• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
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    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
    Max Frisch

    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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Moslems unter Artenschutz?

Wir Deutschen sind die großen Beschützer. Wir haben den Tierschutz, den Artenschutz, den Pflanzenschutz, den Kinderschutz und den Frauenschutz. Alles was irgendwie bedroht scheint, erregt unser Mitleid und ein Mechanismus wird in Gang gesetzt, diesen bedrohten Dingen oder Lebewesen zur Seite zu springen und zu helfen.

Wir setzen uns auch für die von den Israelis brutal unterdrückten Palästinenser ein. Dass die Täter – Opfer – Rolle eher umgekehrt ist, stört uns dabei in unserer Empathie nicht.

Und einige Moslemverbände und andere Multikulti – Fanatisten haben es ja über die Jahre geschafft, in unseren deutschen Köpfen die Aussage zu verankern: Der Moslem von heute ist der Jude  von damals. Also: So wie damals die Juden behandelt wurden, werden heute die Moslems behandelt (rassistisch verachtet, diskriminiert, ausgegrenzt, …) und das führt dann in der Zukunft dazu, dass ein neuer schrecklicher Holocaust an den Moslems entsteht, wenn wir unseren Umgang mit den Moslems nicht verändern. Der Moslem von heute ist – in den Köpfen vieler Menschen in der westlichen Welt – ein Opfer und zwar ein beschützenswertes.

So ist der Moslem heutzutage ein schützenswertes Lebenswerte – er steht sozusagen unter Artenschutz. Was ja an sich auch völlig richtig ist, wenn man von dem Lebensrecht und der Würde dieser Menschen spricht. Wenn es aber um Themen wie die Verweigerung der Integration geht, die für die Gesellschaft wichtig sind und diskutiert werden müssen, damit sich Dinge zum Besseren wenden – dann gehen auch gleich einige so dermaßen in die Luft und werfen mit extremen Vokabeln um sich, als wolle jemand einen Weltkrieg beginnen.

Und damit sind wir beim nächsten Thema: Evangelikale Christen seien eine Gefahr für den Weltfrieden. Ja, das ist zugegebenermaßen etwas verkürzt dargestellt, aber nicht ganz falsch wiedergegeben.

Heute habe ich bei meinem Lieblingssender NDR Info in den Nachrichten einen Bericht darüber gehört, dass übermorgen (Jahrestag 9/11) eine Gruppe „radikaler Christen“ bzw. Evangelikaler den Koran öffentlich verbrennen wollen.

Eins vorweg: Ich halte das für eine ausgesprochen dämliche Idee. Es ist eine reine Provokation, um zu zeigen, was man vom Koran hält. Das kann man aber auch anders tun – vorlesen z.B.  Der Koran ist ein sehr problematisches Buch, er hat ein schlechtes Gottesbild – kein liebender Vater wie in der Bibel – und Stellen voller Hass gegen Juden und Christen. Aber verbrennen sollte man ihn nicht, denn das regt die Moslems zu Recht auf.

Nun aber weiter zum NDR Info-Bericht. Es wurde die pakistanische Regierung unkommentiert zitiert, dass diese Aktion eine Gefahr für den Weltfrieden sei und von Menschen berichtet, die durch Kabul gezogen sind und riefen:  „Tod den USA!“. Der indische Innenminister Palaniappan Chidambaram sagte, Ziel der Koran-Verbrennung sei, „Verbitterung und Zwietracht“ zwischen religiösen Gruppierungen zu verstärken.

Und das sagt gerade ein indischer Minister, in dessen Land Hindus seit Jahren Christen ohne große Konsequenzen verfolgen, verprügeln und ermorden.

Nun kann man ja noch sagen, dass den Moslems ja ein Buch bzw. das muslimische Buch wichtiger sei als der Weltfriede und die USA. Aber unserer Gesellschaft, unseren Journalisten, unseren Politikern? Haben wir nicht andere Werte? Wer wird in diesem Bericht als radikal – auf das Wort „fundamentalistisch“ habe ich noch gewartet, aber es kam nicht – bezeichnet?

Nicht die Moslems, die eine Gefahr für den Weltfrieden ausmachen – was auch immer das bedeuten soll. Ein 3. Weltkrieg? Terrorangriffe? Bibel- und Fahnenverbrennungen? Nicht die Menschen, die durch Kabul marschierten und brüllten: „Tod den USA!“ Gerne wird auch ein „Tod Israel!“ angehängt. Wieviele Kinder wohl dabei waren? Es sind auch nicht die Inder.

Nein, es sind die ca. 50 Christen aus Florida, die als radikal bezeichnet werden. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wenn Christen oder Juden etwas geschieht, wenn sie beleidigt, verfolgt, verprügelt oder verhöhnt werden, dann ist das die Freiheit der Kunst oder fremde Sitten. Wer sich als Christ über Verunglimpfung oder Diffamierung öffentlich aufregt, dem schlägt fast nur Hohn und Spott entgegen. Und wenn die Juden sich darüber aufregen, dass Israel in den Medien böse verzerrt dargestellt wird, schlägt ihnen der Hass entgegen.

Aber wenn Moslems sich aufregen, dann … ja dann sind die Christen oder die Juden oder sonst wer Schuld … nur die Moslems selber nicht. Denn die sind ja Opfer. Und alles, was sie an Bösem tun, ist ja nur die – verständliche – Folge der bösen Taten der Anderen, es ist eine Art Notwehr, ein berechtigter Widerstand.

Versteht mich nicht falsch: Ich schreibe hier nicht pauschal gegen alle Moslems. Ich schreibe in erster Linie gegen das unterschiedliche Beurteilen der Taten verschiedener Menschen nach verschiedenen Maßstäben durch unsere Medien und Politik. Und in zweiter Linie gegen die Moslems, die sich fürchterlich beleidigt fühlen, wenn Juden oder Christen etwas tun und mit Hölle und Tod drohen, sich aber einen Dreck darum scheren, was ihre eigenen Leute mit Juden, Christen und Moslems (die Anzahl der durch Moslems getöteten Moslems ist höher als die aller anderen) machen.

Aber wir lassen uns das alles weiter vorsetzen und wenn jemand ausmacht, dass Moslems eine höhere Integrationsverweigerung haben als andere, dann bricht gleich eine Hexenjagd aus.

Es ist politisch nicht korrekt, Moslems zu kritisieren, denn dadurch wird die Integration ja behindert – so sagen viele. Aber genau das ist der Irrtum. Jesus sagt: „Die Wahrheit wird euch frei machen“.

P.S. Ein sehr guter Artikel dazu von Stefan Frank ist hier zu lesen

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Hungerkatastrophe in Palästinensergebieten?

Etwa 10 Prozent der Palästinenser unter fünf Jahren leiden aufgrund von Mangelernährung an Wachstums- oder Entwicklungsstörungen. Das geht aus einem aktuellen Bericht der UN-Kinderhilfsorganisation UNICEF hervor. Die Zahlen in den arabischen Nachbarstaaten waren jedoch höher.

Demnach sind

  • in Ägypten etwa 29 Prozent der Kinder aufgrund von Unterernährung körperlich oder geistig zurückgeblieben.
  • In Jordanien sind es 12 Prozent,
  • im Libanon 11 und
  • in Syrien 28 Prozent.
  • Im Jemen liegt diese Zahl bei 58 Prozent,
  • in Saudi-Arabien bei 20 Prozent und
  • in den Vereinigten Arabischen Emiraten bei 17 Prozent.
  • Prozentual wird die Liste von Afghanistan angeführt. Dort sind etwa 59 Prozent aller Kinder betroffen.
  • Mit knapp 61 Millionen leben die meisten Unter-Fünfjährigen mit Wachstums- oder Entwicklungsstörungen in Indien.
  • Danach folgt China mit rund 10 Millionen Kindern.

Weltweit sind laut UNICEF mindestens 200 Millionen Kinder unterernährt und deshalb in ihrer Entwicklung gestört.

Es ist ja eigentlich zynisch, solche Zahlen miteinander zu vergleichen. Jedes unterernährte und in seiner Entwicklung gestörte Kind ist eines zuviel.

Aber da so viele Lügen über den Gazastreifen und das Westjordanland kursieren, muss man festhalten, dass es den Kindern dort besser geht als in allen (arabischen) Nachbarländern.

Von einer Hungerkatastrophe kann also nicht die Rede sein.

Schutz für Christen

Eine Gruppe von Abgeordneten aus allen Fraktion hat die Bundesregierung aufgefordert, sich stärker für den Schutz von Christen in der Welt einzusetzen. Die Zahlung von Entwicklungshilfe müsse auch davon abhängig gemacht machen, ob in den Empfängerländern Christen verfolgt würden, heißt es in der Erklärung.

In Ländern wie Pakistan und Indien würden Christen wegen ihres Glaubens diskriminiert und seien Opfer von Übergriffen, heißt es in der Erklärung. Deutschland müsse der Verfolgung religiöser Minderheiten entschieden entgegentreten. Die Verfasser des Papiers weisen darauf hin, dass fast 90 Prozent der Opfer von religiösen Verfolgungen Christen seien.

Die Bundesregierung müsse eine kohärente Außenpolitik mit dem Ziel betreiben, weltweit Glaubensfreiheit durchzusetzen.

Das Positionspapier wurde von einem Kreis von rund 30 christlichen Abgeordneten erarbeitet, dem unter anderem die stellvertretenden Unionsfraktionschefin Ilse Falk, der SPD-Bildungsexperte Dieter Grasedieck und der Linken-Politiker Bodo Ramelow angehören.

Ich freue mich als Christ darüber, dass meinen Glaubensgenossen durch diese Maßnahmen hoffentlich geholfen wird und der Fokus auch auf dieses sonst eher unterbelichtete Thema rückt. Es ist dringend notwendig, dass man Verfolgung und Verletzung der Menschenrechte nicht regional, religiös oder sozial trennt:

Es ist schlimm, wenn in Land A die Gruppe B verfolgt wird, aber die Leiden der Gruppe C in Land D ignorieren wir, weil das gerade nicht ins emotionale Gefüge passt.

So nicht.

Und da sind die Christen – ob man sie nun mag oder nicht – in den letzten Jahren durch verschiedene Raster gefallen. Die Verfolgung und Unterdrückung hat weltweit – und Überraschung: vor allem in den islamischen Ländern – stark zugenommen. Und damit meine ich nicht, ob irgendjemand irgendwo seine Kirchenglocken läuten darf oder nicht …

Aber wenn – und das tun wir Christen – man sich nicht um seine eigene Gruppe kümmert, sondern Rechte und Fürsorge für alle Menschen beachtet, dann kann und darf man diese Maßnahmen nicht allein auf die Christen beschränken.
Denn wie schrieb Paul13:

Also, liebe Tyrannen, lasst bei Eurem nächsten Völkermord zur Abwechslung einfach mal die Christen außen vor, dann füllen Euch die Gutmenschen die Lücken im Budget auch weiterhin brav auf, damit Ihr Euch wieder die neueste S-Klasse leisten könnt.

Wenn man sich für die verfolgten Menschen weltweit stark machen möchte – was sehr gut ist! – dann bitte auch ohne Unterschied. Auch für Christen, Juden, Moslems, Buddhisten, etc..

Denn – auch das vielleicht eine Überraschung – die Opfer sind ethnisch, religiös und sozial stark gestreut. Die Täter nicht.
Aber – Achtung: Ironie – haben wir ja den UNCHR, in dem solch unverdächtige Staaten wie Saudi-Arabien, Pakistan, China und Kuba sitzen.

Nein, es braucht solche Initiativen gegen Verfolgung und Unterdrückung. Wir leben in einer globalisierten Welt und kein Staat kann sich die „Einmischung in die inneren Angelegenheiten“ mehr verbitten, wenn es um Menschenrechte geht.
In diesem Sinne wünsche ich mir mehr solche Politiker und ihren Initiativen Erfolg!

2008 – Das Jahr der globalen Christenverfolgung

Niedergebrannte Kirchen, Angriffe auf Gottesdienste und Wohnungen: In zahlreichen Ländern der Welt sind Christen Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt. Mehr als 90 Prozent der aus religiösen Gründen Verfolgten und Ermordeten waren in diesem Jahr Christen. Besonders schlimm sieht es im Irak, aber auch in Indien aus.

Eine mit Pistolen und Stöcken bewaffnete Menschenmenge näherte sich dem kleinen indischen Dorf im östlichen Bundesstaat Orissa. Der Mob warf die Fenster der Kirche ein und trieb die Gottesdienstbesucher vor das Gebäude. Dann setzen die Extremisten die Holzkirche mit Fackeln in Brand. Das Lichterfest am Heiligen Abend vor einem Jahr war der willkommene Anlass für fanatische Hindus, ihren christlichen Landsleuten zu zeigen, dass sie als Christen nicht länger geduldet würden. 70 weitere Kirchen wurden abgebrannt und 600 Wohnungen von Christen zerstört.

Das Jahr 2008 wird in die Annalen eingehen als das Jahr, in dem die Diskriminierung und Verfolgung christlicher Minderheiten weltweit ein selten gekanntes Ausmaß erreicht hat. Mehr als 200 Millionen der rund 2,2 Milliarden Christen sind betroffen, wie die katholische Menschenrechtsorganisation „Kirche in Not“ in einem aktuellen Bericht bilanziert.

Keine andere Religionsgemeinschaft wird härter und grausamer verfolgt als die christliche, mehr als 90 Prozent der aus religiösen Gründen Ermordeten und Verfolgten sind Christen.

Islamische und kommunistische Länder drangsalieren ihre christlichen Minderheiten am stärksten. Auf dem „Weltverfolgungsindex 2008“ der Menschenrechtsorganisation „Open Doors“ rangiert das kommunistische Nordkorea ganz vorn, dicht gefolgt von Saudi-Arabien. Unter den ersten zehn befinden sich auch die islamischen Länder Iran, Jemen und Afghanistan. China ist vom zwölften auf den zehnten Platz vorgerückt. Auch in der früheren Sowjetrepublik Usbekistan, in Somalia, Pakistan und Ägypten werden schwere Menschenrechtsverletzungen gegen Christen begangen.

Europa sieht sich nicht als Schutzmacht für Christen

Immer wieder machen Menschenrechtsorganisationen auf die schlimme Lage für Christen in diesen Ländern aufmerksam – ohne große Wirkung in der christlich geprägten Welt. Auch der Vorstoß von Wolfgang Schäuble, eine europäische Lösung für die verfolgten Christen im Irak zu finden, lief weitgehend ins Leere. Offenbar empfindet das christliche Europa sich längst nicht mehr als Schutzmacht der Christenheit.

Anmerkung: Das christliche Europa liegt im Sterben. Da sich Europa unbedingt als eine Gegenmacht zu den USA etablieren muss, fliegt auch der mit den USA verbundene christliche Glaube über Bord.

Das Schweigen hat viele Ursachen. Noch immer halten sich Politiker und Regierungen zurück, wenn es um die Maßregelung von Ländern geht, die als ehemalige Kolonien selbst Opfer von Diskriminierung und Unterdrückung waren. Und in den sich immer weiter säkularisierenden Gesellschaften des Westens verschwindet naturgemäß die Sensibilität für Menschen, die ihrem Glauben bis in den Tod hinein treu bleiben. Die Propaganda islamistischer Gruppen, die Christen im Irak oder im Iran seien natürliche Verbündete der USA und der Nato, erscheint nicht wenigen auch im Westen plausibel.

Der pakistanische Erzbischof Lawrence Saldanha forderte deshalb den Westen auf, sich nicht als Christ für Christen, sondern als Bürger für die freie Religionsausübung als allgemeines Menschenrecht einzusetzen. Das würde dem Konflikt die kulturell-religiöse Schärfe nehmen. …

Anmerkung: Europa und auch Deutschland setzen sich lieber für die rassistisch verfolgten Moslems in ihren Ländern ein. Die sind immerhin Wähler – die anderen … nicht.

Amtlich geschürte Pogromstimmung in Indien

Handhabe dafür geben Sondergesetze, die oft in Widerspruch zu den jeweiligen Verfassungen stehen. Das gilt für das islamische Pakistan genauso wie für das mehrheitlich hinduistische Indien. Obwohl Artikel 25 der indischen Verfassung jedem Bürger das Recht auf freie Wahl der Religion zuspricht, führen immer mehr Bundesländer Gesetze ein, die die Konversion zu einer anderen Religion unter Strafe stellen.

Das schafft eine amtlich geschürte Pogromstimmung. Es sind Christen aus der untersten Kaste, die der Gewalt zum Opfer fallen. Durch ihre Ausbildung an christlichen Schulen sind die Ärmsten der Armen besser qualifiziert als viele Hindus und können sich so der Ausbeutung durch ihre hinduistischen Arbeitgeber erwehren.

Die Gewalt gegen Christen in Indien ist mit polizeilichen oder militärischen Mitteln kaum mehr einzudämmen, denn sie kommt aus der Mitte der Bevölkerung. So ging nach dem Mord an einem Hindu-Führer im August dieses Jahres, der den Christen angelastet wurde, eine weitere Gewaltwelle übers Land. In einem regelrechten Rachezug gegen christliche Siedlungen zerstörten Hindus rund 4000 Wohnungen, Schulen, Kirchen und Geschäfte. Sechzig Menschen wurden getötet.

Die junge Missionarin Rafani Majhi, die sich um Waisenkinder kümmerte, wurde bei lebendigem Leib verbrannt. Priester, auf die Extremisten hohe Kopfprämien ausgesetzt hatten, wurden angegriffen und schwer verletzt. 50.000 indische Christen flüchteten in die Wälder oder retteten sich in Flüchtlingslager.

Nach eindringlichen Bitten des katholischen Hilfswerks Misereor an die indische Regierung sagten radikale Hindus jetzt einen für Weihnachten geplanten Generalstreik ab. Sie wollten dagegen demonstrieren, dass der Mörder eines Hindu-Führers noch immer nicht gefasst ist. Viele Christen fürchten erneute blutige Übergriffe und haben Angst, an Gottesdiensten teilzunehmen.

Katastrophale Verfolgung von Christen im Irak

Noch schlimmer als in Indien werden die Christen im Irak von der Verfolgung heimgesucht. Seit dem Einmarsch der Amerikaner 2003 hat sich die Zahl der im Land lebenden Christen durch Flucht und Vertreibung von einer Million auf weniger als die Hälfte verringert. „Die Christenverfolgung in unserer heutigen Zeit hat sich zu einer wahren Katastrophe entwickelt“, klagt Erzbischof Basile Georges Casmoussa aus der nordirakischen Stadt Mossul, der kurz nach dem Sturz Saddam Husseins selbst entführt worden war. Sein Amtsbruder Paulos Faraj Rahho ist im April dieses Jahres nach Monate währender Verschleppung ermordet worden.

Von einst 25.000 Christen leben nur noch 5000 in der kurdischen Stadt. Zwanzig Christen sind dieses Jahr in Mossul umgekommen, junge Mädchen wurden entführt, vergewaltigt oder zwangsverheiratet. Wie lebensbedrohlich die Lage für die verbliebenen Mitarbeiter der christlichen Gemeinde ist, schilderte John Pontifex von „Kirche in Not“ in einem dramatischen Bericht.

Darin informierte er seine Organisation über Bombenanschläge gegen christliche Klöster und beschreibt eindrücklich die Todesgefahr, der sich die in der Stadt gebliebenen Priester aussetzen. So habe der junge Pater Bassman Fatoohey, der seit der Ermordung Rahhos die Amtsgeschäfte fortführt, gleich nach Amtsantritt einen jener berüchtigten Drohbriefe erhalten, die mit einer beigelegten Patrone unmissverständlich zur Amtsaufgabe auffordern. Doch der mutige Geistliche will bleiben.

Christen sind in Ägypten Bürger zweiter Klasse

Während Christen in streng muslimischen Ländern wie Saudi-Arabien ihre Religion überhaupt nicht ausüben können, weil schon das Tragen von christlichen Symbolen in der Öffentlichkeit streng verboten ist und Konvertiten sowie Missionare vom Tod durch das Beil bedroht sind, gerät inzwischen auch ein weltoffenes Land wie Ägypten unter den Einfluss von radikalislamischen Muslimbruderschaften. Christen dürfen keine Kirchen bauen und sind durchweg Bürger zweiter Klasse.

Das Jahr 2008 setzte bei der Diskriminierung von Christen auch für Ägypten neue Maßstäbe. So wurden am 13. Februar zwei koptisch-orthodoxe Familien im oberägyptischen Armant festgenommen, als sie auf der Polizeistation anzeigten, dass ihre Häuser von Islamisten angezündet worden seien. Die Kopten mussten ein Protokoll unterschreiben, wonach sie ihre Häuser selbst angezündet hätten.

Am 30. Mai erschossen Unbekannte in einem Stadtteil mit hohem christlichen Bevölkerungsanteil in Kairo vier koptische Christen: einen Juwelier und drei seiner Angestellten. Geraubt wurde nichts, die Polizei sprach von einem nichtreligiös motivierten Racheakt. Im Juni verwüsteten Islamisten ein koptisches Viertel der nordägyptischen Stadt Zawyet Abdel-Qader und verletzten sieben Christen schwer.

Die zweite Jahreshälfte stand im Zeichen einer Serie von Angriffen auf koptische Gotteshäuser, wobei die Angreifer regelmäßig Steine und Brandsätze warfen. Die Polizei griff gar nicht oder erst spät ein. Höhepunkt war ein Angriff von sechzig bewaffneten Muslimen auf das Abu Fana Kloster. Vier Christen wurden dabei verletzt und drei Mönche entführt. Die Islamisten banden die Männer an einen Baum und peitschten sie aus. Man zwang sie, auf ein Kreuz zu spucken und sich zum Islam zu bekennen. Einer der Mönche blieb bis heute verschwunden.

Selbst die um die Aufnahme in die Europäische Union ringende Türkei, die sich seit Atatürks Reformen als modern-laizistischer Staat versteht, lässt im Inneren zunehmend eine islamistische Ausrichtung erkennen. Immer wieder ermorden fanatische Sunniten Priester, Ordensschwestern und Missionare, die christlichen Gemeinden sind bei der Religionsausübung oder beim Bau von Kirchen Schikanen ausgesetzt. Wie angespannt das religiöse Klima im Land ist, zeigt die Aussage des türkischen Religionsministers Ali Bardakoglu, der

den Übertritt von 368 Muslimen zum Christentum als einen Versuch bezeichnete, die Türkei zu zerstören.

Dabei leben auf dem einst byzantinischen Boden heute nur noch 100.000 Christen – gerade einmal 0,15 Prozent der türkischen Bevölkerung.

Diese Doppelmoral ist schwer zu ertragen. Vergleicht man die Forderungen islamischer Verbände und Politiker (z.B. „Assimilation ist ein Verbrechen“) für die Moslems in Deutschland und Europa mit der Realität christlicher und jüdischer Minderheiten in islamischen Staaten, kann man nur zu folgendem Schluss kommen:
Das, was in den islamischen Staaten gelebt wird, ist die islamische Realität bzgl. dem Umagng mit Minderheiten. Das Geschrei hier ist nur ein Ausnutzen der deutschen Schwäche für Unterdrückte und Verfolgte, um dem Islam eine bessere Ausgangsstellung zu verschaffen.

Indien mit immer mehr Antibekehrungsgesetzen

Während hier in Deutschland das eigene Erbe immer beliebiger wird und die Religion der Beliebigkeit preisgegeben wird, gehen andere Völker andere – nicht bessere – Wege, um ihre (Landes-)Religion zu schützen.

Viele muslimische Staaten haben es schon – genannt sei hier exemplarisch Pakistan, wo Übertritte aus dem Islam zu einer anderen Religion mit drastischen Strafen geahndet werden -, jetzt führen es auch immer mehr indische Bundesstaaten ein: Ein Antibekehrungsgesetz oder auch Antimissionierungsgesetz.
Von den 1,1 Milliarden Einwohnern Indiens sind 82 Prozent Hindus, 12 Prozent Muslime und 3 Prozent Christen.
Nach Angaben des Hilfswerks Open Doors, das sich für verfolgte Christen einsetzt, muss nach dem Gesetz jeder beabsichtigte Religionswechsel den Bezirksbehörden mindestens 30 Tage zuvor anzeigt werden. Verstöße gegen das Gesetz können mit bis zu zwei Jahren Haft und/oder einer Geldbuße von umgerechnet 338 Euro bestraft werden. Für den Fall eines erzwungenen Religionsübertritts eines Minderjährigen, einer Frau, eines Dalits (Kastenlosen) oder eines Stammesangehörigen (Ureinwohner) können die Haftstrafe auf drei Jahre und die Geldstrafe auf 677 Euro erhöht werden.
Erfahrungen von Christen zufolge wachsen die religiösen Spannungen in jenen Bundesstaaten, in denen Antibekehrungsgesetze in Kraft sind.

aus IDEA: Indien: Antibekehrungsgesetze in immer mehr Bundesstaaten
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