• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
    Max Frisch

    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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„yitbach al-yahoud“

Hat irgendjemand davon was in der Presse gelesen?

Die Angriffe auf Juden in Judäa und Samaria (Westjordanland) sowie in Jerusalem haben in den letzten Monaten nach einem Bericht des israelischen Geheimdienstes Shin Bet signifikant zugenommen. Im Dezember gab es 111 Angriffe, darunter Steinwürfe, Brandbomben und Messerangriffe – 30 davon in Jerusalem.

In den letzten Tagen gab es Angriffe Hunderter palästinensischer Araber auf eine kleine jüdische Siedlung in der Nähe von Shilo – mit Namen Esh Kodesh. Am Samstag, dem jüdischen Sabbat, griffen die Randalierer mit Steinen an und zerstörten Weinberge. Sie schrien die ganze Zeit „yitbach al-yahoud“ (schlachtet die Juden). Dieser Angriff erfolgte auf eine Kontroverse über ein nahe gelegenes Stück Ackerland, das sowohl Araber und als auch Juden für sich beanspruchen.

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Antisemit – ja oder nein?

Lassen wir doch mal das überflüssige Argument – jeder, der Israel kritisiert, wird zum Antisemiten gestempelt – beiseite. Denn es stimmt einfach nicht. Man kann Israel, seine Regierung und Bewohner kritisieren und jeder, der israelische Medienwelt kennt, weiß auch, dass davon reichlich Gebrauch gemacht wird. Und auch in Deutschland wird Israel kritisiert (z.B. BK Merkel, AM Westerwelle), ohne dass gleich „Antisemitismus“ gebrüllt wird. Selbst Broder hat Israel schon mehrfach kritisiert

Es ist so wie bei jeder Kritik, die ausgeteilt wird: Ist sie fair und ausgewogen? Ist sie sachlich richtig und hält einer Überprüfung stand? Bedient oder verfestigt sie bestimmte Vorurteile? Ist sie ideologisch verzerrt? Das sind u.a. die Kriterien, die angelegt werden müssen.

Und da muss man bei Jakob Augstein festhalten: Seine Kritik ist nicht fair, nicht ausgewogen und ideologisch verzerrt. Und er kritisiert eben nicht Pakistan, Mauretanien oder Venezuela (warum eigentlich nicht?), sondern zu einem großen Teil Israel – den einzigen jüdischen und jüdisch-geprägten Staat dieser Welt.

Wer sich als Deutscher solcher Unschärfe bedient und so auf einen Staat fixiert ist, darf sich nicht wundern, wenn die Welle zurückkommt. Zumal Augstein auch keine Kritik seiner Artikel ernsthaft diskutiert.

Wenn man ihn deshalb als Antisemiten bezeichnet, ist das ein hartes Urteil. Aber es geht auch um viel. Wer von uns möchte denn, dass wieder eine Volksgruppe, ein Staat, eine Religionsgruppe als „Paria“ verachtet wird und damit das Potential von 1933 wieder aufblüht? Doch wohl (hoffentlich) die Wenigsten. Und deshalb muss diesem Treiben ein Riegel vorgeschoben werden.

Wer z.B. den Gazastreifen als ein „Lager“ – mit all den für uns Deutsche so vertrauten Assoziationen – bezeichnet, ohne einen einzigen Beweis dafür zu erbringen oder sich sachlich mit der Lage vor Ort auseinanderzusetzen, der überschreitet deutlich eine rote Linie. Und muss zurückgepfiffen werden.

Ma’ale Adumim

Helle Aufregung in der Welt, die Wahrheit verschweigene Medien. Was war passiert? EIn Bericht und Kommentar des Israel Reports.

Nach dem einseitigen Vorgehen der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) in der UNO, bei dem „Palästina“ den Status als Nicht-Mitglied und Beobachter-Staat erhielt, gab die israelische Regierung den Bau von 3.000 neuen Wohneinheiten in den Siedlungen und im östlichen Teil von Jerusalem frei. In diesen 3.000 Einheiten sind auch die 1.600 Einheiten von Ramat Shlomo enthalten, die im März 2010 zu einer Krise zwischen Israel und den USA führten, als sie zum ersten Mal beschlossen wurden. Nach der Kontroverse wurde der Bauplan für Ramat Shlomo eingefroren.

Israel hat auch angekündigt, dass sie die Pläne für den Bau im umstrittenen E1-Bereich neu auflegen werden, der sich östlich von Jerusalem befindet. Alle israelischen Regierungen der letzten 15 Jahre haben ihre Absicht, im E1-Bereich zu bauen, angekündigt, aber wegen Druck aus den USA nicht umgesetzt. Nur eine Polizeistation und ein Straßennetzwerk wurden bisher gebaut. Für Israel ist der Bau im E1-Bereich entscheidend, um die Lücke zwischen Jerusalem und der großen Siedler-Stadt Ma’ale Adumim mit seinen 40.000 Einwohnern zu füllen.

Die internationale Gemeinschaft hat mit ungewöhnlicher Aufregung auf die israelischen Baupläne reagiert. Eine Reihe von Ländern wie Frankreich, England und Australien, die normalerweise angemessene Kritik äußern, haben den israelischen Botschafter zur Klärung einberufen. Sie drohen weitere Schritte an, bis Israel die Pläne zurückzieht.

Aber beide, Premierminister Netanjahu und Außenminister Avigdor Liberman, haben gesagt, dass sie an den Plänen festhalten. Ein Sprecher Netanjahus sagte: „Die einseitigen Schritte der Palästinenser bei den Vereinten Nationen sind eine eklatante und fundamentale Verletzung der Vereinbarungen, für die die internationale Gemeinschaft ein Garant war … Niemand sollte überrascht sein, dass Israel als Reaktion auf die einseitigen palästinensischen Schritte nicht mit verschränkten Armen dasitzt.“

Laut der palästinensischen Autonomiebehörde würden israelische Bauaktivitäten im E1-Bereich die Errichtung eines palästinensischen Staates wirksam verhindern, da das Gebiet zerschnitten wird. Die internationale Gemeinschaft hat diese Einschätzung übernommen und fürchtet, dass die Zwei-Staaten-Lösung in Gefahr ist. Allerdings ist die Annahme falsch. Richtig, die Straße von Ramallah nach Bethlehem wird länger – es wird 25 anstelle von 15 Minuten dauern. Aber der angedachte palästinensische Staat wird an dieser Stelle noch 15 km breit sein – übrigens genau so breit wie die engste Stelle des israelischen Territoriums, sollte ein palästinensischer Staat in Judäa und Samaria (das Westjordanland) errichtet werden. Im Vergleich dazu ist Norwegen an seiner schmalsten Stelle 6 km breit – aber niemand spricht von „Mangel an territorialer Kontinuität.“

Es ist an der Zeit, dass die Diskussion über diesen Konflikt die Polemik, Propaganda und Emotionen verlässt und sich auf Fakten stützt. Es ist entmutigend zu sehen, wie sonst brillante westliche Politiker auf den Zug aufspringen und automatisch falsche Aussagen von Sprechern der Palästinensischen Autonomiebehörde wiederholen. Wir erwarten mehr, wir verlangen mehr.

Auf der anderen Seite ist die israelische Entscheidung auch problematisch – aber aus ganz anderen Gründen als das, was die internationale Gemeinschaft bemängelt. Opportunismus, nicht Prinzipien, scheint der Entscheidung, im E1-Beeich zu bauen, zu Grunde zu liegen. Wenn die Regierung Netanjahu glaubt, es ist eine strategische Notwendigkeit für Israel im E1-Bereich zu bauen, dann sollte dies nicht geschehen, um die PA zu bestrafen, sondern als eine Frage des Prinzips erfolgen. Wie sich herausstellte, scheint die Entscheidung sehr von den israelischen Wahlen, die am 21. Januar stattfinden, beeinflusst zu sein. Um Wähler aus dem rechten Lager anzuziehen, wird sich Netanjahu als Verteidiger der Siedlungen und starker Politiker präsentieren, der es wagt, die internationale Gemeinschaft herauszufordern. Es bleibt abzuwarten, wie viele Israelis ihm diese Taktik abkaufen – es ist nicht das erste Mal, dass sie verwendet wurde.

Es gibt einen breiten Konsens in Israel, dass Ma’ale Adumim und der E1-Bereich in einem künftigen Friedensvertrag zu Israel gehören werden. Eine passende und den Prinzipien entsprechende israelische Reaktion auf die einseitigen Maßnahmen der PA bei den Vereinten Nationen wäre daher gewesen, diese Gebiete anzugliedern und Sie damit vom Verhandlungstisch zu nehmen. Das ist genau das, was die PA durch die Erklärung ihres Staates entlang der Grünen Linie vorhatte – die Grenz-Diskussion vom Verhandlungstisch runter zu bekommen. Die Angliederung würde klare Signale an die PA senden und bewirken, dass sie es sich zweimal überlegen würde, bevor sie weitere, einseitige Schritte unternehmen. Es wäre damit auch für die internationale Gemeinschaft klarer, dass Israel die historischen und rechtlichen Ansprüche auf diese Gebiete als rechtens einstuft.

Die Lebensbedingungen in den palästinensischen Gebieten

Der israelische Journalist Gideon Levy arbeitet für die Tageszeitung Haaretz und ist bekannt für seine äußerst kritischen Artikel gegen die israelische Politik und insbesondere die von Benjamin Netanjahu und den Rechten. Manche würden sogar sagen, seine Ansichten sind antisemitisch und post-zionistisch. Die Überraschung war daher groß, als Levy in dem Artikel „Die Ruhe vor dem Sturm“ vom vergangenen Freitag darüber schrieb, wie sich die Bedingungen im Bereich der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA, Judäa und Samaria) seit dem Gaza-Krieg, der im Januar 2009 endete, verbessert haben. Dieser Zeitraum deckt sich mit der Regierungszeit Netanjahus. Levy bringt den Artikel – natürlich – auf seine Weise und stellt sicher, dass er weiter gegen Netanjahu sticheln kann, aber die Fakten, die er erwähnt, sind sehr interessant.

Levy zitiert Informationen der links-orientierten, israelischen Organisation B’Tselem und sagt, dass „der Alltag in der West Bank [Judäa und Samaria] – das müssen wir zugeben – in den letzten Jahren ein wenig humaner geworden ist … Es gibt viel weniger Blutvergießen, weniger Straßensperren, weniger Gefangene und weniger Sicherheitsverwahrungen in der West Bank.“ Laut der B’Tselem-Statistik wurden 43 Palästinenser durch die Israel Defense Forces (IDF, Israelische Verteidigungsarmee) seit dem Gaza-Krieg getötet. Auch zwanzig Israelis wurden in dieser Zeit von Terroristen getötet. Die Summe der Toten in den acht Jahren vor diesem Krieg war 1.790 palästinensische Araber und 732 Israelis. (Man beachte, dass die Zahlen nicht die ganze Wahrheit erzählen. Die getöteten Israelis waren fast alles Zivilisten, während die große Mehrheit der getöteten palästinensischen Araber Terroristen oder Personen waren, die sich wissentlich in Gefahr brachten.)

Die Anzahl der Straßensperren, so B’Tselem, hat sich von mehreren hundert im Jahr 2009 auf heute 57 reduziert – und von diesen sind 16 in der Stadt Hebron, die zwischen Juden und Arabern aufgeteilt ist. Das Jordantal ist kürzlich auch für Fahrzeuge mit PA-Kennzeichen freigegeben worden. „Nur wer in den vergangenen Jahren auf den Straßen der West Bank gefahren ist, kann den Unterschied einschätzen“, schreibt Levy. Die Zahl der palästinensischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen hat sich unter Netanjahus Regierung ebenfalls um 50% und die der Häftlinge in Sicherheitsverwahrung seit dem Jahr 2002 um 80% reduziert.

All dies, schreibt Levy, hat zu einer erhöhten Sicherheit und Bewegungsfreiheit in den PA-Gebieten geführt – was wiederum gut für die Wirtschaft ist. Israelische Araber besuchen die PA-Gebiete in großer Zahl und hinterlassen eine Menge Geld. Zur gleichen Zeit vergibt Israel freizügiger Einreisegenehmigungen an PA-Bewohner – sowohl für die Arbeit als auch für Besuche.

Aber Gideon Levy hatte nicht die Absicht, einen Artikel zur Verteidigung Netanjahus zu schreiben. So sagt er mehrmals, dass er nicht daran glaube, dass dies so weitergehen wird. Da, wie er schreibt, „weiterhin brutale Ungerechtigkeiten in einer Reihe von Bereichen“ existieren würden, sei es nur eine Frage der Zeit, bis die „dritte Intifada“ ausbrechen werde.

Kommentar:
Gideon Levy könnte damit richtig liegen, dass die relative Ruhe (ohne die Raketen aus Gaza) nicht ewig Bestand haben wird. Allerdings hat der Grund sehr wenig mit israelischen Aktionen zu tun, sondern viel mehr mit der Art, wie die jungen palästinensischen Araber ausgebildet werden. Im PA-System werden sie geschult, Israel zu hassen und alle Teile Israels als die ihren anzusehen. Das ist ein sicheres Rezept für zukünftige Konflikte. Obwohl gerne der Terrorismus mit Armut verknüpft wird, ist diese Verknüpfung falsch. Wenn das wahr wäre, warum sind dann nicht auf der ganzen Welt arme Menschen auch Terroristen?

Die Wahrheit ist, dass die PA-Führung einer Kultur Vorschub leistet, die teilweise ein Gefühl der Schikane und Unterdrückung erzeugt und dies stark übertreibt. Dann schaffen sie durch den Einsatz von Religion und historischem Revisionismus eine Unzufriedenheit und einen Hass unter der Bevölkerung, die sie clever auf Israel leiten und – das sei hinzugefügt – weg vom Versagen ihrer eigenen Führung. Was auch immer Israel tun wird, um die Bedingungen in den PA-Gebieten zu erleichtern – und Israel sollte sich bemühen, dies auch weiterhin zu tun -, es wird so lange nicht zu wahrem Frieden führen, wie die PA ihrer aktuellen Strategie folgt.

Aber die andere Seite der Medaille ist, dass die internationalen Medien darin versagen, von den Verbesserungen, die Israel in den PA-Gebieten umsetzt, zu berichten. Stattdessen akzeptieren sie die Propaganda von PA-Führer Mahmud Abbas, der im September bei der UNO behauptete, die israelische Politik führe wegen Besatzung, Mord, Terrorismus, rassistischer und religiöser Diskriminierung und anderen Dingen zu einer weiteren „Nakba“. Abbas‘ bekannte Ansprüche gegenüber Israel dienen als Basis für den PA-Antrag auf volle UN-Mitgliedschaft. Dieser Antrag hat nun die Unterstützung einer Mehrheit der UN-Mitgliedsstaaten gewonnen. Aber wie das oben gesagte beweist, basiert eines seiner wirksamsten Argumente (Behauptungen über brutale Besatzung wecken natürlich Sympathien) auf einer Lüge.

Dies führt zu einer Menge von Fragen, die einiger Gedanken wert sind: Warum berichten internationale Medien nicht über die oben genannten Fakten? Warum konfrontieren internationale Politiker Abbas nicht mit diesen Tatsachen? Warum dürfen Abbas und andere Lügen über Israel verbreiten und müssen sich nie dafür verantworten? Warum beeinflusst dies nicht die Politik und Haltungen unserer Nationen gegenüber der PA?

Romeu Monteiro – Portugiese: ‘Warum ich Israel nicht mehr hasse’

Ich bin ein 22 Jahre alter Portugiese, Student, homosexueller Aktivist, weder jüdisch, noch Israeli, noch irgendwie religiös. Aber ich betrachte mich als Zionist und als starker Unterstützer Israels und möchte erklären, warum dies der Fall ist.

Meine Geschichte beginnt, als ich neun Jahre alt war und in der Schulbibliothek das Tagebuch der Anne Frank ausgeliehen habe. Zuvor hatte ich kein Wissen über den Holocaust und ich konnte eine derartige Verfolgung nicht begreifen. Ich hatte niemals einen Juden getroffen, war aber erzogen worden, alle anderen Menschen als gleichberechtigt zu betrachten. Die Geschichte dieses Buches gab mir sehr zu denken. Da war dieses Mädchen, nur wenig älter als ich, das sich jahrelang verstecken musste, das isoliert lebte, das verfolgt wurde und dauernd in der Angst vor einer Entdeckung lebte. Ich identifizierte mich stark mit Anne und dem jüdischen Volk und dieses Empfinden hat mich nie verlassen.

Kurz darauf begann die zweite Intifada. Ich wusste so gut wie nichts über Israel. Aber nun war Israel dauernd in den Nachrichten, und zwar immer aus den schlimmsten denkbaren Gründen. Man brachte uns bei, dass die Juden nach dem Holocaust nach Palästina eingefallen waren, um ein Land zu bekommen, und dass sie die einheimischen Palästinenser besetzt hatten und nun kontrollierten. Das Fernsehen zeigte uns, dass diese Menschen sich selbst in Bussen und Cafes in die Luft sprengten. Wie andere Menschen um mich herum, dachte auch ich: „Wie verzweifelt muss jemand sein, sich selbst so zu töten? Wie konnten Juden nun von Unterdrückten zu Unterdrückern werden? Haben sie nicht die Lektionen der Geschichte gelernt?“ So wuchs ich auf, indem ich meinte, das jüdische Volk zu lieben, während ich gleichzeitig Israel hasste.

2008, als ich 18 Jahre alt und auf dem College war, kritisierte ich Israel und die Blockade des Gazastreifens in einem YouTube Video, bei dem es um den Tod von Rachel Corrie ging. Ich erhielt eine Antwort von einem israelischen Kommentator, der mich darauf hinwies, dass es keine Blockade gab, da täglich mehrere Lastwagen mit Gütern in den Gazastreifen fuhren.

Dies brachte mich ziemlich durcheinander und ich fragte ihn, ob er mir Argumente zur Verteidigung Israels nennen könnte. Ich erklärte, ich würde meine Meinung ändern, wenn er überzeugende Argumente hätte. Er schrieb mir eine lange Mitteilung, in der er unter anderem über Folgendes berichtete: Die Massaker an den Juden in Palästina bevor der Staat Israel existiert hatte, die Vernichtungskriege, die gegen Israel geführt worden waren, die Erziehung zum Hass im Nahen Osten gegen Juden und Israel. Und er verglich dies mit verschiedenen Beispielen des humanistischen Charakters des israelischen Staates und der israelischen Gesellschaft.

Ich las dies alles und dann, nachdem ich die Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft hatte, war ich überzeugt…

Zornig und getäuscht

Meine Weltsicht war erschüttert. Ich wurde mir bewusst, dass ich selbst ungerechte Urteile gefällt hatte, dass ich Hass und falsche Propaganda gegen Israel verbreitet hatte… Ich war über mich betrübt. Und ich war wütend und ich fühlte mich verraten, weil ich bestimmten Organisationen vertraut hatte, von denen ich geglaubt hatte, dass sie für Frieden, Gleichheit und gegen Vorurteile kämpften, so wie sie dies auch für die Rechte Homosexueller taten.

Ich begriff, dass ich Unwissenheit und Hass von Menschen übernommen hatte, die selbst, im günstigsten Fall, unwissend und voreingenommen waren, während sie sich selbst jedoch für aufgeklärte Persönlichkeiten hielten und mich dies hatten glauben lassen…

Ich las nun mehr und mehr über den Staat Israel und war von der erstaunlichen Geschichte eines Landes fasziniert, dessen Bevölkerung gegen alle Widerstände überlebt und während Jahrhunderte langer Verfolgung zusammengehalten hatte; ein Volk, das seine Heimat gekämpft hatte, sein Land wieder aufgebaut hatte und seine Sprache wieder zum Leben erweckt hatte – genau wie ein Phoenix aus der Asche sich erhebt. Und ich las über ein Volk, das nach Freiheit und Frieden strebte.

Ich begriff, dass Israel eine demokratische, tolerante, multi-ethnische, multi-religiöse, sich rasch entwickelnde Nation ist. Ein Ort, an dem ich frei und akzeptiert leben konnte – akzeptierter als in meinem Heimatland; und Israel war der einzige Ort im Nahen Osten, den ich sicher betreten konnte. Ich entdeckte, dass ich Israel liebte, etwas, das ich niemals gedacht und auch niemals gewünscht hatte.

Dann kam das Jahr 2010 mit dem Flotilla Ereignis. Plötzlich berichteten alle Medien über Israel. Die Nachrichten berichteten stark verfälscht, und ich wusste, dass ich etwas tun musste. Ich diskutierte mit Professoren an der Universität, und ich begann anderen über Facebook die Videos der IDF mitzuteilen.

Ich wusste, dass ich gesellschaftlich viel riskierte, aber ich wusste auch, dass es eine Angelegenheit der Gerechtigkeit war. Denn jemand musste die Wahrheit sagen und nicht zulassen, dass Israel wieder einmal ohne Möglichkeit der Selbstverteidigung dämonisiert wurde. Auch nach dem Flotilla Ereignis veröffentlichte ich weiterhin pro-Israel Informationen. Außerdem hatte ich ernste und zum Teil hässliche Diskussionen über dieses Thema mit verschiedenen Leuten.

Jede dieser Diskussionen offenbarte mehr Unwissenheit und doppelte Maßstäbe und machte mich zu einem noch stärkeren Zionisten und Unterstützer Israels und seines Volkes. Ich dachte, dass ich der einzige war, der Israel verteidigte, aber allmählich entdeckte ich, dass es auch andere Menschen mit dieser Einstellung gab.

Einmal vertraute mir eine gute Freundin an: “Ich bin eigentlich auch mehr auf der Seite von Israel… aber bitte, sag es niemandem weiter!” Sie fürchtete sich, ihre Meinung offen kundzutun. Dies verstärkte meine Überzeugung, dass ich meiner Verteidigung Israels Gehör verschaffen musste; denn ich spreche für viele Menschen, die Angst haben, öffentlich für Israel einzutreten.

Letzten Endes ist dies einen Angelegenheit der Gerechtigkeit. Wenn es ein Volk gibt, das für sein Recht auf Selbstbestimmung kämpft und das in Frieden leben möchte, dann bin ich auf dessen Seite. Wenn es eine Gruppe Menschen gibt, die durch die Vorurteile und die Ignoranz anderer dämonisiert werden, dann werde ich gemeinsam mit diesen Menschen gegen die Vorurteile und die Dummheit vorgehen.

Wenn es eine Kultur gibt, deren Hauptwerte die Toleranz für unterschiedliche sexuelle Orientierung, Rassen und Religionen einschließen – und die im Konflikt mit einer anderen Kultur ist, die für Intoleranz und Hass eintritt – dann weiß ich, wessen Seite ich unterstützen werde.

Ich bin ein Zionist und unterstütze das Recht des jüdischen Volkes auf Selbstbestimmung und auf ein Leben in Frieden – und ich denke jeder des Denkens fähige Mensch sollte dies tun.

Die Opfer der israelischen Armee

Ende des Jahres veröffentlichten die Israel Defense Forces (IDF) die Opferzahlen für das Jahr 2011 aufgrund ihrer Angriffe gegen verschiedene terroristische Gruppen im Gazastreifen. Die Zahlen zeigen, dass im Laufe des Jahres 100 palästinensische Araber bei IDF-Angriffen getötet wurden. Darunter waren neun Zivilisten. Die IDF-Operationen zielen darauf ab, Raketenbeschuss und andere Formen der auf israelische Zivilisten gerichteten Angriffe zu verhindern. Allein im vergangenen Monat Dezember wurden 23 Raketen und 11 Mörsergranaten aus dem Gazastreifen auf israelische Ziele abgefeuert. Seitdem der Gaza-Krieg im Januar 2009 endete, haben Terroristen 1.571 Raketen auf Israel abgeschossen.Die gezielte Tötung von Terroristen oder tickenden Bomben, wie sie von den israelischen Streitkräften genannt werden, erhalten oft ein riesiges Medienecho. Sehr oft gibt es keinerlei Erwähnung der Tatsache, dass es sich um Terroristen handelt, die sich im Begriff der Planung oder Ausführung befinden, um Israel anzugreifen und es wird der Eindruck erweckt, dass es unschuldige Zivilisten sind, die von einem bösen und repressiven Regime ermordet werden.

Gaza hat 360 Quadratkilometer (ca. 40 Kilometer lang und zwischen 6 und12 km breit) und eine Bevölkerung von rund 1,5 Millionen Menschen. Die verschiedenen Terrororganisationen verstecken sich hinter den Zivilisten – nicht zufällig, sondern als bewusster Teil ihrer Strategie. Auf diese Weise „gewinnen“ sie an beiden Enden: Sie terrorisieren Israel und die israelische Vergeltung wird als ein Angriff auf Gazas Zivilisten gemeldet.

Die jüngsten Zahlen zeigen die wahre und eine ganz andere Geschichte. Nach Angaben der Vereinten Nationen werden in den verschiedenen Konflikten der ganzen Welt für jeden Kämpfer, der getötet wird, drei Zivilisten getötet. Wenn dieses Verhältnis in Gaza im letzten Jahr gegolten hätte, gäbe es nicht 9, sondern 300 tote Zivilisten. Die immensen Anstrengungen der IDF, den Verlust von unschuldigem Leben zu minimieren, haben Erfolg. Der Tod eines jeden unschuldigen Menschen ist eine Tragödie und es ist schwer, Statistiken zu schreiben, wenn es um Menschenleben geht. Aber diese Zahlen erzählen eine Geschichte – und diese ist weit entfernt von der immer wieder aufgetischten Geschichte der Medien.

Eine letzte Beobachtung, um eine bekannte Kritik vorwegzunehmen: Als moderne Menschen mit einer skeptischen Haltung (wir neigen dazu, sie gegen, aber selten zu Gunsten Israels zu verwenden), stellen wir die Zahlen sofort in Frage. Sie kommen immerhin von jemandem, der an dem Konflikt beteiligt ist – sind sie zuverlässig? Nun, wir müssen uns nicht auf die IDF allein verlassen. Die Hamas bestätigt sie ebenfalls – und dieses eine Mal können wir uns darauf verlassen, was die Hamas sagt.

Um es klar zu sagen: Die Hamas hat nicht ausdrücklich die genannten Zahlen bestätigt, aber sie haben zu einem großen Teil die israelischen Zahlen aus dem Gaza-Krieg im Jahr 2009 bestätigt. Nachdem sie zuerst Israel dafür dämonisierten, wahllos Zivilisten zu ermorden, gab Hamas am Ende zu, dass 700 der Getöteten ihre eigenen Kämpfer waren. Israels Zahl war 709.
In Jenin im Jahr 2002 behauptete die PA, dass 500 Personen getötet wurden – überwiegend Zivilisten. Es stellte sich heraus, dass es 52 waren, davon 38 bewaffnete Kämpfer.
Die IDF ist eingebunden in die Gesetze, Regeln und Moral einer demokratischen Nation und sie stehen unter der konstanten und kritischen Aufmerksamkeit der Medien dieser Welt – es ist sehr schwer für sie, Zahlen (wenn sie es denn wollten) zu fälschen. Und bisher wurde nicht bewiesen, dass ihre Zahlen unzuverlässig sind – anders als bei der Hamas oder der PA.

Rechtspopulisten und andere Radikale

Das Attentat von Oslo war ein schreckliches, grausames und nicht zu entschuldigendes Verbrechen. Punkt.

Die Gedanken, die Anders B. in seinen 1.500 Seiten niedergebracht hat, sind nicht komplett falsch. Manche Dinge hat er imhO durchaus richtig erkannt. Nur die Schlüsse, die er dann daraus gezogen hat, sind falsch. Mit Gewalt, Terror und bewaffnetem Kampf werden die Probleme nicht gelöst.

Und auch wenn er seinen Terror gegen Muslime statt Sozialdemokraten gerichtet hätte, wäre das genau so. Meine Ansicht: „Gegen den Islam, für die Menschen.“ Gott ist der Schöpfer aller Menschen, er liebt sie alle und damit die Moslems genauso wie Christen, Juden, Atheisten und andere.

Aber was einige Medien und Intellektuelle dieses Landes aus dem Vorfall gemacht haben, ist eine Fehlleistung 1. Grades. Und zwar nicht, weil ich hier irgendwelche Leute (wie z.B. Broder, Wilders, Sarrazin, … ) oder meinen Glauben verteidigen muss oder will, sondern weil die Herren und Damen eine derartige Undifferenziertheit und Diffamierungslust an den Tag legen, dass es einem kalt den Rücken runter läuft. Das kann man fast nur mit Absicht und Böswilligkeit erklären.

Daher ein paar Worte dazu:

So schreibt Christian Brommarius in der FR:

„Es wäre demagogisch, Broder und andere deutsche Islamophobe zu geistigen Brandstiftern zu erklären und für Breiviks Verbrechen in Mithaftung zu nehmen. Aber richtig ist eben auch, dass Schriften, wie sie Broder verbreitet, das Entrebillett für den aggressiven Antiislamismus bilden, der nicht nur die deutsche, sondern fast alle europäischen Gesellschaften befallen hat. „

Und Robert Misik in der TAZ urteilt:

„Broder & Co haben sich der Mittäterschaft schuldig gemacht… Man sollte sie nicht einfach so damit durchkommen lassen…“

Und der Spiegel schrieb am 23.07, einem Tag nach dem Massaker:

Keine islamistische Schläfer-Zelle hat die norwegische Hauptstadt angegriffen, sondern … mindestens ein rechtsextremer, christlicher Fundamentalist.

Und Gerd Lüdemann, Professor an der Uni Göttingen, darf in der Frankfurter Rundschau behaupten:

Gewaltpotenziale beherrschen demnach beide Teile der Bibel von vorne bis hinten, sodass deren radikale Abrüstung nötig wäre. Der Status der Bibel als heiliger Schrift hat jedoch bisher ernsthafte Gespräche darüber verhindert, ob etwa ein Großteil des „Wortes Gottes“ zu ächten sei. Wir dürfen uns daher nicht wundern, wenn wahnsinnige Christen das Waffenarsenal der Heiligen Schrift weiter einsetzen.

Und der Politikwissenschaftler Hajo Funke wird in der Welt zitiert:

Rechtspopulisten in Deutschland vertreten aus Sicht des Politikwissenschaftlers Hajo Funke unter dem Deckmantel volksnaher Bürgerbewegungen auch extremistische Ideologien.

„Rechtspopulistische Parteien sind Strömungen des Rechtsextremismus. Man nennt es auch Rechtsextremismus light“, sagte der Berliner Rechtsextremismus-Forscher.

Und es ließen sich noch mehr Beispiele finden.

Was ich an all diesen Beispielen auszusetzen habe, ist ihre (gewollte) Undifferenziertheit. Es wird mit Worten gespielt bzw. werden solche Worte bewusst einsetzt, die bei den Lesern schon eine Bedeutung haben, um damit zu diffamieren.

Das tut z.B. der Spiegel. Was ist ein „christlicher Fundamentalist“? Fangen wir mit „Christ“ an. Was ist ein Christ? Für viele Nicht-Europäer und Nicht-US-Amerikaner sind alle Europäer und US-Amerikaner Christen. Sind diese gemeint? Oder sind die sogenannten Kultur-Christen gemeint? Sie sind zwar mit christlichen Werten und Kultur aufgewachsen und haben sie mit der Muttermilch aufgesogen, haben aber mit dem Glauben selber nichts am Hut.

Oder sind die Christen gemeint, die an Jesus Christus als ihren Erlöser glauben und Ihm folgen? Der Spiegel erklärt es uns nicht.

Und was sind Fundamentalisten? Das ist im Zusammenhang mit dem islamistischen Terror ein stark vorgeprägtes Wort. Will uns der Spiegel damit sagen, dass alle Fundamentalisten durchgeknallte, verwirrte und gewaltbereite Irre sind, die man stoppen muss – ob Christen, Moslems oder sonst wer? Oder sind Fundamentalisten nicht auch solche, die auf einem festen Fundament stehen, ohne dabei zwangsläufig gewälttätig werden zu müssen?

Denn ja – Gott hat uns einen freien Willen gegeben und wir haben die Möglichkeit, uns für oder gegen etwas zu entscheiden. Diese Möglichkeit hatte auch Anders B. Nur weil einige Leute sich in ihrem Gedankengut teilweise mit dem von Anders B. überschneiden, heißt doch noch lange nicht, dass sie die gleichen Taten folgen lassen oder in der Gefahr stehen, das zu tun. Wenn dem so wäre, dann hätte das große Folgen für die Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit. Dann dürfte keiner mehr irgendwelchen Unsinn verbreiten, sonst könnte ja einer dadurch radikalisiert werden.

Und aus diesem Grund kann man auch Broder, Wilders, Sarrazin und andere nicht für diese Tat mitverantwortlich machen und wer das tut, redet hochgradigen Unsinn und begleicht alte Rechnungen. Dann könnte man Karl Marx auch die schrecklichen Folgen des Kommunismus oder Sigmar Gabriel für alle Gewalt- und Hassmails gegen Thilo Sarrazin verantwortlich machen. Mal abgesehen davon, dass die Broder, Wilders & Co. kein menschenfeindliches Klima erzeugen, sondern die dringend notwendige – und von Genossen unterdrückte – Debatte über den Islam am Leben erhalten. Gäbe es diese Menschen nicht, wäre die Debatte in Deutschland so gut wie nicht existent.

Gerd Lüdemann – obwohl Theologie-Professor in Göttingen ein erklärter Feind des biblischen Christentums – schmeißt alles ein einen Topf und sieht „Gewaltpotentiale in beide(n) Teile der Bibel von vorne bis hinten“, erwähnt „Allmachtsfanatasien“ (uuuh, alle Mann in Deckung, Christen wollen die Weltherrschaft und dann werden alle Ungläubigen Entsetzlichen erleiden müssen) und „Fieberträume“, spricht davon, dass „wahnsinnige Christen das Waffenarsenal der Heiligen Schrift weiter einsetzen“ und möchte die Bibel in großen Teilen ächten. Und das von einem, der es als studierter Theologe besser weiß. Die ganze Botschaft der Liebe, der Vergebung und Hingabe wird einfach mal „vergessen“ – das ist nicht nur unchristlich, sondern auch unwissenschaftlich.

Und es soll mir jetzt keiner mit irgendwelchen alttestamentlichen Bibelversen kommen. Um Gott verstehen, muss man schon ein bisschen mehr tun und sich nicht die Häppchen raussuchen, die ins Weltbild passen.

Und der Politikwissenschaftler Hajo Funke setzt Rechtspopulismus und Rechtsextremismus nahezu gleich  – das wissen wir doch schon alle seit Hitler, dass alles „Rechte“ schlecht ist. Warum soll man dann noch differenzieren zwischen Rechts-Populisten und -extremisten?

Hier wird alles undifferenziert in einen Topf geworfen. Was würden sich SPD-Anhänger dagegen verwehren, mit irgendwelchen Hardcore-Stalinisten gleichgesetzt zu werden. Aber „rechts“ – das geht. Dabei ist das so unsinnig wie irgendwas. Ich kenne Hajo Funke nicht näher und weiß nicht, wie er zu seinen Rückschlüssen gekommen ist.

Er führt das Problem an, dass in einigen rechtspopulistischen Parteien und Gruppierungen „Vertreter …  auch teils aus einem rechtsextremistischen Milieu“ stammen.

Das ist ein Problem, das existiert. Und nicht alle Parteien (und damit meine ich auch andere, auch linke Parteien) genügen da ihrer Sorgfaltspflicht, sich von solchen Genossen zu trennen. Aber alle in einen Topf? Wo sind die Belege dafür?

„Diese Gruppierungen, die teils mit bekannten Rechtspopulisten aus Europa wie dem Niederländer Geert Wilders auftreten, schürten Hass auf Muslime und distanzierten sich nicht von aggressiver Hetze gegen Migranten.“

Auch das mag teilweise stimmen. Aber für alle? Gibt es keine Partei im rechten Spektrum, die es schafft, die o.g. Trennung zwischen Islam und Moslems hinzubekommen? Doch, die gibt es. Aber diese Differenzierung ist nicht gewollt. Und ob ich mich von Kritik am Islam und auch an Moslems „zum Hass schüren“ lassen und daher „aggressiv gegen Moslems hetze“, ist immer noch meine eigene Entscheidung – s.o.

Fazit: Wir sollen überlegen, in welcher Art Gesellschaft wir leben wollen. Manche lehnen eine vom Christentum geprägte Gesellschaft ab. Ok, damit kann ich leben, solange ich als Christ meinen Glauben in Freiheit leben darf. Aber wie steht es mit einer Gesellschaft, die anderen vorschreiben will, wen sie wie und wann kritisieren darf oder auch nicht? Hier geht es doch um „Fundamente“ (da haben wir es wieder – ich bin doch ein Fundamentalist) unserer Gesellschaft: Rede-, Presse- und Meinungsfreiheit.

Die gleichen Leute, die es völlig ok finden, wenn christliche Werte, Kirche und Christen verhöhnt und verspottet werden, kriegen einen Kollaps, wenn Leute wie Broder und Wilders den Islam kritisieren und sprechen dann von „Hetze“,  „Menschenfeindlichkeit“ und „Rassismus“.

Ist das Programm oder was?