• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
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    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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Palästinenser übergeben Sprengsätze an Israelis

Die palästinensischen Sicherheitskräfte haben am Wochenende 17 Sprengsätze an die israelische Armee übergeben. Die Bomben waren bei Einsätzen in der Region der Autonomiestadt Tulkarm entdeckt worden.

Unter den Sprengsätzen sind Rohrbomben, aber auch kompliziertere Exemplare, wie sie in der Vergangenheit für größere Anschläge verwendet wurden. Die Israelis brachten die Sprengsätze kontrolliert zur Explosion.

Die Übergabe ist ein weiteres Zeichen für die verbesserte Zusammenarbeit zwischen palästinensischen und israelischen Sicherheitskräften im Westjordanland, schreibt die Zeitung „Jediot Aharonot“.

Geht doch. Weiter so.

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Palästinenser besuchen medizinischen Workshop in Haifa

Rund 30 palästinensische Ärzte, Krankenschwestern und Medizinstudenten aus dem Westjordanland haben in dieser Woche an einem Seminar über Krebsbehandlungen im Rambam-Krankenhaus in Haifa teilgenommen. Unter anderem wurden ihnen von den israelischen Kollegen neue Methoden zur Behandlung von Krebserkrankungen bei Kindern vorgestellt.

Die Palästinenser kamen unter anderem aus Bethlehem, Ramallah, Dschenin und Hebron, um an dem eintägigen Workshop teilzunehmen. Sie hörten Vorträge über genetische Erkrankungen wie Mittelmeeranämie, Knochenmarkstransplantationen bei Kindern sowie über unterstützende Behandlungen und psychologische Betreuung für an Krebs erkrankte Kinder.

Wie Jased Falah, der Koordinator für die Zusammenarbeit zwischen dem Rambam-Krankenhaus und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), mitteilte, ist das Seminar Teil eines laufenden Programms.

„Wir führen Aktivitäten und Seminare wie diese regelmäßig durch, denn auf menschlicher Ebene sind wir dazu verpflichtet, kranken Menschen zu helfen, ungeachtet der Politik“,

sagte Falah laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“.

Auch Miriam Ben-Arusch, Leiterin der Abteilung für Onkologie und Hämatologie am Rambam-Krankenhaus, bezeichnete die Zusammenarbeit mit den Palästinensern als sehr wichtig. „Wir müssen ihnen medizinische Geräte zur Verfügung stellen und ihnen Wissen vermitteln, das sie in ihren Krankenhäusern anwenden können“, so die israelische Professorin.

Laut dem Bericht kommen täglich palästinensische Patienten zur Behandlung in das Krankenhaus nach Haifa, viele von ihnen werden regelmäßig dort behandelt. Unter diesen Kranken sind auch 50 Kinder. Sie treffen einmal pro Woche im Rambam-Klinikum ein, und werden dort gegen Krebs behandelt.

Licht ins Fenster!

Malte Lehnimg vom tagesspiegel denkt nach:

[…] Kein Unrecht währt ewig. Im Vertrauen darauf rief vor genau 50 Jahren das Kuratorium Unteilbares Deutschland – eine überparteiliche Organisation, die unter anderem von Gustav Dahrendorf, Jakob Kaiser, Herbert Wehner und Theodor Heuss unterstützt worden war – zum ersten Mal die Bundesbürger dazu auf, an Heiligabend Kerzen in die Fenster zu stellen, um ihre Verbundenheit mit den Menschen in der DDR zu zeigen. „Das Licht der Hoffnung darf nicht ausgehen“, hieß es in dem Aufruf. Dieses trotzig hoffend flackernde Kerzenlicht hat seine Schuldigkeit mit dem Mauerfall noch längst nicht getan. Freiheit, Emanzipation, Menschenrechte: Diese Verheißungen sind für viele Menschen weiterhin bloße Utopie. Weit mehr als die Hälfte aller souveränen Staaten ist undemokratisch.

Insofern wäre es ein Zeichen von Dankbarkeit und global verstandener Verantwortung, wenn die Deutschen in Ost und West aus Anlass des Mauerfalls an die Fensterkerzentradition, ob zu Heiligabend oder Silvester, wieder anknüpfen würden. […]

Im Gedenken

  • an jene vielen Millionen Drangsalierten, die bis heute unter Tyrannei und Willkür leiden.
  • An Frauen, die unterdrückt und Christen, die vor allem in muslimischen Ländern verfolgt werden.
  • An Untertanen, die man hungern lässt, und
  • an Andersdenkende, die gefoltert oder gar hingerichtet werden.

Die Mauer öffnete sich in Berlin. Die Idee der Freiheit ist universell.

Jetzt weiß ich, warum so viele Leute ihre Fenster zur Advents- und Weihnachtszeit so bunt machen! 🙂
Nein, im Ernst: Das ist eine gute Tradition. Ich werde dieses Jahr mitmachen.

Hilfsbereitschaft

Gestern Abend hatte ich das zweifelhafte „Vergnügen“, Zeuge eines Verkehrsunfalls zu werden. Meine Frau und ich saßen in einem Restaurant und speisten lecker zu Abend – mit Blick auf die Straße.

Ein Linksabbieger übersah eine ältere Frau, die als Fußgänger über die Ampel ging und schleuderte sie durch die Luft. Auch unsere Tischnachbarn sahen den Unfall und riefen sofort dem Wirt zu, er möge einen Krankenwagen rufen.

Ich griff zum  Handy und alarmierte 112 (wunderbar unaufgeregter Gesprächspartner) und ging dann raus, um kurz über den Zustand der Frau zu berichten (sie war bei Bewusstsein und sprach mit umstehenden Passanten, die sofort zu Hilfe geeilt waren, sie stützen und ihr Kleidung unterlegten).

Keine 2 (in Worten: ZWEI) Minuten später waren ein Notarzt- und ein Krankenwagen vor Ort und kümmerten sich um die Frau (und ich hoffe, auch um den Unfallfahrer). Später kamen Polizisten hinzu und sperrten die Kreuzung so ab, dass der Verkehr um den Unfallort herum wieder gut lief.

Auch Leute vom Verkehrsunfalldienst malten später die ganze Straße voll, um den Unfall zu rekonstruieren und vermaßen alle möglichen Abstände.

Hängengeblieben ist mir aber vor allem die extrem schnelle und konkrete Hilfe aller Beteiligten. Man liest so oft von nur herumstehenden und gaffenden Leuten, die keinen Finger rühren oder Krankenwagen, die ewig brauchen. Ich glaube auch, dass das durchaus vorkommt.

Aber hier war es anders und so schlimm das Geschehene für die Beteiligten gewesen sein muss, so gut ist es, dass viele sofort geholfen haben.

Versöhnung – statt Rache

In der Organisation Elternkreis-Familienforum treffen sich Israelis und Palästinenser, die Kinder, Brüder, Schwestern und Ehepartner in dem bewaffneten Konflikt verloren haben. Die Idee: Durch das Mitteilen der eigenen leidvollen Geschichte, durch den Austausch von Erfahrungen das eigene Leid zu verarbeiten – und weiteres Blutvergießen zu verhindern.

Berlin – Aaron Barnea hält nur kurz, fast unmerklich inne, bevor er weiterspricht. Es ist der schmerzliche Moment, in dem der engagierte Mann mit dem vollen weißen Haar erzählt, warum er beim israelisch-palästinensischen Elternforum aktiv ist. Er erzählt von seinem jüngsten Sohn Noam. Dem begabten, gut aussehenden jungen Mann, der während seines Armeedienstes im Südlibanon in der Festung Beaufort stationiert war, als Spezialist zur Entschärfung von Sprengkörpern. Er erzählt von dem überzeugten Gegner der israelischen Besatzung Südlibanons, der sich am 12. April 1999 wider alle Vorschrift einen Anti-Kriegs-Sticker an die Armeeuniform heftete, bevor er die Festung für eine Mission verließ. Noam wurde von der Hisbollah erschossen – eine Woche vor dem Ende seines Wehrdienstes. „Als ich nach der Trauerzeit auf einer Demonstration gegen den Libanonkrieg war, merkte ich, welch riesige Aufmerksamkeit mir plötzlich zuteil wurde“, erinnert sich Aaron. Eltern und Familien gefallener Soldaten besitzen in der israelischen Gesellschaft besonderes Ansehen. „Wir haben moralische Autorität, das ist unsere Stärke.“ Barnea kapselte sich weder von der Umwelt ab noch erging er sich in Rachegelüsten, um das Trauma zu verarbeiten. Sondern er schloss sich der Organisation Elternkreis-Familienforum an, in der sich Israelis und Palästinenser treffen, die Kinder, Brüder, Schwestern und Ehepartner in dem bewaffneten Konflikt verloren haben. Die Idee: Durch das Mitteilen der eigenen leidvollen Geschichte, durch den Austausch von Erfahrungen das eigene Leid zu verarbeiten – und durch Versöhnung weiteres Blutvergießen zu verhindern.

„Politiker müssen gedrängt werden, Frieden zu schließen“, findet Barnea. Pläne dazu gebe es genug. Doch jedes Abkommen bleibe nur ein Stück Papier, wenn es nicht von Mehrheiten in beiden Gesellschaften mitgetragen werde. „Ohne Versöhnung wird kein politisches Abkommen halten“, ist Barnea überzeugt. Diesen Geist der Versöhnung wollen die etwa 500 Familien im Elternzirkel verbreiten. Dabei sind Schulen ihr Hauptadressat – vor allem in Israel, weil Israelis nicht in die besetzten Gebiete fahren dürfen. Der Verein hat ein Programm entwickelt, bei dem ein Israeli und ein Palästinenser gemeinsam in 11. und 12. Klassen gehen und ihre persönliche Geschichte erzählen, ihre Initiative erläutern. Etwa 1.000 Dialogforen bestreitet die Organisation pro Jahr, die allerdings nicht Teil des offiziellen Lehrplans sind. Die meisten Israelis kennen Palästinenser nur aus Fernsehen und der Politik, wo eine „inhumane Vision des anderen“ vermittelt werde.

Anerkennung bekommt die Menschenrechtsorganisation auch im Ausland: 2003 den „Bremer Friedenspreis“ der Stiftung Die Schwelle für beispielhafte Initiativen, 2009 war die Gruppe, die etwa 100 aktive Mitglieder umfasst, für den spanischen Prinz-von-Asturien-Preis nominiert, den in diesem Jahr schließlich die Stadt Berlin erhielt. In Hamburg hat sich ein Freundeskreis der Organisation gebildet, die finanzielle Unterstützung aus Österreich, Belgien und der Schweiz bekommt. „Deutschland sollte sich beteiligen“, findet Barnea. Die amerikanische Organisation US-Aid hat eine zehnteilige Fernsehserie mitfinanziert, in der eine israelische und eine palästinensische Chefköchin für eine TV-Show aufeinandertreffen und dabei viel über die andere Seite lernen. In Israel lief die zweisprachige Produktion im staatlichen Fernsehen, in den Palästinensergebieten wurde sie bisher nicht gezeigt. Was darauf hindeutet, dass es für Palästinenser noch schwieriger ist, angesichts der Besatzung die Beziehungen zu Israelis zu normalisieren.

www.parentscircle.org

Hoffnung entsteht immer da, wo Menschen über ihren Schatten springen und bereit sind, ihre Vorurteile aufzugeben. Deshalb: Eine supergute Sache! Hoffentlich erreichen sie viele andere und können sie überzeugen – hoffentlich gibt es noch mehr solche Gruppen und Menschen, die sich zusammentun.

Schade ist nur der letzte Satz des Berichtes: „angesichts der Besatzung“ ist nun wirklich Käse. Der Gazastreifen z.B.  wird nicht besetzt und die Gründe für die Schwierigkeiten der Palästinenser, ihre Beziehungen zu Israelis zu normalisieren, liegen sicherlich nur zu einem geringen Teil an der Besatzung, sondern größtenteils an dem weitverbreiteten und sorgfältig gepflegten Juden- und Israelhass.

Libanesische Dorfbewohner verjagen Hisbollah-Anhänger

BEIRUT (inn) – Die schiitische Hisbollah-Miliz versucht offenbar weiterhin, Waffen in Dörfern im Südlibanon zu verstecken. In einem Fall haben sich die Dorfbewohner jedoch erfolgreich dagegen gewehrt, wie ein am Dienstag veröffentlichtes Video der israelischen Armee zeigt.

Auf dem Video ist zu sehen, wie eine Gruppe von Hisbollah-Mitgliedern mit Fahrzeugen in dem Dorf Marwachin ankommt. Armeeeinschätzungen zufolge versuchten die Männer, in die Häuser der Dorfbewohner zu gelangen, um dort Waffen und Raketen zu lagern. Die Dorfbewohner leisteten jedoch Widerstand, heißt es in einem Bericht der Tageszeitung „Jediot Aharonot“, welche die Aufzeichnungen kommentierte.

Während der mehrstündigen Zusammenstöße schossen beide Seiten in die Luft. Verletzte gab es offenbar jedoch nicht. Die libanesische Armee beendete schließlich die Auseinandersetzungen, bevor diese gewalttätig wurden. Zwei Tage später verließen die Hisbollah-Mitglieder das vorwiegend von Sunniten bewohnte Dorf.

Armeeangaben zufolge zeige der Vorfall, dass sich die Hisbollah weiterhin bemühe, Hochburgen innerhalb von Dörfern im Südlibanon zu errichten, damit deren Bewohner als menschliche Schutzschilde im Falle eines Konflikts mit Israel dienen könnten.

Das entsprechende Video finden Sie auf der Internetseite von „Jediot Aharonot“.

Das finde ich gut zu hören! Also ist nicht der ganze Libanon Hisbollah-Land, nicht mal der ganze Süden.

Fußball: Völkerverständigung auf dem Rasen

EILAT (inn) – Der Sport überwindet Grenzen. Regelmäßig treffen sich israelische und jordanische Kinder zum gemeinsamen Fußballspiel. Schulkinder aus Aqaba überqueren dazu die jordanische Grenze, um mit ihren Alterskameraden der Rabin-Schule in Eilat gegen das runde Leder zu treten.

Der Trainer der Jugendlichen, Ibrahim Abu Rkeik, beschreibt auf der Webseite der Tageszeitung „Jediot Aharonot“ das Projekt in einem Wort: „Fantastisch!“ In Zeiten, in denen Gewalt das vorherrschende Thema sei, machten die Begegnungen der jungen Menschen in Eilat Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Mit dem Sport will der Initiator Dov Scheref seinen Traum verwirklichen, Grenzen und Unterschiede zu überwinden.

Die Verwirklichung der Vision begann mit der Kontaktaufnahme zur Rabin-Schule in Scherefs Stadt und der benachbarten Schule im jordanischen Akaba. Im Laufe der Zeit haben die italienische Nichtregierungsorganisation ICU und die jordanische Friedensorganisation „Messengers of peace“ (Bote des Friedens) das Projekt unterstützt. Die jordanischen Jugendlichen begannen bald darauf, die Grenze zu überqueren und mit ihren Alterskameraden in der südisraelischen Stadt zu trainieren.

„Ich liebe es, unterschiedliche Menschen und Kulturen zusammenzuführen“
Für die Verwirklichung seines Traums hat Scheref den Torwart der Fußballmannschaft von Bnei Eilat, Ibrahim Abu Rkeik, verpflichtet. Rkeik hat im Laufe seiner Karriere bereits in Spanien gespielt und ist bekannt dafür, dass sein Herz für solche Projekte schlägt:

„Mir persönlich fällt die Unterstützung nicht schwer“, erklärt er. „Ich liebe es, unterschiedliche Menschen und Kulturen zusammenzuführen. Seitdem ich Arabisch spreche, komme ich auch schnell mit den jordanischen Kindern in Kontakt.“

„Es wärmt einem das Herz, zu sehen, wie viele Menschen in das Projekt involviert sind. Du tust kleine Dinge für die Kinder, aber am Ende des Tages sind es große Dinge für uns alle. Dort sind auch viele sehr gute Menschen auf der anderen Seite der Grenze. Das Projekt, das Dov Sheref in den letzten Jahren ausgearbeitet hat, trägt nun seine Früchte. Dies betrifft Kooperationen im Bereich Sport, Kultur oder bei anderen Aktivitäten. Ich bin vollkommen freiwillig hier, mit dem Glauben, dass etwas durch dieses Projekt geschieht“, wird Rkeik zitiert.

Find ich voll gut.

Eine Frage zum Nachdenken: Würden solche Initiativen mit einer solchen Einstellung auch von arabischen Ländern ausgehen?