht. Die augenblicklich laufenden Friedensgespräche zwischen Palästinensern und Israelis in Washington will die Hamas torpedieren. Sie will ein Klima der Verunsicherung und Angst schaffen. Ihr geht es nicht um Frieden, Verständnis und Ausgleich. Sonst würde sie wohl kaum den Mord an Zivilisten, schwangeren Frauen und Eltern als heroische Tat bezeichnen.

Die Hamas tut Folgendes:

  • Sie feiert den Tod und die Mörder als heroisch.
  • Sie rechtfertigt ihre Terrorangriffe als „natürliche Reaktion“ auf die Besatzung. Und damit ist nicht die Besatzung des Gazastreifens gemeint, sondern die des Landes Israel. Grenzen für Gewalttaten gibt es in dieser Argumentationsweise keine.
  • Sie will keine Verhandlungen, Verständigungen oder Friedensgespräche. Sie will das ganze Land. Sie will den Tod. Aller Juden.
  • Sie bringen lieber ihre eigenen Leute um – nämlich die, die zur Fatah gehören – als ein Jota von ihren Zielen abzuweichen.

Aber alles nicht so schlimm, denn sie ist ja eine demokratisch gewählte Partei. Hat solchen Leuten, die so argumentieren, schon mal jemand gesagt, dass Hitler auch demokratisch gewählt war?? Hallo, Frau Grothe und Herr Paech?

Ein anderer Sprecher der Organisation verkündete gegenüber Reuters:

„Dieser Anschlag ist ein Glied in einer Reihe von Anschlägen; einige sind bereits verübt worden, anderen werden folgen.“

Der Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Salam Fayyad, erklärte:

„Wir verurteilen diese Operation, die palästinensischen Interessen zuwiderläuft.“

Die Sprecher von Hamas und Islamischem Jihad zögerten gestern Abend nicht, die Täter des Anschlags und vor allem sein Ergebnis zu preisen. Diese Gruppierungen haben eine lange Tradition von Drive-by Shootings dieser Art, am Vorabend von wichtigen Friedensgipfeln. So geschah es auch zur Zeit der Madrider Konferenz, der Osler Verträge und sogar im Umfeld des Annapolis-Gipfels von 2007. Erst Anfang der Woche bereiste der Generalstabschef, Generalleutnant Gabi Ashkenazi, das Zentralkommando und ermahnte seine Brigadekommandanten, die Wachsamkeit ihrer Truppen zu erhöhen, aus der Sorge heraus, jemand könnte versuchen, die Wiederaufnahme der Friedensgespräche zu stören.

Der militärische Flügel der Hamas übernahm am Abend die Verantwortung für den Anschlag. Der Sprecher der Hamas in Gaza, Sami Abu-Zuhri, sagte, die Organisation lobe die Attacke. … Die Hamas-Führung in Gaza und Damaskus hatte in den vergangenen Monaten Druck auf die Banden im Westjordanland ausgeübt, wieder mit Anschlägen zu beginnen, um es der Palästinensischen Autonomiebehörde schwerer zu machen und neue Spannungen zwischen ihr und Israel zu erzeugen.

Erst vor zwei Monaten wurde eine großes Netzwerk der Hamas südlich von Har Hebron offengelegt, eine wiederbelebte „Schläferzelle“, deren Mitglieder des Mordes an einem israelischen Polizisten verdächtigt werden, bei einem Anschlag auf derselben Straße, nur wenige Kilometer von dem Schauplatz des gestrigen Anschlags entfernt. Parallel dazu wurde ein Versuch der Hamas verzeichnet, die Stimmung im Westjordanland gegen die PA aufzubringen, in erster Linie wegen der Frage der Kontrolle über die Moscheen und der Entscheidung der PA-Regierung, hochrangige Hamas-Leute an Freitagspredigten in Moscheen zu hindern.

Die Israelis bleiben ruhig. Sie brechen die Verhandlungen nicht ab. Sie lieben das Leben und auch das ihrer Feinde. Wie drückte es tapferimnirgendwo aus:

Dennoch hält Israel an der Absicht fest, mit den Palästinensern in Friedensverhandlungen zu treten, so sehr glaubt Israel an die Macht der Verständigung. So sehr sehnt sich das israelische Volk nach Frieden, dass es bereit ist, menschliche Opfer für den Frieden in Kauf zu nehmen. Die israelischen Behörden hatten schon im Vorfeld befürchtet, dass militante Palästinenser versuchen könnten, mit Angriffen auf Israelis die neuen Gespräche zu sabotieren.

Wenn schon die bloße Absicht des Eintritts in eine Verhandlung, die die Möglichkeit des Erreichens eines Friedens lediglich in Aussicht stellt, das israelische Volk in Gefahr bringt, dann kann ich nur schaudernd erahnen, was Israel noch alles während den Friedensverhandlungen ertragen werden muss. Israel allerdings scheint bereit zu sein, die Last zu tragen. Mir fehlen die Worte in Anbetracht solch menschlicher Größe.

In der christlichen Welt werden Menschen, die sich so benehmen zu Heiligen erklärt. Im Judentum spricht man von קדוש. In der Heiligkeit zeigt sich die Verbindung zu G’tt. In diesem Sinne: In tiefem Respekt verneige ich mich vor Israel.

Dem schließe ich mich an.


Die demokratisch gewählte Hamas

ist doch nicht so demokratisch:

Die Hamas-Regierung hat eine neue Hetzjagd auf Kollaborateure mit Israel gestartet. Plakate, die auf einen Krieg mit den Kollaborateuren drängen, hängen in den Straßen; das Thema wird im Radio und in den Predigten in den Moscheen diskutiert.

Im kommenden Schuljahr wird das Thema dem Lehrplan hinzugefügt, damit die Kinder in Gaza lernen, wie gefährlich Kollaborateure sind. Die Lehrer werden aufgefordert, zu erklären, was gute, aufmerksame Kinder tun: Ihre Eltern ausliefern.

Gazas Straßen wimmeln von Gerüchten über Menschen, die verschwinden. Nachrichten über Leichen, die mit einem Kopfschuss im Meer gefunden werden, werden ab und zu von den Medien in Gaza veröffentlicht. Es sind nicht immer nur einfache Kollaborateure, sondern stattdessen Leute, die tief in der Hamas-Regierung verwurzelt waren – so tief, dass die Hamasführer das Versagen nicht zugeben wollen und es vorziehen, die Leute verschwinden zu lassen – mit oder ohne einem kurzen Kriegsgerichtsverfahren.

Einem hohen israelischen Funktionär zufolge ist diese Hetzjagd kein Zeichen der Stärke, sondern das Gegenteil – es gibt klare Anzeichen für die Verzweiflung der Hamas-Regierung.

via Israel-Report 13.08.10

Dazu passt auch ein – mal nicht Hamas-freundlicher – Artikel der putzigen Ulrike:

Sein Sohn Munir, ein Kommandant der militanten Kassam-Brigaden der Hamas, galt zu diesem Zeitpunkt seit einem Monat als vermisst. „Der Mann sagte mir, Munir sei von den Ägyptern erschossen worden, aber das kann nicht stimmen“, erzählt sein Vater in seinem Wohnzimmer in Beit Lahia im Norden des Gaza-Streifens. „Munir wurde auf unserer Seite des Tunnels gefunden, da haben die Ägypter keinen Zutritt. Es muss die Hamas selbst gewesen sein, die ihn getötet hat.“

Der Vater glaubt zu wissen, warum sein damals 36-jähriger Sohn verschleppt wurde, warum er sterben musste: „In den Wochen vor seinem Verschwinden hatte er sich mit den lokalen Größen der Bewegung angelegt. Er hat ihnen vorgeworfen, korrupt zu sein. Sie haben Hilfsgelder nur an ihre eigenen Leute, nicht an die wirklich Bedürftigen verteilt.“ Der 63-Jährige weint, als er eines der Trauerplakate für seinen Sohn vorzeigt: „Hamas-Männer haben ihn umgebracht. Und dann sind sie bei seinem Trauerzug mitgelaufen.“

[…] Die Herrscher des Gaza-Streifens scheinen bei Säuberungsaktionen in eigenen Reihen auch prominente Mitglieder nicht zu verschonen. Munir Warschara beispielsweise war ein wichtiger Waffeneinkäufer der Organisation – eine Tatsache, die seinen Vater mit Stolz, aber auch mit zusätzlichem Zorn erfüllt. „Er ist für sie in der ganzen Welt herumgereist, war für sie in Iran, Syrien, Irland. Und weil er die reine Lehre der Hamas vor Verfälschungen schützen wollte, haben sie ihn getötet.“

[…] Ihm und anderen Abtrünnigen sei gedroht worden: Entweder sie hörten auf, die Hamas zu kritisieren, oder die Bewegung brächte in Umlauf, sie seien israelische Kollaborateure – im Gaza-Streifen ein sicheres Todesurteil.

via SpOn

An welche Zeiten erinnert uns das? Nazi-Deutschland? DDR? China? Vietnam?

Hoffentlich bricht diese Regierung bald auseinander, damit etwas Neues, Besseres kommen kann.