• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
    Max Frisch

    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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Juden raus aus Holland?

In den Niederlanden wächst der Hass auf Juden und andere Minderheiten. Ein prominenter Politiker rät zur Auswanderung.

Früher wurde ich nie beschimpft“, sagt Binyomin Jacobs. ,,Aber heute fast immer.“

Vor Kurzem wurde die Synagoge in Amersfoort, wo der Oberrabbiner der Niederlande wohnt, mit roter Farbe beschmiert. Der Zaun seines Hauses wurde eingetreten. Und eines Abends hörte der 61-Jährige zu Hause plötzlich einen Knall. Es hatte ein Fenster getroffen.

Jacobs lief sofort ins Freie und wurde selbst mit Steinen beworfen. Zwei Jugendliche auf einem Mofa machten sich aus dem Staub. ,,Kurz danach wurden die Scheiben ganz eingeschmissen“, erzählt Jacobs, der einen schwarzen Hut und einen langen Bart trägt, die traditionelle Kluft orthodoxer Juden. Nun wird sein Haus von Polizeikameras beobachtet. Abends, so riet man ihm, solle er nicht mehr die Bahn nehmen.

Es gibt zahlreiche Anzeichen dafür, dass der Judenhass in Holland zunimmt. Nach Angaben des israelischen Informationszentrums Cidi in Den Haag hat sich die Zahl antisemitischer Delikte im vergangenen Jahr um 55 Prozent auf 167 erhöht. Eine hohe Dunkelziffer wird vermutet. Beim neuen Antisemitismus vermischen sich muslimische und alte europäische Elemente und erreichen gemeinsam den Mainstream.

Die Fans des Fußballklubs Feyenoord aus dem von besonders vielen Muslimen bewohnten Rotterdam etwa singen im Stadion: ,

,Hamas! Hamas! Alle Juden rein ins Gas!“

Gemeint sind die Anhänger von Ajax Amsterdam, die als Provokation die israelische Fahne mit zum Spiel nehmen. In der kosmopolitischen Hauptstadt war bis vor Kurzem ein Jude Bürgermeister.

Die Ajax-Fans werden auch mal mit einem perfiden Zischen begrüßt. Es soll das Geräusch der Gaskammer darstellen. Doch Jacobs versucht es gelassen zu nehmen:

,,Der Antisemitismus hat auch positive Folgen: Viele Bürger und Politiker bieten ihre Hilfe an. Sie bringen Blumen. Oder halten Wache.“

Lody van de Kamp hat genug vom Judenhass. Der jüdische Politiker der Christdemokraten, dessen Vater Auschwitz überlebte, ging mit einer versteckten Kamera in die Amsterdamer Immigrantenviertel. Dort begrüßten viele marokkanische Einwanderer ihn spontan mit dem Hitlergruß.

Um den grassierenden Antisemitismus in der Hauptstadt zu bekämpfen, schlugen Politiker vor, sogenannte Lockjuden in muslimisch geprägten Vierteln einzusetzen – Polizeibeamte, die in orthodoxer Tracht und Schläfenlocken verkleidet Antisemiten auf der Straße aus der Reserve holen.

All diese Entwicklungen haben Frits Bolkestein nun dazu gebracht, einen kontroversen Aufruf zu verfassen. Der ehemalige EU-Kommissar und Kopf der liberalen VVD ruft orthodoxe Juden auf, die Niederlande Richtung Israel oder Amerika zu verlassen. ,,Für sie gibt es keine Zukunft mehr“, so Bolkestein, der stets als Intellektueller galt. Nun hat er eine empörte Debatte entfacht.

Fast alle Parteien widersprachen ihm, sogar sein Ziehsohn Geert Wilders, islamkritischer Anführer der Freiheitspartei PVV. Nicht die Juden, sondern die antisemitischen Marokkaner müssten emigrieren, so Wilders. Doch Bolkestein legt nach.

,,Wir schauen weg so, wie wir das früher auch gemacht haben“, mahnte er vor einigen Tagen in einer Talkshow.

Von den 140.000 niederländischen Juden, die 1940 in Holland lebten, wurden nach der Besetzung durch Hitler-Deutschland etwa Hunderttausend in Konzentrationslager deportiert und ermordet. Nirgendwo im Westen Europas wurden prozentual so viele Juden Opfer der Nazis.

Aber kaum ein Niederländer beschäftigt sich ernsthaft mit der unangenehmen Frage, warum gerade im kleinen Königreich an der Nordsee so viele Juden ermordet wurden. Bis heute ist die Holocaustleugnung im Land Anne Franks keine Straftat. Der liberale Premier Mark Rutte, seit Kurzem im Amt, möchte das auch nicht. Wegen der Meinungsfreiheit.

Doch Lehrer berichten, es werde immer schwerer, den Holocaust im Unterricht zu thematisieren. In den Großstädten gaben bei einer Umfrage 20 Prozent der Lehrkräfte an, muslimische Schüler in ihren Klassen wollten das nicht zulassen. Einige wurden deshalb auch bedroht.

Es scheint, als ob die Toleranz im einst so liberalen Holland von allen Seiten bedroht ist. Als Ursprung nennen viele Beobachter die Polarisierung der Gesellschaft nach den politischen Morden an dem islamkritischen Politiker Pim Fortuyn und dem Filmemacher Theo van Gogh. Rechtspopulistische Parteien wie Wilders’ PVV erlebten im vergangenen Jahrzehnt einen rasanten Aufstieg.

Seitdem hat die lockere Multikulti-Gesellschaft, die in den 90ern noch im Wohlstand schwelgte, ihre Unschuld verloren. Parallelgesellschaften werden nicht mehr akzeptiert. Verschiedene Regierungen haben seither versucht, liberale Exzesse, wie den Drogenverkauf in Coffeeshops und die offene Prostitution in Rotlichtvierteln, zu begrenzen. Die kriminellen Begleiterscheinungen hatten überhandgenommen.

Die holländische Toleranz, so zeigt sich nun, war oftmals nur ein Wegschauen. Mittlerweile weht hinter den Deichen ein anderer Wind. Dazu gehört eine restriktive Einwanderungspolitik. Von den Immigranten wird erwartet, dass sie sich anpassen.

Das Klima hat sich allgemein verschärft. Das spüren verschiedene Minderheiten. Auch Schwule. Was Jeroen Bakker, 27, erlebte, wäre vor einigen Jahren in der selbsternannten Welt-Schwulenhauptstadt Amsterdam undenkbar gewesen. Als er abends am Amstel-Bahnhof ankam, wurde er von ausländisch aussehenden Männern zusammengeschlagen. Ohne Grund, nur weil er in ihren Augen schwul aussah. ,

,Ich kam mit schweren Koffern aus London, wo ich gerade drei Monate gewohnt hatte“, erzählt er. „Erst wurde ich von drei Jungs bespuckt und beschimpft. Ich habe sie gefragt, warum sie das machen. Da bekam ich einen Schlag ins Gesicht. Keiner der Umstehenden hat eingegriffen. Mit meinem Handy habe ich die Jungs dann fotografiert.“ Das Lokalfernsehen strahlte die Bilder aus. So fand man die Täter.

Dass es kein Einzelfall war, merkte der Krankenpfleger, als ihn drei Wochen später jemand aus einem Taxi heraus als „dreckigen Homo“ beschimpfte.

„Früher hieß es hier: leben und leben lassen“, sagt Bakker. „Jetzt rasten die Leute viel schneller aus.“

Viele Schwule achten jetzt darauf, sich nicht mehr öffentlich zu küssen oder Arm in Arm durch Einkaufsstraßen zu flanieren. Der prominente Fotograf Erwin Olaf drohte, Amsterdam zu verlassen und nach Berlin zu ziehen.

Laut dem Verband Coc fliehen viele Schwule aus Amsterdam. 2009 waren es 370 schwulenfeindliche Delikte, darunter etwa 100 Gewalttaten in der Stadt, eine Steigerung von 25 Prozent. ,,Die freizügigen 60er- bis 80er-Jahre, die Zeit von Sex, Drugs und Rock ’n’ Roll ist vorbei. Jetzt ist Konservatismus angesagt“, sagt Philip Tijsma, Sprecher vom Coc. Die Straßenkultur junger Muslime verschärfe die Probleme.

,,Der Homohass wird selten mit dem Islam begründet. Eher herrscht gerade bei Marokkanern eine Machokultur, eine bestimmte Form der Männlichkeit. Sie sind verantwortlich für ein Drittel der Gewalttaten, obwohl sie nur ein Sechstel der Bevölkerung ausmachen.“

Unruhestifter Bolkestein warnte jüngst bei einer Konferenz vor Apartheid. Es könnten Inseln in Holland entstehen, wo die Scharia gelte.

Nun aber hat seine Botschaft große Wellen geschlagen. Und auch wenn man seine Bemerkung als zynisch empfand, meinen doch viele Juden in den Niederlanden, dass er eine relevante Frage aufgeworfen hat – „Fliehen oder Kämpfen“, wie eine jüdische Wochenzeitung schreibt. Das ist die Frage, um die es geht, meint auch Rabbiner Jacobs:

,,Bolkestein hat recht mit seiner Warnung. Aber seine Schlussfolgerung teile ich nicht. Ich gehe nicht weg. Ich kapituliere nicht vor dem Antisemitismus.“

via welt.de

Mich wundert es, dass niemand – außer Wilders – ausspricht, dass man das Problem anpacken muss – anstatt den Opfern zu empfehlen, sich aus dem Staub zu machen.

Es ist schon entlarvend: Wenn jemand wie Wilders und andere fordern, dass die Zuwanderung von Moslems begrenzt wird, dann entsteht ein Riesen-Bohei und alle Linken regen sich fürchterlich auf. Wilders wird als Rattenfänger bezeichnet.

Aber wenn Juden empfohlen wird – und das sind keine Einwnanderer, sondern „reguläre“ Holländer -, dass sie lieber auswandern sollen, habe ich von deutschen, linken Politikern noch keinen Widerspruch gehört. Hoffen wir mal, dass die jetzt ausgelöste Debatte in Holland einen anderen Weg als hier in Deutschland nimmt.

Geschweige denn, dass man fordern würde, das Problem, das überwiegend von Migranten ausgeht, in den Griff zu bekommen und den Juden ein normales, weil geschütztes Leben zu ermöglichen.

Aber hier ziehen sich alle zurück.

  • Aus Angst vor den Moslems?
  • Kollektivstrafe für das renitente Israel?
  • (Bestenfalls) Ignoranz der Probleme von Juden?

 

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Wilders – same procedure as last time?

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat scharfe Kritik an dem Auftritt des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders in Berlin geübt. „Ratschläge von zwielichtigen Figuren aus den Niederlanden laufen unserem Bemühen zuwider, die Integration muslimischer Mitbürgerinnen und Mitbürger zu fördern“, erklärte die Ministerin.

Die Wahrnehmung, dass Muslime und ihre Religion für bedrohlich zu halten seien, werde durch Auftritte wie von Wilders „auf unerträgliche Weise befeuert“. Integration könne nur dort auf Dauer gelingen, wo Denken und Glauben des Anderen nicht nur geduldet, sondern auch respektiert würden, hieß es in der Erklärung.

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg rief zur Wachsamkeit vor Rechtspopulisten wie Wilders auf. Die Politik müsse bestehende Probleme in einer Gesellschaft offen ansprechen und aufgreifen. „Ich sage das mit Blick auf jene Scharlatane, die dieser Tage herumturnen“, sagte der CSU-Politiker mit ausdrücklichem Verweis auf Wilders.

„Diese Typen sind alle gleich, ob sie Le Pen heißen, Wilders heißen oder Haider heißen“, sagte Guttenberg in Anspielung auf die Rechtspopulisten aus Österreich und Frankreich.

Ist der Umgang mit Wilders genauso wie bei Sarrazin? Man verdreht und dämonisiert („Scharlatan“) so lange, bis die Menschen glauben, einen fiesen Rattenfänger erlebt zu haben anstatt sich mit den Thesen und Fakten auseinander zu setzen?

Anscheinend haben Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Herr Karl-Theodor zu Guttenberg die Rede Wilders nicht wirklich gelesen. Denn Wilders distanziert sich genau davon, was die gute Frau ihm vorwirft: Er geht eben nicht gegen die Muslime und deren Religion an, sondern gegen die politische Ideologie. Aber so hat man natürlich schnell Verbündete, wenn man Wilders Rassismus und Fremdenfeindlichkeit unterstellt.

Und Wilders einen Scharlatan zu nennen und ihn einfach in einen Topf mit Haider und Le Pen zu werfen, ist natürlich auch eine ganz ausgefeilte und ernste Methode. Oder sie haben die Rede gelesen. Dann sind sie die Demagogen und Populisten – nicht Wilders.

Und was macht die WELT? Anstatt die Kommentare der Politiker kritisch zu hinterfragen und mit der Rede abzugleichen, kommt nur … gar nichts. Das nenne ich „seriösen Journalismus“.

via welt.de

In einem anderen Artikel schreibt ein sehr ängstlicher Journalist über Wilders („Geert Wilders …, der … nun alle Muslime in die Nordsee treiben wolle“):

So hat Wilders niedrigere Steuern, Rente mit 65, neue Straßen und mehr Polizisten angekündigt und will dafür „linke Haager Hobbys“ wie Sozialleistungen für Einwanderer, den öffentlichen Rundfunk, Entwicklungshilfe und horrende EU-Beiträge abschaffen. Vieles von dem, was Wilders fordert, findet sich auch bei den anderen Parteien wieder. Doch das besondere Talent des „Mozarts der Politik“, wie er von Anhängern bewundernd und von Gegnern spöttisch genannt wird, ist es wohl, klar zu benennen, was viele Niederländer denken.

Denn laut einer aktuellen Umfrage sind 57 Prozent der Niederländer für die neuen Verhältnisse. Die Umfrage ergab zudem, dass 70 bis 80 Prozent der Befragten Maßnahmen gegen Einwanderung aus nicht westlichen Ländern befürworten und Migranten zwingen wollen, sich voll in die Gesellschaft zu integrieren. Das umstrittene Burka-Verbot etwa wird danach von 71 Prozent der Niederländer unterstützt. Beinahe scheint es, als sei das Vorzeigeland der Multikulti-Anhänger von einem Tag auf den anderen im Meer versunken. Dass Hausbesetzungen in den Niederlanden seit Freitag illegal sind, mag da erschwerend hinzukommen.

Ein Politiker, der das denkt, was das Volk auch denkt und das auch noch umsetzen will? Wo kommen wir denn dahin? Ja, das versinkt das Vorzeigeland der Multikultis von einem Tag auf den anderen. Klar, die Leute denken auch erst so,  seitdem Wilders seinen Wahlerfolg hatte.

Und Hausbesetzungen sind illegal? Nein, so was aber auch!! Das ist ja ein ganz fieser Schachzug. Der böse Wilders! Ich möchte mal all die Leute erleben, die Hausbesetzungen in irgendeiner Weise gut finden, wenn es um ihr Eigentum geht.

Schwein gehabt – Westler sind die besseren Moslems

In Holland – oder in „den Niederlanden“, wie es richtigerweise heißt – hängt ein Krankenhaus das Bild einer niederländischen Künstlerin in der Eingangshalle erst auf und dann wieder ab. Auf diesem zu sehen: ein lustiges Porträt von einem kleinen Ferkel mit zu großen Ohren und Augen sowie einem zum Grinsen verzogenen Mund.
Ein Nicht-Moslem – wie sich das Krankenhaus beeilte zu versichern – hatte Klage eingereicht und die Krankenhausleitung ließ sich eine äußerst originelle Erklärung für ihren vorauseilenden Gehorsam einfallen:

„Wir bedauern all die Aufregung. Aber wir sind ein Krankenhaus und keine politische Organisation.“

Künstlerin Sylvia Bosch, die Schöpferin des Schweins, ist dagegen entsetzt.

„Wir leben hier in den Niederlanden, in einem freien Land.“ Sie bekommt jetzt massenweise E-Mails. „Leider kommen inzwischen auch Hass-Mails,“

sagt sie.

„Für Muslime sind Schweine zwar unreine Tiere, deswegen essen sie kein Schweinefleisch. Aber Abbildungen von Schweinen können doch nicht unrein sein,“

sagt der Islamkenner Maurits Berger. Auch Muslime verurteilen die Zensur-Aktion.

„Die meisten Muslime stören sich nicht an solchen Gemälden. Höchstens einige wenige ultra-orthodoxe,“ sagt Habib El Kadaoui vom Verband „Marokkanische Niederländer.“

Teile des Westens befreien sich von ihrem gesamten Erbe: Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Freiheit der Kunst, christliche Maßstäbe und so weiter.
Dass ein Krankenhaus so reagiert, ist beschämend genug. Aber wo bleiben die Politiker, die sagen: „Hey Leute, nun lasst mal die Kirche im Dorf.“
Ach nee, das geht ja auch nicht.

Der Unterschied zwischen Reden und Tun

Die Spender der UNWRA

Die Spender der UNWRA

Und wenn das nächste Mal irgendwelche arabischen oder islamischen Staaten schreien, wie schlecht Israel die Palästinenser behandelt und wieviel Elend unter den Palästinensern herrscht, dass sie ausgehungert werden usw. … dann sollte man sich einmal in Ruhe den obigen „Kuchen“ anschauen. Dann weiß man, wie wichtig diesen Staaten die Palästinenser wirklich sind.

Die Palästinenser sind diesen Staaten nur aus einem Grund wichtig: Als Faustpfand gegen Israel.

Um 1948 wurden ca. 700.000 Palästinensern zu Flüchtlingen – aus unterschiedlichen Gründen. Im Zeitraum 1948 – 1960 wurden ca. 800.000 Juden zu Flüchtlingen – größtenteils aus arabischen und islamischen Staaten. Hört irgendjemand noch von diesen Flüchtlingen? Nein. Denn sie sind längst in die israelischen Gesellschaft integriert.

„Sieben Millionen Juden sorgen sich um das Schicksal von Gilad Shalit, während es 300 Millionen Araber völlig egal ist, was mit 100 Tausenden Palästinensern geschieht“,

sagte Walid Taha, der im Lager Shalita in Beirut lebt.

Geert Wilders – warum war (ist) er so erfolgreich?

Leon Winter zitiert in seinem Beitrag die Journalistin und Philosophin Fleur Jurgens (geb. 1972). Sie war Redaktorin beim Wochenblatt HP/De Tijd und hat sich auf die Problematik der marokkanischen Gemeinden in den Niederlanden spezialisiert.
Fleur Jurgens ist eine bemerkenswert gute Beobachterin, die sich nicht scheut, klar und unumwunden aufzuzeigen, wie kritisch das Problem der marokkanischen Zuwanderer in den Niederlanden ist.

Hier ein Zitat aus einem ihrer Artikel:

«Sieben von zehn jungen Marokkanern verlassen die Schule ohne brauchbaren Abschluss; vierzig Prozent der jungen Marokkaner sind arbeitslos; jeder zehnte wird bei der Polizei als mindestens einer strafbaren Handlung verdächtig geführt. Fast jeder dritte Insasse einer Jugendstrafanstalt ist marokkanischer Abstammung. Der Prozentsatz Strafverdächtiger unter den marokkanischen Zuwanderern der zweiten Generation ist höher als bei allen anderen ethnischen Minderheiten in den Niederlanden und doppelt so hoch wie bei der ersten Generation zugewanderter Marokkaner.
Überdurchschnittlich viele Marokkaner gehören zum harten Kern der jugendlichen Wiederholungstäter. Diese Jungen wachsen in bedenklichen Milieus auf, in denen die Inanspruchnahme von Sozialleistungen sehr gebräuchlich und ein Arbeitsplatz eine Ausnahmeerscheinung ist. Von den marokkanischen Männern in den Niederlanden beziehen sechzig Prozent Sozialhilfe, die Hälfte von ihnen wegen Erwerbsunfähigkeit.
In Amsterdam lebt jede vierte marokkanische Familie von Sozialhilfe. Die Hälfte der marokkanischen Kinder in Amsterdam wächst in Armut auf.»

Vielleicht beginnen Sie jetzt ein wenig zu verstehen, warum Geert Wilders in den Niederlanden so viele Anhänger gefunden hat. Zumal man davon ausgeht, dass der Anteil der Bürger marokkanischer Abstammung – mit derzeit rund 350 000 gegenüber einer Gesamtbevölkerung von 16 Millionen noch eine relativ begrenzte Gruppe – angesichts ihres weit unter dem Bevölkerungsmittel liegenden Durchschnittsalters rasch anwachsen wird. Die Einwanderung von Marokkanern in die Niederlande kann für alle Betroffenen eigentlich nur als Katastrophe bezeichnet werden.

Die Marokkaner in den Niederlanden sind fast ausnahmslos Berber, die kaum Arabisch sprechen können. Sie stammen aus entlegenen Regionen des Rif-Gebirges, wo der Lebensunterhalt mit einfacher Feldarbeit bestritten wurde. Da gab es keine nennenswerte schulische Ausbildung, keine Lesetradition, kein vielgestaltiges öffentliches Leben, nicht die Spur einer westlichen kosmopolitischen Kultur. Die Übersiedlung in die offene niederländische Gesellschaft führte für diese Menschen zu großen Anpassungsproblemen und – nach der Entdeckung, dass ihnen die Qualifikationen für eine erfolgreiche Integration fehlten – Desillusionierung und Frustration. Mit den einfachen Fertigkeiten, die schon in der traditionellen agrarischen Kultur im Rif zu kaum mehr als einem kargen Leben gereicht hatten, war unter niederländischen Gegebenheiten rein gar nichts mehr anzufangen.

Dennoch zogen die Immigranten ein Leben mit Sozialhilfe in einem niederländischen Vorort dem Dasein in einem marokkanischen Bergdorf bei weitem vor – schließlich bekam man die Sozialhilfe ohne nennenswerte Anstrengungen.

Die stolzen Berber empfanden freilich keine Dankbarkeit gegenüber den Christen und Ungläubigen, die ihnen diese Sozialleistungen zur Verfügung stellten, sondern nahmen eine ablehnende Haltung ein. Statt einen  Anpassungsprozess mitzumachen, der rasch zur Integration geführt hätte, wandten sich viele Marokkaner von der toleranten Gesellschaft ab, die sie so großzügig und gastfreundlich empfangen hatte. Ihre Aufnahme in die niederländische Gesellschaft hat viele Milliarden Euro mehr gekostet, als sie an Produktivität und Steuern eingebracht haben.

Das ist der Kontext, in dem man den Erfolg von Geert Wilders sehen muss. Wilders hat sich die Themen zu eigen gemacht, die die arrivierten politischen Parteien vernachlässigt haben. In einer Zeit, da Political Correctness und Kulturrelativismus die öffentliche Diskussion beherrschten, war es so gut wie unmöglich, ein Sozialverhalten zu kritisieren, das sich nicht mit sozioökonomischen Faktoren entschuldigen ließ. Marokkanische oder islamische Immigranten werden in den Niederlanden ganz selbstverständlich von nichts ausgeschlossen. Im Gegenteil, Schulen mit einem hohen Anteil an ausländischen Kindern, sogenannte «schwarze Schulen», erhalten mehr öffentliche Gelder als «weiße Schulen». Die Möglichkeiten, die die wohlhabende und gut organisierte niederländische Gesellschaft ihnen bietet, sind in Umfang und Qualität himmelweit von dem entfernt, was ihnen im Rif geboten werden könnte.  Trotzdem nutzen viele Kinder marokkanischer Abstammung diese Chancen nicht. Es fehlt an Einsatz, an Identifikation mit der niederländischen Umwelt, die Eltern motivieren sie nicht und erziehen sie nicht zu Mitgliedern der Gesellschaft.

Die Probleme marokkanischer Immigranten sind also nicht durch sozioökonomische, sondern durch andere Faktoren bedingt, die wir, politisch korrekt, wie wir sind, nur hinter vorgehaltener Hand auszusprechen wagen. Es geht um ethnische Kultur, um die doppelten und dreifachen Identitätsprobleme von Berbern, die aus Marokko in die Niederlande gekommen sind, um die Identifikation von Jugendlichen mit dem Rock-and-Roll-Islam von al-Qaida und palästinensischen «Freiheitskämpfern».

Pim Fortuyn war der erste Instant-Politiker, der diese Themen aufgriff, er wurde dafür von einem linksradikalen Tierschutzaktivisten ermordet. Wilders hält Fortuyns Fahne hoch und punktet damit. Er hat erkannt, dass der Wohlfahrtsstaat nur überleben kann, wenn er ausschließlich gutausgebildete und hochdisziplinierte Immigranten zulässt und den Zustrom frustrierter und vor allem schlechtausgebildeter Muslime aus Marokko und der Türkei unterbindet. Ist so etwas rechtsradikal? Oder ist es gesunder Menschenverstand?

In den internationalen Medien wird Wilders als extremer Rechtsaußen dargestellt. Das ist er nicht. Seine Gegner und ungenügend informierte ausländische Berichterstatter übernehmen gern die Kritik politisch korrekter niederländischer Politiker und Journalisten. Wilders ist hochgewachsen, er hat eine auffällige Haartracht, und wenn man ihm persönlich begegnet, frappiert der große Kontrast zwischen seinem Image in den ausländischen Medien – der Kryptofaschist – und dem sanftmütigen, fröhlichen Menschen, der er in Wirklichkeit ist. Wilders ist ein leidenschaftlicher Populist, der ganz genau weiß, wann er die Medien mit extremen Äußerungen provozieren kann. Er hat eine breitgefächerte Anhängerschaft von Sozialisten bis hin zu Konservativen, die sich allesamt Sorgen um die Zukunft des  Wohlfahrtsstaats machen – der per definitionem nur Bestand hat, wenn die Solidargemeinschaft zu den Werten des Nationalstaats steht.

Wilders wahrt achtsam Distanz zu Parteien und Gruppierungen, die als rechtsradikal eingestuft werden. Täte er das nicht, würde er seine Anhänger in den Niederlanden sofort verlieren. Setzt er seinen Vormarsch fort und verdrängt die arrivierten Parteien, dann kann er, falls er nicht ermordet wird, die Fahne Fortuyns nach den nächsten Wahlen in die Räume des Ministerpräsidenten tragen.

Die niederländische Politik, die lange Zeit eine ziemlich fade Angelegenheit war, hat sich zu einer faszinierenden Szenerie entwickelt. Als Fortuyn noch lebte, habe ich ihm zu verstehen gegeben, dass ich ihn zwar nicht wählen würde, aber froh darüber sei, dass es ihn gebe. So geht es mir auch mit Wilders. Ob ich ihn je wählen werde, hängt von ihm selbst ab: Kann er sich auch zu einem vernünftigen Politiker mit Weitblick und gut durchdachten Konzepten für die Zukunft der Niederlande und Europas entwickeln? Wir wissen, wozu er nein sagt – jetzt wird es Zeit, dass wir erfahren, was er bejaht.

Aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers
C: Weltwoche Nr. 24.09

Ist es falsch, die Probleme beim Namen zu nennen?
Ist das bereits Fremdenhass, wenn man Probleme bei einer bestimmten Bevölkerungsggruppe ausmacht?
Ist das Anti-Islamismus, wenn man feststellt, dass die Hilfsangebote der „Ungläubigen“ von den „Rechtgläubigen“ mit Verachtung gestraft werden und dadurch eine Integration schwierig bis unmöglich wird?

Nein.

Polygamie in Europa

Westliche Gerichte tolerieren bei muslimischen Bürgern zunehmend polygame Lebensformen. Scharia-Rechtsnormen gewinnen an Einfluss.
Mit dem Anwachsen des muslimischen Teils der Bevölkerung in westlichen Ländern wächst die juristische Akzeptanz der Polygamie. Nach Schätzungen gibt es in Frankreich 30.000 muslimische Männer, die mehr als eine Ehefrau haben. Eigentlich ist Polygamie in allen westlichen Ländern strafbar. Sie wird aber juristisch zunehmend akzeptiert, wenn sie im Herkunftsland des betroffenen Mannes und seiner Frauen legal ist.

In Großbritannien wird Polygamie zum Beispiel mit sieben Jahre Haft geahndet. Inzwischen erkennt die britische Rechtsprechung aber Harems an, wenn die Ehen eines Mannes mit mehreren Frauen in deren Herkunftsland gesetzlich zulässig ist. Die Sozialgesetzgebung in Großbritannien und in Australien gesteht auch den «zusätzlichen Ehefrauen» und deren Kindern Sozialhilfe zu.

Der niederländische Justizminister Ernst Hirsch Ballin von der christlich-demokratischen Partei kündigte an, dass mit polygamen muslimischen Ehen nicht nach dem niederländischen Rechtssystem verfahren werde, sondern «im Dialog».

Damit gewinnen Rechtsnormen, die sich am islamischen Scharia-Recht orientieren, in europäischen Ländern zunehmend an Einfluss.

via factum
Und so geht es schleichend voran – Schritt für Schritt:
Die islamische Scharia schreitet voran, die christlich geprägte Gesetzgebung geht zurück. Und alles unter dem Vorzeichen, dass man islamisch geprägten Menschen gewisse Dinge nicht zumuten kann und sie daher lieber die Dinge selber regeln sollen.
Diese Gutmenschen in Europa sehen nicht, was sie damit anrichten, was sie damit aufgeben, wie sehr sie sich selbst verraten: Da wird z.B. ein Kind mit der Begründung abgetrieben, dass es kein Junge (also nach Geschlecht!) sei und man dies einer türkischen Mutter nicht zumuten könne, da die bisher nur Töchter habe.
Da kann ich mich nur noch schütteln! Was ist der nächste Schritt???