• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
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    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

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    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
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Historischer Rückblick: 7. Juni 1967

Israelische Fallschirmjäger erreichen die Klagemauer, nachdem sie die jordanischen Streitkräfte in der Altstadt besiegt haben. Beim Erreichen der Wand ruft Verteidigungsminister Moshe Dayan:

„Wir sind zu allem zurückgekehrt, was heilig ist in unserem Land. Wir sind zurückgekehrt, um nie mehr davon getrennt zu werden.“

Dayan übergibt sofort die administrative Kontrolle über den Tempelberg an die muslimische Behörden Waqf und obwohl er den Juden erlaubt, den Tempelberg zu betreten, verbietet er, dass sie dort anbeten.

Premierminister Levi Eshkol trifft sich mit sowohl christlichen als auch muslimischen Führern, um ihnen zu sagen dass sie die Freiheit der Religionsausübung haben und ihre eigenen Stätten verwalten können. Interessanterweise konnten die israelischen Muslime zum ersten Mal seit 1948 in der Al-Aqsa-Moschee anbeten – unter jordanischer Herrschaft war dies nicht möglich.

Israel-Report 6.6.13

So geht Zusammenleben.

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65 Jahre moderner Staat Israel

oder die völkerrechtlich verbindliche „Errichtung einer nationalen Heimstätte für die Juden“ vor 91 Jahren!

– Von Balfour über San Remo bis zum modernen Staat –

Warum das heutige Jordanien das arabische Palästina ist und es keine illegalen Siedlungen in Judäa und Samaria aka Westbank gibt.

Eine Betrachtung originaler Quellen und Zeitzeugen-Aussagen im Rückblick.

Mandate_for_Palestine

Inhaltsverzeichnis:

  1. Einleitung
  2. UN-Resolution 181 (II) vom 29.11.1947
  3. Unabhängigkeitserklärung & Staatsgründung des modernen Israels am 15.5.1948
  4. Beschluss „Mandate for Palestine“ des Völkerbundes vom 24.7.1922
  5. White Papers“ Juni 1922
  6. Besuch Churchills in Palästina 1921
  7. Die San Remo Friedenskonferenz im April 1920
  8. Hinzufügen von Artikel 22 in die Covenant of the League of Nations 1919
  9. Balfour Erklärung 1917
  10. Artikel 80 der Charta der Vereinten Nationen
  11. Zusammenfassung, Schlussfolgerungen & Ausblick
  12. Anhänge

– Einleitung –

Immer wieder wird das Existentrecht Israels in Frage gestellt. Seine Gegner werfen Israel völkerrechtswidriges Verhalten vor und das erfundene Volk der Palästinenser will auf dem Staatsgebiet Israels einen eigenen Staat gründen und beruft sich auf historische Rechte, welche nicht existieren.

Halbwissen und Halbwahrheiten sind gefährlich und sollen zur Vernichtung Israels führen. Darum sollen hier dem kritischen Leser die Original-Quellen zugänglich gemacht werden, um sich selber ein eigenes Bild anhand der wahren Quellen schaffen zu können. Gerade WIKIPEDIA erweist sich beim Thema Israel als ein Meister der Täuschung und benutzt zum Teil unseriöse arabische Quellen. Die diversen Artikel zum Thema widersprechen sich oftmals. Wer mit ein bißchen reiner Logik an die Sache rangeht, wird dies feststellen.

Die sog. selbsterklärten Israelkritiker (Gegner) berufen sich dabei gerne auf die Genfer Konvention, die Haager Landordnung, die UNO Resolution 181, die Osloer Verträge, sprechen von Kriegsverbrechen, “illegalen Siedlungen” und was Ihnen sonst noch in den Sinn kommt.

Was Israels Existentrecht angeht, unterschlagen sie am allerliebsten das Wort „national“ und behaupten, der Völkerbund bzw. die Staatengemeinschaft hätte damals „die Errichtung einer Heimstätte für die Juden“ beschlossen und nicht  „die Errichtung einer NATIONALEN Heimstätte für die  Juden“, welches nichts anderes als ein Synonym im Englischen für die Errichtung eines STAATES ist!
Ohne Staat keine Nation bzw. nationale Heimstätte.

In allen wichtigen völkerrechtlichen Verträgen und Zeitzeugenberichten wird aber genau dieser Satz immer und immer wieder genannt. Diesen zu Belegen ist Ziel dieser Betrachtung .

Vorweg aber ein paar Nebenbetrachtungen:

– UN-Resolution 181 (II) vom 29.11.1947 –

UN-Resolution 181 (II) der Generalversammlung der Vereinten Nationen hat KEINEN völkerrechtlich verbindlichen Charakter, spielt aber in der Realität bis heute bei der Entstehung des Staates Israel eine sehr große Rolle

siehe Original Text in amtlich deutscher Übersetzung
http://www.un.org/depts/german/gv-early/ar181-ii.pdf

– Unabhängigkeitserklärung Israel 14. Mai 1948

Am 14. Mai 1948 rief  Israel seine Unabhängigkeit aus und erklärte:

“Am 29. November 1947 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen einen Beschluss gefasst, der die Errichtung eines jüdischen Staates in Eretz Israel fordert; die Vollversammlung verlangte von der Bevölkerung Eretz Israels, selbst alle notwendigen Schritte zu ergreifen, um diesen Beschluss durchzuführen. Diese Anerkennung des Rechtes des jüdischen Volkes auf die Errichtung seines Staates durch die Vereinten Nationen kann nicht rückgängig gemacht werden.”

Vollständigen Text der Unabhängigkeitserklärung Israels in deutsch:
http://www.israelnet.de/unabhaengigkeitserklaerung.htm

sowie in englisch:
http://avalon.law.yale.edu/20th_century/israel.asp

In der Nacht vom 14. zum 15. Mai 1948 lief um 0.00 Uhr das offizielle britische Mandat aus, wie aus der Unabhängigkeitserklärung Israels zu lesen ist. Die Briten akzeptierten und übergaben ihr Mandat an Israel. Die Sowjetunion und die USA erkannten Israel als Staat sofort an. Israel begann wieder zu existieren.

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Die arabischen Staaten erklärten daraufhin Israel den Krieg und besetzten im wesentlichen Ostjerusalem, sowie die Gebiete Judäa, Samaria und den Gazastreifen und verloren selbige Gebiete + die Golanhöhen 1967 im Sechs Tage Krieg bis heute. Israel annektierte diese Gebiete, welche Ihnen bereits 1920 und 1922 vom Völkerbund und allen seinen 51 Mitgliedsstaaten einstimmig zugesichert worden war.

Die Vorgänge von 1948, die zur Gründung Israels führten, basieren auf der UN-Resolution 181, in welcher nicht ein einziges Mal das Wort Palästinenser vorkommt. Es ist immer von der Errichtung eines jüdischen und eines arabischen Staates die Rede. (siehe z.B. Teil I B 9  auf  Seite 5, Teil I Punkt A 4 auf Seite 3 oder Punkt B 4 auf Seite 4)

z.B. Teil I B 9 auf Seite 5

“Während der Übergangszeit ist es keinem Juden gestattet, auf dem Gebiet des geplanten arabischen Staates seinen Wohnsitz zu begründen, und keinem Araber gestattet, auf dem Gebiet des geplanten jüdischen Staates seinen Wohnsitz zu begründen, es sei denn mit besonderer Genehmigung der Kommission.“

Detailliert wird beschrieben, was beide Seiten tun müssen, damit ihr Staat Existenzrecht erlangt z.B. :

Teil I C Kapitel 1 auf Seite 7

Heilige Stätten, religiöse Gebäude und Plätze

1. Die bestehenden Rechte in bezug auf Heilige Stätten und religiöse Gebäude oder Plätze werden in keiner Weise beeinträchtigt.

2. Was die Heiligen Stätten betrifft, so wird der freie Zugang, der freie Besuch und der freie Transit im Einklang mit den bestehenden Rechten allen Einwohnern und Bürgern des anderen Staates und der Stadt Jerusalem sowie Ausländern, ohne Unterschied nach ihrer Nationalität, gewährleistet,
vorbehaltlich der Erfordernisse der nationalen Sicherheit, der öffentlichen Ordnung und der guten Sitte. Ebenso wird die Kultusfreiheit im Einklang mit den bestehenden Rechten gewährleistet, vorbehaltlich der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und der guten Sitte.

3. Die Heiligen Stätten und religiösen Gebäude oder Plätze sind zu erhalten. Jede Handlung, die ihren sakralen Charakter in irgendeiner Weise beeinträchtigen könnte, ist untersagt. Wenn die Regierung zu irgendeinem Zeitpunkt eine bestimmte Heilige Stätte, ein religiöses Gebäude oder einen religiösen Platz für dringend restaurierungsbedürftig erachtet, so kann die Regierung die betreffende Gemeinschaft oder Gemeinschaften zur Durchführung der Restaurierung auffordern. Wenn innerhalb einer angemessenen Frist nichts unternommen wird, kann die Regierung die Restaurierung auf Kosten der betreffenden Gemeinschaft oder Gemeinschaften selbst durchführen lassen.

Israel garantiert bis zum heutigen Tag den Zugang zu allen Heiligen Stätten!

Israel setzte vollständig die Bedingungen der UN-Resolution 181
und war mit dem Teilungsplan einverstanden – die Araber nicht!

Weder haben sich die Araber für unabhängig erklärt, noch sich eine Verfassung gegeben. Gemäß UN-Resolution 181 sollte das Mandat in diesem Falle (daß der Araber) an die UN zurückgehen.

Der Staat Israel begann nach über 1900 Jahren Disapora wieder zu existieren – der Staat der Araber nicht!

Zu mindestens 1948 gab es noch keine „Palästinenser“ und wurden mit keinem einzigen Wort erwähnt. Diese wurden erst später von Arafat erfunden. Aber das ist ein anderes Thema, was in einem späteren Artikel „Palästinenser – Das erfundene Volk des Yassir Arafats“ behandelt werden soll.

Bemerkenswert bleibt hierbei, daß die arabische Seite heutzutage immer wieder gerne mit UN -Resolution 181 argumentiert, diese aber selber nie akzeptiert hat.

Ebenfalls in der UN-Resolution 181 wird beschrieben, dass die Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Empfehlung an die britische Mandatsmacht ist (siehe Seite 1) und alle Völker nur auffordert, diese umzusetzen und damit keinen völkerrechtlich verbindlichen Charakter hat. Diese hätte nur bindenden Charakter erhalten, wenn beide Seiten zugestimmt hätten.

UN Beschlüsse mit völkerrechtlich verbindlichen Charakter kann nur der UN-Sicherheitsrat beschließen! PUNKT

Somit ist letztendlich die UN-Resolution 181 in der Realität nichts anderes als eine bilaterale Vereinbarung zwischen Großbritannien, welches sein völkerrechtlich innehabendes Mandatsgebiet „Palästina“ an Israel übertrug und Israel, welches am 14. Mai 1948 diese Übertragung akzeptierte.

Nun könnten Kritiker auf die Idee kommen, das Großbritannien aber nur den Teil an Israel übertragen habe, welches die Gebiete des zu gründenden arabischen Staates nicht mit einschließt.

Dies sind in „TEIL II Grenzen A. DER ARABISCHE STAAT“ geregelt und umfaßt im Wesentlichen Teile von Galiläa, Judäa und Samaria.

Anzumerken ist, daß die UN Resolution die historischen jüdischen Begriffe Judäa und Samaria benutzt. Der Begriff Westbank kommt nicht vor, da noch nicht erfunden!

Da die Araber die Resolution ablehnten, haben sie das Recht darauf nicht wahrgenommen. Deswegen greifen die historischen verbindlichen Beschlüsse, die VOR dem 29.11.1947 vereinbart wurden, wie auch die Charta der Vereinten Nationen in Artikel 80 (s.u.) richtig feststellt.

Diese sind in erster Linie die Beschlüsse des Völkerbundes von 1922 „Mandat für Palästina“ und die Beschlüsse der San Remo Friedenskonferenz von 1920, welche beide die Balfour Deklaration von 1917 als völkerrechtlich bindend, bestätigen.

Mandate for Palestine des Völkerbundes von 1922 –

Ein Blick in den Beschluß „Mandate for Palestine“ des Völkerbundes von 24. July 1922 beweist genau dieses.

Der Völkerbund überträgt Palästina also Teile des untergegangenen Osmanischen Reiches als Mandatgebiet an Großbritannien und Großbritannien nimmt das Mandat an.

Er legt auch fest, daß dieses Mandatgebiet in ein jüdisches Palästina, aus dem der jüdische Staat (Israel) entstehen soll und in ein arabisches Trans-Jordanien (dem heutigen Jordanien) oder auch arabisch Palästina geteilt wird. Die Golanhöhen wurden Frankreich als Mandat übertragen

Bereits in der Präambel wird „die Errichtung einer nationalen Heimstätte für die Juden“ auf dem Gebiet Palästina beschlossen.

Ein Staat für Araber ist auf dem Staatsgebiet Palästina nicht vorgesehen.
Die Araber bekommen Trans-Jordanien zugesprochen. Alles links des Jordans ist Israel und alles rechts davon ist Jordanien gemäß Artikel 25.

Im Internet kursieren immer wieder Kartenfälschungen. Besonders Wikepedia bedient sich dieser falschen Karten und benutzt unseriöse pro-arabische Quellen. Richtig ist folgende, wie aus den Beschlüssen des Völkerbundes glasklar hervorgeht!

Mandate_for_Palestine_WMW

Karte vor & nach der Teilung in ein jüdisches Palästina und ein arabisches Trans-Jordanien

Der Völkerbund erkennt die historischen Wurzeln des jüdischen Volkes an und spricht sich für eine Staatsbildung auf ihrem historischen Gebiet von Eretz Israel aus! Mit dieser Anerkennung geht die Anerkennung der jüdischen Geschichte, Ahnen und Wurzeln einher.

Palästinenser werden mit keinem Wort erwähnt, da noch nicht erfunden.
Es gibt nur Araber!

Die jüdische Besiedlung des jüdischen Gebietes „Palestinas“ inklusive Judäa & Samaria sowie des Gazastreifen wird in Artikel 6 ausdrücklich gestattet und sogar dazu ermutigt. Es gibt nach völkerrechtlichen Maßstäben KEINE ILLEGALEN SIEDLUNGEN in ISRAEL!

LEAGUE OF NATIONS

—-

MANDATE FOR PALESTINE

(Note: Eretz-Israel)

TOGETHER WITH A

NOTE BY THE SECRETARY-GENERAL

RELATING TO ITS APPLICATION

TO THE

TERRITORY KNOWN AS TRANS-JORDAN,

under the provisions of Article 25.

—-

Presented to Parliament by Command of His Majesty,

December, 1922.

british-seal

LONDON:

PUBLISHED BY HIS MAJESTY’S STATIONERY OFFICE

The Council of the League of Nations:

Whereas the Principal Allied Powers have agreed, for the purpose of giving effect to the provisions of Article 22 of the Covenant of the League of Nations, to entrust to a Mandatory selected by the said Powers the administration of the territory of Palestine, which formerly belonged to the Turkish Empire, within such boundaries as may be fixed by them; and

Whereas the Principal Allied Powers have also agreed that the Mandatory should be responsible for putting into effect the declaration (Note: Balfour Declaration) originally made on November 2nd, 1917, by the Government of His Britannic Majesty, and adopted by the said Powers, in favor of the establishment in Palestine of a national home for the Jewish people, it being clearly understood that nothing should be done which might prejudice the civil and religious rights of existing non-Jewish communities in Palestine, or the rights and political status enjoyed by Jews in any other country; and

Whereas recognition has thereby been given to the historical connection of the Jewish people with Palestine and to the grounds for reconstituting their national home in that country; and

Whereas the Principal Allied Powers have selected His Britannic Majesty as the Mandatory for Palestine; and

Whereas the mandate in respect of Palestine has been formulated in the following terms and submitted to the Council of the League for approval; and

Whereas His Britannic Majesty has accepted the mandate in respect of Palestine and undertaken to exercise it on behalf of the League of Nations in conformity with the following provisions; and

Whereas by the afore-mentioned Article 22 (paragraph 8), it is provided that the degree of authority, control or administration to be exercised by the Mandatory, not having been previously agreed upon by the Members of the League, shall be explicitly defined by the Council of the League of Nations;

Confirming the said Mandate, defines its terms as follows:


Article 6

The Administration of Palestine, while ensuring that the rights and position of other sections of the population are not prejudiced, shall facilitate Jewish immigration under suitable conditions and shall encourage, in co-operation with the Jewish agency referred to in Article 4, close settlement by Jews on the land, including State lands and waste lands not required for public purposes


Article 25

In the territories lying between the Jordan and the eastern boundary of Palestine as ultimately determined, the Mandatory shall be entitled, with the consent of the Council of the League of Nations, to postpone or withhold application of such provisions of this mandate as he may consider inapplicable to the existing local conditions, and to make such provision for the administration of the territories as he may consider suitable to those conditions, provided that no action shall be taken which is inconsistent with the provisions of Articles 15, 16 and 18.

Den vollständigen Beschluß und seine ausführenden Artikel, gibt es hier zum Download
http://www.crethiplethi.com/download/cp_0106.pdf

Das „Mandat für Palästina“ wurde einstimmig durch alle 51 Mitgliedstaaten des Völkerbundes angenommen!

– „White Papers“ 1922 –

Im Vorfeld des Beschlusses des Völkerbundes gab es massiven Protest von Arabischer Seite vor allem gegen die Einwanderung der Juden ins zukünftige Israel.

Als Reaktion auf diesen Prostest verfaßte u.a. die Britische Regierung im Vorfeld des Treffens des Völkerbundes im Juni 1922 eine Regierungserklärung, welche als „White Papers“ bekannt wurden.

Die Kernaussagen sind, das die Balfour-Deklaration, welche in den Beschlüssen der San Remo Friedenskonferenz von 1920 im Völkerrecht verankert wurde, nicht verhandelbar ist und „die Errichtung einer nationalen Heimstätte für die Juden“ sowie ihre jüdischen Wurzeln in Israel ebenfalls nicht verhandelbar seien.

Zitate der Kernaussagen „White Papers

– “So far as the Jewish population of Palestine are concerned it appears that some among them are apprehensive that His Majesty’s Government may depart from the policy embodied in the Declaration of 1917. It is necessary, therefore, once more to affirm that these fears are unfounded, and that that Declaration, re affirmed by the Conference of the Principle Allied Powers at San Remo and again in the Treaty of Sevres, is not susceptible of change.”

– “This [Jewish] community, then, with its town and country population, its political, religious, and social organizations, its own language, its own customs, its own life, has in fact “national” characteristics….it is essential that it should know that it is in Palestine as of right and not on the sufferance. That is the reason why it is necessary that the existence of a Jewish National Home in Palestine should be internationally guaranteed, and that it should be formally recognized to rest upon ancient historic connection.”

Das vollständige „White Paper“ kann hier eingesehen werden
http://www.crethiplethi.com/british-white-paper-of-june-1922/israel/2012/

– Besuch Churchills in Palästina 1921 –

Schon 1921 hat Winston Churchill bei seinem Besuch in Palästina (Eretz Israel) bei Musa Kazim El-Husseini selbiges erklärt. Churchill versichert seine volle Unterstützung für die “Errichtung einer nationalen jüdischen Heimstätte” also Staat zu und erklärt, daß die Beschlüsse von San Remo, welche die Balfour Erklärung festschreibt, bindend und von Großbritannien ratifiziert sind!

churchill2-palestine1921

“…You have asked me in the first place to repudiate the Balfour Declaration and to veto immigration of Jews into Palestine. It is not in my power to do so, nor, if it were in my power, would it be my wish. The British Government have passed their word, by the mouth of Mr. Balfour, that they will view with favour the establishment of a National Home for Jews in Palestine, and that inevitably involves the immigration of Jews into the country. This declaration of Mr. Balfour and of the British Government has been ratified by the Allied Powers (Note: in San Remo) who have been victorious in the Great War; and it was a declaration made while the war was still in progress, while victory and defeat hung in the balance. It must therefore be regarded as one of the facts definitely established by the triumphant conclusion of the Great War. It is upon this basis that the mandate has been undertaken by Great Britain, it is upon this basis that the mandate will be discharged. I have no doubt that it is on this basis that the mandate will be accepted by the Council of the League of Nations, which is to meet again shortly…”

http://www.crethiplethi.com/winston-churchill-visits-palestine-in-1921-voices-support-for-jewish-state/israel/jerusalem/2012/

– Die San Remo Friedenskonferenz vom 25. April 1920 –

delegation1920

Names, front row, from left to right:

 Japan: Ambassador K. Matsui
 Britain: PM David Lloyd George
 Britain: Foreign Secr. Earl Curzon (back)
 France: Premier Alexandre Millerand
 France: Foreign Affairs Philippe Berthelot
 Italy: Premier Francesco Nitti

Die Beschlüsse von San Remo wurden vom Völkerbund im „Mandat für Palestina“ übernommen und einstimmig durch alle 51 Mitgliedstaaten angenommen. Sie führte letztendlich zur Gründung der Staaten Syrien, Irak, Libanon,  Jordanien und Israel in ihren heutigen Grenzen. Grenzen, die mit Ausnahme Israels von keinem Israelkritiker bestritten werden.

Text der Resolution

San Remo Resolution – April 25, 1920

It was agreed –

(a) To accept the terms of the Mandates Article as given below with reference to Palestine, on the understanding that there was inserted in the process-verbal an undertaking by the Mandatory Power that this would not involve the surrender of the rights hitherto enjoyed by the non-Jewish communities in Palestine; this undertaking not to refer to the question of the religious protectorate of France, which had been settled earlier in the previous afternoon by the undertaking given by the French Government that they recognized this protectorate as being at an end.

(b) that the terms of the Mandates Article should be as follows:

The High Contracting Parties agree that Syria and Mesopotamia shall, in accordance with the fourth paragraph of Article 22, Part I (Covenant of the League of Nations), be provisionally recognized as independent States, subject to the rendering of administrative advice and assistance by a mandatory until such time as they are able to stand alone. The boundaries of the said States will be determined, and the selection of the Mandatories made, by the Principal Allied Powers.

The High Contracting Parties agree to entrust, by application of the provisions of Article 22, the administration of Palestine, within such boundaries as may be determined by the Principal Allied Powers, to a Mandatory, to be selected by the said Powers. The Mandatory will be responsible for putting into effect the declaration originally made on November 8, 1917, by the British Government, and adopted by the other Allied Powers, in favour of the establishment in Palestine of a national home for the Jewish people, it being clearly understood that nothing shall be done which may prejudice the civil and religious rights of existing non-Jewish communities in Palestine, or the rights and political status enjoyed by Jews in any other country.

La Puissance mandataire s’engage a nommer dans le plus bref delai une Commission speciale pour etudier toute question et toute reclamation concernant les differentes communautes religieuses et en etablir le reglement. Il sera tenu compte dans la composition de cette Commission des interets religieux en jeu. Le President de la Commission sera nomme par le Conseil de la Societe des Nations. [The Mandatory undertakes to appoint in the shortest time a special commission to study any subject and any queries concerning the different religious communities and regulations. The composition of this Commission will reflect the religious interests at stake. The President of the Commission will be appointed by the Council of the League of Nations.]

The terms of the mandates in respect of the above territories will be formulated by the Principal Allied Powers and submitted to the Council of the League of Nations for approval.

Turkey hereby undertakes, in accordance with the provisions of Article [132 of the Treaty of Sèvres] to accept any decisions which may be taken in this connection.

(c) Les mandataires choisis par les principales Puissances allies sont: la France pour la Syrie, et la Grande Bretagne pour la Mesopotamie, et la Palestine. [The officers chosen by the principal allied Powers are: France for Syria and Great Britain for Mesopotamia and Palestine.]

In reference to the above decision the Supreme Council took note of the following reservation of the Italian Delegation:

La Delegation Italienne en consideration des grands interets economiques que l’Italie en tant que puissance exclusivement mediterraneenne possede en Asie Mineure, reserve son approbation a la presente resolution, jusqu’au reglement des interets italiens en Turquie d’Asie. [The Italian delegation, in consideration of large economic interests that Italy as a power possesses exclusively Mediterranean in Asia Minor, reserves its approval of this resolution until the settlement of Italian interests in Turkey in Asia.]

http://www.cfr.org/israel/san-remo-resolution/p15248

Dokumentationen zur San Remo Friedenskonferenz vom 25. April 1922 finden sie hier

sowie hier

https://www.youtube.com/watch?v=ijS8mFP4I1A

Siehe auch das wissenschaftliche Buch von  Howard Grief

„The Legal Foundation and Borders of Israel under International Law“

zu bestellen bei Amazon
http://www.amazon.de/Legal-Foundation-Borders-Israel-International/dp/1936778556/

– Covenant of the League of Nations –

Das Mandatsystem wurde in Artikel 22 am 28. April 1919
vom Völkerbund in seine Charta völkerrechtlich verbindlich verankert.
Artikel 22 basiert auf der Smuts Resolution vom 30. January 1919

ARTICLE 22.

To those colonies and territories which as a consequence of the late war have ceased to be under the sovereignty of the States which formerly governed them and which are inhabited by peoples not yet able to stand by themselves under the strenuous conditions of the modern world, there should be applied the principle that the well-being and development of such peoples form a sacred trust of civilisation and that securities for the performance of this trust should be embodied in this Covenant.

The best method of giving practical effect to this principle is that the tutelage of such peoples should be entrusted to advanced nations who by reason of their resources, their experience or their geographical position can best undertake this responsibility, and who are willing to accept it, and that this tutelage should be exercised by them as Mandatories on behalf of the League.

The character of the mandate must differ according to the stage of the development of the people, the geographical situation of the territory, its economic conditions and other similar circumstances.

Certain communities formerly belonging to the Turkish Empire have reached a stage of development where their existence as independent nations can be provisionally recognized subject to the rendering of administrative advice and assistance by a Mandatory until such time as they are able to stand alone. The wishes of these communities must be a principal consideration in the selection of the Mandatory.

Other peoples, especially those of Central Africa, are at such a stage that the Mandatory must be responsible for the administration of the territory under conditions which will guarantee freedom of conscience and religion, subject only to the maintenance of public order and morals, the prohibition of abuses such as the slave trade, the arms traffic and the liquor traffic, and the prevention of the establishment of fortifications or military and naval bases and of military training of the natives for other than police purposes and the defence of territory, and will also secure equal opportunities for the trade and commerce of other Members of the League.

There are territories, such as South-West Africa and certain of the South Pacific Islands, which, owing to the sparseness of their population, or their small size, or their remoteness from the centres of civilisation, or their geographical contiguity to the territory of the Mandatory, and other circumstances, can be best administered under the laws of the Mandatory as integral portions of its territory, subject to the safeguards above mentioned in the interests of the indigenous population.

In every case of mandate, the Mandatory shall render to the Council an annual report in reference to the territory committed to its charge.

The degree of authority, control, or administration to be exercised by the Mandatory shall, if not previously agreed upon by the Members of the League, be explicitly defined in each case by the Council.

A permanent Commission shall be constituted to receive and examine the annual reports of the Mandatories and to advise the Council on all matters relating to the observance of the mandates.

http://avalon.law.yale.edu/20th_century/leagcov.asp

– Balfour Erklärung von 1917 –

Kopie des Original Dokumentes (@ British Library)

the_balfour_declaration

Foreign Office,

November 2nd, 1917.

Dear Lord Rothschild,

I have much pleasure in conveying to you, on behalf of His Majesty’s Government, the following declaration of sympathy with Jewish Zionist aspirations which has been submitted to, and approved by, the Cabinet.

“His Majesty’s Government view with favour the establishment in Palestine of a national home for the Jewish people, and will use their best endeavours to facilitate the achievement of this object, it being clearly understood that nothing shall be done which may prejudice the civil and religious rights of existing non-Jewish communities in Palestine, or the rights and political status enjoyed by Jews in any other country.”

I should be grateful if you would bring this declaration to the knowledge of the Zionist Federation.

Yours sincerely
Arthur James Balfour

Sowie seine Veröffentlichung in der New York Times

the_times_november09_1917
Die Protagonisten der Balfour Deklaration vom 1917

balfour_rothschild_milner1Lord Arthur James Balfour (left), Lord Walter Rothschild (middle) & Lord Alfred Milner (right), welcher den Text ursprünglich verfasste.

– Vom Völkerbund zu Vereinte Nationen –

Manche/r wird sich fragen, was hat das heute in Zeiten der UNO mit uns zu tun?
Was interessieren uns die Beschlüsse, des nicht mehr existierenden Völkerbundes?
Ganz einfach: In Artikel 80 der Charta der Vereinten Nationen werden alle vorherigen Beschlüsse von der UNO übernommen und als gültig erklärt.

– Artikel 80  Charta der Vereinten Nationen –

(1) Soweit in einzelnen, auf Grund der Artikel 77, 79 und 81 geschlossenen Treuhandabkommen zur Einbeziehung eines Treuhandgebiets in das Treuhandsystem nichts anderes vereinbart wird und solange derartige Abkommen noch nicht geschlossen sind, ist dieses Kapitel nicht so auszulegen, als ändere es unmittelbar oder mittelbar die Rechte von Staaten oder Völkern oder in Kraft befindliche internationale Übereinkünfte, deren Vertragsparteien Mitglieder der Vereinten Nationen sind.

Die Charta der Vereinten Nationen im amtlichen Deutsch zum Download:
http://www.un.org/Depts/german/un_charta/charta.pdf

siehe auch:
Article 80 and the UN Recognition of a “Palestinian State”

– Zusammenfassung, Schlussfolgerungen & Ausblick –

Am 15. Mai 1948 wurde der Staat Israel nach über 1900 Jahren Diaspora wieder gegründet. Großbritannien übertrug sein Mandat an Israel. Dieses Mandat wurde vom Völkerbund im völkerrechtlich bindenden Beschluß „Mandate for Palestine“ am 24.7.1922 an Großbritannien übertragen und einstimmig von allen 51 Mitgliedsstaaten des Völkerbundes angenommen.
Die Balfour Erklärung von 1917 sowie die San Remo Resolution von 1920 werden im „Mandate for Palestine“ integriert. Die Teilung Palästinas in ein jüdisches Palästina und ein arabisches Trans-Jordanien gemäß der in Artikel 25 definierten Grenzen wurde beschlossen. Alles links des Jordans ist der zukünftige jüdische Staat Israel und alles rechts des Jordans der zukünftige arabische Staat Jordanien. Das schließt Jerusalem, Judäa und Samaria aka „Westbank“ als Teil von Israel mit ein. Die Golanhöhen wurden Frankreich als Mandat übertragen. Gemäß Präambel soll auf dem Gebiet Palästinas die „Errichtung ein nationalen Heimstätte für die Juden“ erfolgen. Die historische Verbindung des jüdischen Volkes mit Palästina (Eretz Israel) wird besonders vom Völkerbund betont und hervorgehoben. In Artikel 6 wird die jüdische Besiedlung von Palästina ausdrücklich erlaubt und sogar ermutigt. In Artikel 80 der Charta der Vereinten Nationen übernimmt völkerrechtlich verbindlich die UN die Beschlüsse des Völkerbundes. Das britische Mandat für Palästina, welches Großbritannien an Israel übertragen hat, wird von der UN akzeptiert und ist bindend. Damit ist alles links des Jordans Israel. Es kann also KEINE illegalen israelischen Siedlungen links des Jordans geben! Die UN Resolution 181 der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 29.11.1947 hat keinerlei völkerrechtlich verbindlichen Charakter, wurde aber von Israel vollständig umgesetzt und kann nicht rückgängig gemacht werden. Dennoch kann nur der UN-Sicherheitsrat völkerrechtlich verbindliche Resolutionen verabschieden. Damit bleibt das „Mandate for Palestine“ des Völkerbundes letztendlich die Rechtsgrundlage. In keinem einzigen dieser historischen Dokumente bis 1948 werden die  Worte „Palästinenser“ oder „Westbank“ erwähnt, weil sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht existieren Es ist immer von Arabern und Juden so wie von Judäa und Samaria die Rede. In allen historischen und völkerrechtlich bindenendenBeschlüssen wird immer von der „Errichtung einer nationalen Jüdischen Heimstätte für die Juden“ gesprochen. Keine anderen Termini werden verwendet! Die historische Geschichte des jüdischen Volkes auf dem Gebiet ihrer jüdischen Ahnen wird anerkannt und völkerrechtlich verbindlich festgeschrieben. Die jüdische Besiedelung Israels ist völkerrechtlich erlaubt. Es gibt keine illegalen Siedlungen Israels.

Als hoffnungsvolle Schlußbemerkung für die Zukunft Israels wollen wir mit den Worten Churchills verbleiben.

“Sie sollten Jerusalem den Juden lassen, denn sie haben es berühmt gemacht” Winston Churchill 1955

Sir_Winston_S_Churchill

– Anhänge –

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Historische Zeitungsberichte :

“The Jewish Chronicle” über San Remo vom 14. Mai 1920

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“The Palestine Post” vom 16.5.1948

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via World Media Watch

Einwanderungsland Israel

Wer Israel kritisieren will, muss es kennen.

Israel ist wohl eines der Länder, die sich am klarsten dazu bekennen, ein Einwanderungsland zu sein. Kibbuz Galuyot, die Sammlung der Diaspora-Gemeinden in Israel, ist das erklärte Ziel des Staates. Der Staat Israel verspricht: Wer als Jude einwandert, erhält sofort die Staatsbürgerschaft und ist von diesem Moment an ohne Wenn und Aber Israeli.

Den International Migrants Day, der am 18. Dezember begangen wurde, nehmen wir zum Anlass, einmal genauer nachzuschauen, wie es mit der Einwanderung nach Israel wirklich aussieht.

Zahlen
Bei der Staatsgründung 1948 lebten in Israel 716.700 Juden. Mehr als ein Drittel von ihnen, nämlich 35,4%, waren im bisherigen britischen Mandatsgebiet Palästina geboren, 54,8% in Europa oder den USA.Die Zahl der im Land Geborenen stieg seitdem ständig: 1961 waren es von 1.932.400 Israelis 37,8% (730.400); 1972 von 2.686.700 mit 1.272.300 schon 47,3%; 1983 mit bereits 1.927.900 mehr als die Hälfte der 3.350.000 jüdischen Israelis, nämlich 57,5%.

1995 waren 61,7% der 4.522.300 jüdischen Israelis im Land geboren, in absoluten Zahlen waren das 2.790.000.

2011 betrug die Zahl der jüdischen Israelis 6.225.700, davon waren lediglich noch 27%, nämlich etwa 1.600.000 nicht in Israel geboren, sondern eingewandert.

Einwanderer aus Marokko bei der Ankunft in Haifa, 1954

Einwanderer aus Marokko bei der Ankunft in Haifa, 1954

Besonders interessant sind dabei die Herkunftsländer der Juden, die heute in Israel leben, dort aber nicht geboren sind. Sie verteilen sich wie folgt:

Ehemalige Sowjetunion 644.900 (davon 64,6% heute zwischen 25 und 55 Jahre)
Marokko 151.300 (davon 78,5% heute älter als 55 und 97,9% älter als 45 Jahre)
Nordamerika und Ozeanien 93.900 (quer durch alle Altersstufen)
Rumänien 86.200 (davon 87,2% heute älter als 55 Jahre)
Äthiopien 74.000 (davon 73% heute jünger als 45 Jahre)
Irak 61.200 (davon 99% heute älter als 55 Jahre)
Polen 49.500 (davon 97,6% heute älter als 55 Jahre)
Iran 48.700 (davon 69,2 heute älter als 55 und 87,3% älter als 45 Jahre)
Algerien und Tunesien 42.600 (davon 85,4% heute älter als 55 und 89,1% älter als 45 Jahre)
Frankreich 42.200 (davon 83% heute jünger als 45 Jahre)
Argentinien 35.600 (quer durch alle Altersstufen)
Jemen 27.600 (davon 97,1% heute älter als 55 Jahre)
Türkei 25.200 (davon 84,2% heute älter als 55 Jahre)
Deutschland und Österreich 24.100 (davon 83,8% heute älter als 55 Jahre)
Großbritannien 21.600 (quer durch alle Altersstufen)
Tschechische Republik, Slowakei und Ungarn 19.400 (davon heute 92,8% älter als 55 Jahre)
Ägypten 18.000 (davon 97,2% heute älter als 55 Jahre)
Indien und Pakistan 17.400 (davon 92% heute älter als 35 Jahre)
Bulgarien und Griechenland 16.000 (davon 76,9% heute älter als 65 Jahre)
Libyien 15.400 (davon 91,9% älter als 65 und 96,1% heute älter als 55 Jahre)
Syrien und Libanon 10.500 (davon 74,3% heute älter als 55 und 86,7% älter als 45 Jahre)
Andere Länder 55.400
Einwanderer aus Frankreich zeigen ihre neuen israelischen Personalausweise, 2009

Einwanderer aus Frankreich zeigen ihre neuen israelischen Personalausweise, 2009

Ganz anders sieht es aus, wenn man die in Israel geborenen über das Herkunftsland ihrer Väter befragt. 2011 waren 4.254.700 jüdische Israelis in Israel geboren. Ihre Väter kamen aus folgenden Ländern:

Israel 2.341.600
Marokko 340.900
ehemalige Sowjetunion 248.200
Irak 172.900
Polen 150.300
Rumänien 125.800
Jemen 111.000
Iran 92.700
Algerien und Tunesien 91.800
Nordamerika und Ozeanien 66.800
Libyen 53.400
Türkei 52.500
Deutschland und Österreich 50.600
Tschechische Republik, Slowakei und Ungarn 44.900
Äthiopien 41.000
Ägypten 38.900
Bulgarien und Griechenland 32.500
Indien und Pakistan 29.300
Frankreich 28.300
Argentinien 26.500
Syrien und Libanon 25.000
Großbritannien 20.500
Andere Länder 69.200
Ma´abara, Übergangslager für Einwanderer, 1950

Ma´abara, Übergangslager für Einwanderer, 1950

Die Zahlen zeigen: Die Herkunftsstruktur der israelischen Gesellschaft verändert sich. Ethnische Gruppen, die heute einen besonders hohen Altersdurchschnitt haben, sind früher ins Land gekommen als solche, die durchschnittlich sehr jung sind. 2011 waren jedoch bereits 55% der in Israel geborenen Israelis in der zweiten Generation dort geboren, das sind immerhin bereits 37.6% der jüdischen Israelis insgesamt.

Die erste Aliya

Das Erlebnis der Aliya, der Einwanderung (wörtlich: Aufstieg) nach Israel, hat sich in den vergangenen 130 Jahren drastisch verändert.Als „Erste Aliya“ wird die Welle zwischen 1881 und 1904 bezeichnet. In dieser Zeit stieg die jüdische Bevölkerung in Eretz Israel von 26.000 auf 55.000.

Die Zeit der Ersten Aliya war der erste erfolgreiche Versuch einer unabhängigen städtischen und landwirtschaftlichen jüdischen Siedlungstätigkeit im Land.

Hintergrund:
Die Zeit der Ersten Aliya fällt in die Periode der großen Auswanderungswellen nach Westen und in die Neue Welt. Die jüdischen Gemeinden besonders in Osteuropa litten zu dieser Zeit nicht nur unter den allgemein bestehenden Problemen wie schnellem Bevölkerungswachstum und daraus resultierenden Wellen der Armut und wirtschaftlichen Sorgen, sondern auch unter zunehmendem Antisemitismus und Pogromen.

Einwanderer der Ersten Aliya in arabischer Kleidung

Einwanderer der Ersten Aliya in arabischer Kleidung

Osteuropäische Juden entschlossen sich daher bereits zu dieser Zeit bewusst für eine Einwanderung ins damals noch osmanische Eretz Israel und betonten hierbei die historische Verbindung des jüdischen Volkes zu dem Land.

Es war bekannt, dass die wirtschaftliche Situation in Eretz Israel ungleich schwieriger war als in den Vereinigten Staaten oder Lateinamerika.  Dennoch war für sie Eretz Israel das richtige Ziel. Die Einwanderer der Ersten Aliya legten bereits den Grundstein für verschiedene zionistische Institutionen, die später wiederum staatliche israelische Institutionen bildeten.

Wächter auf einem Feld in Rechovot, 1897

Wächter auf einem Feld in Rechovot, 1897

Auch etwa 2.500 Juden aus dem Jemen gehören zur Ersten Aliya. Sie waren zumeist tiefgläubig und kamen aus religiösen Motiven. Man kann sagen, dass zu dieser Zeit bereits der Grundstein für den Konflikt zwischen ashkenasischen und misrachischen Juden gelegt wurde. Die Einwanderer aus dem Jemen wurden von den osteuropäischen fast selbstverständlich als Arbeitskräfte betrachtet, die schwere körperliche Arbeit verrichten sollten. Die jemenitische Gemeinde war solche Arbeiten jedoch keineswegs gewohnt und fühlte sich gerade wegen ihrer tiefen Religiosität dabei vollkommen fehl am Platz.

Auch wenn der größte Teil der Ersten Aliya sich in den Städten niederließ, so gehört doch vor allem die Gründung neuer Ortschaften zu ihren größten Errungenschaften. Das beinahe schon sprichwörtliche Trockenlegen der Sümpfe und die Gewöhnung an die schwierigen klimatischen Bedingungen, Krankheiten und vor allem wirtschaftliche Schwierigkeiten forderten nicht wenige Opfer. Etwa die Hälfte der ersten Olim verließen das Land letztendlich wieder.

Rosh Pina, Ende des 19. Jahrhunderts

Rosh Pina, Ende des 19. Jahrhunderts

Die übrigen aber gründeten Orte wie Rishon le-Zion, Rosh Pina und Zichron Ya“akov, aber auch Jahrzehnte vor der Gründung von Tel Aviv bereits Neve Tzedek und Neve Shalom, die später als älteste Viertel der ersten jüdischen Stadt gelten sollten.

Einwanderer im Ulpan, 1985

Einwanderer im Ulpan, 1985

Aliya heute
Heute muss in Israel niemand mehr seine eigene Ortschaft gründen, wenn er einwandern möchte. Die Sochnut ha-Yehudit, die Jewish Agency, unterhält unzählige Programme in den verschiedenen Ländern, die die Einwanderung so einfach und komfortabel wie möglich machen sollen.
Wer mit einem solchen Programm eintrifft, erhält bei der Ankunft am Flughafen die israelische Staatsbürgerschaft und wird damit Israeli, wie schon so viele zuvor.

Der Staat bietet Einwanderern Einwanderungszentren, wo sie nach der Ankunft im Ulpan, der Hebräisch-Schule, Hebräisch und Landeskunde lernen können und auf das Leben in der neuen Heimat vorbereitet werden.

Verschiedene Programme und Aufbaukurse zur erleichterten Anerkennung bestehender Berufsausbildungen und Studienabschlüsse gehören ebenso dazu, wie spezielle Ulpanim für Kinder.

Aliyat ha-No‘ar, die Kinder- und Jugendaliya, hat besondere Programme für Kinder und Jugendliche, die ohne ihre Eltern einwandern. Im und nach dem Zweiten Weltkrieg brachte sie Tausende jüdischer Kinder ins damalige britische Mandatsgebiet Palästina und rettete sie so vor den Konzentrationslagern.

Eine Gruppe der Aliyat ha-No´ar bei einer Reise nach Polen, 2012

Eine Gruppe der Aliyat ha-No´ar bei einer Reise nach Polen, 2012

Heute können junge Menschen im Schulalter auch ersteinmal in einem Jugenddorf oder Internat ein Jahr „schnuppern“, bevor sie sich endgültig für oder gegen die Aliya entscheiden.

Absolventen der Mechina an der Universität Tel Aviv

Absolventen der Mechina an der Universität Tel Aviv

Mechina
Zu Israel als Einwanderungsland gehört auch, dass gerade an Universitäten viel für die neueingewanderten Studierenden getan wird.
An der Hebräischen Universität Jerusalem wurde in diesem Monat 40 Jahre Mechina gefeiert. Die Mechina ist das fast schon legendäre Vorbereitungsprogramm für Neueinwanderinnen und Neueinwanderer an den Universitäten. Sie bereitet die zukünftigen Studierenden auf ein Studium in Israel und vor allem auf Hebräisch vor.

Teilnehmer des 40-Jahre-Events

Teilnehmer des 40-Jahre-Events

Die Teilnehmer haben so unterschiedliche Muttersprachen wie Russisch, Arabisch, Französisch, Spanisch, Englisch, Ungarisch, Italienisch, Portugiesisch und viele andere mehr.

Die Mechina dauert ein Jahr und beinhaltet neben einem intensiven Hebräisch-Sprachkurs auch akademische Inhalte, sowie im Bedarfsfall auch die Vermittlung von Englisch für akademische Zwecke. Die zukünftigen Studierenden lernen jüdische Geschichte und Israel-Studien, Statistik/Mathematik und verschiedene Einführungskurse, die teilweise von den verschiedenen Fakultäten anerkannt werden. Die Teilnehmer entscheiden zwischen einem naturwissenschaftlich-mathematischen und einem geistes- und sozialwissenschaftlichen Zweig.

Quelle: Newsletter

Jerusalem ist die Hauptstadt Israels

Ich bin ein Freund politisch unkorrekter Einstellungen. Weil sie politisch unkorrekt sind? Weil man „ein Tabu brechen“ kann? Nein. Weil es zu viele politisch-korrekte Einstellungen gibt, die keine Diskussion mehr zulassen und wo man zu hören bekommt: „Das ist doch völlig klar. Wie kannst Du das anders sehen?“. Diskussion? Betrachten der Fakten? Fehlanzeige.

Im Gegenteil: Es wird sich echauffiert, es wird der andere diskreditiert und herab gesetzt. Ist das unser politisches Diskussionsklima in der heutigen Zeit?

Wenn ich politisch-korrekte Einstellungen ablehne oder politisch-unkorrekte Dinge mag, dann nur deshalb, weil es um die Wahrheit geht. Und eine Wahrheit ist: Jerusalem war und ist die Hauptstadt Israels und niemals die eines palästinensischen Staates (den es nie gegeben hat). Dazu folgender Bericht:

Am Sonntag feierte Israel zu Ehren der Wiedervereinigung der Hauptstadt Israels vor 45 Jahren den „Jerusalem-Tag“. Es gab in diesen Tagen eine jüdischen Parade in und um die Altstadt und die Staatsführer hielten Ansprachen bei öffentlichen Zeremonien. Benjamin Netanjahu – wie es für den Premierminister üblich ist – hielt seine Rede am „Ammunition Hill“, wo eine der härtesten Schlachten um Jerusalem stattfand. Seine Rede ist eine ausgezeichnete Verteidigung für die jüdischen Ansprüche auf Jerusalem und ist es wert, in einigen Ausschnitten zitiert zu werden:

„Wir werden Jerusalem erhalten, weil ein Israel ohne Jerusalem wie ein Körper ohne Herz ist. Es war auf diesem Hügel vor 45 Jahren, dass das Herz, das unser Volk vereint, wieder mit voller Kraft zu schlagen begann und unser Herz wird nie wieder geteilt werden. Es gibt Leute, die glauben, dass wenn wir nur Jerusalem teilen – was eventuell bedeutet, den Tempelberg aufzugeben -, dann werden wir Frieden haben. Sie glauben das, aber sie liegen falsch … ein dauerhafter Frieden wird mit starken Nationen gemacht und ein Israel ohne ein vereinigtes Jerusalem ist wie ein Körper mit einem schwachen Herzen. Ich möchte noch etwas sagen: eine Nation, die bereit ist, ihr Herz zu opfern, wird nur ihre Feinde davon überzeugen, dass ihr die Willenskraft fehlt, für irgendetwas zu kämpfen. Ich erinnere mich an den Tag, als Motta Gur sagte, dass der Tempelberg in unserem Besitz war. Wessen Herz zitterte nicht? Wer dachte damals nicht über David und Salomo, über Jesaja und Jeremia, über die Prophezeiungen der Hoffnung und die Klagen der Zerstörung nach? Wer fühlte nicht das Gebet von Generationen, das in uns schlägt? Ich spürte es und sie ebenfalls.“

Es ist erfrischend, Aussagen wie diese von einem israelischen Ministerpräsidenten zu hören. Das Umschreiben historischer Fakten, das weiter anhält, nimmt nun auch solche enormen Ausmaße an, dass die Leute tatsächlich glauben, Jerusalem sei die Hauptstadt eines palästinensischen Staates gewesen. Heute muss man erstaunlicherweise für die einfache Tatsache argumentieren, dass es das heutige Palästina nie gegeben hat und dass „Palästinenser“ eine Erfindung der neueren Zeit sind. Man muss einiges dafür tun, um Menschen zu überzeugen, dass Jerusalem die historische Hauptstadt der Juden ist, die über Generationen nie aufgehört haben, von einer Rückkehr nach und von der Wiederherstellung Jerusalems zu träumen –  die Stadt ihrer Vorväter und die Wiege ihrer Zivilisation.

Ein Grund, warum sich diese Geschichtsfälschung verfängt, ist der, dass die israelischen Führer sich so verhalten haben, als ob es wahr sei. Sie vermeiden die Erwähnung der klaren historischen Tatsachen, weil sie mit der Feststellung dieser einfachen Wahrheiten in die Kategorie der „Extremisten“ eingeordnet werden und als Aussätzige in politischen Kreisen behandelt werden. Alle Ehre für Netanjahu, der es wagt, westliche Führer mit dieser unbequemen und politisch unkorrekten Wahrheiten zu konfrontieren. Möge er die Kraft erhalten, diesen Weg weiter zu gehen! Es gibt zu viele Beispiele unter seinen Vorgängern, die in ähnlicher Weise begonnen haben, aber dann eingeknickt sind.

Palästinenser sind keine Palästinenser und Mose war ein Moslem

Zwei kurze Eindrücke:

1. In einer Fernsehansprache auf Al-Hekma TV letzte Woche bestätigte Fathi Hammad, Hamas-Minister für Inneres und nationale Sicherheit, dass die Wurzeln der meisten „Palästinenser“ woanders im Nahen Osten liegen und dass die palästinensische Identität erfunden sei, schreibt Israel Today.

„Jeder Palästinenser, im Gazastreifen und in ganz Palästina, kann seine arabischen Wurzeln nachweisen – ob er aus Saudi-Arabien, aus dem Jemen oder woanders herkommt. Wir sind blutsverwandt.“

Darüberhinaus sagte Hammad, dass die wahre regionale Herkunft der meisten „Palästinenser“ nicht „Palästina“ ist.

„Brüder, die Hälfte aller Palästinenser sind Ägypter und die andere Hälfte sind Saudis“, rief der Hamas-Minister.

Hammads Bemerkungen waren ohne Zweifel nicht für das westliche Publikum gedacht. Eigentlich bat er Ägypten und andere Nachbarstaaten inständig darum, den Hamas-regierten Gazastreifen mit kostenlosem Benzin zu versorgen, das die Hamas – so Hammad – dazu nutzen werde, „um den Dschihad weiterzuführen“.

Na bitte. Hammad hat’s verstanden. Aber der folgende Dozent nicht:

2.  Ein Dozent einer palästinensischen Universität lehrte während einer Religions-Sendung auf PA TV, dass Mose, ein Moslem, „die Moslems der Kinder Israels aus Ägypten“ geführt habe, berichtet Palestinian Media Watch. Er interpretierte die folgende israelische Eroberung des Landes Israels als die „erste palästinensische Befreiung … Palästinas“. Diese Eroberung, so lehrte er, wurde nicht von Josua angeführt, wie es die Bibel sagt, sondern von Saul (Talut), von dem man auch sagt, dass er Goliath erschlagen habe. Während einiges hiervon die islamische Tradition wiedergibt, ist anderes eine Verzerrung des Korans für politische Zwecke. Der Koran bezieht sich auf die „Kinder Israels“ in ihrem Land in vielen Kapiteln (z.B. Sure 5), aber er bezieht sich dabei niemals auf sie oder jemand anderes als „Palästinenser“. Ebenfalls bezeichnet der Koran die Eroberung Israels niemals als eine „palästinensische“ Eroberung.

Ob wohl die Moslems, die bei jeder Koran-Verbrennung auf die Barrikaden gehen, bei diesem politischen Missbrauch des Korans auch reagieren werden? Wohl kaum.

 

18. November 1941 – Haj Amin el-Husseini

Haj Amin el-Husseini, Großmufti von Jerusalem und Führer der palästinensischen Araber, trifft sich mit Adolf Hitler und bittet ihn, seine Unterstützung für die historische Beseitigung der jüdisch-nationalen Heimstätte und seine Sympathie für den arabischen Kampf der Unabhängigkeit zu erklären.

Husseinis Beitrag zum Holocaust ist vielfach:

  • Erstens bittet er Hitler inständig, die europäischen Juden auszurotten und berät die Nazis, wie das zu tun sei.
  • Zweitens besucht er mit Eichmann Auschwitz und drängt Eichmann und Himmler, das Tempo des Massenmordes zu beschleunigen.
  • Drittens hält er persönlich 4.000 Kinder, begleitet von 500 Erwachsenen, davon ab, Europa zu verlassen und lässt sie nach Auschwitz bringen und vergasen.
  • Viertens verhindert er, dass zweitausend Juden Rumänien und eintausend Juden Ungarn in Richtung britisches Mandatsgebiet Palästina verlassen. Diese werden anschließend in die Todeslager geschickt.
  • Fünftens organisiert er die Ermordung von bosnischen Juden durch Muslime, die er aus der bosnischen Nazi-Division der Waffen-SS rekrutiert.

Husseini ist persönlich verantwortlich für den Mord von mehr als zwanzigtausend jüdischen Kindern und Erwachsenen.

Die erfundenen Palästinenser

Die US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner Newt Gingrich verursachte einen Sturm der Entrüstung in der vergangenen Woche, als er erklärte, es gäbe kein palästinensisches Volk. Gingrich, der in den letzten Umfragen im Rennen um die republikanische Kandidatur vorne liegt, sagte: „Ich denke, wir haben ein palästinensisches Volk erfunden, die in Wirklichkeit Araber und historisch arabisch sind.“ Der Haupt-Verhandlungsführer der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Saeb Eerkat, reagierte mit den Worten, dies sei „die rassistische Bemerkung, die ich je gehört habe“. PA-Premierminister Salam Fayyad beschrieb Gingrichs Kommentare als „völlig inakzeptable Verzerrung der historischen Wahrheit … Das palästinensische Volk bewohnt das Land seit Anfang der Geschichte. Leute wie Gingrich müssen sich die Geschichte anschauen.“

Aber Gingrich, der einen Doktortitel für moderne europäische Geschichte besitzt, wich in seiner Antwort am Tag danach nicht zurück: „Ist das, was ich gesagt habe, sachlich richtig? Ja. Ist es historisch wahr? Ja. Jemand sollte den Mut haben, die Wahrheit zu sagen. “

Gingrich Kommentar hat nicht nur die palästinensischen Araber, sondern auch politische Kreisen in westlichen Ländern empfindlich getroffen, da die Existenz eines palästinensischen Volkes als Grundlage für die Unterstützung der Zwei-Staaten-Lösung dient. Deshalb hat das Thema die Medien, die Bloggerwelt und das Internet in den letzten Tagen beschäftigt.

Widerspruch zu Gingrichs Aussage ist zu erwarten. Die Zwei-Staaten-Lösung basiert auf der Annahme der Behauptung, dass ein palästinensisches Volk existiert, dem das Land, die Nation und die heiligen Stätten geraubt wurden. Wenn es nie eine solche Nation gab, Jerusalem nie eine palästinensische Hauptstadt war, es nie einen palästinensischen König oder Sultan oder Präsidenten gab, nie eine typische palästinensische Kultur, nie ein spezifisches palästinensisches Gebiet, nie palästinensische Nationaldichter, nie eine glorreiche Vergangenheit, dann ist die Legitimität des „palästinensischen Falls“ heute schwer beschädigt.

Allerdings war ein Großteil der jüngsten Debatte ein aussichtsloses Unterfangen, da die Parteien sich nie auf Definitionen geeinigt haben. Zum Beispiel: Was ist ein Volk? Was ist eine Nation? Was ist ein Staat? Sind die Definitionen identisch oder überschneiden sie sich? Wie kann ein Volk, eine Nation oder ein Staat ins Leben gerufen werden? Ist dies eine ethnische Frage oder ist es ein kulturelles und sprachliches Problem? Spielt das Alter des Volkes eine Rolle? Ist es eine Frage der gemeinsamen Geschichte? Ist es eine Frage der politischen Entscheidungen? Ist es das Ergebnis der Industrialisierung und der gemeinsamen Interessen zwischen den Bewohner eines bestimmten Gebietes? Es gibt unter den Gelehrten geteilte Meinungen zu diesen Fragen. Und wahrscheinlich ist die Antwort, dass es eine Kombination all der oben genannten Dinge mit unterschiedlicher Gewichtung ist.

Im aktuellen Kontext jedoch gibt es gewisse Tatsachen zu klären, um eine fundierte Position einnehmen zu können. Gingrich sagte, die „Palästinenser“ seien ein erfundenes Volk – und in dieser Frage, da kann es keinen Zweifel geben, hat er Recht. Die „Palästinenser“ sind eine Erfindung der jüngsten Zeit der letzten hundert Jahre. Aber man kann sich auch fragen: Was ist mit den USA oder den „Amerikanern“? Die Vereinigten Staaten sind ein Land mit vielen Völkern, also vielen ethnischen Gruppen. Es ist eine künstliche oder erfundene Konstruktion. Man könnte auch fragen: Was ist der Unterschied zwischen Norwegen und Schweden? Sie haben ganz bestimmte territoriale Grenzen, aber gibt es ethnische Unterschiede? Wurden nicht auch diese Nationen, Völker und Kulturen erfunden? Nur war das vor rund 1.000 Jahren.

Fakt ist, dass Kultur ein Entwicklungsprozess ist. Das gilt auch für die nationale Identität, obwohl dies in der Regel länger dauert als bei der persönlichen Identität. Im Prinzip sind alle arabischen Staaten Erfindungen des letzten Jahrhunderts, europäische Erfindungen durch die Kolonialmächte. Es gab zum Beispiel keine Jordanier im 18. Jahrhundert. Sowohl die Palästinenser als auch alle anderen Bürger des britischen Mandatsgebiet, Juden und Araber, hießen während des britischen Mandats „Palästinenser“. Zu dieser Zeit verstärkte sich der Konflikt zwischen Juden und Arabern. Wenn also die „Palästinenser“, wie wir sie heute kennen, zu dieser Zeit existierten, wie konnten die Briten dann diesen Ausdruck für beide Gruppen verwenden? Aber zu dieser Zeit gab es keine „Palästinenser“ und die lokalen Araber waren auch stark gegen diesen Begriff. Er wurde als eine europäische und koloniale Erfindung angesehen.

Warum rief auch der UN-Teilungsplan von 1947 zur Errichtung eines jüdischen und eines arabischen Staates, warum dann nicht „jüdischen und palästinensischen“? Die Antwort liegt auf der Hand, es gab keine „Palästinenser“ – es waren Araber. Die Araber des britischen Mandatsgebiets Palästina wurden nicht als eigenständige Einheit als Volk, sondern als ein Teil des arabischen Volkes angesehen (unter den Arabern gibt es auch Vielfalt, aber das kann man bei dieser Diskussion beiseite lassen).

In der Debatte nach Gingrichs Kommentar wurde behauptet, dass Israel auch eine erfundene Nation ist, d.h. eine moderne Erfindung. Betrachtet man den Staat Israel – ja, er wurde im Jahr 1948 erfunden – oder vielmehr neu erfunden. Aber wenn wir von der jüdischen Nation im Sinne eines Volkes sprechen, dann sind sie keine moderne Erfindung. Die Juden sind ein altes Volk – bekannt seit tausenden von Jahren, egal wo sie lebten – als eine separate Einheit mit einer separaten Kultur, Sprache und Religion. Das kann man von den „Palästinensern“ nicht sagen.

Wenn wir zum Beispiel Galileo Galilei oder eine andere Anfang des 17. Jahrhunderts lebende Person fragen würden, was er über die „Palästinenser“ denke, würde er die Frage nicht verstanden haben. Es gab so etwas nicht. Wir könnten ihn andererseits fragen, was er von den Juden denkt und er hätte wahrscheinlich eine klare Meinung – auf die eine oder andere Weise. Das gleiche gilt für alle Jahrhunderte in der Geschichte. Wenn wir auf der anderen Seite nach den „Arabern“ statt nach den „Palästinensern“ fragen würden, wäre die Antwort anders: Es gibt das arabische Volk seit Jahrhunderten und die palästinensischen Araber sind Teil dieses alten Volkes.

Die Erfindung eines Volkes und einer Nation ist das Ergebnis vieler Faktoren, unter denen der ethnische Faktor dominant ist. Doch obwohl das Problem der Erfindung wichtig ist, um zu verstehen, worum es geht – noch wichtiger vielleicht ist der Grund für diese Erfindung. Wenn wir von den palästinensischen Arabern sprechen, kann die Entstehung einer palästinensischen Identität ziemlich genau auf zwei Ereignisse in 20ern zurückverfolgt werden, aber erst nach der Gründung des Staates Israel und vor allem nach dem Sechs-Tage-Krieg im Jahr 1967 hat diese Identität im normalen Volk Fuß gefasst.

Die Motivation hinter der Erfindung dieser Identität war, den Zionismus zu bekämpfen. In den 20er Jahren wurde der Kampf in Form von Angriffe auf jüdische Siedler und jüdisches Eigentum ausgetragen. Nach dem Krieg im Jahr 1948 weigerten sich die arabischen Staaten, die palästinensisch-arabischen Flüchtlinge aufzunehmen, um sie als Waffe gegen Israel zu verwenden. Das Leiden dieser palästinensischen Araber in den letzten 50 Jahren hat zu einem großen Teil zur Geburt der palästinensischen Identität geführt.

So sind die „Palästinenser“ ein erfundenes Volk? Absolut – wie viele andere! Aber die wichtigere Frage ist: Ist die palästinensische Identität eine legitime Identität? Und an dieser Stelle gibt es zuhauf riesige Fragezeichen. Das Hauptziel der Gründung der „Palästinenser“ war und ist anscheinend bis zum heutigen Tag, den Zionismus zu bekämpfen, Israel zu bekämpfen (Dies ist natürlich nicht für alle wahr, die sich Palästinenser nennen, aber hier sprechen wir über das Phänomen einer palästinensischen Identität).

Angesichts der historischen Existenz der Juden und Präsenz im Land Israel und in Anbetracht der Leiden, die sie durch die Jahrhunderte in der Diaspora durchmachten, nur weil sie Juden waren, ist der Rückkehr in ihre alte Heimat eine gerechte Sache. Dies wurde auch von der internationalen Gemeinschaft anerkannt und die Errichtung eines jüdischen Staates im biblischen Israel wurde durch die Kraft des internationalen Rechts in San Remo im Jahr 1920 untermauert. Die Juden sind nicht die Bewohner oder Siedler Israels: Sie kehren an den einzigen Ort zurück, den sie wirklich jemals ihr Zuhause nannten. Die Schaffung eines Volkes der „Palästinenser“, mit dem Ziel, die Rückkehr der Juden zu vereiteln, ist daher kein legitimer Grund.

Eine wichtige Beobachtung muss hinzugefügt werden: Die Tatsache, dass die palästinensische Identität geschaffen wird, um als Waffe gegen Israel eingesetzt zu werden, bedeutet natürlich nicht, dass die Rechte des einzelnen palästinensischen Araber verleugnet werden. Sie haben ebenso wie die Juden individuelle und Menschenrechte, die dort leben. Israel erkennt das an und arbeitet nach anerkannten demokratischen Regeln. Aber die Frage ist, ob die palästinensischen Araber das Recht auf einen Staat besitzen? Das oben Gesagte setzt ein großes Fragezeichen zum Thema Legitimität eines palästinensischen Staates.

Die Aufregung im Zuge der Gingrich-Aussagen zeigen, dass die Idee eines palästinensischen Volkes sich noch nicht gesetzt hat – auch nicht in den Köpfen derer, die die Gründung eines palästinensischen Staates befürworten. Es gibt eine Menge von politischen Manövern bei diesem kontroversen Thema. Obwohl viele Gingrich für seine Aussage angegriffen, konnten interessanterweise nur wenige etwas Substanzielles gegen seine Aussagen vorbringen. Aber es ist schwer zu sehen, wie das Umdeuten einfacher historischer Fakten und das Unterstützen illegitimer Forderungen dazu beitragen können, „einen gerechten und andauernden Friedens im Nahen Osten“ zu erreichen.