• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
    Max Frisch

    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
    Carlo Schmid (1949)

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Demokratie bedeutet auch inhaltliche Auseinandersetzung mit Andersdenkenden

Kennen Sie das, wenn man etwas, was man schon lange hat, nicht mehr so richtig schätzt? Und erst, wenn es dann nicht mehr da ist, merkt man, wie sehr es fehlt? So behandeln wir manches Mal wertvolle Dinge oder Errungenschaften sehr stiefmütterlich, weil sie uns so selbstverständlich erscheinen, dass wir uns gar nicht mehr vorstellen können, dass es auch ohne geht.

Gefährlich wird dieser Zustand allerdings dann, wenn sich auf Grund fehlender Wertschätzung und Aufmerksamkeit Entwicklungen einschleichen, die das ganze System zu kippen drohen. Was hat das mit Demokratie zu tun – ist das demokratische System in Deutschland gefährdet? So weit ist es noch nicht. Aber der Weg dahin ist weit und es gibt durchaus bedenkliche Entwicklungen.

Wikipedia definiert typische Merkmale einer Demokratie unter anderem als „freie Wahlen, das Mehrheitsprinzip, die Respektierung politischer Opposition, Verfassungsmäßigkeit und z. B. den Schutz der Grundrechte (bzw. nur den Staatsbürgern vorbehaltenen Bürgerrechten)“.

Das klingt alles so selbstverständlich in unseren Ohren, dass man bei folgendem Ausspruch schon fast lächeln muss:

„Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.“ René Descartes, französischer Philosoph, Naturforscher und Mathematiker (1596 – 1650)

Menschen in früheren Jahrhunderten mussten oft hart und blutig um die Rechte kämpfen, die heute für uns normal geworden sind. Aber sie sind erkämpft und heute ist Deutschland ein demokratisches Land, in dem wir uns vieler Freiheiten erfreuen können. Was aber, wenn politische Akteure anfangen, diese Rechte und Freiheiten zum Teil mit Füßen zu treten? Und hier meine ich ganz konkret die o.g. „Respektierung politischer Opposition“ und das streitbare Auseinandersetzen mit der Meinung Andersdenkender.

Die Junge Union (JU) hat z.B. vor kurzem gefordert, die HANNOVERANER durch den Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Fraktionsmitglied Gerhard Wruck hat darauf gebührend reagiert.

Man kann ja durchaus anderer Meinung sein als die HANNOVERANER, aber wo, liebe JU, bleibt die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Problematik, die die HANNOVERANER angesprochen haben? Statt ernsthaft die Problematik – auch gemeinsam mit den HANNOVERANERn – zu diskutieren, werden politisch korrekte Plaketten verteilt – „schüren Fremdenhass“, „wenden sich gegen unsere freiheitliche Demokratie“ – und lieber Distanz gehalten. Das, stromlinienförmige JU, ist feige und oberflächlich und keine „Respektierung politischer Opposition“.

Oder wenn Grüne und SPD die Sitzung des Stadtrates demonstrativ verlassen, weil die HANNOVERANER kritische Anfragen stellen. Da unterstellt OB Weil nach der Kommunalwahl 2011 den HANNOVERANRERn „rechtsextremes Gedankengut“. Und schon meinen die Mitglieder der SPD- und Grünen-Fraktionen sich das Recht heraus nehmen zu dürfen, eine Ratssitzung zu verlassen und die Ideen, Kritiken und Vorschläge politisch Andersdenkender nicht mehr hören zu müssen, weil diese außerhalb des „politischen Konsens“ lägen.

Nicht das Äußern einer Meinung außerhalb des politischen Konsenses ist undemokratisch, sondern die Verweigerung einiger Super-Politisch-Korrekter, sich diese Meinungen und Ansichten anzuhören!

Wer sich dem Dialog verweigert, andere von vornherein als „extrem“ ausgrenzt und damit stigmatisiert und der Meinung ist, er selber darf Unrecht begehen, um angeblich größeres Unrecht zu verhindern – der handelt in hohem Maße undemokratisch und macht es sich viel zu einfach, kann man doch unbequeme Themen einfach so zur Seite schieben.

Deshalb der Aufruf an CDU, SPD, Grüne und andere Demokraten: Ihr müsst nicht der Meinung der HANNOVERANER sein. Ihr müsst nicht alles beklatschen, was die HANNOVERANER sagen. Aber hört es Euch an und setzt Euch damit auseinander! Und ohne dabei nach dem Verfassungsschutz zu rufen wie ein unmündiges Kind nach seiner Mutter.

So stärken wir unsere Demokratie effektiver als durch die Ausgrenzung politischer Gegner.

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Eine Palästinenserin für den Frieden?

Gestern Abend war in einer Kirchengemeinde in Hannover eine Veranstaltung mit Sumaya Farhat-Naser, einer christlichen Palästinenserin. Thema: Eine Palästinenserin im Streit für den Frieden.

Der Abend war 2-geteilt. Erst gab es einen ca. 1stündiger Vortrag und dann noch eine ca. 30minütige Fragezeit. Vorher haben ein Freund und ich vor dem Gemeindehaus Flugblätter an die Besucher verteilt. Mit keinem Wort wurde die Referentin oder die Gemeinde darin verunglimpft, es wurden Positionen dargestellt, wie sie sich aus Israels Sicht darstellen. Die Referentin war durch andere Vorträge bekannt und so wurde in dem Flugblatt der ungefähre Verlauf des Abends vorhergesagt, aber nicht in herabsetzender Weise.

Trotzdem kamen schon nach wenigen überreichten Flugblättern 2-3 verschiedene Leute – unter ihnen der Pastor – heraus und zeigten sich empört und gestört. So etwas sei unchristlich, wir hätten das vorher mit ihnen absprechen sollen (was dann wohl passiert wäre?) und es fielen auch unschöne Worte wie „das sei verachtenswert“.

Wir haben uns auf den öffentlichen Bürgersteig zurückgezogen und dort weitergemacht. Trotzdem stand eine Dame neben uns und erklärte allen Besuchern, dass wir nicht zur Gemeinde gehörten. Nun denn.

Wir haben uns dann den Vortrag angehört. Die Frau kann reden – in einem sehr gutem Deutsch – und vor allem Atmosphäre erzeugen. Und sie hatte in vielen Dingen Recht. Sie erzählte von Treffen mit israelischen und palästinensischen Frauen – weil die Männer nicht so gut über Frieden reden können sollen – und dass der Hass zwischen den Volksgruppen nur durch persönliche Treffen und Gespräche abgebaut werden könne. Sie habe selber jahrelang ein Zentrum in Jerusalem geleitet und dort viele Frauen zusammengebracht. Zwischendurch erzählte sie – als gelernte Botanikerin – von Blumen und Bäumen und las kurze Teile aus ihrem Buch vor. Das ließ sich gut anhören.

Aber zwischendurch ließ sie immer wieder Bemerkungen fallen – siehe weiter unten – die sich deutlich gegen die Israelis richteten. Gegen Palästinenser oder deren Fehler richtete sie dagegen keine einzige Kritik.So bezeichnete sie z.B. den Bau der Sperranlage als „Landraub“ und verlor kein einziges Wort darüber, warum diese Anlage gebaut worden war.

Sie versuchte äußerst engagiert, uns (etwas für dumm verkauften) Zuhörern klar zu machen, dass es auf beiden Seiten schlechte und gute Leute gäbe, böse und friedenswillige. So sagte sie am Schluss ihres Vortrages: Für sie verläuft die Trennlinie nicht mehr zwischen Israelis und Palästinensern, sondern zwischen den guten und bösen Menschen beider Völker.

Was sich erst einmal gut anhört, ist eine freche Gleichmacherei: Es gäbe gar keinen Unterschied zwischen Israel, Hamas und Fatah, Terroristen und Soldaten. Alle würden Fehler machen, alle würden auch Gutes tun.

Am Schluss des Vortrages gab es langen und starken Beifall. Nach einer kurzen Pause ging es dann mit der Fragezeit weiter. Mind. 3 Fragen wurden in kritischer  Weise gestellt.

In der einen ging es um ihre Angaben zur Sperranlage und wie viel Prozent der „Mauer“ wirklich eine Mauer ist. Sie behauptete, 90% sei eine Mauer und zeigte Bilder davon. Auf Rückfragen, warum auch Mauerteile – wegen möglicher Heckenschützen – gebaut worden waren, ging sie nicht ein.

Eine andere stellte die Frage, wie das mit der Indoktrinierung von Schulkindern im Gazastreifen sei.

Und die dritte beschäftigte sich mit den Aussagen der Hamas und der Fatah, dass sie niemals Israel als einen jüdischen Staat anerkennen werden.

Nun zu 4 Behauptungen von Frau Sumaya Farhat-Naser:
1. 90% der Sperranlagen zwischen Palästinensergebieten und Israel sind als Mauer gebaut.

wikipedia spricht von 3%. Dieser große Unterschied lässt sich nicht durch kleinere Abweichungen erklären.

2. Die Indoktrination der Schulkinder im Gazastreifen gibt es heutzutage nicht,  sondern so etwas gab es nur vor 20 Jahren im Libanon.

Ein Beispiel aus einer Kindersendung mit einem Menschen im Hasenkostüm – und damit wohl an jüngere Kinder gerichtet (Al Aksa TV vom Februar 2008, wird im Gazastreifen ausgestrahlt):

Assud: „Saraa, Ich möchte Dich was fragen.“
Saraa Barhoum: „Was?“
„Da gibt es viele, viele Soldaten der Pioniere von Morgen… Wir werden Al Aksa vom Dreck dieser Zionisten befreien“
Assud: „Wieviel Soldaten der Pioniere von Morgen gibt es dort?“
Saraa Barhoum: „Es gibt viele, viele Soldaten der Pioniere von Morgen.“
Assud: „Allah sei gesegnet.“
Saraa Barhoum: „Bei Allahs Gnade, werden sie uns helfen unser Heimatland Palästina zu befreien.“
Assud: „Saraa, Du und ich werden die ersten sein, nicht wahr?“
Saraa Barhoum: „Ja, durch Allahss Gnade, Assud.“
Assud: „Und wir werden Al-Aksa einnehmen?“
Saraa Barhoum: „Selbstverständlich, Assud. Wir werden Al-Aksa vom Dreck dieser Zionisten befreien.“ […]
Ich, Assud werde die Juden loswerden, so Allah will und ich werde sie auffressen”
Saraa Barhoum [zu einem Mädchen im Publikum]: „Gibt es irgend etwas, was Du uns sagen willst?“
Mädchen: „Arnoub [‚Kaninchen‘]?“
Saraa Barhoum „Sein Name ist Assud [‚Löwe‘].“
Mädchen: „Wie kommt es, dass man Dich Assud nennt, obwohl Du eher wie ein Kaninchen ausschaust?“
Assud: „Weil ein Kaninchen nicht gut ist. Es ist ein Feigling. Aber ich, Assud, werde die Juden loswerden, so Allah will und ich werde sie auffressen, so Allah will, nicht wahr?“
Saraa Barhoum: „So Allah will.“

Einige Quellen zu diesem Thema: hier und hier und hier

3. Die Fatah und die Hamas haben niemals behauptet, dass sie Israel als jüdischen Staat nicht anerkennen werden.

Doch, das haben sie. Hier. Und die Hamas hat das bereits in ihrer Verfassung (Charta) festgelegt, die im Internet abrufbar ist. Sehr lesenswert.

4. Die israelische sei eine radikale Regierung und die Menschen in Israel werden eines Tages sehen, was sie davon haben.

Diese Bemerkung ist gerade durch das, was sie nicht gesagt hat, eine unverschämte Verdrehung der Tatsachen. Kein Wort über die – wirklich – radikale Hamas und ihre Charta, kein Wort über die Nichtanerkennung Israels der Fatah als jüdischen Staat. Nein, die israelische Regierung sei die radikale und damit auch die mit dem schwarzen Peter. Deshalb sitzt ja Netanjahu auch mit Abbas an einem Verhandlungstisch und redet über Kernthemen, weil er so ungemein radikal ist.

3 fette Lügen und eine völlig unverhältnismäßige Bemerkung. Diese Frau streitet nicht für den Frieden. Sondern für ihre Weltsicht.

P.S. Eine andere Freundin sprach sie auf ihren Glauben an und fragte, warum den ganzen Abend kein einziges Mal der Name Jesus Christus gefallen sei, wohl aber 2mal der Koran zitiert worden sei. Da wurde die gute Frau sehr fuchsig und brach das Gespräch ab.

Handfester Antisemitismus in Hannover

[…] Ein antisemitischer Angriff beschäftigt Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover: Eine Gruppe von überwiegend muslimischen Kindern und Jugendlichen libanesischer, palästinensischer und iranischer Herkunft soll am Samstag bei einem Fest im Stadtteil Sahlkamp eine Tanzgruppe der Liberalen Jüdischen Gemeinde mit Steinen beworfen und „Juden raus!“ geschrien haben. Bisher konnte die Polizei als mutmaßliche Täter einen 14-jährigen Deutschen und einen 19-jährigen Nordafrikaner ermitteln. Nachdem eine Tänzerin leicht am Bein verletzt worden war, brach die Gruppe Chaverim (Freunde) ihren Auftritt ab.

[…] Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) bezeichnete die Tat als „inakzeptabel“. Die Stadt hat inzwischen Strafanzeige wegen Volksverhetzung und versuchter gefährlicher Körperverletzung erstattet. Weil erklärte gestern auf einer Pressekonferenz in Hannover, man habe „keine Anhaltspunkte, dass es sich um eine von langer Hand oder von Organisationen vorbereitete Tat handelt“. Man werde den mutmaßlichen Tätern auf jeden Fall „klarmachen, was sie angerichtet haben“.

[…] Der Vorfall war nach Angaben der Polizei die erste antisemitische Gewalttat im Großraum Hannover in diesem Jahr, die nicht von Rechtsextremisten verübt wurde. Allerdings fanden auch in der Vergangenheit bereits „israelfeindliche Demonstrationen und Aktionen außerhalb des rechtsextremistischen Spektrums in Niedersachsen statt“, wie der stellvertretende Verfassungsschutzpräsident Dirk Verleger WELT ONLINE sagte, zum Beispiel in Salzgitter und Peine. „Die Akteure waren Palästinenser und Personen mit arabischem Hintergrund“, so Verleger. Auch auf Plakaten sei antiisraelische Propaganda sichtbar gewesen. Der jüngste Fall in Hannover sei insofern neu, „als erstmals Steine auf Juden geworfen wurden“.

via Welt Online

Schlimm … in meiner Stadt. Aber keine Überraschung, nachdem Politiker und Polizei antiisraelische und antisemitische Aufmärsche nahezu ohne Beschränkungen geduldet haben. Wer so etwas nicht von vornherein deckelt, darf sich nicht wundern, dass die Verantwortlichen sich ermutigt fühlen.

Insofern hoffe ich, dass Herr Weil sich nicht nur darin übt, schöne und angemessene Sätze zu formulieren, sondern auch tätig wird.

Flughafen Hannover mit eigener IPhone App

Fluggäste am Hannover Airport können eine neue iPhone-Applikation nutzen und sich Informationen rund um ihren Flug wie zum Beispiel Vorabend-Check-In, Gatebelegung sowie An- und Abflüge anzeigen lassen.

Der Flughafen Hannover hat eine neue kostenlose iPhone-Anwendung („App“) vorgestellt, mit der sich Passagiere am Flughafen orientieren können sowie alle An- und Abflüge angezeigt bekommen. Die Hannover-Airport-App soll zudem Park-, Shopping- und Gastonomiemöglichkeiten aufzeigen.

Hinzu kommen weitere Informationsangebote, damit Fluggäste beispielsweise wissen, welche Airline bereits einen Vorabend-Check-In bietet oder wie man am schnellsten vom Airport zur Messe kommt. Ebenfalls in der Anwendung enthalten sind alle Daten rund um die interaktive Erlebnisausstellung Welt der Luftfahrt und die aktuellsten Filme des Airport TV. Passagiere ohne iPhone bekommen über den kostenlosen Service „SMS&fly“ aktuelle Informationen wie Flugzeiten und Gatebelegung per SMS direkt auf das Mobiltelefon. Passagiere am Flughafen Frankfurt können seit Februar eine iPhone-Anwendung von Lufthansa zur Wegeführung testen.

Hannovers Politiker: Wie stehen sie zu Israel?

Antworten dazu von Rita Pawelski, CDU, Wahlkreis 42: Stadt Hannover I (Niedersachsen)

Frage 1:
Wie bewerten Sie die Aussage: Deutschland hat aus der Geschichte heraus eine besondere Verantwortung gegenüber Israel?

Deutschland und Israel sind und bleiben auf besondere Weise durch die Erinnerung an die Shoah verbunden. Deutschland muss sich zu seiner immerwährenden Verantwortung für die moralische Katastrophe in seiner Geschichte bekennen. Dadurch können wir die Zukunft menschlich gestalten. Wir dürfen nicht zulassen, dass Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland wieder Fuß fassen. Wir müssen die Erinnerung an die Shoah wach halten und uns zur gemeinsamen Wertepartnerschaft bekennen.

Frage 2:
Deutschland hat sich aus der sogenannten „Durban II“-Konferenz im April 2009 in Genf zurückgezogen – aus Sorge heraus, dass diese Konferenz zum Beispiel von Irans Präsident Achmadinedschad zu antisemitischer Hetze missbraucht werden könnte. Wie beurteilen Sie die Entscheidung Deutschlands?

Die Bundesregierung hat lange Zeit versucht, in Verhandlungen sicher zu stellen, dass die „Durban II“-Konferenz nicht zum Forum von antisemitischer Hetze missbraucht wird. Dieser Versuch war richtig, weil Deutschland die Vereinten Nationen und ihre Ideale unterstützt. Als dieser Versuch scheiterte, zog sich Deutschland zu Recht von dieser Veranstaltung zurück. Der unsägliche Auftritt des iranischen Präsidenten zeigte, dass die Entscheidung der Bundesregierung richtig war.

Frage 3:
Welche Maßnahmen ziehen Sie in Erwägung angesichts der potenziellen atomaren Bedrohung Israels durch den Iran und angesichts der Tatsache, dass Deutschland der wichtigste westliche Handelspartner des Irans ist?

Die besondere historische Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels ist Teil der Staatsräson unseres Landes und muss es auch bleiben. Das heißt, die Sicherheit Israels darf, wie bisher, für eine deutsche Bundesregierung niemals verhandelbar sein. Deutschland setzt gemeinsam mit seinen Partnern im Konflikt der internationalen Staatengemeinschaft mit dem Iran auf eine diplomatische Lösung. Die Bundesregierung muss sich dabei, wenn der Iran nicht einlenkt, weiter entschieden für Sanktionen einsetzen, auch wenn Deutschland dabei kurzfristig auf wirtschaftliche Vorteile verzichten müsste.

Frage 4:
Die Hamas strebt laut eigener Charta nach wie vor die Zerstörung Israels an, bekennt sich zum Terrorkampf gegen Israel und erkennt bestehende Verträge nicht an. Was ist Ihrer Meinung nach eine angemessene Strategie?

Unser Ziel ist, dass die Hamas dem Beispiel der Fatah folgt und das Existenzrechts Israels anerkennt, auf Gewalt und Terror verzichtet sowie die bestehenden Verträge und Abkommen anerkennt. Solange die Hamas diese Bedingungen des Nahost-Quartetts (EU, UN, USA und Russland) nicht erfüllt, kann die Hamas kein Gesprächspartner für uns sein.

Frage 5:
Zum Anliegen der Verbesserung der deutsch-israelischen Beziehungen: Welche Erfahrungen haben Sie persönlich gemacht? Welche Empfehlungen haben Sie – auch für das konkrete Engagement von Bürgern in Ihrem Wahlkreis?

Ich finde es eindrucksvoll, dass wir trotz der belastenden Vergangenheit eine enge Partnerschaft zwischen unseren Ländern aufbauen konnten und ich persönliche Freundschaften mit Israelis erfahren konnte. Ich empfehle, Israel mit einer der vielen Organisationen in Deutschland, die Beziehungen mit Israel unterhalten, zu besuchen. So pflegt die Stadt Braunschweig z. B. eine Städtepartnerschaft mit Kiryat Tivon und einen Jugendaustausch mit Jerusalem. Beides unterstütze ich aktiv.

via Projekt Bundestagswahl 2009 · Deutschland – Israel

Für die FDP Frau Dr. Winterstein
Für die SPD Frau Tacke
Auf der Internetpräsenz Projekt Bundestagswahl 2009 · Deutschland – Israel finden sich auch noch viele andere, nach Wahlkreisen sortierte Politiker-Antworten.
Dass es auch anders geht, zeigt die Abgeordnete der Linken, Frau Nicole Gohlke (München-Ost):
Die Hamas ist historisch nicht Ursache, sondern Folge von Besatzung, Eroberung, Landraub und jahrzehntelanger Drangsalierung. Man kann sie nicht für einen über 60 Jahre alten Konflikt verantwortlich machen, wenn sie erst seit gerade mal 20 Jahren existiert. Das macht sie sicherlich noch lange nicht zu unserem ersten Bündnispartner.
Wenn die Hamas nicht der erste Bündnispartner (sic!) ist, was dann? Der zweite oder dritte??

Von der Leyen lobt christliche Therapieeinrichtung

Hannover (idea) – Bundesministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat die christliche Drogen-Therapieeinrichtung „Neues Land“ in Hannover gewürdigt. Die Politikerin bezeichnete das Motto der Einrichtung „Glaube, Hoffnung, Liebe“ als Ausdruck „unserer gemeinsamen christlichen Hoffnung in Gott“.

Diese Hoffnung sei in der Arbeit des Werkes stark erkennbar und strahle auf die Menschen in der ganzen Stadt aus, sagte die Ministerin. Sie sprach bei einem Straßenfest zum 20jährigen Bestehen eines Hauses für Drogenentzug und einer Drogenberatungsstelle von „Neues Land“. Zu dem Fest am 22. August kamen mehr als 1.000 Besucher, darunter rund 300 Drogenabhängige, Alkoholiker und Obdachlose. Die stellvertretende Präsidentin der Region Hannover, Doris Klawunde (Bündnis 90/Die Grünen) und der Bürgermeister der Stadt Hannover, Bernd Strauch (SPD), brachten ebenfalls ihre Wertschätzung für die Einrichtung zum Ausdruck. Schirmherr des Straßenfestes war der Landtagsabgeordnete Stefan Schostok (SPD), der auch eine Spendenaktion für die Außensanierung des „Neues-Land“-Hauses in der Steintorfeldstraße unterstützt. Die Aktion unter dem Motto „Eleven“ (elf) brachte bisher 33.900 Euro ein. Es bestehe noch eine Finanzierungslücke von rund 11.000 Euro, berichtete der Leiter der Einrichtung, Jochen Buhrow (Hannover), gegenüber idea. Das Straßenfest bildete den Abschluss eines einwöchigen missionarischen Sommereinsatzes „Summer in the City“ (Sommer in der Stadt) in der Drogenszene Hannovers. Dabei wirkten 55 ehrenamtliche Mitarbeiter mit. Sie machten Mut zu einem Leben ohne Drogen. Die Arbeit von „Neues Land“ geht auf die Gründung der Teestubenarbeit in Deutschland „Katakombe“ 1965 zurück, aus der sich 1972 der Verein „Neues Land“ entwickelte.

Hannover – Juden + Palästinenser gemeinsam gegen Neo-Nazis!

Die Jüdischen Gemeinden in Hannover, die Palästinensische Gemeinde in Hannover, die Deutsch-Israelische Gesellschaft Hannover sowie die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Hannover gemeinsam im Kampf gegen Rechts!

Wahrscheinlich erstmalig in Deutschland haben sich diese unterschiedlichen Gruppierungen über alle inhaltlichen Differenzen hinweg entschlossen, den Kampf gegen Rechts nicht nur anderen zu überlassen, sondern gemeinsam am 1. Mai 2009 Flagge zu zeigen und ein deutliches Zeichen gegen Rechtsradikalismus, Faschismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen.
Hannover ist eine weltoffene und pluralistische Stadt, in der auch Israelis und Palästinenser, Juden und Moslems, zu Hause sind.

Uns eint das Eintreten für eine demokratische Gesellschaft und wir treten gemeinsam auf gegen die aus dem Neonazismus wachsenden Gefahren.

Daher:
Israelis und Juden, Palästinenser und Moslems und die Freunde dieser hannoverschen Bürger, rufen alle Demokraten in Hannover auf, gemeinsam mit uns aktiv zu werden und sich an der Veranstaltung

„Bunt statt Braun“

am 1. Mai 2009 am Klagesmarkt um 10.30 Uhr zu beteiligen.

Jüdische Gemeinde Hannover
Liberale Jüdische Gemeinde Etz Chaim Hannover
Palästinensische Gemeinde Deutschland-Hannover
Deutsch-Israelische Gesellschaft Hannover

Respekt! So soll es sein. Das freut mich ehrlich.