• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
    Max Frisch

    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
    Carlo Schmid (1949)

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Manche sind gleicher

[…] Ein Türke, der schon 30 Jahre in Österreich lebt, sticht seine Frau, weil sie sich scheiden lassen will, mehr als ein Dutzend mal in Kopf, Hals und Brust und weil sie sich untersteht noch immer nicht tot zu sein, drischt er sie auch noch mit einem Eisenrohr, trotz allem überlebt die Scheidungswillige.
[…] Der Mann wird auf Grund seiner kulturellen Herkunft von der Staatsanwaltschaft nur auf versuchten Totschlag verklagt und das Gericht sieht das ebenso.
Was heisst das? Dass wenn jemand aus einer anderen Kultur kommt, bei uns ein Menschenleben eine andere Wertigkeit bekommt? Heisst das, wenn der Franz seiner Frau achtmal in den Bauch sticht und sie überlebt, dann ist das versuchter Mord, weil der Franz katholisch/österreichisch erzogen wurde und wenn der Herr Ibrahim das selbe versucht, ist es nur versuchter Totschlag, weil der Herr Ibrahim islamisch/türkisch erzogen wurde?[…]

Den Pressebericht dazu findet man hier. Könnte auch in Deutschland passieren.

2 Dinge sind schlimm: Dass der Mann seine Frau so brutal attackiert, nur weil seine Frau die Scheidung will (man kann sich fragen, warum wohl? So was macht eine islamische Frau nicht aus Jux und Dollerei, weil sie weiß, was kommt) und zweitens, dass die Justiz nicht in der Lage ist, alle Menschen gleich zu behandeln, sondern (aus falsch Kulturdeutung? aus Angst? aus falsch gemeinter Gutmütigkeit?) den Mann nicht zu dem verurteilt, was er verdient hat.

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Islam-Lehrer in Österreich nach kritischem Kommentar entlassen

Ein österreichischer Islam-Lehrer hat seine Unterrichtserlaubnis verloren, weil er sich in einem Kommentar gegen die „Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich“ (IGGiÖ) gestellt hat. Diese ist für die Zulassung der Islam-Lehrer verantwortlich. Erst kürzlich hatte eine Studie für Aufruhr gesorgt, die einem Großteil der Lehrkräfte negative Einstellungen zur Demokratie bescheinigte.

„Mehr und mehr isolieren wir uns von den Menschen hier, und der Islamunterricht hat dies forciert“,

schrieb Aly El Ghoubashy in einem Gastkommentar in der österreichischen Zeitung „Der Standard“. Seine Äußerungen hatten schwerwiegende Folgen. Anfang Februar entzog die IGGiÖ dem Feldkircher Lehrer seine Unterrichtserlaubnis, weil er die Organisation als „unfähig“ dargestelllt habe, erklärte der IGGiÖ-Vorsitzende Anas Schakfeh.

… Tatsächlich hatte El Ghoubashy die IGGiÖ scharf kritisiert. Sie sei „unfähig“, Muslime in Österreich zu integrieren, heißt es in seinem Kommentar.

„Was ist in der Zeit passiert, seitdem der Islamunterricht an den öffentlichen Schulen eingeführt wurde? Nichts. Die Kluft zwischen uns Muslimen und der Gesellschaft, in der wir leben, ist immer noch sehr tief, obwohl bereits die dritte Generation ihren Einzug gehalten hat“,

erklärt er. Der Islamunterricht habe daran nichts geändert. Statt dessen lebten Muslime immer noch wie Gäste in Österreich.

„Wir haben immer noch Vereine, die Verbindungen zu den Heimatländern haben, die uns dabei helfen, uns selbst zu isolieren. Wir importieren immer noch Vorbeter, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, da sie ja wieder in die Heimat zurückgehen. Manche von ihnen sind Religionslehrer geworden und haben sich trotzdem nicht um eine Ausbildung oder die Sprache gekümmert. Und die Glaubensgemeinschaft, beziehungsweise das Schulamt der Glaubensgemeinschaft, hat auf diesem Gebiet gar nichts unternommen.“

Dieses „Ghettodasein“ sei durch den Islamunterricht forciert worden.

Eine Studie vom Januar dieses Jahres hatte ergeben, dass ein Fünftel der österreichischen Islam-Lehrer grundlegende demokratische Werte ablehnen. Über 70 Prozent haben keine pädagogische oder theologische Ausbildung. Zudem war Anfang Februar der Fall eines Islam-Lehrers bekannt geworden, der an einer Schule Flugblätter verteilte, auf denen angeblich jüdische Firmen aufgelistet waren. Der Lehrer soll seinen Schülern geraten haben, nicht bei diesen Anbietern einzukaufen.

IGGiÖ-Leiter Schakfeh hatte damals erklärt, er sehe keine Versäumnisse der IGGiÖ. Man habe den Betroffenen nach dem Bekanntwerden der Vorfälle ermahnt und ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Zudem stelle sein Verhalten einen „Einzelfall“ dar.

… Auch El Ghoubashy selbst äußerte sich gegenüber dem „Standard“:

„Die haben ein Problem mit mir, weil ich etwa nicht aus ihren Büchern unterrichte. Aber wir sind hier nicht in der Türkei oder Ägypten. Wir sind in Österreich. Als Lehrer muss man da den Mund aufmachen. Immerhin geht es um unsere Schüler.“

via Medienmagazin „pro“: Islam-Lehrer entlassen

Sehen wir hier wieder einmal seitens der Moslems die berühmten doppelten Standards? Wenn ein Lehrer gegen Juden hetzt, ist das ein „Einzelfall“, aber wenn jemand die eigenen Leute kritisiert, fliegt er raus.Aus Sicht des Islams ist das nur logisch.
Richtiger wird es dadurch nicht.
Ergänzung aus idea.de:
Eine Studie über Islamlehrer in Österreich alarmiert Fachleute. Wie der Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide im Januar ermittelte, verstehen sich
  • 28 Prozent der muslimischen Pädagogen nicht als Europäer, weil sie einen Gegensatz zwischen islamischer und europäischer Identität sehen.
  • 27 Prozent halten die UN-Menschenrechtserklärung für unvereinbar mit dem Islam, und
  • knapp 22 Prozent sind gegen die Demokratie.
  • 18 Prozent haben Verständnis dafür, dass ein Muslim, der sich vom Islam abwendet, mit dem Tod bestraft wird.

Befragt wurden mehr als 200 der knapp 400 Muslime, die an staatlichen Schulen islamischen Religionsunterricht erteilen. Diese Lehrer werden von der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGIÖ) ausgebildet, die auch für die Unterrichtsaufsicht zuständig ist.

Europa verdient gut am Iran

VON BENJAMIN WEINTHAL, Korrespondent der israelischen Tagszeitung Jerusalem Post in Deutschland

Während sich die Vereinigten Staaten verstärkt darum bemühen, den Iran vom Bau der Atombombe abzuhalten, profitiert die Islamische Republik von der Kooperation mit europäischen Firmen. Dabei unterstützt dieser Handel ein Regime, das entschlossen ist, sein nukleares Waffenprogramm weiterzuentwickeln, und das Terrororganisationen wie die Hamas und die Hizbollah finanziell unterstützt.

Der österreichische Ölriese OMV etwa brennt darauf, sein im April 2007 abgeschlossenes 22-Milliarden-Euro-Geschäft zu realisieren, in dessen Rahmen das South-Pars-Gasfeld im Persischen Golf entwickelt und Flüssiggas produziert werden soll. Schließlich warte man nur noch auf einen „Kurswechsel in der amerikanischen Politik“, so der Geschäftsführer der OMV, Wolfgang Ruttenstorfer, während der jährlichen Aktionärsversammlung im Mai letzten Jahres. Die Raiffeisen-Zentralbank, Österreichs drittgrößte Bank, ist ebenfalls im Iran aktiv und hat dort einem Bericht von Glenn Simpson im Wall Street Journal zufolge die Transaktionen europäischer Schlüsselbanken übernommen, nachdem diese ihre Tätigkeit im Iran eingestellt haben. Ende Januar sagte Paolo Scaroni, Vorstandschef der italienischen Energiegesellschaft Eni SpA, gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press, sein Unternehmen werde die vertraglichen Verpflichtungen gegenüber dem Iran erfüllen. Ein Druck von außen, die Beziehungen zur Islamischen Republik abzubrechen, sei nicht zu spüren.

Als Wirtschaftsmotor Europas ist Deutschland gerade wegen seines umfangreichen Handels mit dem Iran in der einzigartigen Position, Teheran unter Druck setzen zu können. Dennoch hat die unübersehbare Gefahr einer nuklearen Bewaffnung des Iran Deutschland bisher nicht davon abgehalten, dem Regime mit einem Handelsvolumen von annähernd vier Milliarden Euro im Jahr 2008 unter die Arme zu greifen und damit der wichtigste Wirtschaftspartner des Iran zu bleiben. Im Gegenteil: Von Januar bis November 2008 stiegen die Exporte ins Land der Mullahs um 10,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum aus dem Jahr 2007. Teil dieser blühenden Handelsbeziehungen waren unter anderem 39 Verträge über die Bereitstellung von „Dual-Use-Gütern“. Diese Güter können laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) sowohl für zivile als auch militärische Zwecke genutzt werden.

Ein weiteres Beispiel für die desolate Iran-Politik Deutschlands ist der Energie- und Technikriese Siemens. Während der jährlichen Aktionärsversammlung in München, die ich besucht habe, räumte der Vorstand ein, dass im Jahr 2008 Geschäfte im Wert von 438 Millionen Euro mit dem Iran abgeschlossen wurden. Außerdem werden die 290 Siemens-Mitarbeiter im Iran auch weiterhin in den Bereichen Gas, Öl, Infrastruktur und Kommunikation aktiv sein.

Besorgte Aktionäre und Vertreter der Nichtregierungsorganisation Stop the Bomb – einer breiten Koalition in Deutschland und Österreich, deren Ziel die Verhinderung der iranischen Atombombe ist – konfrontierten den Vorstandschef Peter Löscher mit detaillierten Fragen zu den Handelsbeziehungen des Unternehmens mit dem Iran. Ein Sprecher von Stop the Bomb monierte die Bereitschaft zum Handel mit einem Land, das für die Verletzung von Menschenrechten bekannt ist, angefangen von der brutalen Unterdrückung der Frauen bis hin zum Mord an Homosexuellen und zur Verfolgung Oppositioneller, von Gewerkschaftern sowie religiöser und ethnischer Minderheiten. Der Sprecher bezog sich dabei auch auf die Geschichte des Unternehmens während der Nazizeit, als Häftlinge aus dem Vernichtungslager Auschwitz zur Arbeit bei Siemens gezwungen wurden. Er fragte, wie das Unternehmen auf dem Hintergrund seiner Nazivergangenheit ein „antisemitisches und terroristisches Regime“, das mit der Vernichtung Israels drohe, unterstützen könne.

Löscher antwortete den 9.500 Aktionären in der Münchner Olympiahalle: „Für Siemens haben Compliance und Ethik höchste Priorität, auch was Menschenrechtsfragen betrifft.“ Dennoch gab er nach einigen weiteren Fragen des Stop the Bomb-Sprechers zu, dass Siemens als Teilhaber eines Joint-Ventures mit Nokia im letzten Frühjahr modernste Kommunikations- und Überwachungstechnologie in den Iran geliefert hat. Experten für Informationstechnologie gehen davon aus, dass die gelieferte Leitstellentechnik zum Abhören mobiler Telefon- und Festnetzverbindungen genutzt wird und dass diese Systeme dem iranischen Geheimdienst die Verfolgung von finanziellen Transaktionen sowie von Flugzeugbewegungen ermöglichen. Darüber hinaus können diese Technologien zur Überwachung von verfolgten Minderheiten oder Regimekritikern benutzt werden.

Als größter deutscher Handelspartner des Iran ist Siemens der Motor, was die weit reichenden wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und dem Regime in Teheran betrifft. Deutsche Unternehmen wie Mercedes Benz, das auf seiner Internetseite eine iranische Vertriebszentrale aufführt, oder die Münchener Rück bleiben angesichts der zunehmenden Rufe nach einer wirtschaftlichen Isolation des Iran indifferent. Ein Sprecher der Münchener Rück bestätigte mir, das Unternehmen versichere weiterhin in den Iran gelieferte Handelsgüter. Das war die erste öffentliche Auskunft dieser Art durch diesen Versicherungskonzern.

Und es stehen weitere Geschäfte an. So berichtete beispielsweise die Hannoversche Allgemeine Zeitung Ende Januar, dass die Aerzener Maschinenfabrik mit einer Stahlfabrik im iranischen Isfahan einen mit 21 Millionen Euro dotierten Vertrag zur Bereitstellung von Prozessgasgebläsen und Schraubenkompressoren abgeschlossen hat. Das alles findet statt, während der Iran mit einer bemerkenswerten Geschwindigkeit hochangereichertes Uran für seine Atombombe gewinnt. Der Start eines im Inland produzierten Satelliten veranlasste einen alarmierten Eric Chevallier, Sprecher des französischen Außenministeriums, den Zusammenhang von Irans militärisch-nuklearem Potenzial und der Satellitentechnik zu unterstreichen.

Handels- und Sicherheitsexperten haben deutlich gemacht, dass der Iran deutsche Spitzentechnologie nicht einfach durch Konkurrenzprodukte, beispielsweise aus China oder Russland, ersetzen kann. Appelle der Bundeskanzlerin Angela Merkel an die Wirtschaft blieben gleichwohl wirkungslos. Sie verfolgt eine Politik des moralischen Drucks, um die Unternehmen davon zu überzeugen, beim Abschluss neuer Geschäfte mit Teheran „sensibel“ zu sein. Das hielt ihre eigene Administration allerdings nicht davon ab, im vergangenen Jahr 2.800 Geschäfte mit dem Iran zu bewilligen.

Transparenz ist in diesem Bereich eine dringende Notwendigkeit. Das Bafa lehnt eine Offenlegung über die Art der genehmigten Verträge jedoch ab. Das Bundeswirtschaftsministerium, zu dessen Aufsichtsbereich das Bafa gehört und das ein Befürworter von Geschäften mit dem Iran ist, sollte die Namen der Unternehmen nennen, die Handel mit einem Staat betreiben, der als Sponsor für Terrororganisationen wie Hamas und Hizbollah auftritt. Die deutschen Unternehmen verbergen sich nämlich hinter einer Mauer der Geheimhaltung, um im US-Handel nicht auf eine schwarze Liste gesetzt zu werden.

Die Bundesregierung subventioniert Investitionen im Iran großzügig, indem sie deutsche Unternehmen mit Kreditgarantien von 250 Millionen Euro unterstützt. Einen Tag vor dem Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar schrieb das Handelsblatt, Berlin habe vor, die Vergabe von Hermes-Exportbürgschaften einzustellen. Nachdem darüber in allen großen Medien berichtet wurde, dementierte ein Sprecher von Frau Merkel diskret die Rücknahme der Kreditzusagen. Insgesamt wurde durch diesen Vorgang der Eindruck erweckt, dass Berlin die Geschichte in der zynischen Absicht durchsickern ließ, sein internationales Image aufzupolieren und die angespannten Beziehungen zu Israel – dem Land, dessen Sicherheit Merkel als für Deutschland „nicht verhandelbar“ erachtet – wiederherzustellen.

Darüber hinaus gibt es weitere Signale dafür, dass die politischen Eliten in Deutschland den Iran als einen gewöhnlichen Handelspartner betrachten. Der frühere Kanzler Gerhard Schröder reiste Ende Februar in den Iran, nur zehn Tage, nachdem das Land den dreißigsten Jahrestag der Islamischen Revolution feierte und den Revolutionsführer Ayatollah Khomeini ehrte. Schröder, der dort an der Gründung einer Stiftung zur Förderung wissenschaftlicher Forschung teilnahm und Sanktionen gegen das iranische Regime ablehnt, ergriff wie erwartet nicht die Möglichkeit, die blühenden deutschen Handelsbeziehungen mit der Islamischen Republik zu kritisieren.

Kurz gesagt: Während Berlin verkündet, dass es den Iran vom Bau der Atombombe abhalten will, hat es tatsächlich bislang nur wenig dafür getan, die Entwicklung dieser Bombe zu verhindern. Eine deutsche Gesetzgebung, die den Handel mit dem Iran ausdrücklich untersagt und die sämtliche Export-Kreditgarantien sofort einstellt, würde einen entscheidenden Rückschlag für das iranische Regime zur Folge haben, wenn nicht sogar zur Beendigung des Atomprogramms führen. Dies hätte eine außerordentlich wichtige Vorbildfunktion für die Übernahme einer solchen Gesetzgebung durch andere EU-Staaten.

Antisemitismus in Europa 2009

Einstellungen gegenüber Juden in sieben europäischen Ländern(.pdf), eine Meinungsumfrage unter 3.500 Erwachsenen – jeweils 500 in jedem der sieben europäischen Länder Österreich, Frankreich, Ungarn, Polen, Deutschland, Spanien und Großbritannien – durchgeführt zwischen dem 1. Dezember 2008 und dem 13. Januar 2009, ergab, dass 31% der Befragten in Europa die Juden in der Finanzwelt für die augenblickliche Finanzkrise verantwortlich machen.

Zusammenfassung der Ergebnisse

Haltung gegenüber Juden

  • Insgesamt ist fast die Hälfte der Befragten in den sieben Ländern der Meinung, dass Juden loyaler zu Israel stehen als zu ihrem eigenen Land. Eine Mehrheit der Befragten in Deutschland, Polen und Spanien ist der Ansicht, dass diese Aussage „wahrscheinlich wahr“ ist, in Spanien sind es 64%.
  • Ein hoher Anteil der Befragten in Europa glauben immer noch an die traditionell anti-jüdische Lüge, dass „Juden zu viel Macht in der Geschäftswelt haben.“ Insgesamt glauben fast 40% aller Befragten, dass diese Stereotypen wahr sind, in Ungarn sind es 67%.
  • Auch halten die europäischen Befragten nach wie vor an der Vorstellung fest, dass „Juden zu viel Macht an den internationalen Finanzmärkten haben.“ Insgesamt 41% der Befragten klammern sich an die traditionellen Klischees, in Spanien sind es 74%.
  • Große Teile der europäischen Öffentlichkeit sind weiterhin der Meinung, dass Juden noch zu viel über das sprechen, was ihnen im Holocaust geschehen ist. Insgesamt 44% der Befragten halten es für „wahrscheinlich wahr“, dass Juden noch zu viel über den Holocaust sprechen. Eine Mehrheit der Befragten in Österreich, Ungarn und Polen glauben, dass das wahr ist.
  • Insgesamt 23% der Befragten geben weiterhin den Juden die Schuld für den Tod von Jesus.
  • Insgesamt 23% der Befragten sagen, dass ihre Meinung über Juden durch die Maßnahmen des Staates Israel beeinflusst ist. Von denen, deren Meinungen so beeinflusst sind, sagen 58%, dass ihre Meinung über Juden als Ergebnis der Maßnahmen Israels noch schlimmer geworden ist.
  • In den sieben europäischen Ländern glauben 38% der Befragten, dass Gewalt gegen Juden ein Ergebnis der anti-jüdischen Gefühle ist, während 24% glauben, dass es ein Ergebnis der Anti-Israel Stimmung ist. Ungarische und polnische Befragte neigen am ehesten zu der Annahme, dass die anti-jüdische Stimmung der Grund für Gewalt gegen Juden in ihren Ländern ist. Spanien ist das einzige Land, in dem mehr Befragte (38%) die Anti-Israel Stimmung im Gegensatz zu anti-jüdischen Gefühlen (26%) als die wichtigste Ursache für die Gewalt gegen Juden genannt haben.
  • Insgesamt 57% der Befragten glauben, dass ihre Regierung genug tut, die Sicherheit und den Schutz der jüdischen Bürger zu gewährleisten. Österreichische und deutsche Befragten sind am häufigsten der Meinung, dass ihre Regierung ausreichenden Schutz für die jüdischen Bürger bietet – mehr als ein Viertel der Befragten in Ungarn und Polen glauben nicht, dass ihre Regierung ausreichenden Schutz für die jüdischen Bürger bieten.

Globale Finanzkrise

  • Die Umfrage zeigte, dass – trotz der Komplexität des gegenwärtigen globalen wirtschaftlichen Umfeldes – Juden in beunruhigender Höhe die Schuld für die Finanzkrise gegeben wird. Insgesamt 31% der Befragten in ganz Europa machen die Juden in der Finanzbranche entweder „sehr“, „eine gutes Stück“ oder „ein wenig“ für den globalen finanziellen Zusammenbruch verantwortlich.

Antisemitische Einstellungen nach Ländern aufgeteilt

Bei der Antwort „wahrscheinlich wahr“ zu der Aussage, „die Juden stehen loyaler zu Israel als zu ihrem eigenen Land„, ergab die Umfrage 2009:

Österreich 47%, was einem Rückgang von 54% im Jahr 2007 entspricht
Frankreich 38%, gegenüber 39% im Jahr 2007
Deutschland 53%, gegenüber 51% im Jahr 2007
Ungarn 40%, was einem Rückgang von 50% im Jahr 2007 entspricht
Polen 63%, gegenüber 59% im Jahr 2007
Spanien 64%, gegenüber 60% im Jahr 2007
Großbritannien 37%, was einem Rückgang von 50% im Jahr 2007 entspricht

Bei der Antwort „wahrscheinlich wahr“ zu der Aussage, „Juden haben zu viel Macht in der Wirtschaft„, ergab die Umfrage 2009:

Österreich 36%, was einem Rückgang von 37% im Jahr 2007 entspricht
Frankreich 33%, gegenüber 28% im Jahr 2007
Deutschland 21%, unverändert gegenüber 2007
Ungarn 67%, gegenüber 60% im Jahr 2007
Polen 55%, gegenüber 49% im Jahr 2007
Spanien 56%, gegenüber 53% im Jahr 2007
Großbritannien 15%, gegenüber 22% im Jahr 2007

Bei der Antwort „wahrscheinlich wahr“ zu der Aussage „Juden haben zu viel Macht an den internationalen Finanzmärkten„, ergab die Umfrage 2009:

Österreich 37%, von 43% im Jahr 2007
Frankreich 27%, gegenüber 28% im Jahr 2007
Deutschland 22%, gegenüber 25% im Jahr 2007
Ungarn 59%, was einem Rückgang von 61% im Jahr 2007 entspricht
Polen 54%, unverändert gegenüber 2007
Spanien 74%, gegenüber 68% im Jahr 2007
Großbritannien 15%, was einem Rückgang von 21% im Jahr 2007 entspricht.

Bei der Antwort „wahrscheinlich wahr“ zu der Aussage „Juden sprechen immer noch zu viel über das, was im Holocaust geschehen ist„, ergab die Umfrage 2009:

Österreich 55%, gegenüber 54% im Jahr 2007
Frankreich 33%, was einem Rückgang von 40% im Jahr 2007 entspricht
Deutschland 45%, unverändert gegenüber 2007
Ungarn 56%, was einem Rückgang von 58% ab 2007 entspricht
Polen 55%, was einem Rückgang von 58% im Jahr 2007 entspricht
Spanien 42%, was einem Rückgang von 46% im Jahr 2007 entspricht
Großbritannien 20%, was einem Rückgang von 28% im Jahr 2007 entspricht