• Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. -
    Thomas Mann

    "An appeaser is one who feeds a crocodile - hoping it will eat him last." (W.Churchill)

    Es ist einfacher, kritisch zu sein als korrekt.
    Benjamin Disraeli

    Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
    Friedrich Hebbel

    Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!
    Max Frisch

    „Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft …
    Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
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Die Hamas-Charta lebt!

Manche glauben ja, dass die Hamas-Charta nur aus Papier ist, in der Praxis aber nicht so schwer wiegt, da es Pragmatiker in der Hamas gäbe, mit denen man reden könne (Prof. Udo Steinbach).

Wenn man Leuten aus einer bestimmten Kultur nicht glaubt und ihre Aussagen und Taten nicht für voll nimmt, dann nennt man das … Rassismus.

Es soll keiner sagen, er hätte es nicht wissen können. Hören wir, was die Hamas selber sagt:

Zitate führender Hamas-Vertreter zum Parteiprogramm der Hamas

Über die Weigerung der Hamas, die Waffen niederzulegen:

„Wir werden uns mit unserer Waffe in der Hand am Gesetzgebenden Rat beteiligen“, Hamas-Kandidat Mahmoud Zahar (Associated Press, 18.1.06)

„Wir beteiligen uns nicht an den Wahlen wegen des Geldes oder angesehenen Positionen, sondern um das Gewehr in der einen Hand und das Wahlversprechen für Reformen und Veränderung in der anderen Hand zu tragen“, – Hamas-Kandidat Ahmed Bahr (The Jerusalem Post, 17.1.06)

„Man hat versucht, Druck auf die Hamas auszuüben, damit sie ihren Widerstand und ihre Waffen aufgibt. Aber alle Versuche sind fehlgeschlagen, Druck und Anschwärzung hatten keinen Erfolg. Wir sagen, dass Hamas seine gleich bleibenden Prinzipien nicht ändern wird“, – Hamas-Kandidat auf dem ersten Listenplatz Ismail Haniyah (Reuters,
20.1.06)

„Die Werte und die Strategie der Hamas ändern sich nicht aufgrund der Umstände. Hamas wird dem Jihad, dem Widerstand, den Gewehren, Palästina und Jerusalem verpflichtet bleiben. Hamas wird in den Palästinensischen Gesetzgebenden Rat auf der Grundlage des Widerstandes einziehen“, – Hamas-Kandidat auf dem ersten Listenplatz Ismail Haniyah (Reuters, 25.1.06)

„Die Europäer und die Amerikaner sagen, dass sich Hamas entweder für die Waffen oder für das Parlament entscheiden muss. Wir sagen, dass wir beides wollen, Waffen und Parlament, und es gibt keinen Widerspruch zwischen beidem“, – Hamas-Kandidat auf dem ersten Listenplatz Ismail Haniyah (Reuters, 25.1.06)

Zum Widerstand gegen den Friedensprozess und die Ablehnung der bisherigen Friedensabkommen:

„Hamas wird keinen Zentimeter des Besitzrechtes Israels an diesem heiligen Land anerkennen. Wir betrachten Israel nicht als Partner, weder jetzt noch in Zukunft“, Hamas-Kandidat Mahmoud Zahar (Associated Press, 18.1.06)

„Ein Dialog mit Israel steht nicht auf der Hamas-Agenda. Hamas anerkennt nicht das zionistische Gebilde und betrachtet Widerstand als den einzigen Weg, gegen den Besatzer zu kämpfen“, Hamas-Kandidat auf dem ersten Listenplatz Ismail Haniyah (Al-Jazeera, 18.1.06)

„Das palästinensische Volk steht genauso wie wir zu dem gefährlichen Thema der Roadmap (internationaler Friedensplan), die damit beginnt, die das palästinensische Volk auseinander zu reißen. Unser Einzug in den PLC (palästinensischen Gesetzgebenden Rat) wird diesem Plan ein Ende bereiten und einen neuen Plan errichten, ein Befreiungsplan oder einen, der die Roadmap ersetzt“, – Hamas-Kandidat Mahmoud Zahar (BBC, 15.1.06)

„Hamas nimmt an den Wahlen nicht auf der Grundlage der Oslo-Abkommen teil, sondern auf der Grundlage ihres politischen Programms, das diese Abkommen ablehnt“, – Hamas-Sprecher im Gazastreifen Sami Abu Zuhri (The Jerusalem Post, 17.1.06)

Nach der Stimmabgabe im Gazastreifen am Mittwochmorgen sagte Hamas-Führer Mahmoud al-Zahar, die Organisation werde „nicht ein einziges Wort seiner Prinzipien ändern“ und rief zur Zerstörung Israels auf. (Reuters, 25.1.06)

Über die Verpflichtung der Hamas zur Gewalt:

„Hamas will an der Gesetzgebung teilhaben, um den Widerstand gegen die Besatzung zu schützen. Das ist unsere strategische Wahl. Unsere politische Aufgabe ist die Stärkung des Widerstands“, – Hamas-Kandidat Mouna Mansour (The New York Times, 23.1.06)

„Wir haben unser Gelöbnis zur Wahrung Jerusalems nicht mit Tinte geschrieben, sondern mit dem Blut unserer Märtyrer“, – Hamas-Sprecher Adnan Asfour (Hamas Website, 23.1.06)

„Wir sind hier, weil wir Partner des Widerstands und des Blutes sind, und wir müssen Partner im Entscheidungsprozess sein, und weil Hamas alle unterstützen wird, die an Palästina und an das palästinensische Volk glauben“, – Hamas-Kandidat Yusif al-Sharafi (Palestinian Information Center, 14.1.06)

„Alle Optionen sind offen“, wie immer die Ergebnisse ausfallen, „Hamas bleibt dem (gewaltsamen) Widerstand verpflichtet“, – Hamas-Sprecher im Gazastreifen Sami Abu Zuhri (The Associated Press, 23.1.06)

„Hamas wird sich nicht in eine politische Partei verwandeln. Die Hamas spielt auf allen Feldern. Sie spielt auf dem Feld des (gewaltsamen) Widerstands“, Hamas-Kandidat Mahmoud Zahar (Reuters, 25.1.06)

via Die Achse des Guten.

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Boykott der Gedenkfeier im Bundestag

Die Vertreter des Zentralrats der Juden (ZdJ) sind der Gedenkfeier im Bundestag zum Holocaust-Gedenktag ferngeblieben. Im Fernsehen habe ich ein Interview mit Stephan Kramer, dem Generalsekreatär des ZdJ gesehen und fand es eigentlich nur schade, dass die Begründung so schal war. Sie seien nicht persönlich begrüßt und zu wenig gewürdigt worden.

Aber zum Glück gibt es Broder. Er rückt das Ganze in einem offenen Brief an Stephan Kramer in SpOn wieder gerade:

Es gäbe noch einen anderen guten Grund, die Teilnahme an den Exerzitien des Gedenkens zu verweigern. Du selbst erwähnst den wachsenden Antisemitismus, der sich in einer steigenden Anzahl von Hass-Mails an den Zentralrat artikuliert. Wenn das alles wäre, müsste man sich keine Sorgen machen.

Schlimmer ist, dass man in Deutschland den letzten Holocaust nachträglich verhindern möchte („Wehret den Anfängen!“ „Nie wieder ’33!“), ohne sich dabei die gute Laune von einem möglichen nächsten Holocaust verderben zu lassen, der sich am Horizont abzeichnet. Egal, wie klar, eindeutig und unmissverständlich der iranische Präsident das baldige Ende Israels verkündet, man will seine Drohungen in Deutschland nicht ernst nehmen und tut sie als politische Rhetorik für den Hausgebrauch ab.

Orientexperten wie Professor Udo Steinbach behaupten, Israel würde den Iran bedrohen und nicht umgekehrt, während die Papp-Kameraden von der Antifa sich über „Übersetzungsfehler“ zu Lasten des iranischen Präsidenten aufregen, der Israel nicht „von der Landkarte“ ausradieren, sondern nur „aus den Annalen der Geschichte“ tilgen möchte, was nur Böswillige als eine Drohung missverstehen könnten.

Zwischendurch wird ein wenig um die toten Juden getrauert, und dann geht’s weiter – in den Medien und auf der Straße – gegen die „zionistischen Faschisten“, die völlig „unverhältnismäßig“ gegen den Beschuss mit „selbst gebastelten“ Raketen reagieren, statt sich höflich aus der Geschichte zu verabschieden.

Das, lieber Stephan, wären lauter Gründe, die Teilnahme an den Gedenkfeiern zu verweigern. Sie sind wohlfeile Übungen des schlechten Gewissens, retroaktive Ablassrituale, die nichts mit der Gegenwart und der Wirklichkeit zu tun haben.

Richtig! Denn so wichtig es ist, sich an den vergangenen Antisemitismus zu erinnern: Noch wichtiger ist es, den heutigen Antisemitismus klar zu benennen und Position zu beziehen.

Obama will wieder mit dem Iran und „AchmachmirdenDschihad“ reden? Soll er. Aber mit einer klaren Botschaft: Israel hat das gleiche Recht zu existieren und zu leben wie jeder andere Staat dieser Erde.

Deutsche (und andere) Antisemiten

Ups, darf man das? Andere als Antisemiten bezeichnen? Immerhin verstehen das einige als „Totschlagargument“ und Rufschädigung, wenn man sie als Antisemiten bezeichnet.

Die sogenannte „Antisemitismuskeule“, d.h. der ungerechtfertigte Vorwurf an israelkritischen Personen, antisemitisch zu sein, wurde in den letzten Jahren immer öfter in Kreisen der Politik, Medien und Wissenschaft verwendet.
Dies ist meines Erachtens eine ziemlich unfaire Vorgehensweise, da dies den Ruf der Person, die so bezeichnet wird, schädigt und sie in eine defensive Position befördert.
Deswegen ist es schwierig sich gegen diesen Vorwurf zu wehren.
Damit einhergehend ist eine gewisse soziale Ächtung. Das gilt insbesondere für Politiker, von denen Parteigenossen sich oft distanzieren. Insofern kann es vorkommen, dass Politiker durch Israelkritik ihre Aufstiegschancen in der Partei gefährden.                  aus http://morgendaemmerung.blogspot.com

Dies ist eine Verdrehung der Tatsachen, wie sie heutzutage gerne praktiziert wird: Nicht der Antisemitismus (Anti-Israelismus, Anti-Zionismus) ist das Problem, sondern der Vorwurf. Er wird zum Karrierehindernis und zur Rufschädigung. Henryk Broder hat dazu einen sehr guten Artikel in der F.A.Z. geschrieben.

Ich möchte hier ein paar Beispiele deutschen Antisemitismus dokumentieren – nicht, um in erster Linie die Leute zu diskreditieren – das tun sie selbst -,  sondern um zeigen, dass Antisemitismus kein Phänomen der Nazizeit und kein Vorrecht der Rechten ist. Denn der moderne Antisemitismus kennt keine politische Farbe mehr.

Norman Paech

15.01.2009

  • Gelegentlich hielt dort zudem einer von ihnen eine Rede, wie etwa Norman Paech, der außenpolitische Sprecher der Linkspartei. Anfang Januar bezeichnete er auf einer Demonstration in Hamburg die Operation »Cast Lead« als einen »von langer Hand vorbereiteten Angriff«. Die ­israelische Politik sei »kriminell« und habe nun zu einem »Massaker unter der palästinen­sischen Bevölkerung im Gaza-Streifen« geführt. Dieser »barbarische Akt« sei »durch kein Recht auf Selbstverteidigung oder Notwehr legitimiert«. Überhaupt gebe es für Israel »kein Recht auf Verteidigung, sondern nur die Verpflichtung, die Besatzung vollständig aufzuheben«, während die Palästinenser, »wie jedes Volk ­unter rechtswidriger Besatzung«, ein »Recht auf Widerstand« hätten. Die Hamas habe eine Waffenruhe angeboten, doch Israel sei dazu nicht bereit gewesen, weshalb man den Beschuss mit Qassam-Raketen verstehen müsse: »Wer eine Politik der Strangulierung und Entwürdigung verfolgt, darf sich nicht wundern, wenn aus der Verzweiflung und Ohnmacht der Opfer Terrorakte entstehen, die die israelische Bevölkerung in der Nachbarschaft des Gaza-Streifens treffen.«
  • „Ein letztes Schlaglicht auf die merkwürdige Schieflage der „Israel-Kritik“ 2009: Norman Paech, Politiker der „Linkspartei“, Mitglied von „Attac“ und des „Auschwitz-Komitees“, sprach am 2. Januar auf einer Demonstration in Hamburg von einem „Massaker unter der Bevölkerung des Gazastreifens“ und einem „furchtbaren Gemetzel“. Der Zeitpunkt sei genau kalkuliert: „Es ist nicht das erste Mal, dass ein Krieg die Wahlchancen der härtesten Kriegstreiber verbessern soll – und in Israel stehen Neuwahlen unmittelbar bevor.“
  • Drei Tage vorher erschien ein anderer Text. Der Zeitpunkt des „Massakers an den Palästinensern“ sei nicht zufällig gewählt, heißt es darin. Israelische Politiker, die bei den Umfragen weit zurück gelegen hätten, erreichten durch „das blutige Gemetzel unter der palästinensischen Bevölkerung einen enormen Popularitätszuwachs“. Der zweite Text ist eine Mitteilung der NPD.“ Weiterlesen

Die Charta der Hamas – manche sehen sie, glauben ihr aber nicht

Es ist erstaunlich, wie offen die Hamas ihre Ziele formuliert. Und dies auch noch frei zugänglich macht (hier komplett als PDF auf englisch).

So eine Offenheit findet man selten.

Dass dann der Nahostexperte Prof. Udo Steinbach (immerhin ehemaliger Leiter des Hamburger Orient-Institutes) behauptet (Youtube-Video ab Minute 02:07), die Charta solle nicht so ernst genommen werden, man solle sich lieber auf die Pragmatiker in dem „Männerchor“ (Beschreibung für die angebliche Diversität der Hamas) der Hamas konzentrieren und endlich die Wahlen aus 2006 anerkennen, ist ein Hohn.

Henryk Broder schreibt über Steinbach u.a.:

„Steinbach war es auch, der eine extrem waghalsige Analogie zwischen den Kämpfern im Warschauer Ghetto und palästinensischen Terroristen gezogen hat, mit der er – was sonst? – missverstanden wurde. Und er hat den nach Atomwaffen strebenden Mullahs bestätigt, dass Europa sich vor ihnen nicht fürchten muss, allenfalls „Israel und die säkulare Türkei“.“

Wozu gebe ich mir als Organisation eine Satzung/Verfassung/Charta? Da steht drin, was ich will und unter welchen Bedingungen mit welchen Regeln.

Und das steht hier (Fettdruck von mir):

Auszüge aus der Charta der Hamas (http://usahm.info/Dokumente/Hamasdeu.htm)

Die Charta Gottes: Plattform der Islamischen Widerstandsbewegung (Hamas)

Artikel 1: Die Islamische Widerstandsbewegung entnimmt ihre Richtlinien dem Islam: Auf ihn gründet sie ihr Denken, ihre Interpretationen und Vorstellungen über die Existenz, das Leben und die Menschheit. Aus ihm leitet sie ihr Verhalten ab, von ihm lässt sie sich bei allem was sie tut inspirieren.

Artikel 2: Die Islamische Widerstandsbewegung ist ein Flügel der Muslimbrüder in Palästina. Die Muslimbruderschaft ist eine weltweite Organisation und die größte islamische Bewegung der Neuzeit. (…)

Artikel 6: Die Islamische Widerstandsbewegung ist eine eigenständige palästinensische Bewegung, (…), die dafür kämpft, dass das Banner Allahs über jeden Zentimeter von Palästina aufgepflanzt wird. (…)

Artikel 7: Weil Muslime, die die Sache der Hamas verfolgen und für ihren Sieg kämpfen (…), überall auf der Erde verbreitet sind, ist die Islamistische Widerstandsbewegung eine universelle Bewegung. (…) Hamas ist eines der Glieder in der Kette des Dschihad, die sich der zionistischen Invasion entgegenstellt. Dieser Dschihad verbindet sich mit dem Impuls des Märtyrers Izz a-din al-Quassam und seinen Brüdern in der Muslimbruderschaft, die den Heiligen Krieg von 1936 führten; er ist darüber hinaus (…) mit dem Dschihad der Muslimbrüder während des Kriegs von 1948 verbunden, wie auch mit den Dschihad-Operationen der Muslimbrüder von 1968 und danach. (…) Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn! (…)

Artikel 13: Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung. Denn auf irgendeinen Teil Palästinas zu verzichten bedeutet, auf einen Teil der Religion zu verzichten; der Nationalismus der Islamischen Widerstandsbewegung ist Bestandteil ihres Glaubens. (…) Für die Palästina-Frage gibt es keine andere Lösung als den Dschihad. Die Initiativen, Vorschläge und Internationalen Konferenzen sind reine Zeitverschwendung und eine Praxis der Sinnlosigkeit. Das palästinensische Volk aber ist zu edel, um seine Zukunft, seine Rechte und sein Schicksal einem sinnlosen Spiel zu unterwerfen.

Artikel 15: Wenn unsere Feinde islamische Länder usurpieren, ist der Dschihad eine bindende Pflicht für alle Muslime. Um der Eroberung Palästinas durch die Juden entgegenzutreten, gibt es keine andere Lösung, als das Banner des Dschihad zu erheben. (…) Wir müssen unter allen Umständen grundlegende Veränderungen in den Lehrplänen der Schulen vornehmen, um sie von allen Rudimenten der ideologischen Invasion, die von den Orientalisten und Missionaren verursacht worden sind, zu säubern.

Jene Invasion begann mit dem Sieg Saladins über die Armeen der Kreuzfahrer (1). Die Kreuzfahrer mussten danach einsehen, dass sie, um die Muslime zu bezwingen, keine andere Chance hatten, als den Boden für eine ideologische Invasion zu bereiten – , einer Invasion, die das Denken der Muslime verwirren, ihr Erbe verunglimpfen, ihre Ideale diskreditieren sollte, um die militärische Invasion folgen zu lassen. (…) Der Imperialismus war hilfreich für die Verstärkung der ideologischen Invasion und der Vertiefung ihrer Wurzeln und ist immer noch dabei, dieses Ziel voranzutreiben. All dies bereitete den Weg für den Verlust Palästinas.

Artikel 16: [Nach Darlegung der Notwendigkeit einer verstärkten islamischen Erziehung:] Es ist gleichermaßen notwendig, den Feind und sein materielles und humanes Potential gewissenhaft zu studieren, seine Schwachpunkte und Stärken ausfindig zu machen und die Kräfte zu erkennen, die ihn unterstützen und ihm zur Verfügung stehen. Gleichzeitig müssen wir uns Klarheit über die laufenden Ereignisse verschaffen, die Nachrichten verfolgen, die Analysen und Kommentare darüber studieren, Pläne für die Gegenwart und Zukunft zu schmieden und jedes Phänomen zu untersuchen, damit jeder Muslim, der sich im Dschihad befindet, seiner zeitlichen Bestimmung im Bewusstsein seiner Zielvorstellungen und seines Wegs und im Wissen über die ihn umgebenden Dinge gerecht werden kann.

Artikel 22: Die Feinde häuften (…) einen riesigen und einflussreichen materiellen Wohlstand an, der sie in die Lage versetzte, ihren Traum umzusetzen. Dieser Reichtum erlaubte es ihnen, die Kontrolle über die Weltmedien wie zum Beispiel Nachrichtenagenturen, Zeitungen, Verlagshäuser, TV-Sender und weitere Dinge dieser Art zu übernehmen. Sie nutzten diesen Reichtum ebenfalls aus, um Revolutionen in verschiedenen Teilen der Welt anzustacheln, um ihre Interessen zur realisieren und die Früchte zu ernten. Sie standen hinter der Französischen Revolution und hinter den kommunistischen Revolutionen und den meisten Revolutionen, von denen man hier und da hört. (…) Sie nutzten das Geld ebenfalls dazu, die Macht über die imperialistischen Länder zu gewinnen und sie dazu zu bringen, viele Länder zu kolonisieren, um die Reichtümer dieser Länder auszubeuten sowie ihre Korruption dorthin zu verbreiten.

Hinsichtlich der regionalen und weltweiten Kriege ist es zweifellos soweit gekommen, dass die Feinde hinter dem I. Weltkrieg standen um so das Islamische Kalifat auszulöschen. Sie sammelten materielle Ressourcen und übernahmen die Kontrolle über zahlreiche Quellen des Wohlstands. Sie erreichten die Balfour-Erklärung und etablierten den Völkerbund, um mit den Mitteln dieser Organisation über die Welt zu herrschen.

Sie standen ebenfalls hinter dem II. Weltkrieg, in dem sie immense Vorteile aus dem Handel mit Kriegsausrüstungen zogen und die Etablierung des Staates Israel vorbereiteten. Sie inspirierten die Errichtung der Vereinten Nationen und des Sicherheitsrats, um den Völkerbund zu ersetzen und die Welt mithilfe ihrer Mittelsmänner zu beherrschen. Es gab keinen Krieg, an welchem Ort auch immer, der nicht ihre Fingerabdrücke trägt. (…)

Artikel 28: Die zionistische Invasion ist auf verschlagene Weise bösartig. Sie schreckt nicht davor zurück, verschlungene Weg zu wählen und alle verabscheuungswürdigen und widerwärtigen Mittel anzuwenden, um ihre Ziele zu erreichen. Um sich einmischen und Spionageaktivitäten vornehmen zu können ist sie in großem Maß auf die Geheimorganisationen angewiesen, z..B. die Freimaurer, die Rotary Clubs, Lions und andere. All diese Geheimorganisationen, von denen einige auch offen arbeiten, agieren für die Interessen des Zionismus und wollen unter dessen Anleitung die Gesellschaften zerstören, Werte vernichten, Verantwortlichkeiten ausschalten, Tugenden ins Schwanken bringen und den Islam auslöschen. Sie steht hinter der Verbreitung von Drogen und Giften aller Art, die ihr Machtausübung und Machtausdehnung erleichtern sollen. (…)

Artikel 32: Der Weltzionismus und die imperialistischen Kräfte haben mit klugen Schritten und bewusster Planung versucht, die arabischen Länder aus der Kampfarena gegen den Zionismus wegzustoßen, um letztendlich das palästinensische Volk zu isolieren. Ägypten wurde bereits hauptsächlich mithilfe des betrügerischen Camp David-Abkommens aus dem Konflikt geworfen und es hat versucht, auch andere Länder in ähnliche Abkommen zu ziehen, um sie aus dieser Kampfarena auszuschließen.

Hamas ruft die arabischen und islamischen Völker dazu auf, ernsthaft und unermüdlich zu handeln, um dieses schreckliche Komplott zu durchkreuzen und den Massen die Gefahr vor Augen zu halten, die mit dem Austritt aus der Kampfarena gegen den Zionismus verbunden ist. Heute ist es Palästina und morgen könnten es andere Länder sein. Zionistische Machenschaften setzen sich nämlich endlos fort und werden sich nach Palästina gierig vom Nil bis zum Euphrat ausdehnen. Erst dann, wenn sie komplett die Gegend verdaut haben, auf die sie ihre Finger gelegt haben, werden sie zu noch mehr Expansion voranschreiten und so weiter. Ihr Komplott wurde in den Protokollen der Weisen von Zion niedergelegt: Ihre derzeitiges Verhalten ist der bester Beweis für das, was dort gesagt wurde. (…)

Wie haben keine andere Wahl als alle Kräfte und Energien zu vereinen, um dieser verabscheuungswürdigen Nazi-Tataren-Invasion gegenüberzutreten. Andernfalls werden wir den Verlust unserer Länder erleben, die Entwurzelung ihrer Bewohner, die Ausbreitung von Korruption über den Erdball und die Zerstörung aller religiösen Werte. (…)

Im Rahmen der Kampfarena mit dem Weltzionismus betrachtet sich die Hamas als Speerspitze und Avantgarde. Sie verbindet ihre Anstrengungen mit all denen, die auf dem Schauplatz Palästina aktiv sind. Es müssen jedoch noch mehr Schritte von den arabischen und islamischen Völkern und den islamischen Vereinigungen überall in der arabischen und islamischen Welt unternommen werden, um die nächste Runde im Kampf gegen die Juden, die Händler des Krieges, möglich zu machen.